Einäugig üben - eure Erfahrungen?

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Einäugig üben - eure Erfahrungen?

Beitragvon Susa » 28.08.2012 17:10

Liebe Nicht-mehr-Maulwürfe und -Blindfische in spe!

Ich spüre in letzter Zeit immer stärker beim Praktizieren des zentralen Sehens und des Sakkadierens meine Augenmuskeln, also dieses feine Pulsieren rund um die Augen, bei dem man das Gefühl hat, sie "stellen sich auf etwas ein". Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine.

Es ist schon seit jeher so, dass mein linkes Auge - auch faktisch und messbar das schlechtere der beiden - irgendwie nicht so recht will. Alles scheint mir dort schlechter innerviert zu sein, der "Mehlsackeffekt" ist dort immer größer als beim anderen Auge.

Nun habe ich dem linken Auge schon gesagt, dass es vom rechten lernen soll. Bei anderen doppelt vorhandenen Körperstrukturen hilft das in der Regel, wenn eine Seite besser als die andere ist.

Nun überlege ich, wie ich dem armen Ding weiter auf die Sprünge (Sakkaden, eben ... :-) ) helfen kann. Da dachte ich mir: Halt ich mal locker das rechte Auge zu und lass mal das linke die Sache alleine machen. Der Vorteil ist: Es sieht so schlecht ohne Brille, dass an ein Scharfsehenwollen gar nicht zu denken ist. Da kann ich mich doch auch gleich entspannen, verursache mir keinen "mental strain". Gleichzeitig versuche ich, die Muskelsensationen am linken Auge besser wahrzunehmen. Dabei habe ich aber doch immer das Gefühl, dass ich sie am rechten immer noch mehr spüre. Obwohl es zu ist, macht es irgendwie mit.

Meine Frage an euch: Macht ihr derlei einseitige Übungen? Bringen sie euch etwas? Oder kann man das gleich bleiben lassen? Hättet ihr noch einen weiteren Tipp, einen Trick, wie ich links zur anatomisch sinnvollen Arbeit überlisten kann?

Es dankt für eure Anregungen
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Re: Einäugig üben - eure Erfahrungen?

Beitragvon Nicole » 28.08.2012 17:27

Hallo Susa,

Susa hat geschrieben:Ich spüre in letzter Zeit immer stärker beim Praktizieren des zentralen Sehens und des Sakkadierens meine Augenmuskeln, also dieses feine Pulsieren rund um die Augen, bei dem man das Gefühl hat, sie "stellen sich auf etwas ein". Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine.


Nein, aber das macht nichts. :wink:

Susa hat geschrieben:Es ist schon seit jeher so, dass mein linkes Auge - auch faktisch und messbar das schlechtere der beiden - irgendwie nicht so recht will. Alles scheint mir dort schlechter innerviert zu sein, der "Mehlsackeffekt" ist dort immer größer als beim anderen Auge.


Bei mir war auch immer das linke Auge einen Tick schlechter und ich habe dann rigoros einseitig (mit Augenklappe rechts) an der Schnur geübt, bis beide wieder gleich waren.
Wenn dein linkes Auge schlecht sieht, gehst du SO nah ran, bis es nicht mehr ganz so unscharf ist. :wink:

lg
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Beitragvon Aniram » 28.08.2012 18:03

Hallo
Meine Augen sind auch sehr unterschiedlich, links -4,5 Asti -1,5 / rechts -8 Asti -0,25.
Ich übe ganz wenig 'einzeln', nur morgens lese ich mit dem schlechteren Auge von der interaktiven Sehtafel 3 Zeilen (20/30, 20/25 und 20/20) in 1,20 m Entfernung (wobei 2,40m 100% entspricht).
In der letzten Zeit konnte ich die Sehtafel 2 mal um je 10 cm weiterschieben, weil es so leicht ging (und jetzt scheint mir, gehen wieder bald weitere 10 cm) - nachdem ich die Tafel sehr lange auf 1m gelassen habe (bei stark schwankender Sehschärfe).
Das ging in der letzten Zeit so schnell, obwohl ich das schwächere Auge ansonsten gar nicht weiter trainiert habe.

Eine zeitlang habe ich versucht, es mehr zu 'aktivieren', indem ich das bessere Auge mit einem +3 Glas künstlich verschlechtert habe. Das hat aber dem schlechteren Auge nicht sehr viel (jedenfalls nicht messbar, wie jetzt, wo ich die Sehtafel immer weiter wegschieben kann) gebracht.
Gruss
Marina
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Beitragvon TMN » 29.08.2012 20:26

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Beitragvon mendix » 11.11.2012 16:12

Hallo Susa,

Erzählung
Bei mir ist es das rechte Auge, das "faul" ist. Ich merke bei Augenübungen in die Entfernung, dass es sich "in Zeitlupentempo" vorsichtig auf ein entferntes Objekt scharf stellt.
Das rechte Auge sieht einen Tick schlechter als das linke, und ist mein Führungsauge. Hin und wieder sehe ich, wenn ich Übungen mache, mit dem rechten Auge aber alles scharf und klar. Und dann besser als mit dem linken. Ich habe das Gefühl, dass das linke Auge auf das rechte Auge wartet, und erst dann besser sehen wird, wenn das rechte aufgeholt hat. Ich habe dem "faulen" Auge nicht gesagt, dass es von dem guten lernen soll, sondern eher umgekehrt, das linke Auge ermahnt, das Tempo und die Entwicklung des rechten zu respektieren.
Im Oktober machte ich vormittags mal vier Stunden Augenübungen. Sprich, ich saß in der Sonne vor einer Bäckerei, trank Kaffee, rauchte, und fokussierte nebst Passanten und Autos der Hauptstrasse, eine auf der anderen Strassenseite liegende Ziegelmauer und die dahinter wachsenden Bäume. Das in immer wieder unterschiedlichen Entfernungen.
Ich merkte hin und wieder, dass an und ab mal das eine, dann das andere Auge, die Führung übernahm und "zog". (die Mutter schiebt, das Kind zieht) Ich habe die Übung dann auch mal nur mit einem Auge gemacht. Und das an diesem Vormittag nach Gusto und intensiv.
Aufeinmal spürte ich um mein rechtes Auge einen "Panzerring" - ich mache zurzeit eine Psychotherapie, und hatte wenige Wochen zuvor einen gleichen "Panzer" - google Reich Gefühlspanzerung - um die Hüfte gehabt. Daran erinnerte ich mich sofort und war überrascht. Ich hatte etwas Angst um das Auge, weil die Energie sehr stark war, und hielt mich mit beiden Händen fest an den Stuhlarmlehnen. Dann gab ich die ganze Energie über meinen Körper an den Boden ab. Ich hatte während der Übung verinnerlicht, dass ich eine durchgängige Energie bin, einen durchgängigen Energiestrang habe, die Augen sind hier dann "nur" ein Ausdruck, ein Organ, ein "Sympton" dieser Energie.
Das Gefühl war überwältigend. Ich streckte beide Mittelfinger von mir, streckte auch die Beine und Füße. Mein ganzer Körper war unter Spannung und gestreckt. Die Spannung lies sofort nach, kam so auch nie wieder. Abends sah ich dann als inneres Bild mich mit beiden Füßen barfuß auf der Erde ankommend. Und zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder Bodenkontakt habend. Ich schmöckerte etwas in dem Augenbuch von Lisette Scholz, das ich gerade über eBay erstanden hatte, und siehe da, hier lese ich, dass Kurzsichtige oft keine gute Erdung haben.

Ich hatte mir vor Jahren zwar mal ein Augenbuch von Goodrich gekauft, auch gelesen, die Übungen dann aber nie gemacht. Es standen einfach zuviele darin. Dass ihre Beschreibungen über die psychischen Eigenheiten von Kurzsichtigen auf mich zutrafen, behielt ich in Erinnerung.
Im September hatte ich auf einmal das Gefühl, besser sehen zu können. Dem gingen Monate und Wochen Psychotherapie voraus. Lösung festgehaltener Gefühle, Schmerzen und Ängste aus der Kindheit.
Das Erlebnis, war es erst nur für Sekunden, dann für Minuten, auf einmal wieder klar sehen zu können, war wunderbar und ich fühlte mich wie neugeboren. Ich hatte an diesem Vormittag vor allem versucht ausgewählte, grüne Ast- und Blattbüschel in vielleicht 50 Meter Entfernung klar sehen zu können. Rechte Winkel an Häusern, Hausdächer mit starken Kontrasten fielen ziemlich leicht, Blattwerk weniger. An diesem Tag gelang es, und mein rechtes, faules Auge "zog". Und dann zog auch das linke. In Folge der Augenübungen, tauchten auch viele Erinnerungen auf, und ich machte Grimassen, die ich vor 30 Jahren gemacht hatte. Seitdem nie wieder.
Ich habe einen Monat lang geübt, einmal betrachtete ich die Gesichter der vorbeilaufenden Marathonläufer eines Laufes, eine Stunde lang, denen ich mit dem Blick folgte. Ich griff immer eines aus der Menge und hielt es fest, bei strahlendem Sonnenschein. Im Nachhinein sah ich dann alles klar, auch kleine Hausnummern, die gute Sicht hielt zu meiner überraschten Freude einige Stunden lang an. Ich sah alles ziemlich klar, machmal mit leichten Doppelbildern. Während des Marathons hatte ich auf einmal das Gefühl "in der Versenkung" zu sein, während um mich herum alles lebendig war und aktiv. Allmählich kam "ich" an die Oberfläche und tauchte auf, und mit mir meine Sehkraft - oder umgekehrt.

Arbeitsannahme
Ich glaube, dass chinesische und indische Medizin richtig liegen, wenn sie sagen, dass Gesundheit und Krankheit eines sind, und ein Spiel der Kräfte. Dass ich als Körper eine Kraft bin, die sich in meinen Organen äußert. Jede andere Annahme wäre unsinnig, denn dann bräuchte ich keine Augenübungen machen.
Daraus schließe ich, dass auch meine Sehkraft solange nicht besser wird, solange ich massiv Übergewicht habe und Raucher bin. (vor zwanzig Jahren verzichtete ich einen Monat lang auf Tabak und machte jeden zweiten Tag zwei Stunden Fitnesstraining, vergleichbar Schulsport. Eines Nachts hatte ich auf einmal Angst, ich erinnerte mich an traumatische Kindheitserfahrung, kauerte mich an eine Heizung und atmete einen halben Lastwagen Eis aus. Am nächsten Tag "stach die Brille". Ich ging zu einer Augenärztin, die sagte dass meine Brille überkorrigiert sei. Ich erhielt eine neue Brille, die eine halbe bis eine Dioptrie weniger stark war. Ca. -3.0 statt -3.75. Jahre später holte ich mir dann beim Optiker eine neue Brille mit -2.25. Mir war danach, nachdem ich in dem Augenübungsbuch gelesen hatte. Dabei beließ ich es, Augenübungen machte ich nicht. Ich hatte zwei Wochen lang leichte Kopfschmerzen, die ich als "heilsam" empfand, so als ob ein verkrusteter Schwamm ausgedrückt würde, ausgespült und wieder klar. Vor zwei Monaten diagnostizierte der Augenarzt, 20 Jahre nach dem letzten Besuch, dann meine Sehstärke mit -2.25, also entsprechend der Brille. Haben die Augen sich angepasst? Brillen- und Augenwerte sind identisch. Im Anschluss habe ich jetzt eine neue Brille geholt mit -1.25. Die ich manchmal trage, oft auch nicht. (Ganz klar sehe ich weder so, noch so, aber ich fühle mich besser.)
Ob der richtige Weg Augen"übungen" sind, oder nur Augenentspannung und Bewusstmachen dessen, was ich sehe, wird sich zeigen. Logisch wäre, dass es erst einige "Übungen" braucht, um wieder in natürliches Sehen zurück zu finden, um angewöhnte, falsche Sehgewohnheiten aufzulösen. Danach müssten "Übungen" dann eigentlich überflüssig sein.
Mit Gefühl sehen dürfte wirkungsvoller sein, als eine Sehmaschine werden zu wollen. Und inneres und äusseres Sehen würde ich als Einheit betrachten.

Mein rechtes Auge ist mein "Universum"-Auge, hier spürte ich im Laufe der Jahre (ohne Augenübungen) immer mal wieder "Kapseln", die sich dann als vergangene Ichs entpuppten, die aus dem Raum und der Vergangenheit mich heute erreichten. Und dann durch mein Auge ins Leben sprangen. Ich sah mich hier auch zusammengerollt und geschützt.
Gut Ding braucht Weile. Freundliche Beachtung und zur Kenntnis nehmen dürfte ein Weg sein, das Leben stellt sich dann eigentlich von selber wieder ein - und unsere Sehkraft vieleicht auch. Vielleicht auch nicht.
Sehr wirkungsvoll, und kurzfristig immer zu klarem Blick führend, ist lockeres Betrachten des blauen Himmels. Wobei das "lockere" Betrachten gar nicht so leicht ist. Irgendwo und irgendwie halte ich mich hier vielleicht noch fest und habe Angst aus meiner Höhle zu kommen.
Das ist meine Erzählung.

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