Mein Tagebuch zum Augentraining (schwachsichtiges Auge)

Hier ist Platz für alle kleinen und grossen Erfolge auf dem Weg zur Verbesserung der Sehleistung. Ausserdem könnt ihr euch hier vorstellen.

Re: Mein Tagebuch zum Augentraining (schwachsichtiges Auge)

Beitragvon merukando » 18.09.2017 05:54

Hallo Serefos, das sind tolle Fortschritte. Glückwunsch!

Mich würde interessieren, ob sich Dein Gesicht insgesamt verändert hat. Sind beide Augen nun etwa auf gleicher Höhe? Sind beide Nasenlöcher nun etwa gleich groß?


Gruß

Melanie
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Re: Mein Tagebuch zum Augentraining (schwachsichtiges Auge)

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Re: Mein Tagebuch zum Augentraining (schwachsichtiges Auge)

Beitragvon Serefos » 28.09.2017 19:49

merukando hat geschrieben:Hallo Serefos, das sind tolle Fortschritte. Glückwunsch!

Mich würde interessieren, ob sich Dein Gesicht insgesamt verändert hat. Sind beide Augen nun etwa auf gleicher Höhe? Sind beide Nasenlöcher nun etwa gleich groß?


Gruß

Melanie


Hallo :)

Ich hatte im Frühjahr eine Operation um die Nasenscheidewand begradigen zu lassen und Nasenmuscheln zu verkleinern und somit insgesamt mehr Luft zu kriegen. Gefühlt hatte ich früher links keine Luft bekommen oder nur sehr wenig. Derzeit würde ich sagen bekomme ich links (wo auch das schwächere Auge liegt) besser Luft als rechts. Kann in meinem Fall nicht bestätigen, dass die größe der Nasenlöcher einen EInfluss hat, denn vor der OP war das linke Nasenloch größer als das rechte und jetzt ist das rechte Nasenloch größer.

Die linke Augenbraue ist wie gewohnt ein wenig höher bei mir :D Wüsste auch nicht wie ich das beeinflussen sollte? Ist also alles wie vor einem halben Jahr.
Die Augenhöhe ist in etwa gleich, fällt mir aber um ehrlich zu sein schwer das mit früher zu vergleichen.

Der Kiefer wurde durch eine feste durchsichtige Zahnspange für Erwachsene gestärkt und entlastet. Zähne sind viel gerader, aber die Verschiebung des Kiefers um den einen Zahn findet erst ab jetzt das nächste halbe Jahr statt.


Bei Stabilitätsübungen hingegen hat sich einiges getan. Ich stehe deutlich sicherer auf den Beinen auch wenn da noch mehr geht.

Hoffe ich konnte dir weiterhelfen :)

Lg Serefos
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Re: Mein Tagebuch zum Augentraining (schwachsichtiges Auge)

Beitragvon merukando » 29.09.2017 09:53

Sehr interessant, Serefos.

Danke für die ausführliche Antwort.

Bei mir verändert sich gerade eine Augenbraue, die zuvor auch höher stand.

Ich habe sie selbst nach oben gezogen, ohne es zu spüren. Dazu habe ich gleichzeitig die Schulter auf dieser Seite hochgezogen. Ebenfalls ohne es zu spüren.

Durch einen täglichen Zopf, Verwendung eines Kamms statt Bürste und Gesichtsmassage mit einem Bambushandschuh (morgens und abends) kriege ich schrittweise mehr Gespür in den Augen und deren Umgebung. Es hilft mir auch ein Stofftaschentuch statt eines Tempos zu verwenden, da dadurch mehr Reibung auf der Haut der Nase entsteht. Außerdem reinige ich die Nase nur noch sanft, indem ich jeweils ein Nasenloch geschlossen halte.

Weiterhin nehme ich nur noch kleine Bissen, etwa die Größe eines Teelöffels zu mir, ich kaue sie und schlucke sie bevor der nächste Bissen kommt. Wenn ich zu viel im Mund habe und Essen in die Backentaschen schiebe, wirkt sich das bei mir sehr negativ auf die Sehkraft aus.

Gruß

Melanie
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Re: Mein Tagebuch zum Augentraining (schwachsichtiges Auge)

Beitragvon Serefos » 03.10.2017 20:42

Ich versuche ja einen möglichst guten Weg zu finden um Amblyopie zu beseitigen. Vielleicht gibt es Leidensgenossen die aus meinen Versuchen etwas für sich schließen können.
In meinem Fall fällt es auf der einen Seite schwer zu glauben, dass Amblyopie bei 0,25 dioptrien überhaupt vorhanden ist. Auf der anderen Seite sind gerade diese letzten paar cm sehentfernung die fehlen ziemlich schwer. Ich hatte Semesterferien und konnte ein wenig rumexperimentieren und möchte im Folgenden meine Erkenntnisse aufschreiben:

Das Abdecken des Auges über einen längeren Zeitraum bringt keinen Mehrwert! Ich habe irgendwo gelesen, ( ich denke es war der Link: http://www.augeninfo.de/leit/leit26a.pdf) dass es keinen größeren Vorteil gibt wenn man das Auge länger als 6 Stunden abdeckt. Die Ergebnisse/Fortschritte waren in diesem Fall die selben. Empfohlen wird glaube ich laut der Leitlinie ein Abdecken von ca. 2 Stunden.

Im Selbstversuch habe ich das gute Auge nun komplett für 3 Tage ( 72 Stunden abgedeckt). Ich habe alles Sehen in der Nähe verhindert und habe selbst zum Filme schauen den Bildschirmum ca. 2 Meter nach hinten geschoben um das Auge arbeiten zu lassen. Allein pro Tag gab es mehrere Ruhephasen von jeweils einer halben Stunde. Also es waren drei ganz klassiche "so ich mach jetzt nur mal was für die Sehkraft"-Tage. Weiterhin habe ich verschiedene Übungen gemacht die größtenteils auf den Methoden von Norbekov beruhen. Es gab ganz deutlich Fortschritte und ich konnte auch Zeile für Zeile festigen, aber sobald ich am letzten Tag die Okklusion beendete, fingen meine Augen an zu spinnen. Das Abgeckte Auge sah alles extrem hell und auch sehr sehr stark, während die so eben noch durch Norbekov gewonnene Zeile am schwächeren Auge wieder anfing zu verblassen.

Ich komme zu dem Schluss, dass das gute Auge nicht komplett ausgeschaltet werden sollte und eher versucht werden sollte die von Susan R. Barry in Fixing my Gaze beschriebenen Nervenzellen im Wechsel zu aktivieren. Also beispielsweise Okklusion für 2 Stunden ( nur Neuron des schwächeren Auges ist aktiv). und dann normale Sicht (beide Nervenzellen sind aktiv plus die Nervenzelle zum Fusionieren). Um sich das ganze besser vorzustellen auch hier ein Link: http://www.stereosue.com/wp-content/uploads/2012/02/Figues-for-Fixing-My-Gaze.pdf - dort "Figure 6.3: Panum’s fusional area".

Fürs erste bin ich froh um die Erkenntnisse aber auch ein wenig betrübt weil ich mir echt mehr erhofft hatte.

Meine nächsten Projekte sind: Norbekov - mit ganz klarem festigen der Arbeitszeile
und 3D-Tetris :D

Achja im Übrigen die Sicht ist durch das dauerhafte Abdecken schon besser geworden aber es gibt meiner Meinung nach deutlich gesündere und effektivere Methoden. Nach der bahnbrechenden Methode halt ich solange erstmal noch weiter Ausschau.
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Re: Mein Tagebuch zum Augentraining (schwachsichtiges Auge)

Beitragvon Serefos » 15.06.2018 10:48

Nach über einem halben Jahr wird es mal wieder Zeit was zu schreiben.
Norbekov hat sich als eine Art "Basis-Schaffer" herausgestellt. Die Psyche ist klar und man ist deutlich besser gelaunt. Wenn man merkt dass es an der Psyche liegt, mit dem nicht weiterkommen, mag Norbekov top sein, bei mir hatte das ganze aber irgendwann keine Wirkung mehr. Mag sein, dass es eventuell sogar so ist, da ich hauptsächlich nur ein Auge trainiere. Wenn man den ganzen Tag mit beiden Augen trainierend mit einer Grinsebacke rumläuft kann das vielleicht alles besser funktionieren.

Mittlerweile bin ich zu den eher klassichen Verfahren des wegtrainierens einer Amblyopie übergegangen und habe viel Augenklappen/Augenpflaster verwendet.
Ich hab dazu ja schon ein paar Beiträge gepostet. Man sollte mindestens 2 Stunden das stärkere Auge abkleben und das auch durchgehend so lassen. Eine Steigerung auf 6 Stunden pro Tag ist sinnvoll und hilft, darüber hinaus ist der Effekt zu gering. Also versuchen 6 Stunden Augenklappe zu tragen und dabei interessante Sachen zu machen/ zu schauen, gerne auch mit Brille. Letztendlich geht es ja darum dass das Auge aktiviert wird. Ich habe noch ein zwei andere sehr spezifische Übungen rausgefunden die mir geholfen haben den Fortschritt besser zu beobachten, dazu schreibe ich aber mal später genaueres.Vorab kann ich aber schonmal schreiben, dass es um den Wechseln von der Nutzung des einen Auges zu dem anderen geht, ohne dabei das stärkere abzukleben/zuzudecken.

Ansonsten war ich heute beim Orthopäden und habe mich mal einrenken lassen, war alles krumm und schief (vor allem rechts) und jetzt ist es endlich wieder locker.
Kann ich nur empfehlen, Kostenpunkt bei mir ca. 120-150 €. Hat sicherlich auch einen Einfluss, wenn man sich wieder das ganzheitliche System des Körpers anschaut.

Allgemein komm ich jetzt in eine Phase wo ich mir sage, dass ich Geld für das ganze Thema ausgeben werde. Die Augen sind fast gleich, aber das letzte Stückchen bereitet noch leiche Probleme und ich will das ja sehr nah aneinander ranbringen. In Relation habe ich links vielleicht 85 bis 90 Prozent der Sehleistung von rechts (gefühlt, weil so messen kann man das gar nicht). Ich werde jetzt zu einem Heilpraktiker gehen und dort ein paar neue Verfahren ausprobieren. Budget möchte ich etwa da anlegen, was man auch für eine Lasik-Op ausgeben würde. Also ca. 800 €. Naja und dann einfach mal weiterschauen, bin da aber ganz guter Dinge

lg und bis zum nächsten Post :D
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