l und r: -5.75

Hier ist Platz für alle kleinen und grossen Erfolge auf dem Weg zur Verbesserung der Sehleistung. Ausserdem könnt ihr euch hier vorstellen.

l und r: -5.75

Beitragvon Tschädeli » 09.10.2016 21:21

Guten Abend

Ich bin neu hier. Meine Werte haben sich stets verschlechtert. Mit 10 Jahren bekam ich meine erste Brille. Meine Lehrerin damals liess mich nicht nach vorn sitzen. Wenn ich gewusst hätte, welche Auswirkung diese Verweigerung von ihr mir gegenüber haben wird, dann hätte ich damals nicht aufgegeben, bis ich nach vorn hätte sitzen dürfen.

Nunja so kam es, dass meine Eltern mit mir zum Augenarzt gingen und ich bekam meine erste Brille. (Alle Brillen-Werte, ausser die vom letzen Jahr weiss ich nur noch ungefähr, würde also nicht meine Hand ins Feuer legen für die Angaben, weiss evt. jemand, ob man die Brille im nachhinein noch "ausmessen" kann oder etwas in der Art? Die Werte würden mich eigentlich interessieren) R: -3.75 und noch irgend ein Astigmatismus-Wert, keine Ahnung mehr. L: -3.25, auch noch Hornhautverkrümmung, auch den Wert kenne ich nicht mehr. Dann ging es mit 13 Jahren wieder zum Optiker: R: -4.5 und L: -3.75 und r noch Astigmatismus, l nur noch minim, den der Optiker nicht korrigierte. Dann mit 16 Jahren: r: -4.75 und l: -4.75, noch Astigmatismus rechts, weiss nicht wieviel. Und schliesslich vor einem Jahr: -5.75 l und r, Astigmatismus nicht mehr zu korrigieren.

Das gab mir echt zu denken. Diese Werte..... Ich beschloss nach 3 Tagen, meine neue Brille, die nebenbei über 1000.- gekostet hat, nicht mehr aufzusetzen. Es war mir unheimlich: immer hatte ich diese Anstrengung in den Augen wenn eine neue Brille auf meiner Nase sass. Und das machte mir gedanklich endlich zu schaffen. Und instinktiv begann ich zu schlussfolgern: Würde ich sie wieder aufsetzen, dann würde bestimmt auch der Wert wieder schlechter. Es war mehr ein Gefühl, eine Art schlechtes Gewissen, wenn ich die Brille aufhatte.

Nun liegt meine Brille schon seit über einem Jahr am gleichen Ort: auf meinem Nachttisch. Ich habe stattdessen nach intensiver Recherche unterkorrigierte Linsen getragen. Aber auch das war nicht das gelbe vom Ei.

Schliesslich kam der Tag an dem ich merkte, dass es wieder schlechter wird mit den Kontaktlinsen und so total entnervt war, dass ich deshalb gar nichts mehr nutzte. Weder Brille noch Kontaktlinse. Es sträubte sich nun alles in mir, irgend so ein Ding aufzusetzen. Ich brauchte starke Gewöhnungszeit. -5.75... Wie zum Geier mache ich das? Es bricht irgendwie eine Art Welt zusammen. Und doch: Die Abneigung gegen die Sehhilfe war so gross, dass ich lieber verzichten wollte, als nochmals so ein Ding aufzusetzen. Ich begann die Sehhilfen regelrecht zu hassen.

Es folgte eine schwierige Zeit und ich begann mir diverse Bücher zu kaufen und Übungen auszuprobieren. Nichts griff wirklich, wobei ich zugeben muss, dass ich ziemlich unmotiviert und undiszipliniert war, weil mit dieser Stärke und diesen kurzen Übungszeiten, welche in den meisten Büchern stehen natürlich der Effekt nur gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz langsam kommt. Das ist mir im Nachhinein klar.
Ich gab es wieder auf, weigerte mich jedoch eine Sehhilfe zu tragen. Immerhin etwas änderte sich: meine Nackenverspannungen die mich seit langer Zeit begleitet haben, haben sich in Luft aufgelöst, ab dem Punkt, an dem ich die Sehhilfe verweigerte. Aber für mich war das kein wirklicher Erfolg.

Nun habe ich ein Buch gefunden von [b]David De Angelis:[/b] ohne Brille seh ich besser. Und das Video von Wladimir Zhdanov hat mir einen echten Motivationsschub verpasst. Und endlich: ich mache intensivstes Training (jeden Tag 2h die eine Übung und alle 2d zusätzlich 2h noch eine weitere, immer über den Tag verteilt nicht an einem Block) Ich habe endlich das Gefühl, dass sich wirklich etwas tut und merke die Veränderung nach 3 Tagen. Und doch: nur schon diese 3 Tage dranzubleiben, war für mich einfach nur sch....schwierig. Und doch: Ich habe nun selbst eine Familie (was vorhin noch nicht der Fall war, denn da war ich noch ohne Nachwus unterwegs) und ich arbeite. Und ich habe es trotzdem gemacht: ich bin um 4.50 aufgestanden und hab trainiert. Und ich bin um am nächsten Tag um 6 Uhr aufgestanden und hab trainiert und nachher unserem süssen Nachwuchs geschaut genug Energie, um mit unserem Schätzchen genung Zeit zu verbringen. Ich muss mich zwar echt an der Nase nehmen, mir die Zeit zu nehmen, an den Arbeitstagen um 4.50 Uhr aufzustehen und sonst um 6.00 Uhr und um 6.00 Uhr. Aber ich möchte mir trotzdem diese Zeit rausnehmen. Und dass ich es geschafft habe in den 3 Tagen, gibt mir Hoffnung. Denn das bedeutet, dass die Übungen so, wie sie sind, in den Alltag integriert werden. Ich muss mich umgewöhnen und ich glaube das ist der schwierigste Teil. Die Erkenntnis, dass ich zu einer anderen Zeit aufstehen muss. Aber es muss gehen, weil ich einfach finde, es kann so nicht mehr weitergehen.

Ich weiss, dass ein steiniger, harter, strenger Weg vor mir liegt und ich weiss eigentlich auch gar nicht, was ich mit diesem Schreiben hier eigentlich erreichen will. Keine Ahnung. Aber irgendwie muss ich mir, glaube ich, selbst sagen, HEY HALLO, BLEIB DRAN, NICHT ABSPRINGEN, NICHT AUFGEBEN, NICHT AUFGEBEN, DIESMAL BLEIBST DU DRAN. Oder ich habe die Illusion, jemand hier im Forum könnte mir helfen und mir die Arbeit abnehmen. Aber mir ist natürlich klar, nur ich alleine kann mich dazubringen dran zu bleiben. Wie zum Geier schaff' ich das? Klappt es denn vielleicht so? Ich hoffe es sehr.
Tschädeli
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Re: l und r: -5.75

Beitragvon merukando » 10.10.2016 23:32

super, dass Du extra früher aufstehst, um Zeit für die Übungen zu haben. Hut ab!

HEY HALLO, BLEIB DRAN, NICHT ABSPRINGEN, NICHT AUFGEBEN, NICHT AUFGEBEN, DIESMAL BLEIBST DU DRAN.


Ganz genau. Dranbleiben und durchziehen. Einfach nur deinetwillen.

Gruß

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Re: l und r: -5.75

Beitragvon Serefos » 10.10.2016 23:49

Ganz großen Respekt an dich!
Man sieht wirklich, dass du das willst und ich glaube da liegt auch einer der vielen Knackpunkte, die einen weiterbringen.
Wenn du mit diesem Willen weitermachst, sollten eigentlich die Blockaden fallen und wie z.B. Norbekov geschrieben hat, sollte " die Sehkraft ins Rollen kommen".
Dran bleiben, kleine realistische Ziele setzen und dran glauben, dass es auf jeden Fall besser wird! ;)
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Re: l und r: -5.75

Beitragvon Tschädeli » 12.10.2016 20:49

Guten Abend merukando und Serefos

Vielen Dank für Eure Antworten. Ich hätte nicht gedacht, dass das so motivierend ist: Von Leuten zu lesen, die im ähnlichen Boot sitzen. Heute hatte ich wieder erfolgreich Tagwache um 4.45 Unr (sogar noch 5' früher. Um diese Uhrzeit ein ordentlicher Vorsprung :)) und meine Stunde durchgezogen. Der Spaziergang am Mittag war toll: ich merke eine Veränderung, kann sie jedoch noch nicht definieren. Wahrscheinlich weil mein Visus noch so tief ist. Aber immerhin eine Veränderung merke ich. Und das motiviert mich. Dann gabs abends nochmals eine Stunde und nun bin ich fertig für heute. Morgen gibt's einen schönen Pausentag (ausser Palming, aber das finde ich so entspannend, dass das für mich eher als Dessert gilt).

Wie geht's bei Euch voran?
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Re: l und r: -5.75

Beitragvon Tschädeli » 12.10.2016 21:16

Serefos, du bist ja auch neu hier :)
merukando, ich habe soeben einen Teil deiner Geschichte gelesen (muss jetzt Pause machen, meine Augen brennen seit Neustem immer bei Computerarbeit, hatte das früher nie oder ich habs nie bemerkt...) Ich bin zutiefst beeindruckt, ab deiner Geschichte und bin echt gespannt, weiter zu lesen. :lesen:
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Re: l und r: -5.75

Beitragvon merukando » 13.10.2016 07:01

Hallo Tschädelli,

das würde ich nicht alles lesen. Ist viel zu viel. Ist auch viel Mist dabei. Irrwege gehören nun einmal auch dazu. Manche Irrwege bin ich viel zu lange gegagen. Aber heute profitiere ich von dem reichhaltigen Erfahrungsschatz.

Das einzig wichtige ist, wirklich dranzubleiben, schonungslos ehrlich zu sich selbst zu sein und jeden Tag etwas für den Fortschritt zu tun.

Für mich stand die Sehkraft wenn ich ehrlich bin nicht an erster Stelle, sondern die Gesundheit meines Körpers als Ganzes, da ich unter Allergien und Knochenproblemen litt. Da mein ganzer Körper nun zu schätze ich mal 4/5 gesund ist, Fehlhaltungen entharvt wurden und ich schon seit Monaten täglich Sport treibe, kann ich es nun auch mit dem Augentrianing wieder ernster nehmen oder überhaupt mal ernst nehmen, denn das ist gerade die einzige Baustelle, was bisher noch nie der Fall war. Wenn man alle seine Energien nur auf eine Sache konzentriert, kommt man viel schneller voran.

Du bist schon auf einem guten Weg. Weiter so!

liebe Grüße

merukando
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Re: l und r: -5.75

Beitragvon Tschädeli » 13.10.2016 18:31

Toll, was machst du für Sport? Vor unserem Familienzuwachs habe ich auch sehr viel Sport gemacht und er hat mir echt gut getan und gezeigt, was man alles aus sich herausholen kann. Body Pump finde ich dafür ein gutes Beipiel oder das Jogging. Ich begann 10km Strecken zu joggen 2-3x/Wo und 3x/Wo machte ich Pump. Dies gab mir extrem viel Übung in der Disziplin, einen starken Willen und ein tolles Durchhaltevermögen. In dieser Zeit begann ich mich mit meinem Körpergewicht auseinanderzusetzen, recherchierte viel bezgl. Sport/Ernährung und stiess auf viele tolle Bücher. Ich stellte meine Ernährung um und begann auf mich selbst zu hören. So nahm ich 11kg ab und bekam endlich mein Idealgewicht (Körpergrösse 165cm, KG: 58kg) Dieses konnte ich problemlos halten, denn das Wichtigste ist das Körpergefühl und wie du erwähnst, das schonungsvolle Ehrlichsein zu sich selbst. (Buchtipp: "Wonach wir wirklich hungern" und "Abnehmen ist leichter als Zunehmen", falls irgendjmd. abnehmen möchte :) In dieser Zeit fiel mir auf, dass ich mich immer etwas überass und ich EIGENTLICH gar keinen Hunger mehr hatte. Das fand ich ziemlich bedenklich. Diese Erkenntnis half mir problemlos, das Gewicht zu halten. Heute fällt mir gar nicht mehr auf, dass ich auf die Ernährung achte, ich muss keine Kalorien zählen, sondern höre auf das Hungergefühl und drum klappts. Ich tus nebenbei, weil es sich gut anfühlt und ich gar nicht mehr anders kann. So das war mal wieder eine Kurzfassung von ca. 1Jahr Recherche etc. :)
Zurück zum Sport: da ich wieder schwanger bin, mache ich jeden Tag mind. 30'-60' Spaziergänge. In meiner 1.SS habe ich damals auch gepumpt, da merkte ich mit der Zeit jedoch, dass ich mich etwas überlastete und ich es vielleicht doch etwas übertrieb. So entdeckte ich das Spazieren gehen. Die leichte Bewegung habe ich immer unterschätzt. Auch Spazieren trainiert die Kondition. Das merkte ich dann beim Wandern: Wir gingen 1x wandern. In meinem 7. SSMt 1000 Höhenmeter in 4.5h mit Pause ohne Mühe und das liegt nach meinem Gefühl am Spazieren. Echt toll. In der 1. und 2.SS nahm ich nur 10-15kg zu, denn auch da blieb natürlich die Regel gleich trotz Baby: wenn du isst und keinen Hunger hast, dann Prost.
Wenn die Stillzeit vorbei ist, möchte ich wieder mit Jogging anfangen. Ich liebe es und vermisse es doch schon etwas. Aber schliesslich geht das Baby vor :) Bzw. wenn ich nach der Stillzeit wieder etwas mehr Zeit habe, nimmt es mich vor dem Jogging erst wunder, wie es mit dem Augentraining voran geht. Wie du, finde ich, richtig sagtst: immer nur etwas auf einmal. Ich denke all diese Erfahrungen haben mich auf den Weg zum Augentraining gebracht. Denn ich begann natürlich nach meinem Körpergewicht auch meine Kurzsicht zu hinterfragen. Und nun bin ich in diesem Forum und probiere wieder aus. Echt spannend.
Tschädeli
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Re: l und r: -5.75

Beitragvon merukando » 13.10.2016 22:56

Hallo Tschädelli,

früher war ich ein absoluter Sportmuffel, was sich Ende des Studiums auch im Gewicht widerspiegelte. Vor drei Jahren als es mit meiner Gesundheit und Sehkraft bergab ging, habe ich mit dem Schwimmen begonnen, dann kam der Wechsel zum Yoga, was mich noch immer begleitet. Eine sehr wertvolle Ergänzung kam im März mit der Kampfkunst Wing Tsun noch hinzu. Durch die Kampfkunst lerne ich mich als Menschen und meinen Körper völlig neu kennen. Grenzen werden erlebt, erkannt und nach einer Übungsphase überschritten.

Das mit dem Überessen kenne ich nur zu gut. Rückblickend war das die Ursache für die Heuschnupfensymptome, die ich seit dem 12. Lebensjahr hatte. Es kommt aber auch immer darauf an, wie man sich während dem Überessen fühlt bzw. wie stark der Rachen/die Brust/die Zunge angespannt sind. Das Gewicht ist für mich nicht mehr wichitg. Der Anteil von Muskeln und Fett dafür umso mehr. Ich hatte z.B. 2008 34% Fettanteil im Körper. Jetzt habe ich noch 19. 2008 hatte ich nur 26% Muskelmasse und heute 44%. Diese Zahlen motivieren mich, dranzubleiben. Außerdem fühle ich mich mit 30 Jahren fitter als jemals zuvor.

Spazieren gehen finde ich auch sehr entspannend. Super, dass du während der Schwangerschaft eine Bewegungsmöglichkeit gefunden hast, die für Dich und das Baby passend ist.

Seit einem Monat lerne ich nur meinetwillen nochmal Mathe beginnend bei den Grundlagen. Das tut meiner Sehkraft äußerst gut, da ich mich dafür unheimlich konzentrieren muss. Die Webseite http://www.khanacademy.com die ich hierfür täglich ca. 1 h nutze ist so ausgelegt, dass man für den Fortschritt in einer Kategorie wie Algebra keine Übung überspringen kann. Sie taucht immer wieder auf, sodass man sich wohl oder übel damit befassen muss. Mit der Zeit merkt man, dass es Schwachsinn ist, eine Übung überspringen zu wollen und stellt sich der Herausforderung sofort. Ich kämpfe mich dann durch, bis ich es verstanden habe. Danach fühle ich mich oftmals tiefenentspannt, da ich das System dahinter wirklich verstanden habe. Ich lerne nicht nur eine Formel auswendig, sondern verstehe auch ihren Sinn. Mittlerweile macht mir meine tägliche Dosis Mathe sogar Spaß. Mein Halbwissen wird durch tiefgehendes Verständnis abgelöst. Nach so einer Session sehe ich sowohl in die Weite als auch in die Ferne schärfer.

Gruß

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Re: l und r: -5.75

Beitragvon Tschädeli » 16.10.2016 20:57

Guten Abend merukando

Vielen Dank für deine Antwort. Ja das mit dem Muskel- und Fettanteil finde ich auch sehr wichtig bzw. wichtiger als das Körpergewicht. Ich orientiere mich momentan mehr am KG weil mir die Zeit fehlt bzw. ich mir die Zeit nicht dafür nehme, ins Fitness zu gehen, um den Wert zu messen. Mir ist momentan die Zeit fürs Augentraining wichtiger. Aber ich denke du hast recht: bezüglich Gesundheit bringt es mehr, auf Fett- und Muskelmassenverhältnis zu achten, als auf den BMI.
Bezüglich Augentraining: Langsam merke ich, wie ich an den Punkt gelange, wo es etwas schwierig wird und es ein wenig zu kämpfen gilt. Die Motivation sinkt etwas und Gedanken kommen hoch wie "mach's dir doch nicht so schwer, statt zu trainieren, könntest du dich einfach damit abfinden, eine Sehhilfe zu tragen". Der innere Schweinehund kämpft um die obere Position. Aber bis jetzt ist es mir immer gelungen, ihn wieder ruhig zu stellen ;) Heute hatte ich mal einfach gar rein nichts mit Übungen. Das war auch super. Morgen muss ich wieder früh raus, um wieder voll ans Training ranzugehen. Fortschritte merke ich nach wie vor. Diesbezüglich habe ich zum Glück noch einige Asse im Ärmel, um meinem inneren Schweinehund die rote Karte zu zeigen. Bin gespannt, wie es weitergeht und ob die Fortschritte auf Dauer bestehen bleiben, also, dass aus einem "Klarsicht-Blitz" irgendwann ein andauernder Moment wird. Ich merke bis jetzt, dass sie immer öfter kommen. Weiter trainieren und geduldig sein. Geduld ist sowieso etwas, in dem ich mich üben muss :)
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Re: l und r: -5.75

Beitragvon merukando » 17.10.2016 23:20

Hallo Tschädeli,

ich lasse die Muskel und Fettwerte alle 3 Monate messen, wobei die Wichitgkeit dieser Werte sich mittlerweile für mich reduziert hat. Ich sehe genug Veränderungen am Körper, die mich wissen lassen, dass ich Muskelmasse dazu gewonnen habe.

Zur Geduld: Das ist eine Tugend, die ich in den letzen drei Jahren erst gelernt habe. Ist immer noch ausbaufähig

Ich denke Fortschritt kommt mit der Zeit, wenn man dranbleibt und jeden Tag aktiv etwas für den Fortschritt tut.

Viele Dinge sollten zur Gewohnheit werden, ohne dass man Entscheidungen fällen muss, ob man sie macht.

Gerade lese ich das Buch "better than before" von Gretchen Rubin, in dem es über das Formen von Gewohnheiten geht. Her erhoffe ich mir Inspirationen dafür, gute Gewohnheiten zu verstärken, schlechte nach und nach zu reduzieren und weitere zielführende Gewohnheiten einzugliedern. Bis jetzt hat es mich schon sehr zum Nachdanken und Kategorisieren meiner Gewohnheiten angeregt. Ich mag so eine Sorte Bücher sehr gern.

Gruß

merukando
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Re: l und r: -5.75

Beitragvon Tschädeli » 21.10.2016 20:42

Ich melde mich wiedermal. Bin extrem mit dem Training beschäftigt und bin wild entschlossen endlich dranzubleiben. Die Chancen stehen gut: Ich stehe nun das erste Mal 1 3/4h früher auf, um die Übungen durchzuziehen und das nun auf den Tag genau seit 2 Wochen. Es wird allmählich zur Gewohnheit und ist nicht mehr oder nur noch selten ein Kampf gegen den inneren Schweinehund. Bis heute habe ich es jeden Tag geschafft, also schon ganze 12 Tage. Zwei davon waren Pause. Die Fortschritte sind echt toll. Kann zwar noch nicht viel erkennen. Denn selbst wenn ich um 1 Dioptrie runterkommen würde, mit -4.75 sieht man ja auch noch nicht wirklich besser. Bis ich Dinge viel besser erkennen könnte, müssten es doch sicher 4 Dioptrien sein und das ist eine menge Arbeit. Aber ich habe schon extrem viele Klarsicht-Blitze. Die sind echt super und motivieren mich sehr. Ausserdem merke ich, wie die Augenmuskulatur immer stärker, flexibler und elastischer wird. Auch der Muskelkater ist immer wieder ein Zeichen, das etwas geht. Was mich besonders fasziniert, ist die anscheinende Auswirkung auf die Kiefer- und Nackenmuskulatur. Überall merke ich, wie der Körper arbeitet. Und das Palming ist eine super Entspannungsübung für die müden Augen nach dem Training oder auch sonst, wenn ich merke, dass sie erschöpft sind.

Liebe Grüsse
Tschädeli
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Re: l und r: -5.75

Beitragvon Tschädeli » 02.11.2016 23:04

So, ich bin immer noch wild entschlossen. Mein Sehvermögen schwankt inzwischen enorm stark. Den Text hier schreibe ich ohne Brille. Jedoch geht das immer nur direkt nach den Übungen. Ich hoffe sehr, dass dieser Zustand sich irgendwann mal stabilisiert. Was mich aber sehr freut, ist beispielsweise folgender Erfolg: Ich erkenne bei meinem Sprachgegenüber nun meist die Pupille. Früher habe ich die gesamte Augenhöhle nur als schwarzes Loch wahrgenommen (zum Heulen. Mal schauen, wie sich das weiterentwickelt. Der Termin für die Kontrolle steht mittlerweile und wird Ende November stattfinden. Da bin ich mal gespannt.
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l und r: -5.75 waren in Wahrheit mehr, habe Korrektur verges

Beitragvon Tschädeli » 15.11.2016 21:12

Wichtig: Ich habe vergessen, meine Angabe zu korrigieren. Meine "Startdioptrie" war -6.75 l und r. Ich war am Anfang beim Kurzsehtest. Der gab an: -6.00 Dioptrien l und r und je -0.75 Astigmatismus. Nun habe ich nächste Woche einen Termin bei einem Optikermeister, der Augenübungen anbietet. Ich freue mich sehr darauf und bin gespannt, was mich erwartet. Also nochmals zusammengefasst: Start mit -6.75 l und r (bin erstaunt, wie ausgeglichen ich bin :wink: ) und Sehverbesserungen sind vorhanden. Nach den Übungen erkenne ich auf der Sehtafel für Sekunden kurz die Zeile mit dem Snellen-Wert 20/80 und manchmal 20/70, nur weiss ich nicht genau was das bedeutet. Hat da jemand eine Ahnung wieviele Dioptrien das sind?
Naja eigentlich ist es ja egal, Hauptsache der Fortschritt ist da. Trotzdem wünschte ich, er würde sich stabilisieren... Liebe Grüsse an alle Trainierende und viel Ausdauer euch allen! :wink:
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Ausgangswert also -6.75

Beitragvon Tschädeli » 02.12.2016 16:50

Nun, ich war bei dem Optikermeister und werde wieder gehen. Es ist was ganz Anderes, die Übungen vorgezeigt zu bekommen. Er hat mich korrigiert, da ich eine der Übungen dauernd falsch ausübte. Echt schade um die ganze Arbeit. Nun ja, jetzt ist es so. Auf jeden Fall werde ich weitertrainieren. Aber ich glaube, ab und zu werde ich auch mal wieder eine Sehhilfe aufsetzen...

Noch eine Frage:
Wer kennt das Folgende?
Sonnenlicht = perfekte Sicht. Mir ist schon immer aufgefallen, dass ich draussen bei Tageslicht viel besser sehe. Nun habe ich heute das 1. Mal nachgemessen bei totalem Sonnenlicht. Und tatsächlich: Ich habe heute das 1. Mal einen Visus von 1 erreicht, währenddem ich bei Sonnenlicht geübt habe. Dieser hielt die ganze Zeit über an während den Übungen und ich war echt total begeistert. Leider nur so lange, wie die Sonne da war. Nun ist sie natürlich schon untergegangen. Und dann kam das Altbekannte: Sonne weg, Sicht weg. Und eine riesige Enttäuschung folgte, weil ich dachte, jetzt hab ichs raus. Ich frage mich heute zum 1. Mal, ob bei mir die Sehschwäche wirklich mit irgendwelchen Muskel-, Entspannungs- und Trainingsübungen trainiert werden kann. Denn wie es aussieht funktionieren meine Augen bei Sonnenlicht bestens. Wie soll ich nun meine Augen trainieren? Geht das auch auf "Lichtempfindlichkeit"? Langsam bin ich etwas am Verzweifeln, weil ich einfach nicht sicher bin, wo das Problem liegt.
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Re: l und r: -5.75

Beitragvon merukando » 02.12.2016 23:53

Wie soll ich nun meine Augen trainieren? Geht das auch auf "Lichtempfindlichkeit"?


Hallo Tschädelli,

sicher geht das.

Reduziere schrittweise die BIldschirmhelligkeit deines Laptops

Verwende weniger Licht bzw. weniger helle Lichtquellen, wenn es draußen dunkel bzw. trüb ist Ich mag z.B gerne Stehlampen oder Kerzen.

Lass Dich von den Lichtverhältnissen nicht beirren. Atme tief in die Augen ein und aus. Achte auf eine aufrechte Körperhaltung.

Gehe nachts/abends bewusst ein paar Schritte im Garten o.ä ohne Brile. Halte die Brille in der Hand zur Sicherheit. Selbst ich mit ehemals -10 Dioprien sehe nun nachts ohne Brille den Unterschied zwischen Straße und Gehweg, was für mich ein großer Fortschritt ist. Ich gehe regelmäßig nachts ein paar Schritte. Das können anfangs auch nur zwei Schritte sein. Man kann sich da langsam steigern.

Schreibe abends und morgens mit einer minimalen Lichtquelle ein paar Worte auf oder lies ein Buch. Setze die Brille erst auf, wenn du aus dem Haus gehst.

Was ich auch schon gemacht habe: ich sitze auf dem Bett, schalte das Licht aus. Erstmal sehe ich gar nichts. Nach und nach treten aber immer mehr Konturen aus der Unschärfe hervor, bis ich mich zumindest wieder im Raum orientieren kann.

Außerdem ist es so, dass ich nachts meine Augen selbst mit Brille einfach mehr anstrenge, um scharf zu sehen. Ich spanne dazu meine Augenmuskulatur an.

Palmieren wird sicherlich auch dazu beitragen, dass man auch ohne Sonnenschein schärfer sieht.

viel Erfolg

merukando
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Re: l und r: -5.75

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