Bates - oder die Kunst zu finden, ohne zu suchen

Akkomodieren, Fusionieren, Lichtbaden, Lichtblitzen, Palmieren, Visualisieren u.a.

Bates - oder die Kunst zu finden, ohne zu suchen

Beitragvon Aniram » 03.06.2013 12:55

Hallo Ihr Lieben
Das Fossil hat mal wieder seinen Mumienschlaf unterbrochen und erhebt seine Stimme :wink: .

Neulich hatte ich ja schon einmal hier:
http://www.augen-training.com/bei-kurzs ... html#18981
ein paar Auszüge von Bates eingestellt, die ich sehr hilfreich fand.

Aber anscheinend konnte niemand (ausser mir) etwas damit anfangen - vielleicht braucht man dazu ein (versteinertes) Fossiliengehirn (mit herabgesetzter Gehirnaktivität, denn Bates betont ja die Passivität des Sehaktes) :wink: .
Da mir das aber sehr viel gebracht hat, habe ich mich entschlossen, das Ganze noch ein wenig "aufzubereiten" und als Denkanstoss weiterzugeben, bzw bei Bedarf als Diskussionsgrundlage.


(76)Dem vollkommenen Sehvermögen
ist es, als warteten die Buchstaben der Sehtafel, vollkommen schwarz
und deutlich, darauf, gelesen zu werden. Sie brauchen nicht erst gesucht
zu werden, sie sind da. Vom kranken Auge sind sie gesucht,
gejagt
. Das Auge läuft ihnen nach und zwingt sich, sie zu sehen, einzufangen.

dh finden, ohne zu suchen

(79)Entspannung kann man jedoch nicht erzwingen. Es ist grundlegend,
daß Patienten dies begreifen lernen; denn solange sie bewußt oder
unbewußt meinen, Anstrengung könne durch eine andere Anstrengung beseitigt
werden, so lange wird ihre Heilung sich vertagen


dh Entspannung kann nicht irgendwie "gewollt provoziert/hervorgerufen" werden und tritt nicht ein, solange man selbst unbewusst davon ausgeht, sie irgendwie "herbeizwingen" zu können - sie tritt ein oder auch nicht
=> man kann optimale Voraussetzungen dafür schaffen, sonst ist nichts möglich


Nur
mit Mühe, „einer Verzerrung der natürlichen Vorgänge", kann man das
Auge davon abhalten, sich für das Nahesehen ein wenig zu verändern.
Nur das in ungestörtem Gleichgewicht befindliche Auge besitzt vollkommenes
Sehvermögen.

dh alles, was man "tut" kann nur das Falsche sein, denn es greift in die natürlichen Vorgänge ein und verzerrt sie

Wenn
wir es lernen, unser Gedanken- und Vorstellungsleben unter Kontrolle
zu halten, können wir mühelos normalsichtig werden.

Praktisch heißt das zuallererst, die Ursache für undeutliches Sehen
nicht im Auge selbst zu suchen und sich darüber aufzuregen. Die Sehstörung
ist vielmehr als Denkanstoss zu werten, als natürlicher und nützlicher
Hinweis von Seiten des Gehirns auf eine abzustellende Primärursache,
die zumeist völlig außerhalb des Auges liegt.
...
Man kann eine Störung selbstverständlich
nicht dadurch beseitigen, daß man das Anzeigeinstrument
manipuliert.

dh also, gar nichts mit den Augen machen, s.o.

(85)Je kleiner der als Übungsobjekt
gewählte Buchstabe oder je geringer die Entfernung, von der aus der
Patient zu blicken hat, um den entgegengesetzten Teil undeutlicher zu
sehen, desto größer ist der Entspannungsfortschritt und desto besser
wird das Sehen...Zunächst braucht solch neues Sehen nur hie
und da blitzartig aufzutreten. Der Buchstabe wird einen Moment lang
klar und deutlich hervortreten und gleich darauf wird der Kontrast wieder
zurückgehen. Wenn der Patient die Sehübungen fortsetzt, wird jedoch
zentrales Sehen schließlich zur Gewohnheit werden.

dh also doch wieder etwas mit den Augen machen - und zwar auf einen so extrem kleinen Teil wie nur möglich richten und fortgesetzt üben, bis es in Fleisch und Blut übergeht

(88)Ein Teil eines Objekts wird von
Patienten nur dann am besten gesehen, wenn die Einbildungskraft damit
zufrieden ist, den grösseren Teil dieses Bildes undeutlich zu sehen.
Mit der Zunahme der Entspannung (Relaxation) des Auges nimmt auch
der Teil des Sehfeldes ständig zu, der schlechter gesehen wird, bis zu
dem Stadium, wo das am schärfsten Gesehene nur ein Punkt geworden
ist.

(89)Da nun aber das zentrale Sehen für das Auge unmöglich ist ohne
völlige Kontrolle der Geistes- und Gemütskräfte, so heißt zentrales Sehen
des Auges zugleich zentrales Sehen des Geistes.

dh nicht nur das Auge auf einen möglichst kleinen Punkt richten, sondern auch die Konzentration des Geistes
Beides wird nicht dadurch erreicht, dass man den "Rest" ausblendet, die Fokussierung erzwingt, sondern sich damit zufrieden gibt "den grösseren Teil dieses Bildes undeutlich zu sehen."
Also "etwas machen", indem man darauf verzichtet, willentlich "mehr zu machen als nötig" - wobei dieses "mehr als nötig" eigentlich "fast alles" ist = "alles bis auf einen winzigen Punkt" (scharf sehen zu wollen) - sowohl körperlich (Auge), als auch geistig (Konzentration)


Viel Spass beim Durchdenken und Ausprobieren.
Gruss
Die lebende Forenlegende
(ich frage mich, welchen 'Ehrenitel' man verliehen bekommt, wenn das letzte Auge auch noch voll ist... :grübel: )
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Beitragvon Flo » 03.06.2013 14:40

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Beitragvon Aniram » 03.06.2013 14:55

Hallo Flo
Ja, war mir schon klar, dass diese Einwände kommen :wink: .

Ich habe absichtlich ein wenig überspitzt und provokativ formuliert, um einen Denk- bzw Diskussionsanstoss zu geben.
Die beiden von Dir kritisierten 'Statements' sind so - jedes für sich absolut gesetzt - natürlich falsch. Es sind quasi 'These' und 'Antithese', also "gar nichts tun" oder "ins absolute Extrem verfallen". Erst in der Zusammenführung am Ende wird klar, wie beides zugleich im Zusmmenspiel geht und in wiefern Geist und Augen in diesem Punkt "zusammenarbeiten".
Gruss
Marina
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Beitragvon lukita » 04.06.2013 14:10

So einfach und doch so kompliziert...
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Beitragvon Aniram » 04.06.2013 14:25

lukita hat geschrieben:So einfach und doch so kompliziert...


Ja, der ganze Hasenfuss liegt hier begraben:
wenn die Einbildungskraft damit
zufrieden ist, den grösseren Teil dieses Bildes undeutlich zu sehen
.


Und das kann nicht durch "Zwang" erreicht werden und auch nicht durch üben.

Wenn die Einbildungskraft dazu bereit ist und sich damit zufrieden gibt, "fast alles" undeutlich zu sehen, "findet" sie den "Rest"=den winzigen Punkt, von dem aus das ganze Bild seine Schärfe bekommt - und zwar ohne ihn zu "suchen", ihm nachzujagen.

Man kann dem geistigen Hindernis nachspüren, wenn man versucht, einen winzigen Punkt anzuvisieren. Und dann versuchen, dem nachzugehen..... :roll:
dh es
als Denkanstoss zu werten, als natürlicher und nützlicher
Hinweis von Seiten des Gehirns auf eine abzustellende Primärursache,
die zumeist völlig außerhalb des Auges liegt.

Also zunächst einmal die - meist im psychischen Bereich liegende Primärursache aufspüren und angehen. Merukando hat in dieser Hinsicht ja bereits sehr erfolgreich gearbeitet.

Aber je näher man dem Ziel kommt und je deutlicher die "fette Fleischwurst" in unmittelbarer Reichweite baumelt, um so schwieriger wird es, sich selbst vom "gierigen Zupacken" abzuhalten :wink: .
Zuletzt geändert von Aniram am 04.06.2013 20:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon lukita » 04.06.2013 14:29

Aniram hat geschrieben:Aber je näher man dem Ziel kommt und je deutlicher die "fette Fleischwurst" in unmittelbarer Reichweite baumelt, um so schwieriger wird es, sich selbst vom "gierigen Zupacken" abzuhalten :wink: .


Na, dann sollte es mir doch einfacher fallen... Ich ernähre mich vegan. :-)
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Re: Bates - oder die Kunst zu finden, ohne zu suchen

Beitragvon Nicole » 04.06.2013 14:34

Aniram hat geschrieben:Die lebende Forenlegende
(ich frage mich, welchen 'Ehrenitel' man verliehen bekommt, wenn das letzte Auge auch noch voll ist... :grübel: )


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Beitragvon augenauf » 04.06.2013 14:57

lukita hat geschrieben:Na, dann sollte es mir doch einfacher fallen... Ich ernähre mich vegan. :-)


Hi Lukita,

genau das hab ich mir auch gerade gedacht ;-)

LG
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Re: Bates - oder die Kunst zu finden, ohne zu suchen

Beitragvon Aniram » 04.06.2013 15:03

Nicole hat geschrieben:
Aniram hat geschrieben:Die lebende Forenlegende
(ich frage mich, welchen 'Ehrenitel' man verliehen bekommt, wenn das letzte Auge auch noch voll ist... :grübel: )


Forenlegende ab 1000 Beiträge.


Aha, also dann nicht mehr "lebende" Forenlegende, sondern (implizit) "tote"?
Heisst also (mit anderen Worten): "Halt die Klappe, nach 1000 Beiträgen hast Du schliesslich genug gequatscht!"? :wink: :lol:
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Beitragvon Aniram » 04.06.2013 15:18

augenauf hat geschrieben:
lukita hat geschrieben:Na, dann sollte es mir doch einfacher fallen... Ich ernähre mich vegan. :-)


Hi Lukita,

genau das hab ich mir auch gerade gedacht ;-)

LG
Franz


Na gut, in Eurem Fall dann "die saftige Erdbeere".
Oder ist jemand dagegen allergisch? :lol:

Jedenfalls, um nochmal darauf zurück zu kommen:
Und das kann nicht durch "Zwang" erreicht werden und auch nicht durch üben


Wenn man einmal bei Bates ganz genau liest, wie er seine Patienten "üben" liess, stellt man fest, dass es ihm um eines ging:
Es heisst immer wieder: "wenn man den Patienten dazu bringt, zu erkennen...." oder "wenn der Patient durch eigene Versuche zu der Erkenntnis gelangt ist, dass..."

Dh also, nicht ein rein rationales Verstehen ist gefragt, sondern ein "Erkennen in der eigenen Praxis" - erst dadurch werden tiefere Bewusstseinsschichten erreicht und die "Einbildungskraft" kann sich wirklich damit zufrieden geben, aufs "Zupacken" zu verzichten.
Je mehr und je öfter und umfassender man dieses "Aufblitzen" erlebt:
Zunächst braucht solch neues Sehen nur hie
und da blitzartig aufzutreten. Der Buchstabe wird einen Moment lang
klar und deutlich hervortreten und gleich darauf wird der Kontrast wieder
zurückgehen.
, um so mehr wird sich die Einbildungskraft zufrieden geben und um so mehr Entspannung tritt ein.

Aber eigentlich wollte ich das nicht alles "vorkauen", sondern jeder sollte das nach Bates'sche Manier selbst in der Erfahrung erkennen.... :wink: :D
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Beitragvon Adlerauge1996 » 04.06.2013 16:12

Nicole hat geschrieben:Forenlegende ab 1000 Beiträge.



Danke Nicole :D :D , das wollte ich schon immer wissen :!: :!: :!:
erste Messung (Sommer 2010; nur Kontaklinsen): links: -1,75; rechts: -1,5



aktuelle Werte (Messung vom April 2013): links: -3,75
rechts: -3,25 (Kontaklinse rechts -3,5)
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Re: 501

Beitragvon Susa » 04.06.2013 16:37

Hallo Marina,

>Spätestens dann, wenn die ständige absolute Sehinformationsmenge in diesem extrem verkleinerten zentralen Gesichtsfeldausschnitt aufgrund ihrer Kleinheit den Geist auf subtile Weise zu ermatten beginnt und man das nicht sofort bemerkt und als krankhaft identifiziert, etwa, weil man sich bereits (zu sehr) daran gewöhnt hat. Ich rate daher von dieser Vorgehensweise dringend ab.<

Ich auch. Ich habe es am eigenen Leib erlebt, dass dieses Sich-auf-kleine-Sachen-Konzentrieren gar nix gebracht hat - alles wurde nur noch schlechter.

Die erste wichtige Aufgabe ist es hier, festzustellen, wann man anfängt, Tunnelblick zu praktizieren.
Die nächste wichtige Aufgabe ist es, sich ein Instrument zu schmieden, mit dem man aus dieser Sackgasse wieder herauskommt. Bei mir war der Schlüssel dazu, sich nochmal ganz genau über die Selbstbestimmbarkeit (und die "Pflicht" zur Selbstbestimmung) des zentralen Blickfeldausschnitts (ZBA) klar zu werden.
Der nächste Schritt ist, genau dieses fortwährend einzuüben und auszuüben: die Selbstbestimmung des ZBA, bei jedem Sehvorgang. Dabei - und das ist jetzt wieder das Schöne daran - hat man reichlich Gelegenheiten, zu spielen und experimentieren, ohne aus versehen in "dumme Augengymnastik" zu verfallen. Denn das ist das Wesen des guten Sehens: den ZBA selber bestimmen. Also darf man und soll man auch! Man kann dann frei entscheiden, ob man einen Minipixel (sofern wirklich für den Geist unterscheidbar) anschauen möchte oder lieber doch ein Objekt, das einen Durchmesser von drei Metern hat. Der ZBA darf langgestreckt oder quer, rund oder eckig sein, man darf ihn beliebig verändern, als wäre er eine Amöbe, die man über die gesamte Sehszenerie schiebt.
Das macht Spaß - und bringt Erkenntnisse übers eigene Sehen. Ich jedenfalls bin auf diese Weise diese tunnelige Verkrampftheit beim Sehen ziemlich losgeworden.

Sobald ich irgendwas davon registriere, dass ich mich zusehr in kleinen Details verrennen und verhakeln will, ziehe ich den Blick (= ZBA) einfach größer. Die Form ist relativ egal, wie gesagt. Wichtig ist natürlich: Der Geist muss "mitziehen". Dann klappts. :-) Bei mir täglich besser - natürlich immer wieder mit Plateaus und Rückschritten.

Viele Grüße
Susa
Susa
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Beitragvon Aniram » 04.06.2013 17:01

Susa hat geschrieben: Ich habe es am eigenen Leib erlebt, dass dieses Sich-auf-kleine-Sachen-Konzentrieren gar nix gebracht hat - alles wurde nur noch schlechter.


Hallo Susa
Ganz genau - denn das ist ja auch nicht "finden", sondern "suchen"!
Und worum es hier geht ist "finden ohne zu suchen".

Ein Tunnelblick entsteht, wenn man sich nur auf etwas besimmtes konzentriert und den Rest ausblendet, nicht mehr wahrnimmt.
Hier geht es aber nicht um "wahrnehmen", sondern um scharf sehen wollen.

Die Einbildungskraft soll sich nicht damit zufrieden geben, nur ein kleines Detail "wahrnehmen" zu wollen, sondern damit, den grösseren Teil dieses Bildes undeutlich zu sehen. Das ist ein Riesenunterschied.
Denk das mal in Ruhe durch.

Je grösser der Teil des Bildes wird, den die "Einbildungskraft" in Unschärfe stehen zu lassen bereit ist, um so grösser wird die Schärfe im "Rest". Wenn das immer weiter gestegert wird, bleibt schliesslich ein winziger Punkt mit maximaler Schärfe übrig - das Ergebnis von "so viel wie möglich vom Bild in Unschärfe akzeptiert" zu haben. Also ohne dem Punkt bzw der Detailschärfe "hinterher zu jagen", die Schärfe selbst zu suchen.
Gruss
Marina
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Beitragvon Sina » 05.06.2013 08:27

Aniram hat geschrieben:Aber je näher man dem Ziel kommt und je deutlicher die "fette Fleischwurst" in unmittelbarer Reichweite baumelt, um so schwieriger wird es, sich selbst vom "gierigen Zupacken" abzuhalten :wink: .


Liebe Marina,

das ist lustig! :D

So geht’s mir grade…

LG

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Beitragvon Aniram » 05.06.2013 09:51

Hallo Sina
Ist ja toll, dass Du das Ziel schon so unmittelbar 'vor Dir sehen' kannst.
Ich finde, gerade da ist es besonders wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Augen das "Finden" von allein können, wenn wir sie nur lassen - und ihnen nicht mit lauter 'zuvorkommender Sucherei' gar nicht erst die Gelegenheit dazu geben.

Und der "grösste Entspannungsfortschritt" - der laut Bates durch das "Üben" an kleinen Sehobjekten erreicht werden kann - kommt eben dadurch zustande, dass man nicht versucht, "sie zu finden", sonder sie "als Gelegenheit nutzt, um daran 'Ertragen zu lernen', den 'ganzen Rest' undeutlich/unscharf stehen zu lassen" ohne sich dadurch "aus der Fassung bringen zu lassen", was zum "Verlust der Kontrolle über die Geisteskräfte" führen würde.
Gruss
Marina
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