Binokularsehen - "Zyklopentest"

Beschreibungen von Augentraining-Übungen, Bilder, usw.

Binokularsehen - "Zyklopentest"

Beitragvon stardust » 03.10.2011 17:23

Huhu,

habe mir endlich wieder eine Kontaktlinse fürs linke Auge geholt, nachdem ich lange nur mit dem rechten Auge sehend durch die Welt lief.

Ich habe kein 3D-Sehen, meine Augen unterscheiden sich um 8 Dioptrien seit frühester Kindheit.

Das Fixieren eines Punktes mit beiden Augen fällt mir schwer.

Nun habe ich mich eben daran erinnert, dass ich als Kind vor dem Spiegel irgendwann ein Auge sah, wenn ich nah genug ranging und etwas wartete....

UND GESTERN HAT ES GEKLAPPT! Ich wurde wieder zum Zyklopen, nach einigem Probieren. :-)

Könnte doch ein Hinweis auf vorhandene, ungenutzte Mechanismen sein, oder?

Gerade hab ich 5 Minuten gebraucht, um wieder den Effekt zu bekommen, scheint wohl auch von der Tageszeit / Licht-/Reizverhältnissen abhängig zu sein.


Evtl. kann das ja mal jemand von den Nichtbinokularsehern hier abends vorm Spiegel ausprobieren. Vorher hab ich übrigens einen Daumen ins Sichtfeld geschoben, so dass er pro Auge einmal links- einmal rechts eines fixierten Gegenstand lag und es dann geschafft, mit beiden Augen den Gegenstand mit verschwommenem Daumen genau davor zu sehen.


Vielleicht kann sich ja auch jemand dran erinnern, dass es in der Kindheit klappte mit dem Zyklpenauge und über den Gedächtnis-"Anker" wieder reinfinden...

Auch über weitere Übungsvorschläge wär ich echt Dankbar!

LG,
Stardust
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Binokularsehen - "Zyklopentest"

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Beitragvon chris1 » 04.10.2011 07:35

Hallo Stardust,

erstmals willkommen im Forum!

Aber könntest du deine Übung bitte mal genauer erklären?

Wie siehst du ein Auge?

Ich seh im Spiegel zwei Augen - immer schon, obwohl ich auch nicht 3 D sehe (Schielstellung).

Oder bist du so stark kurzsichtig, dass du sonst gar nichts siehst?

Liebe Grüße
Chris
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Beitragvon stardust » 04.10.2011 10:46

Hallo Chris!

Danke für die Begrüßúng. Muß noch kurz sagen, wie ich hierher fand: Ich habe vor 7 Jahren im Urlaub von der Möglichkeit des Augentrainings gehört, damals nur von der Kurzsichtigkeitskorrektur. Funktionierte bei mir auch. Leider wurde mein linkes Auge trotzdem schlechter, sank von -0,75 auf -2 Dioptrien ab, die ich irgendwann nicht mehr vollständig korrigiert bekam. Dies nervte dann v.a. nachts und beim Autofahren.

Seit ungefähr 15 Jahren habe ich immer wieder mal das Bedürfnis, meine Augen wieder zu "synchronisieren"

Zu meinem Test:

Ich schau in den Spiegel und nähere mich dem Spiegel.

Als Kind sind ab einer gewissen Entfernung die Augen -fast selbstverständlich- zu einem großen Auge geworden.

Jetzt ist es so, dass die Augen zuerst scheinbar näher zusammenliegen. Aber nach einiger Konzentrationsarbeit -und (bewußten) Änderungen im Sehen- komm ich wieder zu dem einen großen Auge. Ich habe bemerkt, dass ich es vor allem dann hinkriege, wenn ich das Auge etwas stärker einsetze, das längere Zeit nicht "versorgt" (korrigiert) war.

Ich hatte 3 Jahre lang auf meinem -8-Dioptrien-Auge eine Linse, die ich aber zwischendruch auch nicht trug.
Auf meinem -2-Dioptrien-Auge trug ich gar keine.
Wie gesagt, wenn ich beim Test das -2-Dioptrien Auge bewußt ansteuere, klappt das Zyklopenauge.

Edit: Was ich mich vor allem hier frage, ist, ob man nicht mittels einer Erinnerung einen verlorengeglaubten(Bilderüberlagerungs-) Mechanismus reaktivieren kann. D.h., falls sich jemand plötzlich an eine ähnliche Situation erinnert, in der er z.B. mal binokular sah, möge er das bitte nochmal prüfen ;-) Oft kommt die Erinnerung ja erst, wenn man (wie bei mir etwas vorm Spiegel) rumalbert...

LG,
Stardust
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Beitragvon chris1 » 04.10.2011 20:08

Hallo Stardust,

deine Augenübung bring ich nicht zusammen. Wie nahe gehst du ran, in Zentimetern? Aber ich seh ja auch nicht 3D.

Zu deiner Frage: Ich halte das für ziemlich sicher, dass du das räumliche Sehen reaktivieren kannst, wenn du es einmal gehabt hast. Wenn du nur die rechte Linse trägst, wird ja das rechte Auge auch mehr schauen, wenn es besser sieht als das linke, oder?

lg
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Reproduzierbarer Erfolg bei mir!

Beitragvon stardust » 05.10.2011 12:01

Hi Chris,

da es bei mir mal klappte, mal nicht, habe gerade erstmal meine Frau gefragt, ab wann es bei ihr klappt: "kurz vor Berühren der Nasenspitze mit dem Spiegel"

Ohne Brille klappte es bei ihr schlechter als mit.

Was bei mir sonst noch auffiel: Wenn ich beidäugig schauend vorm Spiegel stehe, ist die eine Gesichtshälfte gegenüber der anderen etwas versetzt, das im Spiegel rechte Auge sieht nach unten verschoben aus. (Edit: Winkelfehlsichtigkeit*??!?!?) Das brachte mich auf die Idee des Sehschlitzes.

So.

Nun hab ich mir was gebastelt. Im Folgenden die genauen Angaben:

Din A4 Blatt, auf A5 gefaltet. Dann in der Mitte ein 7,3x 2,5cm Rechteck origamimäßig eingeschnitten.

Aufgeklappt hab ich damit in der Mitte des A4-Blattes ein symmetrisches 14,6x2,5cm Rechteck als Sehschlitz.

Den halt ich mir nun vor die Augen.

Senkrecht auf die Nase, zwischen die Augen, hochformatig. Kommt eine 13x19 Pappe. (Hab einen Mutterpass verwendet, daher die Maße.) Diese liegt dann halt einmal auf der Nase, einmal auf dem Spiegel. Also Entfernung Augen-Spiegel 13cm.

Zack-überlagern sich die Augen zu einem Auge. Und das scharf (vorher wars immer verschwommen, weil ich zu nah ran gehen musste.

:-D

Nachwievor hab ich das Gefühl, dass ein Auge dabei stärker "führend" wirkt. Werd meine Frau nachher mal Fragen, ob das bei ihr auch so ist.



LG und viel Erfolg,
Stardust


*zu meinem Edit fand ich während der Suche nach Binokulartests:
"Winkelfehlsichtigkeit soll besonders bei Schulkindern zu einer Reihe von Symptomen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Zappeligkeit, Tollpatschigkeit, Migräne und Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben führen. Optiker empfehlen daher häufig Prismenbrillen gegen die Winkelfehlsichtigkeit - Augenärzte sehen darin in vielen Fällen eine Gefahr. Ein umstrittenes Thema

www . kbwn . de/html/fruhforderung.html



chris1 hat geschrieben:Hallo Stardust,

deine Augenübung bring ich nicht zusammen. Wie nahe gehst du ran, in Zentimetern? Aber ich seh ja auch nicht 3D.

Zu deiner Frage: Ich halte das für ziemlich sicher, dass du das räumliche Sehen reaktivieren kannst, wenn du es einmal gehabt hast. Wenn du nur die rechte Linse trägst, wird ja das rechte Auge auch mehr schauen, wenn es besser sieht als das linke, oder?

lg
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Beitragvon stardust » 06.10.2011 00:30

Ergänzung: Bei mir funktioniert jetzt X-Eye: http://www.panoramio.com/user/881916/tags/x%20eye

..zumindest in sofern, als dass ich ein drittes Bild in der Mitte sehe, dass aus den beiden Bildern durchs Überkreuzsehen gebildet wird. Wieviel 3D das ist, kann ich nicht sagen. Schätze mal, bei mir ist echtes Binokular-3D nur im Nahbereich entwickelt oder so...
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Beitragvon süsserZahn » 06.10.2011 09:49

hallo stardust
ich kenn das zyklopenauge und weiß auch nicht so genau ob das nun "gesundes" sehen ist oder daran liegt, dass mir der 3-D-Blick fehlt.

Was mir aufgefallen ist - ich schaffe inzw. 3-D-Bilder. Kennst Du die? Magisches Auge etc.
Ging früher nicht! Gar nicht. Jetzt sehe ich eigentlich alles. Auch die schwierigeren.
Und manchmal wenn ich "dumm in der Gegend rumgucke" doppelt sich auch meine Umgebung. Ich sehe also die Lampe zweimal nebeneinander zb. Und vom Gefühl her ist das nicht die übliche Dopplung, sondern tats. ein zweites Bild.

Kennst Du das so auch?
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Beitragvon stardust » 06.10.2011 23:28

Hallo süsserZahn,

das Zyklopenauge zeigt, dass Bilder vom Hirn gesundermaßen komplett verschmolzen werden können. Ansonsten hatte ich oft das Problem, dass jedes Auge sein Ding machte und nur die Schnittlinie richtig verschmolzen wurde.

Keine Ahnung, wie Dein Extrabild zustande kommt. Bei mir stammen die Bilder immer direkt von den Augen. Ausser beim CrossedEyes 3D, dan hab ich dann zwei Augenbilder (gekreuzt) und in der Mitte die Verschmelzung.

Ich hab ansonsten v.a. bei kleiner Schrift das Problem, dass die Bilder schwer zu verschmelzen sind.. Da sind minimalste Dpt-Abweichungen dann schon der Tod fürs binokulare Sehen. EDIT: ...und ich sehe die Schrift doppelt, oder das andere Auge dreht unbewußt komplett weg!

Kannst Du mir Tipps geben, wie dass mit den MagicEye-Bilder besser klappt? Hab mir schon die Schielbrille gebastelt und aufgesetzt, bewege das ausgedruckte Bild ganz langsam von mir weg und versuch durchzusehen, aber irgendwie will es nicht so recht....

Grüße,
Stardust


süsserZahn hat geschrieben:hallo stardust
ich kenn das zyklopenauge und weiß auch nicht so genau ob das nun "gesundes" sehen ist oder daran liegt, dass mir der 3-D-Blick fehlt.

Was mir aufgefallen ist - ich schaffe inzw. 3-D-Bilder. Kennst Du die? Magisches Auge etc.
Ging früher nicht! Gar nicht. Jetzt sehe ich eigentlich alles. Auch die schwierigeren.
Und manchmal wenn ich "dumm in der Gegend rumgucke" doppelt sich auch meine Umgebung. Ich sehe also die Lampe zweimal nebeneinander zb. Und vom Gefühl her ist das nicht die übliche Dopplung, sondern tats. ein zweites Bild.

Kennst Du das so auch?
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Beitragvon stardust » 07.10.2011 20:18

Leute, eben hab ich das hier gefunden:

http://www.optometrie-online.de/content ... on-s-barry

Offenbar habe ich ähnliche Augen wie Barry, und der erste, der es ohne Prismenbrille geschafft hat. Eben mit meinem Zyklopenauge. Wie gesagt, funktionierte es zu Anfang schwerlich und erst mit dem Schlitz im Papier und dem Abstandhalter reproduzierbar.

Auslöser war allein die Zyklopenauge-Erinnerung aus früher Kindheit, die mir urplötzlich in den Sinn kam!

Wenn jemand eine ähnliche Erinnerung hat, wo etwas klappte, was heute nicht klappt: Einfach ausprobieren!

Ich hatte vorher KEIN BINOKULARSEHEN, sondern SUPRESSION, wobei immer ein Auge wegzog. Ich zitiere Wikipedia:

"Suppression wird der Mechanismus genannt, der bei beidseits geöffneten Augen den Seheindruck des schielenden Auges vollständig oder partiell unterdrückt. Dieser Mechanismus kann lediglich bestimmte Netzhautareale betreffen (Zentralskotom, Fixierpunktskotom), oder er führt zu einer kompletten Ausschaltung der Wahrnehmung des schielenden Auges. Im Gegensatz zu anderweitig bedingten Gesichtsfeldausfällen lässt sich dieser Hemmungsmechanismus nur nachweisen, wenn beide Augen geöffnet sind. Die Suppression eines Auges bedeutet den Verlust sämtlicher Binokularfunktionen."

Edit: Da ich es immer noch nicht fassen konnte, wie heftig das eigentlich alles ist, hab ich mir noch eine Runde Crosseye-Bilder reingezogen.

Das hier ist das, bei dem es bei mir am besten nach 3D aussieht:
http://www.wa2ise.com/3dmotrla.jpg

Die richtige Fusion klappt wohl bei allen, aber nur bei dem ist es bis jetzt so richtig herausragend 3D, wohl weil ich auch erst im Nahbereich so richtig 3D sehe !!

MfG,
Stardust
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Beitragvon stardust » 09.10.2011 13:35

Hat schon jemand das mit dem Zyklopenauge ausprobiert und Ergebnisse ausser mir?

Ich seh im Nahfeld mittlerweile gravierend anders als noch vor einer Woche.
stardust
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Beitragvon süsserZahn » 10.10.2011 11:11

das magische Auge hab ich so angefangen zu "trainieren" wie das Goodrich oder auch Angart in ihrem Buch beschreiben => aus 2 Kreisen 1 machen.
Habe dann die Bilder im Buch zuerst ausgesucht, wo das in irgendeiner Form möglich war.
Ging mit der Zeit dann immer besser.
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Beitragvon stardust » 10.10.2011 18:37

Danke!

Hab bislang noch keine Literatur zu dem Thema, werd mir eins der Bücher zulegen. (Welches fandest Du besser?)

Jemand erklärte mir, die Bilder der beiden Augen liessen sich mit Training zu einem "zusammenquetschen". DAS war bei mir früher so. Was ich jetzt sehe, fühlt sich an, als sei ich operiert worden und hätte Spezialkameras statt Augen im Kopf. Fast surreal plastisch. Im Supermarkt krieg ich Kopfschmerzen davon :-)

Grüße,
Stardust



süsserZahn hat geschrieben:das magische Auge hab ich so angefangen zu "trainieren" wie das Goodrich oder auch Angart in ihrem Buch beschreiben => aus 2 Kreisen 1 machen.
Habe dann die Bilder im Buch zuerst ausgesucht, wo das in irgendeiner Form möglich war.
Ging mit der Zeit dann immer besser.
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Beitragvon süsserZahn » 11.10.2011 10:12

ich hab nicht mal das original, stardust.
Hab mir einfach ein recht billiges bei Amazon geholt. Für um die 3 Euro.

Die Qualität der 3d-Bilder ist vll beim magischen Auge besser, aber für meine Zwecke hats gereicht.

Hmm... weiß nicht genau, was Du meinst.
Kennst Du diese Bilder bei Angart / Goodrich, mit den Kreisen?
Da entsteht quasi im Kopf - ein dritter Kreis, der eine Zusammensetzung aus den beiden anderen ist.

Ach so - und angefangen hab ich mit der Torübung. Vor den 3d Bildern.

Sorry, für Tippfehler. Sitze grade ohen Brille am PC und stelle fest, dass ich das was ich so schreibe, vershcleiert grad so halbwegs lesen kann *freufreu*
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Hallo Leute:)

Beitragvon Mrs.Robinson » 08.02.2012 13:07

ich bin letztens auf folgende Übung gestoßen:

http://www.improve-vision-naturally.com/free-eye-exercises.html

Dazu ein paar Fragen:
1. Wieso sollte diese Übung einen Trainingseffekt haben bzw. was bringt sie mir?
2. Kann man daran sein dominantes Auge festmachen? Ich sehe das linke Bild in der Mitte.
3. Wie richtet man seinen Fokus auf das mittige Objekt? Durch Schielen (unscharfes Sehen von weiter entfernten Gegenständen) entsteht doch erst eine Duplizierung.

Grüße
Mrs.Robinson
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