Einmal Üben immer Üben?

Akkomodieren, Fusionieren, Lichtbaden, Lichtblitzen, Palmieren, Visualisieren u.a.

Einmal Üben immer Üben?

Beitragvon Ulrike » 13.06.2011 11:32

Hallo, ich habe zwei Fragen:

1.Wenn man eine Verbesserung seiner Sehkraft erreicht hat, muß man dann immer weiterüben um den erreichten Zustand aufrechtzuerhalten?

2. Ich will mir das Buch von Leo Angart "Vergiss Deine Brille" besorgen. Ich bin weitsichtig und altersweitsichtig. Finde ich dort Übungen zu beiden Formen oder geht das in "einem Aufwasch"? :wink:

Viele Grüße
Ulrike
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Beitragvon Nicole » 15.06.2011 18:29

Hallo Ulrike,

soweit ich mich erinnern kann, gibt das Buch von Leo (wie so viele andere Bücher) zu Weitsichtigkeit nicht viel her. :(

Im Prinzip geht es darum, nahe Dinge (v.a. Schrift) mühelos lesen/sehen zu können.

Die Übung muss also genau entgegengestzt wie bei Kurzsichtigen ablaufen. Die versuchen, immer weiter weg von der Sehtafel lesen können - du musst immer dichter dran lesen lernen.

Was ich dir empfehlen kann:
Nimm einen Text (ein Kalenderblatt mit normaler Schrift o.ä.), halte es bei gutem Licht so weit weg, wie du es noch scharf lesen kannst.
Nun bewegst du diesen Text ganz langsam immer dichter zu dir ran, bis der Text soweit verschwommen ist, dass du ihn nicht mehr lesen kannst.
Dann wieder langsam weiter weg, bis du ihn wieder lesen kannst.
Dabei nicht drauf starren, sondern wirklich die Zeilen lesen (also die Augen dabei bewegen).

Nach ein paar Mal solltest du feststellen, dass es dir leichter fällt, in der Nähe zu lesen.
Nach einiger Zeit solltest du feststellen, dass du etwas dichter vor deinen Augen den Text lesen kannst als jetzt.

Wenn du das mehrmals täglich zwischendurch immer mal wieder für wenige Minuten machst, ist schon viel erreichbar.

Klappt es dann mit deinem Text ganz gut, kannst du auf eine kleinere Schrift ausweichen oder diesen Text immer dichter an deine Nasenspitze ranholen.
Je dichter du etwas vor den Augen betrachtest, desto mehr geht die Augenlinse in eine Kugelform über.

Ich kann noch alles lesen, was sich 12cm vor meinen Augen befindet. Ohne Brille. Da bin ich dann ja aber auch kurzsichtig.
Mit Brille auf der Nase (also normalsichtig), schaffe ich noch ~14cm vor den Augen.

Und die Entfernung versuche ich zu halten.

Vergesse ich mal für 2 Wochen, mir öfters was dicht vor die Nase zu halten, rückt der Punkt des Noch-lesen-könnens einige Zentimeter weiter weg.

Was das lebenslange Üben betrifft: In deinem (und auch meinem) Fall mit der Alterssichtigkeit,ja.

lieben Gruß
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Beitragvon Ulrike » 16.06.2011 10:50

Liebe Nicole,
vielen Dank für Deine Antwort. :D
Dann kann ich es mir ja ersparen , das Buch zu kaufen und werde mit der beschriebenen Übung beginnen.
Viele Grüße
Ulrike
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Beitragvon Nicole » 16.06.2011 10:58

Hallo Ulrike,

wir haben hier einige Leute mit Weitsichtigkeit, guck dir mal Robert's Beiträge an: *klick*.

Was noch wichtig für deine Weitsichtigkeit ist:
NIEMALS mit Anstrengung in der Nähe lesen. Also nichts erzwingen (das macht es nämlich nur noch schlimmer).
Immer schön locker mit der Entfernung spielen und so dicht es geht. Wenn's nicht geht, dann wieder ein kleines Stück weiter weg. Eben ohne Anstrengung.
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Beitragvon sven » 16.06.2011 19:10

Nicole hat geschrieben:NIEMALS mit Anstrengung in der Nähe lesen. Also nichts erzwingen (das macht es nämlich nur noch schlimmer).
Immer schön locker mit der Entfernung spielen und so dicht es geht. Wenn's nicht geht, dann wieder ein kleines Stück weiter weg. Eben ohne Anstrengung.

Kann ich nicht bestätigen.
Schoene Gruesse

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Beitragvon Nicole » 16.06.2011 21:09

Sven, du bist ja auch nicht weitsichtig!
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Beitragvon klara sehn » 03.07.2011 13:45

Hallo,

ich bin weitsichtig und übe jetzt seit einigen Wochen. Ich habe eine Visual-Trainerin (Funktionaloptometriestin) gefunden, die sich sehr engagiert mit meinen Augenfehlern beschäftigt (es kommt noch Schielen, Asi, Altersweitichtigkeit etc. dazu...)
Sie meint, grundsätzlich müssen Kurzsichtige lernen die Augen zu entspannen und Weitsichtige müssen lernen, die Augen anzuspannnen / zu akkomodieren bzw. scharf zu stellen. Das geht nicht ohne Anstrengung. Natürlich läßt sich hier etwa soviel erzwingen als wenn du einen Untrainierten auf einen Marathon schickst. Aber ich kann aus eigenen ersten Erfolgen sagen, sie hat recht. Meine Augen fühlen sich nach den Übungen angestrengt an, aber nicht unangenehm (so wie man sich nach der richtigen Dosis Sport fühlt etwa). Der Nahberich soll nicht nur im Lesebereich, sondern bis ca. 6m für Weitsichtige trainiert werden.
Ich habe Sehtafeln mit unterschiedlichen großen oder fetten Buchstaben (je Sehtafel aber gleich), die hängen in Augenhöhe an der Wand. Dann stelle ich mich direkt davor und versuche die Buchstaben einzeln scharf zu fokussieren (erkennbar sind sie natürlich problemlos in der Größe, aber bewußt scharf fixieren ist etwas anderes, das Weisichtige fast nie tun). Dann gehe ich langsam Schritt für Schritt rückwärts und lese dabei die Buchstaben bis es nicht mehr geht, dann wieder vorwärts.
Dann habe ich noch Übungsblätter für "Malübungen" sowie einen "Flipper" mit -1 Dioptrie und Übungen dazu bekommen. Dabei muß ich die Übungen abwechselnd mit meiner Brille und mit 1 Dioptrie weniger (Flipper vor die Brille halten) versuchen.
Und ich kann binnen 3 Wochen schon ohne Lesebrille / Gleitsichtbrille arbeiten! Das waren +1,75 Dioptrien zu meinen +6.!!!

Viele Grüße,
Klara
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