Durch Naharbeit erhaltene Kurzsichtigkeit wegtrainierbar?

Wer nur mal schnell eine kleine Information sucht, ohne dass daraus eine lange Diskussion entstehen soll, ist hier richtig.
Oder auch Themen, für die man keinen passenden Titel weiß.

Durch Naharbeit erhaltene Kurzsichtigkeit wegtrainierbar?

Beitragvon Suppenhuhn » 01.12.2012 13:17

Hallo,

zuvorderst: ich bin ein Anfänger mit dem Thema Augentraining und Schonung.
Deswegen auch die sicherlich dumme Frage.

Bei angeborenen Fehlsichtigkeiten ist ja meistens der Augapfel zu lang bzw. zu kurz. Bei ständigen Naharbeiten mit Monitoren oder ähnlichem wird aber der Muskel an seine neue Position "gewöhnt", sodass er sich nicht mehr so gut an die Position für weites Sehen anpassen kann.
Stimmt das im Großen und Ganzen?

Während man gegen angeborene Fehlsichtigkeiten weniger unternehmen können müsste, sollte man den Muskel doch eigentlich auf lange Sicht sehr erfolgreich trainieren können.

Bin ich mit meiner Vermutung richtig?

Denn ich hatte mal ein gutes Sehen, während ich in den letzten 5 - 7 Jahren mit Büroarbeit am PC doch merklich schlechter sehe, allerdings noch beim Augenarzt durchschlüpfen konnte. Somit erhoffe ich mir Besserung und langfristige Schonung der Augen durch Übungen.

Grüße und ein schönes Wochenende an alle :)
Suppenhuhn
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Durch Naharbeit erhaltene Kurzsichtigkeit wegtrainierbar?

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Beitragvon TMN » 02.12.2012 12:15

Yes, you can!
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Re: Durch Naharbeit erhaltene Kurzsichtigkeit wegtrainierbar

Beitragvon Mrs.Robinson » 03.12.2012 08:29

Guten Morgen,

es gibt sicherlich angeborene Sehfehler, allerdings sind die meisten ganz eindeutig aus "unserer Kultur" heraus entstanden und somit erworben. Du wirst unterschiedliche Antworten bekommen, je nachdem wen du fragst. Ich würde behaupten, dass organische Fehler aus funktionellen entstehen und deshalb auch durch gezieltes Üben/Praktizieren/Denkmuster ändern und verinnerlichen gelöst werden können.

Du kannst natürlich deine Augenmuskeln trainieren wie jeden anderen Muskel.

Die richtigen Methoden findest du im Forum. Probier aus, was dir schlüssig ist und sieh, was passiert! ;)

Für die Arbeit am Monitor empfehle ich vorweg schonmal:
- immer wieder den Blick in die Ferne lenken
- gute Beleuchtung
- öfters aufstehen und laufen
- gerade, aber bequeme Sitzhaltung

Liebe Grüße & einen schönen sonnigen Tag an alle
:schönes Wetter:
Mrs.Robinson
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Beitragvon Aniram » 03.12.2012 09:38

Du kannst natürlich deine Augenmuskeln trainieren wie jeden anderen Muskel.


Dabei ist zu beachten, dass es beim (richtigen) Sehen(-wieder erlernen) nicht nur auf reines Muskeltraining ankommt, sondern - noch wichtiger - auf die richtige 'Muskelsteuerung'.
Sobald die (bzw. die dahinter stehenden Prozesse im Bewusstsein) wieder richtig ausgeführt wird, kann auch ein 'untrainierter' Muskel bereits Höchstleistungen vollbringen.
Ein Beispiel aus Dr Bates Praxis:


Auf die Frage: Wie sieht nun (also mit bloßem Auge
gesehen) das große C aus?, erwiderte er: „Grau, und die Öffnung
derart durch graue Bewölkung verwischt, daß ich sie nicht sehen kann,
sondern raten muß." Es wurde ihm versichert, der Buchstabe sei von
schwärzestem Schwarz und an seiner Öffnung sei das ungetrübte Weiß
so weiß wie Schnee. Dann wurde ihm die Karte so nahe vor die Augen
gehalten, daß er sich von der Wahrheit des Gesagten überzeugen
konnte. Als er den Buchstaben wieder in der Ferne ansah, erinnerte er
sich der Schwärze so lebhaft, daß er fähig war, sich einzubilden, ihn
ebenso schwarz zu sehen, wie er ihn am Nahpunkt gesehen hatte, mit
der Öffnung völlig weiß, und daher sah er den Buchstaben auf der Karte
ganz schwarz und völlig klar. Auf dieselbe Art und Weise wurde er fähig,
die 20-m-Zeile zu lesen usw., bis er in fünf Minuten fähig war, in 6 m
Entfernung die Zeile zu lesen, die das normale Auge in 3 m Entfernung
lesen können soll. Perlschrift wurde ihm zum Lesen gegeben. Die
Buchstaben schienen ihm grau, und er konnte sie nicht lesen. Seine
Aufmerksamkeit wurde darauf gelenkt, daß die Buchstaben wirklich
schwarz seien, und erfreut stellte er sich vor, daß sie schwarz seien,
und er wurde fähig, sie in 25 cm Entfernung zu lesen.

W. Bates, Rechtes Sehen ohne Brille S.112/3 14. Kapitel
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