Aller guten Dinge sind drei (nach der Kurzsichtigkeit)

Hier ist Platz für alle kleinen und grossen Erfolge auf dem Weg zur Verbesserung der Sehleistung. Ausserdem könnt ihr euch hier vorstellen.

Aller guten Dinge sind drei (nach der Kurzsichtigkeit)

Beitragvon Martin/T. » 24.06.2015 16:42

Hallo Foristen, Mittrainierende,

zwei Anläufe habe ich unternommen, um der Kurzsichtigkeit von der Schippe zu springen und den Stachel zu zerbrechen. Das erste Mal in meiner Jugend - mit schnellem, wichtigem, aber nicht 100%igem Erfolg -, das zweite Mal während meines ersten Aufenthalts hier im Forum, von Dezember 2008 bis Herbst 2012 - mit schwer erfochtenem, aber gebliebenem Teilerfolg. Jetzt möchte ich den letzten Rest zur Stabilität auf Normalsichtigkeits-Niveau, und dann zur Perfektion (überdurchschittlicher Visus und bleibende, schnelle Scharfsicht auch mit zunehmendem Alter bleibend in der Nähe) nehmen.

Die zweieinhalb Jahre Abwesenheit hier im Forum waren geprägt von erschütternden Ereignissen in meiner Familie, aber auch von viel heilsamer Ablenkung. Ich habe am Fernpunkt praktisch gar nichts aktiv unternommen und nur immer mal gelegentlich die Nahpunkt-Trainingsbrille (starkes Minusglas) vor's Auge gehalten, um regelmäßig Extremakkommodation zu üben. Trotz dieser - eher eine "aktivistische", d.h. nicht Scharfsicht bringenden Augengebrauch fördernde - Alltagsgestaltung habe ich in der Zeit nicht von der bis Herbst 2012 BEINAHE erreichten Normalsichtigkeits-Niveaus eingebüßt und knüpfe jetzt nahtlos daran an.

Kurz zu den bisherigen Fortschrittsepochen:
In 1991:
18 Jahre, Sehtest für den Führerschein, plötzlich Myopie entdeckt (etwa 1 bis 1,5 dpt, mit leichter Vorteil rechts), wie ich mir nachträglich klar wurde, seit etwa 16 Jahre aufgebaut: Brille zwar gemacht, aber nicht akzeptiert, fast nie getragen, - schon Dezember desselben Jahres erneuter Sehtest erfolgreich, wenn auch links nur um Haaresbreite, -> von Re/LI -1.0 mit -0.25 cyl/-1.25 mit -0.25 cyl gebessert auch Re/Li +0.25/-0.5. Dann fünfzehn Jahre nichts gemacht. Nicht einverstanden mit dem Rest Links, aber ich wusste nicht, was tun. So schlimm war es auch dann doch nicht. Ab und zu mal nachgekniffen, wenn das schlechte Bild links bewusst wurde, -> brachte natürlich nichts. In 2007 dann über Brille nachgedacht. 2008 für einige Wochen getragen, bevor sie aus pragmatischen Gründen, sowie auch, weil sie nicht völlig entspanntes Sehen zu bringen schien, wieder weggelegt. Kontaktlinsen getragen, aber das brachte für Rechts noch weniger. Rechts hatte sich unterdessen ein leichter Astigmatismus herausgebildet (0.5 dpt. im myopen Bereich), und links war minimal verschlechtert, auf etwa -0.75dpt. Ab Dezember 2008 dann Entschluss zum Augentraining. Anmeldung im Forum. (Hier ist mein damaliger, erster, persönlicher Thread.)

Meine Trainingsmethode - und zwar so ziemlich meine einzige - ist Fordern und Entspannen. Das Fordern hauptsächlich praktiziert mit Lesen kleiner Schrift (v.a. Monitor/Computer) aus etwa 1m Abstand mit Plusglas (also künstliche Fernsicht). Dabei gespürt, wie die Augenmuskeln arbeiten: teilweise richtig klare Momente produzieren, die dann aber in "aktivistisches" (also verspannendes Sehen) übergleiten und wegsacken, verfliegen. Dagegen muss ich dann wieder entspannen, was teilweise ein richtig titanischer Kampf mit meinem (falschen,etwas zwanghaften) Perfektionismus war/ist, der wohl hauptsächlich dafür verantwortlich ist, dass alles dann am Ende doch so lang gedauert hat.

Trotzdem nachmessbare Fortschritte in der zweiten Fortschrittsperiode
2008-2012:
Gebessert links auf etwa halben Wert (meist noch so ein restliches Viertelchen, also -0.25 dpt. Gläserempfehlung bei Optikerrefraktionen, evtl. noch mit -0.25 Asti; rechts bleibt allerdings auch oft ein Asti übrig, dort keine durchgreifende Besserung) Klare Momente vor allem links sind aber noch sehr labil und müssen kämpfen mit schlechten Momenten, die gekennzeichnet sind von "Ghostings", also Dopplungen, Schattenwürfen, früher auch Schlieren im Bildeindruck des linken Auges allein.

Jetzt:
Dieses letztere hat sich vor allem GEBESSERT über die passive Phase der letzten zweieinhalb Jahre, so dass ich jetzt, als ich vor gut zwei Wochen das erste Mal wieder meine Prismenbrille zur Erzeugung der künstlichen beidäugigen Fernsicht auf Bildschrirmabstand aufsetzte, ANGENEHM überrascht war, wie locker, scharf und doch recht zuverlässig das gute Bild auch für das linke Auge kommt, wenn ich nur möglichst unverkrampft und beidäugig, eben normal schaue.

Gestern und heute habe ich mir dann in zwei Sehtests den Stand des Erreichten bestätigen lassen:
Gestern ergab zum ersten Mal (das stimmt nicht ganz: am 16.10.12 hatte ich schon mal solch eine Erfolgsmeldung absetzen können, aber das wurde am nächsten Tag gleich wieder relativiert: es blieb ein einmaliger Glücksfall; die schwächer quantifizierte Leistung heute ist fundierter) eine Refraktion (bei Fielmann) keine negativen Werte mehr (und auch keinen Asti rechts). Allerdings war der Visus noch sehr schwach (um die 0.7) und außerdem habe ich einen Fingerzeig gekriegt - den ich ernstzunehmen gedenke -, dass ich es mit der Prismenbrille übertreibe: es wurde gemessen, dass meine Augen drei Prismen-"Dioptrien" (also 3 cm/m Blickachsenabweichung, und das pro Auge) annehmen wollen, was genau dem Wert entspricht, den ich in der Übungsbrille trage. D.h. also, ich habe mein Unterbewusstsein nicht "überlisten" können, indem ich ihm vorspiele, in 1 Meter Abstand gewissermaßen den Horizont zu sehen, sondern meine visuelle Neurologie hat stattdessen sich an diese letztlich falsche Prismen-"Verschreibung" angepasst. Diese Übungsbrille - und überhaupt jedwede Brille (außer leicht getönten oder transparenten Sonnen-/Fahrradbrillen jetzt in der hellen - und mückenreichen - Jahreszeit) kommt mir genau wie die Minusbrille zum Nahpunkttraining nur noch für kurze Momente zum Auffrischen und Kontrollieren vor die Nase:

Es hilft mir also nichts, ich muss jetzt doch endlich lernen, genügend interessante, herausfordernde und animierende Details in meiner natürlichen Umwelt zufinden, die den restlichen Trainingsprozess inspirieren können.

Der zweite Test heute hat mich dann doch wieder ein wenig beruhigt. Ich habe den Führerschein-Sehtest noch einmal gemacht und - links mit etwas Zögern, aber doch - auf Anhieb bestanden. Dabei geht es zwar auch nur um Visus 0.7, aber immerhin: auch unter Test- und Stressbedingungen ist der abrufbar.

Jetzt geht es für mich wirklich an die Kür; der Pflichtteil ist geschafft. Und möge ein Rückblick binnen kurzem auch für mich ergeben: Aller guten Dinge sind drei!

Viele Grüße an die Mitkämßfer um Klarblick im Alltag und natürliches, gesundheitserhaltendes Sehen
Martin, aus dem Taunus :D
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