Anstrengung in der Nähe/Nahpunkt (Kurzsichtigkeit)

Wer nur mal schnell eine kleine Information sucht, ohne dass daraus eine lange Diskussion entstehen soll, ist hier richtig.
Oder auch Themen, für die man keinen passenden Titel weiß.

Beitragvon Mrs.Robinson » 04.04.2013 14:56

Hallo Marina,

Aniram hat geschrieben:Ich habe noch einmal die entsprechende Stelle bei Bates nachgelesen; es ist ja nicht das erste Mal, dass diese Thematik aufkommt und Bates hier immer wieder so verstanden wird, als ob er Anstrengung am Nahpunkt für Kurzsichtige bzw am Fernpunkt für Weitsichtige empfehlen würde.

Gegen Ende des Kapitels (9) sagt er aber ganz deutlich:


Zunächst ist jede Sehanstrengung ein geistiger Zwang. Und in allen
Fällen, wo eine geistige Anstrengung stattgefunden hat, tritt auch ein
Verlust der geistigen Kontrolle ein. Anatomisch mögen wohl die Resultate
der Sehanstrengung beim Fernblick dieselben sein wie jene beim
Nahesehen ohne Anstrengung; aber in einem Fall tut das Auge, was der
Geist verlangt, im andern nicht.
...
Das Heilmittel besteht nicht darin, feine Naharbeit oder das Sehen in
die Ferne zu vermeiden, sondern im Loswerden von geistigem Zwang.
Dieser ist es allein, der das innere Gleichgewicht beeinträchtigt, von
dem die vollkommene Tätigkeit des Auges abhängt.


Dh anatomisch bewirkt eine Anstrengung am jeweiligen 'Gegenpol' dasselbe Ergebnis wie eine Entspannung im 'Problembereich' ("in einem oder mehreren Meridianen", dh nicht unbedingt "Normalsicht", sondern evtl auch "Astigmatismus").


Wie genau kommst du darauf?

Der Verlust der geistigen Kontrolle bleibt aber bestehen, dh die unkontrollierbare, kurzzeitig auftretende unwillkürliche Veränderung in Richtung Normalsichtigkeit nützt rein gar nichts - sie kann nicht aufrecht erhalten und schon gar nicht im jeweiligen "Problembereich" auf Wunsch wieder "reproduziert" werden.

Ein Üben mit Anstrengung am jeweiligen 'Gegenpol' ist also keine "Abkürzung", sondern eindeutig ein "Holzweg"; denn eine Steigerung der Sehanstrengung (egal in welchem Entfernungsbereich) steigert gleichzeitig auch immer den Kontrollverlust.


Genau lesen! Bates schreibt von einer mittelfristigen Heilung der Kurzsichtig- bzw. Weitsichtigkeit.
Es stehen im Buch so viele Dinge; man muss sie erst mal für sich sortieren und entsprechend verknüpfen. Ich hatte an manchen Stellen manchmal den Gedanken: "Was denn nun? Soll ich nun x oder y machen? Widerspricht sich das nicht?".

Ein ganz wesentlicher Teil war für mich:
Sehen bei ungünstigen Bedingungen ist gut für die Augen, da eine größere Entspannung nötig ist als unter günstigen Bedingungen.

Nun ist dabei die Frage: Was meint er mit ungünstig?
-> Zu nahes Sehen (?)
-> dämmriges Licht

Grüße

Mrs.Robinson
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Beitragvon merukando » 04.04.2013 19:09

Ein ganz wesentlicher Teil war für mich:
Sehen bei ungünstigen Bedingungen ist gut für die Augen, da eine größere Entspannung nötig ist als unter günstigen Bedingungen.

Nun ist dabei die Frage: Was meint er mit ungünstig?
-> Zu nahes Sehen (?)
-> dämmriges Licht


das kann man auf vielerlei Arten interpretieren. Für mich kann "ungünstig" das folgende bedeuten:

- sehen , wenn man sich unwohl fühlt und an seine Grenzen geht

- das sehen, wo man lieber wegschauen möchte

- gesehen werden, wenn man am liebsten unsichtbar wäre


deine Interpretation kann ich aber auch nachvollziehen.Ich konnte nachts ohne Brille nur noch ein undefinierbares Flimmern sehen und war abends auch mit Brille auf starke Lichtquellen angewiesen. Es bedeutete für mich eine große Überwindung, ohne Brille und nach kurzer Zeit auch noch ohne Licht zu lesen.

Momentan denke ich, dass man die eigenen Ängste und Grenzen überwinden muss/sollte, um im Genesungsprozess der Augen oder auch des Körpers längerfristig voranzukommen. Diese sind bei jedem anders.

für mich waren bzw. sind dies und werden sein : schwimmen ohne Korrekturschwimmbrille; Spazieren gehen ohne Brille bei jeglichen Lichtverhältnissen (vor völliger Dunkelheit habe ich noch Angst, das kommt als nächstes ;) ); ohne Brille auf einer unebenen Strecke zu laufen; ohne Brille einen Graben zu überqueren; Ohne Brille einen kleinen Bach überqueren, wobei dies nur möglich ist indem ich über im Bach befindliche größere Steine steige (2 mal nur mit Brille, heute ohne) ; Ohne Brille in den Supermarkt (kommt demnächst auch), einfach mal in der Fußgängerzone zu singen oder zu tanzen und dabei den "Zuschauern" in die Augen schauen, (Königsdisziplin, kann mir nichts schlimmeres vorstellen, gerade deshalb könnte die Erfahrung Früchte tragen :) )

liebe Grüße

merukando
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Beitragvon Mrs.Robinson » 05.04.2013 07:32

Guten Morgen :-)

merukando hat geschrieben:das kann man auf vielerlei Arten interpretieren. Für mich kann "ungünstig" das folgende bedeuten:

- sehen , wenn man sich unwohl fühlt und an seine Grenzen geht
- das sehen, wo man lieber wegschauen möchte
- gesehen werden, wenn man am liebsten unsichtbar wäre


deine Interpretation kann ich aber auch nachvollziehen.Ich konnte nachts ohne Brille nur noch ein undefinierbares Flimmern sehen und war abends auch mit Brille auf starke Lichtquellen angewiesen. Es bedeutete für mich eine große Überwindung, ohne Brille und nach kurzer Zeit auch noch ohne Licht zu lesen.


Interpretiert war nur das zu nahe Sehen; ansonsten stehen ganz konkret im dem Kapitel die ungünstigen Lichtverhältnisse; also schwaches Licht.
Was du schreibst, ist ein sehr wichtiger Aspekt, fällt für mich aber nicht unter den Begriff "Bedingungen".

Momentan denke ich, dass man die eigenen Ängste und Grenzen überwinden muss/sollte, um im Genesungsprozess der Augen oder auch des Körpers längerfristig voranzukommen. Diese sind bei jedem anders.

für mich waren bzw. sind dies und werden sein : schwimmen ohne Korrekturschwimmbrille; Spazieren gehen ohne Brille bei jeglichen Lichtverhältnissen (vor völliger Dunkelheit habe ich noch Angst, das kommt als nächstes ;) ); ohne Brille auf einer unebenen Strecke zu laufen; ohne Brille einen Graben zu überqueren; Ohne Brille einen kleinen Bach überqueren, wobei dies nur möglich ist indem ich über im Bach befindliche größere Steine steige (2 mal nur mit Brille, heute ohne) ; Ohne Brille in den Supermarkt (kommt demnächst auch), einfach mal in der Fußgängerzone zu singen oder zu tanzen und dabei den "Zuschauern" in die Augen schauen, (Königsdisziplin, kann mir nichts schlimmeres vorstellen, gerade deshalb könnte die Erfahrung Früchte tragen :) )


Da ich im Alltag gut ohne Brille zurechtkomme, sprich: Schilder lesen, Menschen erkennen (auch wenn man mal etwas näher rangehen muss), liegt meine Überwindung vor allem im Menschlichen. Ich sehe ganz ganz ungerne Fremden in die Augen, versuche es aber immer wieder ganz bewusst zu tun.
Auch bin ich oft in mich gekehrt und will mich in Zukunft mehr und mehr "nach außen wenden".

Was ich dir und allen Lesenden raten kann: Lege deine Brille nur ab, wenn du dich einigermaßen sicher fühlst. Unter Angst wird man seinen Augen nur Stress aussetzen, z.B. beim Autofahren, wenn man den Weg nicht kennt und keine Schilder lesen kann... theoretisch. Praktisch würde man das sicherlich nie tun, aber es ist ein gutes Beispiel.
Dazu hilft es, wenn man seine Brille immer griffbereit hat.

Schönen Tag euch allen!
:schönes Wetter:
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