Amblyopie

Akkomodieren, Fusionieren, Lichtbaden, Lichtblitzen, Palmieren, Visualisieren u.a.

Amblyopie

Beitragvon Hizon » 31.12.2008 14:54

Wie der Titel schon sagt, soll es hier um die sogenannte "Amblyopie" gehen

(Von Amblyopie spricht man, wenn durch eine unterschiedliche Sehstärke der beiden Augen das Bild des schwächeren Auges ausgeblendet wird und das Auge dadurch nicht mehr oder nur noch teilweise mitarbeitet)

Ich habe nämlich gerade etwas über dieses Thema gelesen und da hieß es, dass dieses Phänomen den meisten betroffenen Leuten gar nicht bewusst ist, und ich glaube, ich bin so ein Fall.

Ich hab nämlich bei mir beobachten können, dass es tatsächlich einen Unterschied macht, wenn ich entweder ganz normal sehe oder z.B. bei einem Text ganz bewusst darauf achte, wirklich mit beiden Augen gleichermaßen zu sehen und zu lesen und jeden Buchstaben mit beiden Augen gleichzeitig zu fixieren. (Also in einem Bereich, in dem ich mit beiden Augen scharf sehe)

Um das linke (bei mir schwächere) Auge fängt es dann sehr stark an zu zucken und zu rumoren und ich glaube das ist ein Anzeichen dafür, dass es vorher nicht so wirklich beim Sehen "mitgeholfen" hat und plötzlich überfordert ist bzw. tierisch arbeiten muss.

Ich kann das dann auch nicht lange machen, weil das Auge dann sehr schnell müde wird.

Es hieß in dem Text auch, dass "die mangelnde Sehschärfe bei einer Amblyopie auch nach der Korrektur des Brechungsfehlers im Auge erhalten bleibt". Das könnte der Grund dafür sein, dass mein rechtes (besseres) Auge immer von den Übungen profitert und meinem linken "davon galoppiert"

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder weiß etwas über dieses Thema (wie man das am besten behandelt z.B.) weil es für mich relativ neu ist.

Über jede Anregung wäre ich sehr dankbar

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Amblyopie

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Beitragvon NinaBerger » 01.01.2009 09:06

Obwohl der Unterschied bei mir nicht so groß ist (-0,25), habe ich das auch beobachten können, und wenn ich die Lochbrille trage, schließe ich oft das rechte (bessere) Auge, um das linke Auge mehr zu fordern.
Ich lese auch oft einäugig.

LG NIna
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Beitragvon TriBri » 02.01.2009 07:45

Hallo Hizon,

ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht, wobei ich denke, dass man unterscheiden muss: bei mir gibt es ein besseres und schlechteres Auge, aber auch ein stärkeres und schwächeres.
Das rechte ist bei mir eigentlich dominant, das meine ich mit "stärker". Es war aber auch immer das bessere, also weniger kurzsichtig.

Ich trage Kontaktlinsen, und habe diese abgeschwächt. Allerdings war das rechte etwas mehr abgeschwächt, so dass das linke Auge plötzlich das "bessere" war. Um insgesamt (also die normale Sicht mit beiden Augen) besser zu sehen, hat das linke mehr gearbeitet und sich auch schneller gebessert.

Beim Kauf neuer Monatslinsen hat die linke irgendwie nichts getaugt, zumindest für mein Auge nicht. Also war das rechte "besser" und auch "stärker". Ich hatte das Gefühl mit geschicktem Abschwächen der Linsen steuern zu können, welches Auge sich verbessert.

Nun geht das "leider" nicht mehr :wink: , denn mit dem rechten sehe ich mit einer 0,5d Linse 100%. Selbst ohne Linse sehe ich bei gutem Tränenfilm am Auge die Kfz-Kennzeichen auf 25-30m.
Ich überlege, ob ich die 1,25d links weiter verbessern kann, wenn ich zuhause eine Augenklappe trage. Einen Versuch wäre es wohl wert.

Sehr gut finde ich übrigens auch die Arbeit mit 3-D Bildern (ich hab noch so ein altes Büchlein "Das magische Auge"). Man sieht die 3-D Effekte ja nur, wenn man mit beiden Augen schaut. Das bringt sie bei mir auch ganz gut in Bewegung. Ich habe ein Labyrinth, das über 2 DIN A4 Seiten geht. Wenn ich den Weg da durch verfolgt habe, kommen mir meine Augen sehr flexibel vor.

Gruß,
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Beitragvon Hizon » 02.01.2009 14:45

Hallo und danke für die Antworten,

scheinbar bin ich da ja kein Einzelfall.

Ja ich habe auch eine ganze Zeit lang nur Übungen gezielt für das schwächere Auge gemacht, allerdings hat das leider nie besonders viel geholfen.

Ich habe nach den Übungen immer lange palmiert, und obwohl ich für das stärkere Auge keinerlei Übungen gemacht habe, ist es im Mittel schneller besser geworden, nur durch das Palmieren eben. Das fand ich schon damals sehr mysteriös.

Vermutlich helfen wirklich nur Koordinationsübungen für die Augen, also für das bessere Zusammenarbeiten, damit der "Input" vom schwachen Auge nicht immer ausgeblendet wird...

Danke übrigens für den Tipp mit den 3D- Bildern, finde ich auch sehr gut.

Ich glaube mein linkes Auge sieht in Wirklichkeit schon viel mehr als das, was es da abliefert...

So oder so ähnlich,

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Beitragvon Tine » 06.01.2009 17:10

Hallo Hizon,

mir geht es auch so ähnlich wie Dir. Ich habe zwei sehr unterschiedlich kurzsichtige Augen. Ich trainiere hauptsächlich das linke (schwächere) Auge, konnte aber trotzdem eine Verbesserung des rechten Auges, das ich eigentlich gar nicht trainiert habe, feststellen.

Nach einer längeren Pause habe ich gerade mein Augentraining wieder angefangen und trainiere wieder viel das schwächere Auge, indem ich eine Augenklappe benutze.

Allerdings ist es bei mir anscheinend so, dass das schwächere Auge gleichzeitig auch das dominante Auge ist - so dass ich bei mir wohl eine Amblyopie ausschließen kann. Macht die Sache aber auch nicht unbedingt einfacher - weil ich ja so das eigentlich bessere Bild des rechten Auges nicht voll ausnutzen kann bzw. immer bewusst "dazuschalten" muss.

Viele Grüße

Tine
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Beitragvon Mic Frederic » 27.01.2009 15:19

Hallo die Runde,

ich habe seit Geburt einen alternierenden Strabismus, also eine unwillkürlich wechseldne Fehlstellung beider Augen nach innen. Dadurch habe ich ein sehr unruhiges visuelles Erleben. Ruhe finde ich eigentlich nur in meiner Myopie (-4 dpt. beidäugig).

Da ich aufgrund des Stellungsfehlers beider Augen immer nur monokular schaue, habe ich auch keine visuelle Räumlichkeit entwickeln können.
Hatte entsprechend bei ansonsten schon überdurchschnittlicher Begabung riesige Probleme in der Schule mit Mathematik, habe auch 2 Jahre länger gebraucht als andere Kinder, laufen zu lernen; Aufmerksamkeitsstörungen mit Hyperaktivität wurden früher immer psychologisch behandelt, ohne den Strabismus etc.

Da wo sich die Schielstellung nicht alternierend entwickelte, ist eine Amblyopie des fehlgestellten Auges eine bekannte Folge. weiß ich aus meinem Bekanntenkreis.

Also liebe Grüße

Interessant
Mic Frederic
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meine besondere Amblyopie

Beitragvon 8Toby8 » 27.04.2009 16:36

Hallo Zusammen!

Ich habe eure Beiträge zum Thema Amblyopie gelesen und gemerkt, dass ihr davon sprecht, dass ein Auge besser ist als das Andere, vor allem vom Dioptriewert her und dass ihr die Augen trainieren könnt. Ich habe laut Augenarzt ebenfalls eine Amblyopie (angeblich eine kleine, 0,8 ). Mein Fall ist aber ein bisschen anders, als Eure:

Auf meinem rechten Auge besteht seit frühester Kindheit ein permanentes Augenflimmern. Es ist ein schwarzes Flimmern, wie bei einer Migräne. Ich kann mit diesem Auge kaum Lesen, da das Wort, das ich gerade lesen möchte, von diesem schwarzen Flimmern verdeckt wird. Grössere Dinge kann ich besser wahrnehmen, da das Flimmern nicht das ganze Auge bedeckt, es ist wie bei einer Migräne.

Nun, als ich 12 Jahre alt war, jetzt 8 Jahre her, hatte mir der Augenarzt gesagt, dass das eine Amblyopie sei und die nicht mehr heilbar ist, ich hätte in frühester Kindheit das gute Auge abdecken müssen, um das schlechte zu trainieren, nun ist es zu spät. Nun, damit war für mich das Thema eigentlich gegessen. Es stört mich manchmal ein wenig, da ich ein doppelsehen habe, wenn ich mich auf einen Punkt fixiere, denn das linke Auge ist das dominante.

Wenn ich aber auf Wikipedia unter Amblyopie suche, finde ich Folgendes:

Als Amblyopie (griech.: „stumpfes Auge“) oder Schwachsichtigkeit wird eine permanente, funktionelle Sehschwäche eines Auges oder seltener beider Augen bezeichnet, die auf einer Fehlentwicklung des Sehsystems während der Kindheit beruht. Bei der augenärztlichen Untersuchung findet sich eine Sehschärfenminderung, die nicht ausreichend durch erkennbare organische Fehler des Auges erklärt ist und trotz optimaler optischer Korrektur fortbesteht.

Nun, das stimmt jetzt nicht wirklich mit mir überein. Ich sehe mit beiden Augen scharf, ich habe also keine Sehschärfenminderung, da die Schärfe bei beiden Augen gleich ist. Beim rechten Auge hat es aber ein Flimmern, das verhindert, dass ich kleine Details wie z. Bsp. kleine Buchstaben richtig sehen kann. Habt ihr auch so ein Flimmern auf dem schlechteren Auge? Habe ich etwa gar keine Amblyopie? Hat sich der Arzt etwa geirrt? Da ihr selber geschrieben habt, dass ihre eure Augen mit Augentraining verbessern konntet, kann ich das auch? Was ist mit Rasterbrillen? Es ist schliesslich laut Augenarzt ja auch eine Amblyopie....aber der Arzt hat mir gesagt, dass das nichts nützt, das hätte man in der Kindheit beheben sollen...Was meint ihr?

Danke für schnelle Antworte
Tobias
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Re: meine besondere Amblyopie

Beitragvon Nicole » 27.04.2009 17:48

Hi Tobias,


8Toby8 hat geschrieben:Ich habe laut Augenarzt ebenfalls eine Amblyopie (angeblich eine kleine, 0,8 ). Mein Fall ist aber ein bisschen anders, als Eure:

Ich sehe mit beiden Augen scharf, ich habe also keine Sehschärfenminderung, da die Schärfe bei beiden Augen gleich ist.


Die 0,8 geben normalerweise den Visus an.
0,8 ist okay und reicht auch zum Autofahren.
Für einen 18jährigen ist der Wert allerdings "recht schlecht", wenn es stimmt, dass dein linkes Auge auch nur diesen Visus erreicht. :?:

1,0 ist der Durchschnitt. Viele, gerade jüngere Leute sehen erheblich besser.
Es gibt auch Leute, die nie besser als 0,8 erreichen.
So wie einer langsam läuft, der andere schnell.

Bist du sicher, dass du auf dem besseren Auge nur einen Visus von 0,8 erreichst?

lg
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Re: meine besondere Amblyopie

Beitragvon sven » 27.04.2009 17:51

Nicole hat geschrieben:Es gibt auch Leute, die nie besser als 0,8 erreichen.
So wie einer langsam läuft, der andere schnell.


Ich kann dir versichern, das die Laufgeschwindigkeit genetisch nicht festgelegt ist, sondern allein vom Willen und Training des einzelnen abhaengt.
Schoene Gruesse

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Beitragvon 8Toby8 » 27.04.2009 18:03

Also ich habe gerade eine Verständinsfrage: Setzt du Visus mit Dioptrie gleich? Meine Dioptrien sind auf dem guten Auge -3.5, auf dem schlechten -4. Das mit dem Visus sagt mir, wenn du damit nicht Dioptrie meinst, nichts. Überhaupt, die Angabe von 0,8, die der Augenarzt dem schlechten Auge aufgrund der Amblyopie gegeben hat, sagt mir auch nicht wirklich etwas. Es ist einfach ein Wert und ich weiss nicht, in welchen Masseinheiten der festgelegt ist. Alles was ich weiss ist aber, dass ich auf dem guten Auge einen besseren Wert habe als auf dem schlechten, sei es jetzt vom Dioptriewert her oder von den 0,8 der Amblyopie.
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Beitragvon Hizon » 28.04.2009 18:17

Hallo Toby,

also der schwarze Fleck, den du hast, ist auf jedenfall nicht Teil einer "klassischen" Amblyopie. Damit ist nur gemeint, dass das Bild eines Auges gar nicht oder nur teilweise verwertet wird. So dass man das Gefühl hat, dass das Bild z.B. "zu 75% von einem Auge stammt", wie du es in achilles Thema auch beschrieben bzw. bestätigt hast.

Was das mit dem Fleck bei dir ist, weiß ich leider auch nicht, vielleicht weiß ja jemand anders Rat :?:


Grüße

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