normosensorisches Spätschielen

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normosensorisches Spätschielen

Beitragvon sonjadi » 03.04.2016 16:09

Hallo!

Ich hab mich gerade hier angemeldet weil ich ziemlich planlos bin. Diese Woche wurde bei meinem Sohn normosensorisches Spätschielen diagnostiziert. Ich hab leider den Befund noch nicht so ganz entziffert, aber er hat auch eine ziemliche Hornhautverkrümmung. ich hab das jetzt für mich so interpretiert, dass er wohl, da er so schlecht sieht, vor lauter Anstrengung zu schielen begonnen hat. Und zwar ziemlich genau um den 4. Geburtstag rum (Nov 2015), das konnten wir mit HIlfe von Fotos feststellen.

Mit einem Jahr hatten wir alles gut kontrollieren lassen, weil bei meinem Bruder sich scheinbar als Kind ein AUge nicht mit dem GEhirn verknüpft hat.

Ich bin mal so frei und schreib hier einfach die Diagnose rein, vielleicht kann mir ja wer damit helfen?

Diagnosen
LA Strabismus convergens (heißt wohl Innenschielen des linken Auges)
LA Amblyopie
R/L hoher AStigmatismus
R/L Hyporopie

Subj.Refr. (was heißt das?):
F R 0.00 = 0,4
F L 0.00 = 0,2
FERN-VISUS mit E-Haken (das war wohl dieser Test mit den liegenden/stehenden "E"s. aber was bedeutet 0,4 und 0,2?

Obj. Refra:
R +3.25 -4.25 5
L +3.25 -5.50 3
(Autorefraktometer in Miosis) (bei enggestellten Pupillen?)

R +5.75 -3.75 4 Cyclolat
L +7.00 -5.00 178 Cyclolat
(Autorefraktometer in Mydriasis) (also bei weitgestellten Pupillen?) Was hat das zu bedeuten?

Sehschule
Cover: Strabismus convergens sinister.
RA Hornhaut-Reflex zentriert, LA am temporalen Pupillenrand. (Das versteh ich, das sieht man ja auch gut)
Lang-Stereo-Test negativ. (das war ganz offensichtlich, da hat er nix gesehen. bei der U7a hat er das aber noch. dieses Lichtkreuz, das Schielende aber eigentlich nicht sehen können, hat er gesehen).

Mich würde auch noch interessieren, was die Werte bedeuten, also bei Obj. Refra bzw. wieso die Brille nach "Autorefraktometer in Mydriasis" angefertigt wird, was die Zahlen hintendran bedeuten (5, 3, 4, 178) ...

Das wär mal das Grundsätzliche.

Jetzt kommen die eigentlichen Fragen: Der Arzt hat Janosch sofort für eine OP angemeldet, weil er meinte, das Gehirn hat gute Chancen, sich wieder ans Stereosehen zu erinnern, wenn sofort eine operative Korrektur stattfindet. Ich wär da eher vorsichtig und wollte Alternativen finden. Da bin ich auf das Augen-Training gestoßen und hoffe jetzt, hier jemanden zu finden, der uns weiterhelfen kann. Wir sind ziemlich am Ende .. :/

Brille haben wir jetzt schon bestellt. Augenarzt empfiehlt außerdem das Abkleben eines Auges. 4 Tage (oder Halbtage) das gute (also rechte) Auge zukleben. Einen Tag offen lassen.

Einen herzlichen Gruß,

Sonja & Sohnemann
sonjadi
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Re: normosensorisches Spätschielen

Beitragvon peddy » 06.04.2016 07:15

R +3.25 -4.25 5
L +3.25 -5.50 3
(Autorefraktometer in Miosis) (bei enggestellten Pupillen?)

R +5.75 -3.75 4 Cyclolat
L +7.00 -5.00 178 Cyclolat

Am ersten Wert erkennt man, wie stark man kurz- oder weitsichtig ist. +3,25 bedeutet dann 3,25 Dioptrien weitsichtig. Der zweite Wert ist die stärke des Astigmatismus (Hornhautverkrümmung). Die dritte Wert gibt an, auf welcher Achse (in Grad) der Asti liegt.

Die Öffnung der Pupille beeinflusst die Brechkraft des Auges. Du kennst vielleicht den Trick, wenn man ein Loch durch ein Stück Papier pickst und hindurch schaut, wird alles schärfer. Ähnlich verhält es sich mit der Pupille, was auch die unterschiedlichen Messwerte erklärt.

Ich kann verstehen, wenn ihr erst einmal vor einer OP zurückschreckt. Das sind Eingriffe, die man gerne vermeiden möchte, wenn es geht. Auf jeden Fall möchte man sich aber sicher sein, dass richtige zu machen. Daher würde ich mir immer mehrere Meinungen von Fachleuten einholen. Neben einem weiteren Arzt, könntest du auch einen Funktionaloptometristen konsultieren. Der betrachtet das Sehen ganzheitlicher und untersucht auch die Ursachen von schlechten sehen und verschreibt nicht einfach nur eine neue Brille.
Liebe Grüße
Patrick
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