Maligne Myopie

Akkomodieren, Fusionieren, Lichtbaden, Lichtblitzen, Palmieren, Visualisieren u.a.

Maligne Myopie

Beitragvon Micki » 16.11.2009 22:52

Liebe Forumsleser,
weiß jemand etwas über die sogenannte "maligne Myopie", also die "bösartige" bzw. sich immer weiter verschlechternde Kurzsichtigkeit?
Manche Menschen sind kurzsichtig, sagen wir mal, 2 Dioptrien und bleiben das ihr ganzes Leben (auch ohne Augentraining), ist zwar nicht angenehm, aber auch nicht beängstigend. Anders, wenn sich die Augen schleichend aber stetig immer verschlechtern. Ich hatte mit Anfang 20 ca. 2,5 Dioptrien, heute, 20 Jahre später sind es ca. 8 Dioptrien und ich habe nicht wirklich das Gefühl, dass ich die Verschlechterung stoppen kann, trotz unterkorrigierten Linsen, weitem Abstand vom PC usw.
Ich habe zweimal versucht, von einem Augenarzt Infos zu bekommen, - das hätte ich mir sparen können. Der erste, sogar ein Professor der Augenheilkunde!, fuhr mir fast über den Mund und meinte: "das weiß man nicht." Der zweite, den ich vor kurzem, als er meinen Augenhintergrund kontrollierte, fragte, tat so, als hätte er meine Frage überhört...toll....
Glaubt ihr, dass die Verschlechterung von einer falschen Art des Sehens kommt? Aber warum stoppt diese bei manchen Menschen und bei manchen nicht?
Für mich trifft, denke ich, auch nicht die Theorie des "nicht Sehen Wollens" zu. Ich bin eher extrovertiert, habe natürlich im Alltag auch mal Probleme, aber bin eher der Typ, der diese dann anpackt.
Vielleicht hat sich zu diesem Thema schon mal jemand Gedanken gemacht und kann mir weiterhelfen :cry:
LG von Micki
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Beitragvon maddin » 16.11.2009 23:23

für dein alter siehste noch top aus wenn des bild da von dir is *g*...
bei mir hat sichs in der pubertät auch langsam verschlechtert über so 3 jahre ca auf -0,75... aber dann is nix mehr schlechter geworden...
aber ich glaub des hilft dir nicht viel weiter...
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Beitragvon NinaBerger » 17.11.2009 07:56

Ich würde mir in einer solchen Situation überlegen, zu einem TCM-Heilkundigen (TCM = traditionelle chinesische Medizin) zu gehen und mit entsprechende Kräuterpräparate zu holen und mich nadeln zu lassen (die Behandlung dürfte einige Zeit dauern). Dann würde ich - wie in China - zwei Mal am Tag Akupressurübungen gegen Myopie machen.

Soweit ich weiß, hat die Schulmedizin nichts wirklich überzeugendes gegen maligne Myopie. Und ich würde jährlich - auf Rat des Augenarztes auch öfter - den Augenhintergrund checken lassen, weil das Risiko der Netzhautablösung erhöht ist.

Man kann Akupunkturpunkte auch mit Klangschalen oder Stimmgabeln stimulieren. Welchen Ton man nehmen sollte, richtet sich nach dem Ungleichgewicht im Körper. Es gibt auch entsprechende Ragas, die Ungleichgewichte im Körper positiv beeinflussen, wenn man sie zu der richtigen Tageszeit spielt.

LG Nina
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Beitragvon Micki » 30.11.2009 20:22

Habe folgenden Artikel im Internet gefunden. Es geht dort u.a. um die Forchungsergebnisse eines angesehenen Spezialisten für Kurzsichtigkeit.
Er hat sogar rausgefunden, dass sich die Myopie bei Hühnern verschlechtert, wenn sie korrigiert wird. Es scheinen also die "Schulmediziner" endlich auch die "Augen zu öffnen" und die Ursachen der Kurzsichtigkeit und deren Therapiemöglichkeit in Betracht zu ziehen.
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber ... 20649.html
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Beitragvon sven » 01.12.2009 18:00

Mensch Miki,

mach dich nicht verückt.

Für mich trifft, denke ich, auch nicht die Theorie des "nicht Sehen Wollens" zu.


Das trifft in jedem Fall zu kann ich dir sagen. Ich hab es bei mir auch gedacht und es ist nicht so.

Ich formuliere es mal um: "nicht Wahrnehmen wollen" spezifiziert es genauer und da liegt der Knackpunkt.

Es gibt viele Gründe:

!) Weil einem nicht gefällt was man sieht. (zu weit zu klein zu undeutlich)
2) Man kann das Problem auch ohne Sehen lösen (fühlen tasten)
3) Man ist an den Details der Umgebung nicht interessiert, die groben Umrissen reichen eigentlich.

Sehen kostet Aufmerksamkeit, dass heisst man muss seine Aufmerksamkeit von anderen Sachan abziehen!

Schöne Grüße

Sven
Schoene Gruesse

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Beitragvon Liza » 02.12.2009 15:07

Hallo Micki,

interessanter Artikel, auch wenn ich ihn nur ueberflogen habe. Habe darin eine Bestaetigung meiner Vermutung gefunden, dass es den Augen gut tut, eine Plusbrille bei Naharbeit zu tragen.

Zumindest ist es gut bei Kurzsichtigkeit, nur muss man wohl aufpassen, dass man dadurch nicht weitsichtig wird?!

Gruesse

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Beitragvon Reini » 03.12.2009 23:49

Häh...?

Genau das ist doch unser Ziel als Kurzsichtiger. "Weitsichtiger" zu werden, oder!?

Grüße
Reini
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Beitragvon Liza » 04.12.2009 09:50

Nee, das ist nicht richtig.

Weitsichtig: man sicht schlecht in der Naehe.

Kurzsichtig: man sieht schlecht in der Ferne.

Man kann sowohl weit- als auch kurzsichtig zur gleichen Zeit sein, passiert vielen aelteren Leuten.
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Beitragvon Reini » 04.12.2009 12:44

Ja stimmt, bei älteren Leuten...
Aber von uns ist ja keiner über 70, oder?

In unserm Fall wäre es nur vom Vorteil weitsichtiger zu werden, weil im unserem Alter die Linse flexibel genug ist, die beim weitsichtigem Auge hinter der Netzhaut treffenden Lichtstrahlen zu bündeln.

Weitsichtig(er) zu werden ist das Ziel!

Ich persönlich wäre lieber 2 Dioptrien weitsichtig als kurzsichtig.

Viele Grüße
Reini
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Beitragvon maddin » 04.12.2009 15:09

Reini hat geschrieben:Ja stimmt, bei älteren Leuten...
Aber von uns ist ja keiner über 70, oder?

In unserm Fall wäre es nur vom Vorteil weitsichtiger zu werden, weil im unserem Alter die Linse flexibel genug ist, die beim weitsichtigem Auge hinter der Netzhaut treffenden Lichtstrahlen zu bündeln.

Weitsichtig(er) zu werden ist das Ziel!

Ich persönlich wäre lieber 2 Dioptrien weitsichtig als kurzsichtig.

Viele Grüße
Reini


naja ich bin lieber bissl kurzsichtig weil ferne is ja eh nicht so wichtig :)
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Beitragvon Micki » 06.12.2009 21:12

@sven:
So gesehen hast Du schon recht mit dem "nicht sehen wollen". Es ist mir manchmal einfach zu mühsam...
Ich wollte in meinem posting nur sagen, ich verdränge normalerweise keine Probleme, was ja auch auf die Augen schlagen kann.

Was ich in den letzten Tagen -auch u.a. mithilfe der Lektüre des Bates-Buches herausgefunden habe, ist:
es ist eigentlich egal, ob man viel oder wenig Naharbeit macht, liest, am PC sitzt, wichtig ist nur, dass man die Augen nicht verspannt.
Augenübungen, Unterkorrektur, Fokusieren etc. bringt (mir) nur etwas, wenn die Augen dabei entspannt sind.
Ich bin ja Musikerin und sitze jeden Tag mehrer Stunden am Klavier. Ich habe herausgefunden, dass sich bei schwierigen, anstrengenden Passagen auch meine Augen anspannen. Ich versuche also jetzt, Augenübungen nicht in meiner Freizeit zu machen, sondern während des Übens.
Interessant fand ich in diesem Zusammenhang auch immer, dass manche sagen, ihre Augen würden sich am PC verspannen. Ich vermute auch hier, dass eine Anspannung während der Arbeit auch die Augen anspannt und ermüdet. Bei mir ist nämlich das Gegenteil der Fall:
PC bedeutet für mich "Freizeit, Spaß, Entspannung" und ich habe meine klarsten Momente und größten Seherfolge am PC.

LG
Eure Micki
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Beitragvon sven » 07.12.2009 02:01

Hallo Miki,

ich denke du unterliegst dem selben Fehlschluss dem auch alle anderen unterliegen die Bates gelesen haben. Es ist nicht wichtig was mit den Augen ist, sondern mit dem Geist.

Wenn der Geist mit etwas beschäftigt ist und Probleme löst kann er nicht sehen und dann machen die Augen nichts. Das nennt Bates mentale Anstrengung bzw auf Englisch "Mental strain".

Bei den Beinen ist es genauso. Wenn dein Geist immer mit etwas beschäftigt ist kann er den Beinen nicht sagen, dass sie laufen sollen und sie werden schwach. Wenn die Beine müde werden ist es ein Zeichen der Benutzung und auf jede Müdigkeit folgt eine Kräftigung.

Ich denke wenn du wie alle nach Anspannungen in den Augen suchst die du lösen willst wirst du nicht weit kommen.

Nicht das ich am Ziel wäre, aber ich weiss genau, dass dieses nicht der Weg ist.

Ich weiss auch ganz genau was du mit zu mühsam meinst. Genau das meine ich mit dem "nicht sehen wollen".

Ich hab das mit dem Sehen zwar noch nicht geschafft, aber ich habe mir schon viele andere Sachen autodidaktisch beigebracht.

Im Moment ist es zB das Laufen (Langstrecke, hohe Geschwindigkeit). Ich habe gelernt, dass es immer wieder auf dasselbe rausläuft.
Es gibt Gefühle, die einem extrem unangenehm sind und die einem am schnelleren Vorwärtskommen hindern. Sie werden in das unbewusste verdrängt und aus dem Bewusstsein ferngehalten und als Schmerzen oder Anstrengung eingestuft.

Wenn ich diese Gefühle aus der Verdrängung hole und in mein Bewusstsein lasse nenne ich das "Entspannung" dann wird es erstmal richtig unangenehm, aber dann geht es sehr gut vorwärts und aus den ehemaligen Schwächen werden Stärken, nur dadurch das ich die Schwäche ins Bewusstsein lasse. Also je mehr ich schwach sein kann desto stärker werde ich. Entspannung hat in dem Zusammenhang NICHTS aber auf gar NICHTS mit Muskel zu tun.

Mit der Methode Schmerzen und unangenehme Gefühle ins Bewusstsein zu holen und einfach laufen zu lassen konnte ich schon viele Probleme und körperliche Beschwerden bei mir heilen und ich glaube mitlerweile, dass es der Universalschlüssel für alle Probleme und Krankheiten ist. Ich denke es ist das was Bates mit "Central fixation" oder "Zentraler Fixation" meint.

Schöne Grüße

Sven
Schoene Gruesse

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Beitragvon Martin/T. » 07.01.2010 18:10

Ja, so ist es, Micky, wer den Schaden hat, braucht für den Sp..., ach nein, für die gutgemeinten Erklärungen, warum man selbst für alles verantwortlich ist, - bekanntlich nicht lange zu sorgen.

In dem Artikel, den Du uns verlinkt hast, wird ja deutlich gesagt, dass die krankhafte (progressive) Myopie auf einer Stoffwechselstörung beruht. Das somit prinzipiell feststellbar sein (im Gegensatz zu dem, was Dein schlauer Prof. da doziert hat); die Frage wäre höchstens, ob man so was überhaupt wissen will ...

Aber in den meisten Fällen ist - meines (unmaßgeblichen) Erachtens - die Genetik ein Kodeterminator, nicht mehr und nicht weniger. Es kommt darauf an, an dem "Hebel", den man selbst zur Verfügung hat, "stärker zu drücken" als das Schicksal am anderen Ende. Dass da nicht alle gleiche Voraussetzungen haben, ist auch klar. Wie überall im Leben. :cry:

Ich finde diese Theorie vom Nicht-Sehen-Wollen interessant, aber auch sehr heikel und trugschlüssig. Was mit diesem Fehler gemeint ist, sehe ich eindeutig und mit Überzeugung im Mental-Psychischen, und keineswegs in der Gedächtnisleistung. Bates jedenfalls spricht auch ziemlich deutlich davon, dass der "mental strain" eine Falle ist, die vom Geist dadurch ausgeht, dass man meint, zum Sehvorgang bewusst etwas (verbessernd) beisteuern zu können/müssen, wo das doch nur verschlechternd wirkt. Das richtige Sehen fordert überhaupt keine Bewusstseinsanstrengung, sondern nur das Erkennen. Jedes Kind weiß das, zumindest jedes normalsichtige.

Allerdings denke ich nicht, dass eine solche mental-psychische Einstellung, die zum "mental strain" und damit zur Kurzsichtigkeit, tendiert, einfach mit extrovertiert/introvertiert zusammenfällt, weil diese Eigenschafte an sich noch nichts mit "innerer Verkrampfung" zu tun hat. ("personality of strain", vgl. etwa das drittletzte Bild in Bates IX. Kapitel)

:wink:
Zuletzt geändert von Martin/T. am 07.01.2010 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Martin/T. » 07.01.2010 19:01

sven hat geschrieben:ich denke du unterliegst dem selben Fehlschluss dem auch alle anderen unterliegen die Bates gelesen haben. Es ist nicht wichtig was mit den Augen ist, sondern mit dem Geist.

...


Sven, nimm's nicht persönlich [edit: das ist natürlich eine dumme Floskel, was ich meinte: "nimm mir's nicht übel", klar ist die Sache auch persönlich], aber ich will jetzt mal zur Sache reden:

Ich finde jedesmal "faszinierend", wie Du es schaffst, ein ganzes Gebäude an Theorie über die Kurzsichtigkeit aufzubauen, das fundamental ohne den Parameter Entfernung auskommt. (und damit zusammenhängend Dioptrien, Muskeltonus ...)

Was ich meine: Es gibt wenig Menschen, die unwilliger wären als ich, die Details ihrer Schnürsenkel mental in sich aufzunehmen, während sie sich die Schuhe zubinden. Ich habe wenig Drang, das zu ändern. Ich weiß, das ist Teil einer fahrigen Lebenseinstellung', die mich in anderem Zusammenhang auch belastet. Aber mit Sicherheit nicht beim Augentraining. Ich weiß nämlich, dass, wenn ich es wollte, ich die Fasern in meinen Schürsenkeln jederzeit deutlich fokussieren könnte. Deutlicher, als etwa mit den Zweigspitzen am Weihnachtsbaum, die auch nicht kleiner sind, die ich aber aus einer Entfernung sehe, wo ich in schlechten Momenten links verwaschenes Bild habe.

Was in aller Welt hat das mit meiner Gedächtnisleistung zu tun?!?!

Ich habe keinen Zweifel, dass Du jeden Wettbewerb ums Detailerinnern nach Alltagssituationen gegen mich gewinnen würdest. Aber zu einem echten Sehtest aus Schnürsenkelentfernung (oder gar mehr) gegen Dich anzutreten, da würde ich mich schon was schämen. :!: :!:

:|

Du schreibst, "nicht sehen wollen" hieße besser "nicht wahrnehmen wollen". Ja, aber das ist eben der Punkt, dass das etwas ganz Verschiedenes ist. Was "scharf Sehen" ist, ist physikalisch hinreichend eindeutig definiert, auch wenn es biologisch natürlich höchstens approximiert wird; es gibt überhaupt keinen Grund, hier mit einer eigenen Definitionen daherzukommen, die subjektive Faktoren wie Detailerwartung hineinbringen. Was ich aus dem Bild mache, ist die andere Frage, aber deshalb kannst du doch nicht sagen, das Bild wäre nicht da oder wäre nicht scharf, wenn ich seine Details ignoriere.

Natürlich baut sich das Bild flächig, detailliert und erinnerungsprägend nur in mir auf, wenn ich die Aufmerksamkeit beim Sehen habe. Aber wir sprechen hier von einem Abbildungsfehler, der ab einer bestimmten Entfernung auftritt und darunter überhaupt nicht da ist. Wir sprechen nicht von so etwas wie einem Degenerationsleiden, das z.B. die Beweglichkeit der Augen (und damit die Fähigkeit, schnell und umfassend sehen) herabsetzt, weil sie zu wenig benutzt worden wären. Wenn wir davon sprechen würden, fände ich Deine Theorie interessant; so wie die Dinge stehen, finde ich sie befremdend.

Warum in aller Welt soll den der berühmte Buchmensch, der über die Naharbeit kurzsichtig geworden ist, sein Interesse an (oder seine Verarbeitungskapazität für die) Details verloren haben?! Das Gegenteil ist doch wohl oft der Fall. Er fängt zwar irgendwann an, in der Ferne gar keine Details mehr zu vermuten, aber doch deswegen weil er sie schlechterdings nicht mehr erkennt. Nur um dann verwundert nach der ersten Brille zu entdecken, wie die Welt wirklich aussieht!

Zitat aus Mickys Link:

Der größte Risikofaktor für Kurzsichtigkeit ist dabei Naharbeit, also jede Tätigkeit, die das Auge zu stundenlanger Nahsicht zwingt. Damit lassen sich die Zahlen aus Asien interpretieren: Hier lesen die Kinder bereits ab drei Jahren – „und natürlich nicht unser lateinisches Alphabet, sondern Hunderte von schwierigsten Schriftzeichen.“

Sven, dass Du durch welche Technik auch immer vorübergehend "gute Momente" herstellen kannst, finde ich schön und vielversprechend. Das geht ja auch den meistens so, hier. Meines Erachtens sind das tatsächlich Momente besserer Refraktion. Und meines weiteren Erachtens zeigt die auch von Dir bestätigte Erfahrung, dass solche Momente fast immer genau bis zum nächsten Blinzeln anhalten, dass da Dein Auge es ist (dritte Person), und nicht etwa Du, was/wer da besser funktioniert. Aber eine stetige Verbesserung des Normalzustandes, des Nullniveaus, der durch die Schärfe beim anstrengungslosen Sehen definiert ist, bis zur Normalsichtigkeit herbeizuführen, darum geht es uns hier eigentlich.

Wenn Du aber meinst, Du bist auf diesem Weg, frage ich mich langsam ernsthaft, warum Du das nie einmal beim Optiker nachmessen lässt. Bzw. sogar bei mehreren, weil ein Test ja tatsächlich nicht immer objektiv ist.

Solange Du das nicht tust, ist meine Botschaft an Dich, dass der Weg, den Du wählst zwar nicht der Weg der Mehrheit ist, die ihre Sehfehler bekanntlich eher nicht in den Griff bekommen, aber auch nicht der Weg in die Gesundheit, sondern wahrscheinlich in den Nervenzusammenbruch.

Du hattest mit Deinem "Universalschlüssel" viele Erfolge. Wunderbar. Gratuliere. Verpass aber bitte den Moment zum Innehalten nicht, wenn Du an eine Schranke stößt, die überhaupt nichts mit einer Tür zu tun hat. Sondern mit dem Horizont einer Lebenseinstellung.

(Oder beweise mir, dass Du weiterkommst.)
:)
Zuletzt geändert von Martin/T. am 07.01.2010 21:47, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon Martin/T. » 07.01.2010 19:06

maddin hat geschrieben:für dein alter siehste noch top aus wenn des bild da von dir is *g*...


Nun, und diese Bemerkung übergehen wir mal am besten, mit peinlich berührtem Schweigen.

Vielleicht bin ich wohl auch einfach nur zu "altmodisch" - für mein Alter. (immerhin auch schon "Bravo-Generation")

(Verzeihung, hab heut meinen Moralischen. Soll aber auch manchmal ganz nützlich sein. :predigt: )
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