Ein erster definitiver Erfolg - und dann immer weiter ...

Hier ist Platz für alle kleinen und grossen Erfolge auf dem Weg zur Verbesserung der Sehleistung. Ausserdem könnt ihr euch hier vorstellen.

Ein erster definitiver Erfolg - und dann immer weiter ...

Beitragvon Aniram » 10.03.2011 14:11

Hallo
Heute sind meine neuen Probelinsen gekommen. Ich hatte schon die Befürchtung, mit den Stärken -3/-6 doch gleich etwas zu weit nach unten gegangen zu sein - aber sie sind genau richtig.
Zwar macht sich auf der Sehtafel jetzt den nicht korrigierte Astigmatismus von 1,5 links durch leichte Doppelbilder bemerkbar und Verzerrungen rechts (durch Flüssigkeitsrest nach Netzhaut-Op), aber mit beiden Augen zusammen kann ich die 100% Zeile gut lesen, 125% ist allerdings nicht mehr drin. Aber auf alle Fälle völlig ausreichend zum Radfahren - hab ich dann auch gleich ausprobiert und bin sehr zufrieden.
Wenn ich denke, dass ich vor 2 Monaten links -4,5 brauchte (und noch nicht mal immer ganz scharf damit gesehen habe) und man mir rechts eigentlich -8 verpassen wollte...
Dass sich so schnell eine so deutliche Verbesserung einstellt, hätte ich dann doch nicht erwartet!
Gruss
Marina
Zuletzt geändert von Aniram am 01.04.2013 21:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Aniram » 02.04.2011 15:02

Nachdem ich inzwischen 'einäugig' auch die 125%-Zeile aus 3m Entfernung lesen konnte, habe ich mich nocmal weiter runter getraut, jetzt -2,5 und -5,5.
Der erste Blick auf die Sehtafel zeigte mir dann gleich: na, die sind doch etwas schwächer...
Als ich sie am nächsten Tag wieder fürs Radfahren eingesetzt habe, blieb ich länger vor der Sehtafel - um zu abwarten, bis sich Augen und Gehirn auf die neue Sicht eingestellt und die Eindrücke 'sortiert' hetten (es dauert auch bei den stärkeren Linsen einen Moment, bis die Sicht ganz klar wird). Zu meiner Überraschung wurde alles klar lesbar, einschliesslich Teile der 125%-Zeile! Und es war nicht nur ein kurzer klarer Moment, sondern blieb so.
Draussen kam es mir dann erst so vor, als ob ich in weiter Ferne dann doch weniger Details scharf sehe. Aber je mehr ich mir sagte:"wenn die Linsen stark genug sind fûr 125%ige Sicht, dann muss es auch für die entfernten Details reichen" - um so entspannter und besser wurde die Sicht.
Die Doppelbilder stören noch etwas, jetzt sind sie aber in kürzerer Distanz am ausgeprägtesten. Am schlimmsten ist es im Supermarkt beim einkaufen. Wenn ich direkt vor dem Regal stehe, habe ich mehr Mühe, die Schilder zu entziffern, als weiter entferntes genau zu sehen.
Inzwischen ist auch endlich meine Brille eingetroffen - jetz ist sie aber schon nicht mehr unterkorrigiert (nicht dass ich darüber sehr enttäuscht wäre). Allerdings fällt mir das Lesen der Sehtafel mit Brille schwerer als mit Kontaktlinsen; die Buchstaben scheinen irgendwie kleiner zu sein und näher zusammen zu stehen; vielleicht muss ich mich nach 30 Jahren ausschliesslich Kontaktlinsen auch erst umgewöhnen. Es geht inzwischen auch schon besser. Ich habe sie auch schon zum Radfahren aufgesetzt: ganz weit vorn auf die Nase (mit Brillenkette gesichert, damit sie nicht runterfällt), dann kann ich drübergucken - sehr angenehm. Wenn ich dann etwas ganz genau sehen will oder muss, brauche ich nur den Kopf etwas zurücklegen...
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Beitragvon Nicole » 02.04.2011 19:03

weiter so :clap:
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Beitragvon süsserZahn » 19.04.2011 12:37

cool, Dein Bericht Aniram macht Mut!!
Freut mich, ich hoffe dass es für dich so weitergeht.
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Beitragvon NinaBerger » 30.04.2011 16:41

Ich habe mich im Verlauf des letzten Jahres von -1 auf -0,5 (auf beiden Augen) verbessern können :)

Jetzt freue ich mich auf die Messung im nächsten Jahr - ganz ohne Brille, damit der Vermerk im Führerschein gestrichen werden kann.

Grüße NIna
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Noch 1 m....

Beitragvon Aniram » 07.05.2011 09:30

Heute habe ich meine Sehtafel (Laptop) auf 1,40 m geschoben - und es geht ganz gut. Damit habe ich jetzt den Abstand genau verdoppelt von usprünglich 70 cm, von wo aus es mir gerade noch gelang, die Buchstaben scharf zu bekommen.
Da die unterste Zeile auf 20/16 ausgelegt ist, heisst das, ein 'Normalsichtiger' kann diese 16 Fuss Entfernung lesen, bzw in der ausgedruckten Version (für 3 m Entfernung) entspricht das dann 8 Fuss oder 2,40 m.
Ich habe mir jeweils 1 Woche Zeit genommen in der entsprechenden Distanz zu üben und dann immer in 10 cm-Schritten weiter. Einmal waren es aus Versehen 20 cm - das hat mich etwas aus dem Konzept gebracht, weil es erst so schwer ging. Dann habe ich in den nächsten beiden Wochen zum Ausgleich ein paar Tage drangehängt.
Ob ich dieses Tempo bis zum Ende beibehalten kann, weiss ich noch nicht, aber der bisherige Verlauf ist doch ziemlich ermutigend. Parallel dazu versuche ich mich noch an der Tafel in 3 m an der Wand); Für das schwächere (operierte) Auge nehme die grösseren Zeilen. Hier ist die Tagesform recht unterschiedlich und es ermüdet auch viel schneller.
Aber insgesamt bin ich doch ganz zufrieden....
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Beitragvon Yarly » 20.05.2011 20:43

wow!
wie sieht dein Trainingsplan aus?
gerne auch per PN
Yarly
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Beitragvon Aniram » 20.05.2011 22:07

Hallo Yarly
Einen Trainingsplan habe ich nicht; ich 'übe' eigentlich nur mit der Sehtafel wie schon beschrieben.
In den ersten Tagen habe ich den Startpunkt ermittelt, an dem ich die Buchstaben der untersten Zeile normalerweise nicht mehr lesen konnte, wo sie aber durch Entspannung und anvisieren eines ganz kleinen Punktes an einer der Ecken des jeweiligen Buchstabens gerade noch 'aus dem Nebel auftauchten'. In dieser Entfernung bin ich sie dann mindestens 2x am Tag durchgegangen. Wenn ich genug Zeit und Konzentration hatte, jeweils 3 Buchstaben vor, dann 2 zurück, dann wieder 3 vor usw (dabei wird der jeweils mittlere am klarsten, da er öfter 'dran' ist). Bei wenig Zeit lieber nur ein paar Buchstaben ganz klar sehen, als schnell über die ganze Zeile lesen.
Jede Woche habe ich dann den Laptop 10 cm weiter geschoben (die Stelle mit einem Stück Isolierband an der Tischkante markiert).
Das Wichtigste dabei ist, die Augen so weit wie möglich zu entspannen und nicht durch Anstrengung versuchen, die Buchstaben zu entziffern. Ich fange an mit palmieren (meistens leider zu kurz); wenn die Buchstaben dann noch nicht richtig klar werden wollen, sehe ich auf die grösseren Buchstaben (ohne sie zu lesen) und stelle mir vor, dass die schwarze Farbe meine Augen noch weiter entspannt. Dann lasse ich den Blick zwischen einzelnen Buchstaben und Zeilen hin- und herspringen (immer einen kleine Punkt anvisieren), bis Buchstaben aus der untersten Zeile klar werden - dann die unterste Zeile wie oben beschrieben. Beim lesen nicht 'starren', sondern immer wieder blinzeln oder auch mal länger die Augen schliessen.
Wenn die Konzentration/Entspannung nachlässt und die Buchstaben wieder unklarer werden, schliesse ich für einige Zeit die Augen und lasse dann den Blick wieder hin- und herspringen, bis ich weiterlesen kann.

Je weiter ich die Tafel weggerückt habe, um so häufiger habe ich daran gezweifelt, ob ich dieses 'Tempo' halten kann, besonders jeweils gegen Ende der Woche dachte ich immer: "Eigentlich müsste die Zeile jetzt doch viel schneller klar werden, sonst kann ich doch nicht so viel weiterschieben..."
Seltsamerweise konnte ich dann aber in 10 cm weiterer Entfernung sogar besser lesen, vermutlich weil ich dann viel entspannter und ohne 'Leistnungsdruck' drangegangen bin, nach dem Motto: "Mal sehen, ob es noch mal weiter geht..."

Ansonsten trage ich meine Brille nur, wenn es gar nicht anders geht, Kontaktlinsen gar nicht mehr. Auch dabei versuche ich dann so entspannt wie möglich zu sehen und nicht mit Anstrengung gegen die Unschärfe anzukämpfen und mich aufs Detailsehen zu konzentrieren, also nicht zu viel auf einmal in den Blick zu nehmen.

Wenn ich es nicht vergesse, mache ich (erst seit kurzem) noch das 'tibetische Rad' gegen meinen Astigmatismus und ab und zu Augenakupressur ( http://www.well-view.de/images/pdfs/Aug ... %20tun.pdf ).

Gruss
Marina
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Beitragvon Aniram » 22.05.2011 09:37

Eigentlich sind die 1,60 m ja erst morgen dran, aber ich konnte es nicht erwarten zu sehen, ob wirklich 'noch mehr drin' ist. Deshalb habe ich probeweise den interaktiven Test schon mal 10 cm weiter geschoben - und gleich der erste Versuch ein 'Volltreffer' (nicht mal I und J oder F und P verwechselt, was mir sonst öfter mal passiert!).
Seit 2 Wochen trainiere ich jetzt auch das operierte Auge gezielt, obwohl es immer noch schnell ermüdet und die Verzerrungen es schwer machen, zB X und K zu unterscheiden; auch hier war der vorgezogene Versuch auf 70 cm vielversprechend.

Mit viel Licht kann man übrigens sehr viel Schärfe rausholen; gestern abend habe ich die in 3 m aufgehängte Sehtafel stark angeleuchtet und konnte sogar Teile der 20/25 (80%) Zeile lesen, mit meiner unterkorrigierten (-2/-5) Brille, die normalerweise viel zu schwach ist, sogar 100%.
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Nachtrag zu 'meiner' Methode

Beitragvon Aniram » 22.05.2011 17:54

Um mich nicht mit fremden Federn zu schmücken, die Idee für diese Vorgehensweise stammt nicht von mir, sondern von Alex (luxs); ich habe sie nur ein wenig abgewandelt.
Alex hat damit in einem Jahr 4 Dioptrien und eine starke Hornhautverkrümmung wegtrainiert, und das, obwohl er für seine Arbeit einen grossen Teil des Tages eine (unterkorrigierte) Brille tragen musste.
Hier schreibt er ausführlich darüber und gibt auch hilfreiche Tipps, zB was man tun kann, wenn die Buchstaben sich hartnäckig weigern aus dem Nebel aufzutauchen...:

http://www.augen-training.com/eine-verm ... -t871.html
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Beitragvon süsserZahn » 23.05.2011 10:49

aniram, welche Sehtafel verwendest Du?
Hast Du einen Link?

ich habe eine im Büro aufgehängt, aber hätte gerne noch eine für den Bildschirm.
Oder kann man da die gleiche nehmen?

Und Du schiebst das Laptop dann wirklich immer weiter weg? Oder kann man das virtuell simulieren, in dem die Buchstaben einfach verkleinert werden?
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Beitragvon Aniram » 23.05.2011 11:26

Ich benutze diese Sehtafel:

http://www.vision-training.com/Download ... 0White.pdf

Ich habe eine ausgedruckte an der Wand in 3 m Entfernung hängen und im Laptop schlage ich sie auf - auf 100% eingestellt - und schiebe sie jede Woche 1x weiter.
Anfangs habe ich's aus 50cm Entfernung versucht, auf 40% verkleinert, aber das ist nicht dasselbe, da es noch keine wirkliche Fernsicht ist. Eigentlich sollte eine Sehtafel korrekterweise sogar in doppelter Grösse aus 6m gelesen werden (daher sind die Werte auf 20 Fuss angegeben, also X/20).

Das ist vermutlich auch der Grund, warum dier interaktive Sehtest (den ich zur Kontrolle mache):

http://www.smbs.buffalo.edu/oph/ped/IVAC/IVAC.html

sich nicht weiter verkleinern lässt. Wenn man noch kleinere Buchstaben aus noch kürzerer Entfernung liest, wird das Ergebnis wahrscheinlich verfälscht.
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Beitragvon süsserZahn » 23.05.2011 12:25

Danke Aniram,
cool, genau das ist die Tafel, die bei mir in ca. 4 m hängt.

Ich hab mir den Thread von Alex mal teilweise ausgedruckt zum nachlesen. Hab das noch nicht alles verstanden.

Den zweiten Link, pinne ich mir an.
Ist gut für zwischendurch.
Bei "Distance from Monitor", gehört die Entfernung von Monitor zu Auge rein? Geht da 1 Meter z. B. gar nicht?
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Beitragvon Aniram » 23.05.2011 13:33

süsserZahn hat geschrieben:Bei "Distance from Monitor", gehört die Entfernung von Monitor zu Auge rein? Geht da 1 Meter z. B. gar nicht?


Musst Du probieren, bei mir geht bei '1 m Distanz' nur die Grösse 20/40, also 50%; das hängt aber vielleicht auch von der Auflösung ab, dh wie lang die links oben gemessene Linie ist.

Ich übe gerade die 20/16 Zeile aus 1,60m; also habe ich zur Kontrolle 8 feet eingegeben (da meine Sehtafel ja aus 3 m zu lesen ist, entsprechen 16 Fuss eigentlich nur 8, dh 2,40 m = 100%, aus 3 m = 125%) und dann so lange auf 'smaller', bis 20/20 erscheint.
Die Buchstaben sind ein bisschen grösser als die auf der Sehtafel, dafür aber dünner - kommt also wohl auf dasselbe hinaus. Wenn es mit dem Lesen sehr schwer geht, probiere ichs erst einmal auf 20/25 und stelle dann erst kleiner.
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Faszinierend

Beitragvon Countless » 05.06.2011 14:13

Es ist echt gut das man mit so einer simplen Methode sich stetig verbessert.
Also muss es nur eine Frage der Zeit sein =) .
Ich habe trotzdem noch eine Frage: Wenn ich tagsüber von 3m die Sehtafel anschaue, kann ich die 20/25-Zeile ( ohne Sehhilfe) fast klar lesen aber nachts mit künstlichem Licht die 20/30-Zeile sogar relativ schlecht.
Von daher weiß ich nicht was für mich als Maßstab gilt?
Soll ich dann tagsüber die Zeile nehmen die ich nicht lesen kann also 20/20 und dann so lange üben bis die Entfernung 3m beträgt?
Countless
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