Augentraining für ein Kind mit Astigmatismus

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Augentraining für ein Kind mit Astigmatismus

Beitragvon Ariana » 04.03.2012 15:18

Hallo zusammen,
ich bin auf diese Seite gestoßen, nachdem ich mit meiner Tochter (2,4 Jahre) vor 4 Tagen zum ersten Mal bei einem Augenarzt war. Die Diagnose lautet: Astigmatismus. Die Werte lagen bei R: +0,25 Cyl: -1,75; L: +0,5 Cyl: -2,5. Laut Ärztin sind diese Werte noch ungenau, weil es ohne Tropfen gemacht wurde. Viel hat sie mir über Astigmatismus nicht erzählt, sagte jedoch, dass man die Brille auf jeden Fall benötigt, damit erstens es sich nicht verschlechtert und zweitens mittels Brille die Sehstärke sogar korrigieren werden kann und wenn man ganz viel Glück hat zum ihrem 6. Lebensjahr sogar sie ganz weglassen könnte, jedoch nur wenn man die Brille immer trägt. Außerdem meinte sie, dass Astigmatismus bei meiner Tochter auf jeden Fall von Geburt an ist, sozusagen vererbt wurde. Allerdings haben weder ich noch mein Mann Astigmatismus und auch keiner in meiner oder seiner Familie (Eltern und Geschwister).

Zu Hause fing ich mit der Recherche an, was man alles machen kann, damit sich die Sehstärke meiner Tochter bessert. Ich muss vorweg sagen, dass ich ursprünglich aus Russland komme und uns damals immer gesagt wurde, dass je man öfter die Brille trägt, desto weniger die Augenmuskulatur arbeitet und die Augen sich schneller an die Brille gewöhnen. Hier in Deutschland sind die Ärzte anderer Meinung und umgekehrt das konsequente Tragen der Brille der Verschlechterung der Sehstärke entgegenwirkt. Im Internet fand ich dann diesen Forum und die guten Ratschläge, welche Übungen man bei Astigmatismus machen kann. So wie ich es verstanden habe, bringt das tibetische Rad schon viel und Palmieren. Meine Frage ist, ob man diese Übungen auch mit einem Kind machen kann? Ausprobiert hab ich noch nicht, weil wir sie über das Wochenende zu den Großeltern gebracht haben. Das tibetische Rad hab ich schon ausgedruckt und die Anleitung dazu gelesen, nun weiß ich nicht, ob das Rad für ein Kind nicht zu groß sei? Soll ich dann vll mehr Abstand von der Nase nehmen? Hat vielleicht jemand noch eine passende Anleitung für Kinder, oder hat jemand schon das tibetische Rad bei den Kindern gemacht und Erfolge gehabt?

Palmieren hab ich bei mir schon die paar Tage versucht und auch festgestellt, dass dies wirklich entspannt und gut tut, jetzt muss ich noch meiner 2-jähirgen Tochter genau erklären, wie man‘s macht.

Welche Übungen kann ich noch mit meiner Tochter machen, was würdet ihr empfehlen? Wer das Buch von Leo Angart gelesen hat, gibt es in dem Buch spezielle Übungen auch für Kinder? Ich war auch schon auf seiner Homepage, um zu gucken, wann er Seminare in Dtl macht, aber der nächste Termin ist erst Ende November und bis dahin hoffe ich, dass wir mittels Augentraining erste Erfolge machen könnten.

Ich möchte keine Zeit verlieren und mit dem Training sofort anfangen, damit man sehen kann, ob das Training was bringt, weil unser nächster Termin in 4 Wochen ist und da die Augenuntersuchung mit Tropfen gemacht wird.

Ich danke allen, die meinen langen Text geschafft haben und würde mich über alle Kommentare freuen.

LG
Anna
Ariana
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Augentraining für ein Kind mit Astigmatismus

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Re: Augentraining für ein Kind mit Astigmatismus

Beitragvon Nicole » 04.03.2012 16:24

Hallo Anna :D

Ariana hat geschrieben:Viel hat sie mir über Astigmatismus nicht erzählt, sagte jedoch, dass man die Brille auf jeden Fall benötigt, damit erstens es sich nicht verschlechtert und zweitens mittels Brille die Sehstärke sogar korrigieren werden kann und wenn man ganz viel Glück hat zum ihrem 6. Lebensjahr sogar sie ganz weglassen könnte, jedoch nur wenn man die Brille immer trägt.


Das ist Blödsinn, was sie dir erzählt hat.

Deine Tochter ist leicht weitsichtig (genauer heisst es hyperop) in die Ferne. Das wächst sich von ganz alleine mit dem Älterwerden aus. Am Ende der Grundschulzeit sind die meisten Kinder normalsichtig, die vorher gering weitsichtig waren.

Der Astigmatismus wächst sich weder von alleine aus, noch geht er durch Brilletragen weg.
Damit deine Tochter scharf sieht und da das Gehirn noch weiter reift, würde ich ihr die Brille mit diesen Werten der Augenärztin machen lassen. Wahrscheinlich ist ihre Übersichtigkeit mit Tropfen noch größer.

Es gibt ein gutes Buch für Kinder:

Hier eine gute Beschreibung

Zu bekommen ist es hier und hier

lieben Gruß
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Re: Augentraining für ein Kind mit Astigmatismus

Beitragvon Ariana » 05.03.2012 11:09

Danke für den Tipp, das Buch von Janet Goodrich hab ich heute schon bestellt.

"Der Astigmatismus wächst sich weder von alleine aus, noch geht er durch Brilletragen weg."

Heißt es, dass man die Brille lieber gar nicht erst bestellen soll?
Überall im Internet steht, dass vor allem bei angeborenem Astigmatismus unbedingt die Brille getragen werden soll, weil das Kind ja von Geburt an schlecht sieht und erst mit der Brille lernt, was richtiges Sehen heißt.. (sorry, wenn ich mich unverständlich ausdrücke, mein schlechtes Deutsch :? )

Und noch ne Frage: Kann ich trotzdem schon die Übung mit dem tibetischen Rad bei ihr versuchen, obwohl es für Erwachsene gedacht ist? Bringt es was?
Möchte heute schon mit ihr anfangen zu trainieren, das Buch von J. Goodrich kommt aber erst Ende der Woche.

LG
Anna

P.S. Hab Ariana als Nickname gewählt, so heißt meine Tochter)
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Beitragvon Nicole » 05.03.2012 12:27

Hi Anna,

wie schon geschrieben, würde ich deiner Tochter die Brille machen lassen, wie die Augenärztin es gemessen hat.
Gerade WEIL das kindliche Gehirn auf gute Seheindrücke angewiesen ist.

Das tibetische Rad kannst du mit ihr machen.
Sie soll sich einen Marienkäfer (oder etwas anderes kleines) vorstellen, der aussen auf den Linien das Rad entlangkrabbelt.
Vielleicht schneidest du ihr für den Anfang ein kleines Tierchen aus, welches du langsam am Rand des Rades bewegst, bis sie verstanden hat, wie es geht.

lieben Gruß
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