Ein Esel namens Jan

Hier ist Platz für alle kleinen und grossen Erfolge auf dem Weg zur Verbesserung der Sehleistung. Ausserdem könnt ihr euch hier vorstellen.

Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon TMN » 12.06.2014 22:47

Jan-San, vielleicht solltest du einmal genau analysieren, warum du bei der Ansicht des Monds und den weißen Punkten positive Auswirkungen gehabt hast, um diese abstrakten Erkenntnisse dann auch auf andere Objekte anzuwenden. Obwohl ich nicht weiß, wie du die Objekte angesehen hast, lässt sich dennoch ein wichtiges Prinzip bei deren Auswahl herausstellen: "Keep it simple".
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Re: Ein Esel names Jan

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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon Jan-San » 26.06.2014 12:29

Tag zusammen!

Hm, TMN, ich habe es nicht geschafft, mir vernünftig zu erklären, warum die weißen Punkte besser zusehen waren als der Rest. Ich habe nur die Vermutung, dass es daran liegt, dass ich bisher hauptsächlich mit kleinen Punkten, Rändern und Flächen "gearbeitet" habe.

Nun zu einem überraschenden Erlebnis. Die Vorgeschichte ist, dass ich letzte Woche 7 Tage Erdfasten (Fasten nur mit Wasser und einem Löffel Erde morgens) gemacht habe.
Am dritten Tag bin ich aufgewacht und habe die Überraschung erlebt. In meinem Zimmer ist es sehr düster wenn ich schlafe, auch wenn die Sonne scheint, weil ich die Rolläden runterlasse und nur ein bißchen Licht um die Ecke durch das Türglas kommt. Ich war daran gewohnt, im Düsteren noch recht unscharf zu sehen (wenn auch viel besser als früher), aber an diesem Morgen hat was nicht gestimmt.
Ich habe dann gemerkt, dass ich mit einem Mal (rechts) scharf sehe! Nicht brilliant, aber durchaus scharf. Ich konnt im Dämmerlicht die Bücher und die Regalkanten, die bestimmt 5-6 m entfernt stehen, ohne Wischiwaschi erkennen und es war faszinierend.
Draußen im Sonnenlicht war dann alles sagenhaft scharf. Manchmal schwankte es ein bißchen zu normal-scharf, aber es blieb weitestgehend bis auch in den Nachmittag hinein.

Seitdem sehe ich auf beiden Augen deutlich besser, das rechte hat jetzt auch Nachts bisweilen "Normalsicht" und diese nervige Unschärfe ist hier komplett vergessen. Es geht wirklich voran, auch Links wirds immer lebendiger.

Woran das liegt? Genau kann ich es nicht sagen. Es könnte einmal das Fasten selbst sein, klar. Dann wäre ein weiterer Grund die Bewegung, denn zu dieser Fastenart gehört auch, dass man sich mindestens 4 Stunden am Tag ausgiebig bewegt (was hart ist, wenn man keine Energie mehr hat). Ich habe vor allem Hals und Schulterbereich mal so richtig durchgeknirscht. Als Nebeneffekt war ich täglich 2-5 Stunden in der Natur unterwegs, was mit Sicherheit auch geholfen hat. Nur die letzten 2 Tage ging das nicht mehr, weil ich den Berg nicht mehr hochgekommen bin.

So, mittlerweile bin ich wieder bei Kräften und das Experiment "Urkost" hat begonnen. Mal sehen, was die Augen dazu sagen. (Ich liebe Wortspiele) :)
Ob ihr wirklich richtig seht, sehr ihr, wenn das Licht angeht. ;)
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon TMN » 30.06.2014 22:54

Jan-San hat geschrieben: Weiterhin versuche ich natürlich immer zu lächeln und mich gerade zu halten. Es ist erstaunlich, wie Gefühle, die man am Anfang wirklich erzwungen hat, immer stärker und realer werden und irgendwann absolut rein und echt sind.


Die positiven Auswirkungen eines künstlichen Lächelns sind übrigens durch Versuchsreihen nachgewiesen worden, wie ich vor einigen Tagen durch Zufall gesehen habe (s.u.). Mehr Infos gibt es, wenn man in Google die Stichworte "smile, you feel better" eingibt. Nach rund zwei Wochen intensivem Grimassen ziehen funktioniert das auch bei mir recht gut. Andere Gesichtsausdrücke wirken ebenfalls auf die Psyche. Gehe mal eine Runde in dein Zimmer herum und versuche, mit nüchternem Gesicht eine Emotion des Erstaunens hervorzurufen und dadurch deine Wahrnehmung zu erhöhen und anschließend machst du das Ganze mit den bereits oben erwähnten "großen Augen". Der Unterschied ist immens.

http://www.google.de/imgres?imgurl=http ... K0DMDA4yAE
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon Jan-San » 12.11.2014 14:11

Tag miteinander!

Ist ja schon wieder ein paar Monate her, dass ich hier geschrieben habe, wird also mal wieder Zeit.

Mein Urkost-Experiment habe ich nicht 3 Monate durchgeführt, sondern nur 5 Wochen. Es war der Hammer, wie sich innerhalb weniger Tage allein durch Obst und Wildpflanzen meine Kraft wieder aufgebaut hat. Am Ende der Zeit bin ich wie vom Wind getragen durch Hügel und Wald gelaufen und war weder außer Puste noch wurde ich müde. So fit bin ich noch nie gewesen. Leider hat mich dann die Koch- und Zivilsationskost-Sucht wieder eingeholt. Allerdings gehört die Urkost seitdem fest auf meinen Speiseplan. Einen weiteren Effekt auf meine Sehkraft konnte ich durch das Experiment leider nicht feststellen.

Dafür habe ich meine persönliche Trainingsmethode so optimiert, dass ich mittlerweile in der Regel innerhalb von wenigen Minuten mein "schlechtes" Auge in Bewegung kriege und Nachts bei Lampenlicht so scharf kriege, dass ich quasi auf eine Armlänge die kleinste Schrift lesen kann. Tagsüber kann ich mit der Methode "Scharfe Sicht mit Schlieren" erzeugen, dies allerdings noch nicht zuverlässig.

Das Ganze hält zwar nicht dauerhaft an, macht aber Spaß und die Sicht verbessert sich auch allgemein Stück für Stück weiter. Wie sieht meine Methode aus?

Ich lege mich bei Lampenschein mitten in der Nacht gemütlich ins Bett, decke das rechte Auge mit der Hand ab und schaue mit dem linken auf die eine kurze bis volle Armlänge entfernte Sehtafel in der Eselsweisheit. Dann achte beim Sehen auf Folgendes: Körper lockerlassen, tiefer atmen und (das wichtigste) nicht versuchen, scharf zu sehen! Statt dessen lasse ich das Auge einfach machen - als ob ich ein unbeteiligter Beobachter wäre - und wandere mit dem Blick ein bißchen über die Sehtafel. Manchmal versuche ich mich dabei mir noch das Gefühl ins Gedächtnis zu rufen, wie es ist, mit dem Auge scharf zu sehen (so eine aufseufzende Entspannung).

Der Effekt ist, dass meist das Auge dann regelrecht anfängt zu zittern und sich scharfstellen möchte, was mit einem Tränen und leichten Brennen einhergeht. Wenn ich dann die Augen kurz schließe, entspannt sich das Auge und daraufhin sehe ich scharf - mal mit mal ohne Doppelbilder und schlieren. Es ist alles noch sehr fragil und funktioniert nicht auf größere Entfernung, aber es geschieht bewußt und ist reproduzierbar. Und es ist dem sehr ähnlich, was Norbi in seinem Buch schrieb.

Was ich auch noch häufig mache, ist aus vollem Herzen zu Gähnen oder einfach die Augen wie beim Extremgähnen zuzukneifen. Das hört und fühlt sich dann so an, wie wenn das Blut durch die Augen strömt oder sich eine Spannung entlädt und danach fühlen sich die Augen besser an und auch das gute Sehen fällt leichter.

Daraus folgere ich, dass mein Auge dauerverkrampft ist und ich ihm nun die Gelegenheit gebe, sich zu entspannen, was weder für das Auge noch für mich so einfach ist. Wir üben jedoch schön und kriegen das hin. :)

Was war sonst noch? Das, was ich mit dem linken Auge beschrieben habe, mache ich auch bisweilen mit dem "guten" rechten und kann damit Scharfsicht bei fast Dunkelheit erreichen (Training mit Fensterrahmen ohne künstliches Licht bei Nacht). Allerdings schleicht sich hier gerne ein Doppelbild ein, was aber nur auffällt, wenn ich etwa den Mond betrachten oder scharfe Kanten anschauen möchte.

Und vor ein paar Wochen habe ich versucht, ein paar Menschen mit einem Artikel zum Augentraining und diesem Forum für bessere Sicht zu begeistern (http://www.januhlemann.net/art140730.html). Da ich kein Promi bin, habe ich natürlich nicht viele erreichen können, aber trotzdem die eine oder andere überraschte und positive Rückmeldung bekommen. Generell fällt mir auf, dass die Leute vorsichtig interessiert sind, wenn das Gespräch aufs Augentraining fällt, es aber gerne als Kuriosum abhaken und wohl gar nicht in Betracht ziehen, dass es ihnen auch helfen könnte. Schon krass, welche Macht scheinbar allgemeingültige Vorstellungen auf die Menschen haben. War ja bei mir nicht anders.

Ist die Reaktion aufs Augentraining bei euren Freunden und Bekannten auch ähnlich?

In diesem Sinne wünsche ich euch fröhliches Scharfsehen!
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon lukita » 12.11.2014 15:03

Jan-San hat geschrieben:Generell fällt mir auf, dass die Leute vorsichtig interessiert sind, wenn das Gespräch aufs Augentraining fällt, es aber gerne als Kuriosum abhaken und wohl gar nicht in Betracht ziehen, dass es ihnen auch helfen könnte. Schon krass, welche Macht scheinbar allgemeingültige Vorstellungen auf die Menschen haben. War ja bei mir nicht anders. Ist die Reaktion aufs Augentraining bei euren Freunden und Bekannten auch ähnlich?


Es gibt sehr unterschiedliche Reaktionen. Die meisten blicken skeptisch, lassen die Ohren aber gespitzt, manche setzen ihre Brille für die Dauer unseres Gesprächs ab und ganz wenige setzen die Brille gleich ganz ab. Letzteres durfte ich allerdings erst 2x erleben.

Eine Brille ist einfach praktisch: Man setzt sie auf und das Problem scheint gelöst. Sobald ich die Brille absetze, muss ich aber etwas tun, mich womöglich auch mit mir selbst auseinandersetzen. Das ist anstrengend. Und wenn ich Hilfe suche, ist das zunächst recht verwirrend. Es scheint viele verschiedene Ansätze zu geben. Manches erschließt sich mir erst nach mehrmaligem Lesen und langem Nachdenken. Ja, das ist wirklich anstrengend!

Die breite Masse wird vermutlich weiterhin zu Brille und Kontaktlinsen greifen oder sich alternativ im Auge rumlasern lassen. Eigentlich braucht die Zunft der Augenärzte und Optiker sich keine Sorge um ihre Einnahmen zu machen...
1986 Erste Brille R sph -1.50 cyl -0.00, L sph -1.50 cyl -0.00
2008-10 Brille R sph -4.75 cyl -1.00, L sph -5.00 cyl -0.00
2013-04 Beginn Sehtraining
Seit 2013-09 Es gibt Augenblicke mit Visus > 0.7 ohne Brille.

Mein Ziel: Ein Leben ganz ohne Brille
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon Susa » 12.11.2014 20:24

Hallo Jan,

>Es gibt sehr unterschiedliche Reaktionen. Die meisten blicken skeptisch, lassen die Ohren aber gespitzt<

Ich unterschreibe bei Lukita: Spannend finden die Leute das allemal, ein paar fragen auch näher nach (ich bin aber bekannt dafür, immer mal wieder "verrückte" Sachen in puncto körperliche/geistige Entwicklung auszuprobieren, von daher wissen sie ja schon, woher der Wind weht sozusagen). Da ich schon zu "Brillenzeiten" meine Brille nie durchgängig aufhatte, fällt es wohl nicht sonderlich auf, dass ich sie jetzt fast nicht mehr trage, ich werde gar nicht darauf angesprochen. Hinzu kommt, dass die letzten Modelle randlos, damit also auch eher unauffällig, waren. Das finde ich ganz gut so, weil ich auch nicht dauernd darauf angesprochen werden möchte. Das erleichtert es mir, mein immer besseres Sehen als etwas schlicht Normales zu betrachten. Die Frage ist, wie die Leute reagieren werden, die mich kennen und wissen, dass ich Sehtherapie betreibe, wenn ich dann bei Visus 2.0 in verlässlicher Form angekommen bin, dies beim Arzt/Optiker bestätigen lasse und dann ohne Brille Auto fahre (die Alltagssituation, in der ich auf die Brille noch nicht verzichten kann und will). Ich schätze aber mal, es wird ihnen gar nicht auffallen.

Auch recht so. :-)

Viele Grüße
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon Jan-San » 18.11.2014 16:58

Hallo!

Danke für eure Einblicke zu den Kommentaren der anderen Leute. Habt ihr schonmal jemanden außerhalb des Forums dazu inspirieren können, selber mit Augentraining anzufangen? Oder mal jemanden kennengelernt, der es umgesetzt hat? Ich nämlich nicht, was ich sehr schade finde.
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon Susa » 19.11.2014 16:56

Hallo Jan,

>Habt ihr schonmal jemanden außerhalb des Forums dazu inspirieren können, selber mit Augentraining anzufangen? Oder mal jemanden kennengelernt, der es umgesetzt hat? Ich nämlich nicht, was ich sehr schade finde.<

Nee, ich konnte auch noch niemanden inspirieren. Vielleicht wird es was, wenn ich mal richtig perfekt sehe? Andererseits: Ich sehe auch jetzt schon um so viel besser als jemals zuvor und laufe fast nur noch ohne Brille herum. Meine "Inbesitznahme" von Visus 2.0 würde mich in den Augen der anderen also auch nicht groß anders wirken lassen. Da müsste ich schon immer dezidiert unter Beweis stellen, was für tolle Adleraugen ich jetzt doch habe, was ich ehrlich gestanden endpeinlich fände.

Ja, es ist schade, aber ich habe mir schon bei meinem anderen "Steckenpferd" - Cantienica - abgewöhnt, Leute dazu bringen zu wollen. Merkwürdigerweise klappt es seitdem besser. :-) Ich erzähle einfach (bei Bedarf, wenn es sich sinnvoll ergibt) davon, dass ich das mache und was es mir bringt. Das hat jetzt schon so manche Person dazu gebracht, mal wenigstens schnuppern zu gehen oder sich Bücher dazu zu kaufen.

Ich glaube aber, dass das Brilletragen einfach "zu wenig weh tut". Cantienica kann dir richtig aus Körperschmerzen heraushelfen, und wer schonmal so richtige Wehs an seinem Muskelskelettsystem hatte, der weiß ja, wie schlimm das sein kann. Da gibt es irgendwann durchaus einen Leidensdruck, der einen dann als ultima ratio auch "abgefahrene Methoden" ausprobieren lässt. Von daher ist es aus meiner Sicht kein Wunder, dass sich da eher mal Leute überzeugen lassen als bei der Sehselbsttherapie.

Ich war neulich in einem Vortrag zu den Themen Suffizienz, Postwachstum, Degrowth usw. Gefragt, wie man denn die "frohe Botschaft" des Referenten (und all seiner Mitstreiter) besser verbreiten könnte, meinte dieser, dass er bei seinen Vorträgen gar nicht den Anspruch habe, jemanden neu überzeugen zu wollen. Er wolle vielmehr all diejenigen, die sich schon auf dieses Gleis begeben haben, weiter in diesem Weg bestärken, mit ihnen am Erkunden neuer Wege/Methoden oder Verfeinern der vorhandenen arbeiten. Das gab mir zu denken bzw. bestätigte mich darin, dass es klug war, meinen vormals vorhandenen missionarischen Eifer (zu allem Möglichen ;-) ) einzumotten. Von daher wäre die Thematik der Sehtherapie hier im Forum, wo alle daran interessiert sind, dazuzulernen und sich auszutauschen, durchaus prima untergebracht. Es stoßen ja auch immer neue Leute dazu, aber der Punkt ist eben: "Ungläubige" überzeugen, das geht halt (fast) nie. Letztlich "überzeugst" du immer nur diejenigen, die sowieso schon glauben (wollen). Und, auf unser Forum heruntergebrochen, wären das eben genau die, die sich (mit einem gewissen Leidensdruck oder Interesse an der Materie) hier angemeldet haben.

Viele Grüße
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon Jan-San » 18.01.2015 20:36

Und weiter geht`s.
Hab in den letzten Wochen zum zweiten Mal Bates gelesen und durch meine in den letzten zwei Jahren gesammelte Erfahrung wieder Sachen (neu) entdeckt. Auch habe ich einige seiner Vorschläge erneut ausprobiert und festgestellt, dass mich das Wechseln zwischen zwei Sehobjekten, während man sich das jeweils andere unscharf vorstellt, sehr voranbringt. Zusammen mit meinen anderen Methödchen habe ich nun einen kleinen Werkzeugkasten, mit dem ich quasi immer meine Sicht verbessern, bzw. in Schwung bringen kann. Ja, es wird immer besser, aber dennoch nach wie vor langsam.

Andererseits habe ich leider feststellen müssen, dass es mir in quasi keiner Entfernung gelingt, mit beiden Augen gleichzeitig (und somit in echtem 3D) zu sehen. Wenn, dann nur kurz, aber scharf schonmal gar nicht. Ich vermute, dass dort auch ein riesen Auslöser für mein verkorkstes Sehverhalten liegt. Aber ist ja auch kein Wunder, hatte ja jahrzehnte eine Brille, die das Sichtfeld des einen Auges weit mehr verkleinerte, als das andere, wie sollen die Augen da "normal" bleiben.
Leider habe ich aber kaum Ideen, wie ich diese Fehlkoordination in den Griff kriegen soll. Ideen?

Außerdem plane ich zu "cheaten". Denn ich werde bald mehrere längere Nacht-Autofahrten unternehmen, was ich seit zwei Jahren vermieden habe. Für diesen Zweck werde ich mir Tageskontaktlinsen einsetzen. Bin mal gespannt, wie die Augen nach so langer Abstinenz auf die Seh"hilfen" reagieren.

Und ich habe ein bißchen nachgelesen, was in den Gehirnhälften verortet wird und ob ich bei den Eigenschaften der meinem "schlechten" Auge zugeordneten Seite Defizite aufweise. Angeblich soll diese, die rechte Hirnhälfte, „ganzheitlich, bildhaft, musisch, kreativ, intuitiv, zeitlos, räumlich, emotional und körperorientiert“ sein. Emotional bin ich wirklich nicht, aber musisch und kreativ durchaus. Bin mal gespannt, ob ich mich in neue Sphären aufschwinge, sobald das linke Auge scharf sieht. ;)

Fröhliches Sehen allerseits wünscht,

Jan
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon TMN » 19.01.2015 20:22

Wenn du dein linkes Auge per Kontaktlinse minimal (0,25) schärfer stellst als dein rechtes Auge, müsste das linke Auge auch mehr belastet werden, so dass du mit diesem Modell langfristig eine Annäherung der Sehleistungen erreichst, oder?
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon Jan-San » 21.01.2015 13:25

Theoretisch ja. Allerdings würde das linke dann ja schon scharf sehen und sich womöglich weigern, sich zu verbessern. Zudem möchte ich ungern dauerhaft Kontaktlinsen tragen.
Vorgestern hatte ich schon den ersten Praxisversuch. Drei Stunden tagsüber als Fahrer auf der Autobahn und nochmal drei als Beifahrer. Rechtes Auge von selbst scharf, linkes mit -2,25 Kontaktlinse ebenso. Da haben die Augen schon bisweilen zusammengearbeitet oder sich abgewechselt. Und je länger die Fahrt gedauert hat, desto mehr ist mir ein Erschöpfungszustand des rechten Auges aufgefallen, den ich so bisher nicht wahrgenommen hatte. Gegen Dämmerung hat dann die Sicht rechts auch merklich nachgelassen (für die Nacht habe ich mir dann -0.75-Linsen geholt), während die kontaktgelinste Auge seltsamerweise stabil geblieben ist. Ich merke schon, da ist noch viel zu tun.
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon Jan-San » 24.02.2015 19:36

Hab vor zwei Wochen zum zweiten Mal Kontaktlinsen für eine Nachtfahrt verwendet und es hat bestens funktioniert.

Ansonsten geht es immer Stückchen um Stückchen vorwärts. Das kühle, sonnige Wetter bekommt meiner Sicht am besten und da gelingt es mir am ehesten, das linke Auge scharf zu stellen (bzw. sich selbst scharf stellen zu lassen). Ich bin allerdings immer noch total bewegt, wenn es mal soweit ist und durch die Aufregung verflüchtigt es sich dann auch gleich wieder.

Vom Stiefel auf der Brust
Vor allem, wenn ich nachts mit dem linken Auge trainiere und es nach vielen Minuten entspannen, schauen, bewusstem Fühlen und auch nach ein paar Tränen soweit habe, dass es locker lässt und besser sieht, bemerke ich eine drastische Veränderung. Und zwar nicht nur im Auge. Dieses fühlt sich leicht und frei an, aber es geht noch weiter. Die ganze linke Körperhälfte und vor allem der Brustkorb fühlen sich an, als habe jemand aufgehört, mit seinem dicken, schweren Stiefel auf mir drauf zu stehen. Beeindruckend, welchen Einfluss das kleine Auge mit seinen Muskeln auf den ganzen Körper hat.
Im Prinzip laufe ich den ganzen Tag (halb)verkrampft herum und bemerke es meistens gar nicht.
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Beitragvon Flo » 25.02.2015 15:55

Hallo Jan.

Ansonsten geht es immer Stückchen um Stückchen vorwärts. Das kühle, sonnige Wetter bekommt meiner Sicht am besten und da gelingt es mir am ehesten, das linke Auge scharf zu stellen (bzw. sich selbst scharf stellen zu lassen). Ich bin allerdings immer noch total bewegt, wenn es mal soweit ist und durch die Aufregung verflüchtigt es sich dann auch gleich wieder.

Vom Stiefel auf der Brust
Vor allem, wenn ich nachts mit dem linken Auge trainiere und es nach vielen Minuten entspannen, schauen, bewusstem Fühlen und auch nach ein paar Tränen soweit habe, dass es locker lässt und besser sieht, bemerke ich eine drastische Veränderung. Und zwar nicht nur im Auge. Dieses fühlt sich leicht und frei an, aber es geht noch weiter. Die ganze linke Körperhälfte und vor allem der Brustkorb fühlen sich an, als habe jemand aufgehört, mit seinem dicken, schweren Stiefel auf mir drauf zu stehen. Beeindruckend, welchen Einfluss das kleine Auge mit seinen Muskeln auf den ganzen Körper hat.


Sehr gut. Bild Damit bist Du bereits einen wichtigen Schritt vorangekommen. Jetzt sollte es Dir meiner Einschätzung und Erfahrung nach darum gehen, Dir zum Einen einen Weg bzw. verschiedene alternative Wege zu überlegen bzw. Dir von anderen ausgearbeitete "wohlbewährte" Strategien anzueignen, die es ermöglichen, die Zeitdauer, die es erfordert, zu dem von Dir beschriebenen Zustand der "Wohlspannung" des linken Auges bzw. der linken Körperhälfte bzw. des Gesamtorganismusses zu gelangen, zu verkürzen... und zum Anderen diesen Zustand (mehr und mehr) dauerhaft zu erhalten und nicht mehr (so sehr) "aus der Fassung zu geraten", wenn es passiert bzw. wenn es Dir gelingt, ihn zu erreichen.

Im Prinzip laufe ich den ganzen Tag (halb)verkrampft herum und bemerke es meistens gar nicht.

Naja, mittlerweile ja (zum Glück) nicht mehr den "ganzen" Tag... Bild

Viele Grüße,
Flo
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon TMN » 25.02.2015 23:02

Jan-San, du solltest bei deiner Arbeit vielleicht singen, wahlweise summen oder pfeifen. Das entspannt!
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Re: Ein Esel namens Jan

Beitragvon Jan-San » 05.03.2015 03:36

Hallo Flo, ja, so sehe ich das auch. In den letzten Tagen habe ich immer wieder kleine, aber deutliche (kurzfristigere) Verbesserungen herbeirufen können. Das linke Auge erinnert mich langsam an meine ersten Erfolge mit dem rechten , das werte ich als gutes Zeichen.

Hallo TMN, manchmal summe/singe ich tatsächlich vor mich hin, allerdings sehr selten. Sollte ich vielleicht wirklich häufiger tun. Wobei ich regelmäßig Klavier spiele, danach fühle ich mich auch freier.
Was mir noch sehr hilft: Hab vor kurzem ein Interview gesehen, in dem von zwei verschiedenen Bewusstseinsmodi die Rede war. Dem "Angst"-Modus und dem "(Vor)freude"-Modus.
Beim ersten grübelt man vor sich hin, denkt über alles mögliche nach, kaut Szenarien durch, wägt ab, sorgt sich ... Beim zweiten freut man sich über das, was da ist und auf das, was bald passieren wird und was man machen wird. Es ist lächerlich einfach in den zweiten Modus zu wechseln, wenn man sich seines Zustandes bewusst ist und es tut verdammt gut.
Diesen "Zustand" oder Geisteshaltung kannte ich natürlich schon und habe mich oft hineine begeben, aber ich tendiere dazu, solche Dinge zu vergessen und da hilft eine Bewusstseins- und Gedächtnisauffrischung ungemein.
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Re: Ein Esel namens Jan

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