Astigmatismus Experiment und die äußeren Augenmuskeln

Akkomodieren, Fusionieren, Lichtbaden, Lichtblitzen, Palmieren, Visualisieren u.a.

Astigmatismus Experiment und die äußeren Augenmuskeln

Beitragvon augenauf » 04.08.2016 11:23

Hallo Zusammen,

vor Kurzem habe ich mal versucht die Auswirkungen meines Astis im Nahbereich zu untersuchen.

Meine Augenwerte sehen vereinfacht ausgedrückt etwa so aus:
Sphäre: - 1,25
Zylinder: - 0,75
Achse: 90°

Ich habe auf ein weißes Blatt Papier mit einem dünnen schwarzen Stift zwei sich im rechten Winkel kreuzende ca. 15 cm lange Linien gezeichnet (eine senkrecht, eine waagerecht), also ein Fadenkreuz.

Beim Betrachten der Linien sehe ich aus ca. 70 cm Entfernung erwartungsgemäß (mit 90° Asti) die waagerechte Linie deutlich schärfer, als die Senkrechte. Gehe ich aber etwas näher heran, so auf ca. 30 cm Entfernung und betrachte die Linien jeweils nur mit einem Auge (das andere wird mit der Hand zugehalten um entspannt einäugig blicken zu können), so kann ich bewusst steuern, welche der Linien ich scharf sehen möchte. D.h. konzentriere ich mich auf die waagerechte, so sehe ich diese schwärzer und schärfer als die Senkrechte. Und konzentriere ich mich auf die Senkrechte, so sehe ich diese schwärzer und schärfer als die als die Waagerechte! Ich kann also bewusst meine Astigmatismusachse um 90° kippen!

So wie ich das sehe ist das ein eindeutiger Hinweis darauf, dass die äußeren Augenmuskeln bei der Akkommodation beteiligt sind! Ich kann mir keinen anderen Mechanismus vorstellen, der sowas hervorrufen könnte.

Anscheinend funktioniert das 90° Kippen aber nur in einem nahen Bereich, in dem die beiden Muskelpaare noch genug „Entspannungsspielraum“ haben.

Bitte versucht doch auch mal dieses einfache Experiment und berichtet wie das bei euch aussieht.

Schöne Grüße
Franz
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Astigmatismus Experiment und die äußeren Augenmuskeln

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Re: Astigmatismus Experiment und die äußeren Augenmuskeln

Beitragvon merukando » 08.08.2016 06:53

Hallo augenauf,

das hängt mit der Lidstellung zusammen.

Wenn man mit nur einem Auge schaut, ist das Auge mehr geschlossen und dadurch der Blick mehr fokussiert. Das ist der Hauptgrund.

Dann kann man je nach Ausprägung der Augen- und Stirnmuskulatur noch Feintuning mit der Lidstellung betreiben und wie du schon beobachtet hast, den Astigmatismus beeinflussen.

ich mache gerade folgendes:

ein Auge schließen und das andere in einem sehr gerigen Umkreis möglichst zentral im Blickfeld in Bewegung halten und anschließend beim anderen Auge das gleiche Spiel. Danach sehe ich mit oder ohne Brille danach mit beiden Augen immer besser als vorher.

Der andere Grund ist, dass die Augenmuskulatur oberhalb und unterhalb des Auges, das geöffnet bleibt, stärtker trainiert wird.

Durch sehr kleine und feine Bewegungen des Auges, am besten kreisförmig oder in Form der liegenden Acht kann man dann noch dafür sorgen, dass die Augenmuskulatur rundum gleichmäßig trainiert wird.

Kreisförmige Bewegungen oder liegende Achten sind denke ich der Schlüssel zur Gesundheit. das gilt für den Hals, die Hüften, aber auch für die Handgelenke und die Fußgelenke. Rund um das Gelenk wir die Muskulatur gleichmäßig trainiert und somit aufgebaut.

Ich denke das klappt auch mit den Augen.

Wenn man die gröbsten Ungleichheiten der Muskulatur links und rechts ausgeglichen hat, verblasst nach und nach der Astigmatismus. Bei mir verringert sich die Ausprägung der Doppelbilder.

Wenn die Augenmuskulatur am ganzen Auge dann straffer wird, bleibt der Blick zentral und man macht keine extemen Bewegungen mit dem Auge mehr nach links,rechts, oben oder unten mehr. Statt dessen bewegt man den Hals. Damit das möglich ist, ist es nötig eine stark ausgeprägte Muskulatur rundum um den Hals aufzubauen. Das dauert, je nachdem wie viel Muskulatur am Anfangszustand da ist, schon eine ganze Weile.

Es gibt sehr viele Muskelstänge, die diagonal von Auge ausgehend hinab in Richtung Lippe verlaufen. Diese sollte man bei all dem Fokus auf die waagrechte Augenmuskulatur nicht vernachlässigen. Ich spüre sie nun, wenn ich das Auge kreisförmig bewege. Für den gleichmäßigen Aufbau war es wichtig, mehr zu gähnen, das beidseitige Kauen zu betreiben, regelmäßig den Hals kreisförmig zu bewegen. und mir eine ausgeprägtere Mimik anzugewöhnen.

Muskelstränge des Gesichts:

https://thumbs.dreamstime.com/z/menschliche-anatomie-muskeln-des-gesichtes-67477.jpg

viele Grüße

merukando
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Re: Astigmatismus Experiment und die äußeren Augenmuskeln

Beitragvon augenauf » 10.08.2016 17:08

Hallo Merukando,

danke für deine Tipps, aber mit der Lidstellung hat das nichts zu tun. Nicht wie bei mir mit 90 Grad Asti und Problemen bei senkrechten Linien. Augenkneifen hilft, was den Asti angeht, nur bei einer Achse nahe 0 bzw. 180 Grad

Schöne Grüße
Franz
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Re: Astigmatismus Experiment und die äußeren Augenmuskeln

Beitragvon merukando » 15.08.2016 06:39

Hallo augenauf,

ich denke die Lidstellung bzw. die Mimik ist immer wichtig, egal auf welcher Achse der Astigmatismus liegt.

ich habe an einem Tag mal den Sandmann im Auge gelassen. Dann kann man das Auge nicht mehr so weit öffnen. Ich fand, dass hat sich positiv auf den Astigmatismus ausgewirkt. Wenn der Sandmann dann im Laufe des Tages auf natürliche Weise abgeht, hat man danach gar nicht mehr das Bedürfnis, das Auge zu weit zu öffnen.

Was ist zu weit? Ich denke zu weit bedeutet, dass die Öffnung des Lids nicht zum Zustand der Augenmuskulatur passt. Bei einer gut trainierten Augenmuskulatur (was man m.E. vor allem durch eine tägliche ausgeprägte Mimik aber auch beidseitiges Kauen erreicht) kann man die Augen durchaus weiter öffnen, aber wenn die Augenmuskulatur zusammen mit der Kiefermusulatur verlängert oder verkürzt ist, erzeugt eine zu der unpassende, zu weit geöffnete Stellung des Lides eine Anspannung im Gesicht.

Warum? Zu jeder Anspannung gibt es eine Ausgleichsspannung. Wenn ich nun die Augen bzw. das Lid weiter öffne, passiert auch etwas mit der Kiefermuskulatur. Der Mund öffnet sich oder die Mundwinkel zeigen bei geschlossenem Mund nach unten. Ein normal geschlossener Mund mit weit geöffnetem Lid erzeugt eine Anspannung rund um das Auge herum und sogar Schmerzen in den Schulterblättern.

Gruß

merukando
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