PC- Feind der Augen?

Für alles, was woanders nicht hinpasst.

PC- Feind der Augen?

Beitragvon Darem » 27.06.2012 19:44

Letztens meinte mein Optiker, dass Computer sehr schädlich für die Augen sind und dadurch sich das Sehen verändert. Tja, da ich nunmal Optikern sehr wenig glaube, stelle ich es hier in den Raum um zur Diskussion azuregen. Dass beim Computerkonsum der Lidschlag langsamer wird ist klar, dadurch werden die Augen schneller trocken und habe kürzere Abschattungsmomente. Das Auge passt sich auch noch dem Nahbereich an. Aber bedeutet das - das Auge wird schlechter? Ich würde mich wirklich über hilfreiche Antworten freuen, da dieses Thema mit Sicherheit auch ein Wichtiges in Zukunft sein wird!
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Beitragvon Nicole » 28.06.2012 00:23

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Beitragvon Flo » 28.06.2012 08:40

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Beitragvon Nicole » 28.06.2012 10:54

Ich finde das überhaupt keinen Unsinn!

Denn Studien zufolge wird ein
Mensch um so eher kurzsichtig, je mehr "Naharbeit" er verrichtet.
Ein starker Schub ist zum Beispiel in Prüfungszeiten zu beobachten.


Aus einem Buch eines deutschen Augenarztes um 1930:

Der Zweck vorliegender Schrift soll sein, die Möglichkeiten darzulegen, die gegeben sind, um den ständig zunehmenden Augenerkranungen und Erblindungen vorzubeugen, die heute so viele Menschen, oft noch in den besten Jahren, zur Untätigkeit verurteilen.
[...]
Die Ursache für die sich mehrenden Erkrankungen der Augen liegt in vielen unabänderlichen Bedürfnissen dieser Zeit begründet. In den industriellen Betrieben sind es nicht nur die häufig ungesunden Gase, die große Hitze, die dem Auge wie dem ganzen Organismus schädlich werden; in erster Linie ist es die sogenannte Naharbeit, die für das menschliche Auge, das in seinem natürlichen, entspannten Zustand für das Sehen in die Ferne eingestellt ist, zur dauernden Schädigung wird.
Es sind die feinen Handarbeiten, die genaues Fixieren auf nahe Entfernung erfordern, vor allem aber ist es das Lesen und Schreiben, das, wie wir sehen werden, oft schon dem kndlichen Auge zum Verhängnis wird, namentlich auf den höheren Schulen, wo die Kinder gezwungen sind, während ihrer Entwicklungsjahre viele Stunden des Tages über Bücher und Schreibereien gebeugt zu verbringen.
Und wie viele Eltern, die gerade nur mit Mühe und Not die Kosten dafür aufbringen können,lassen ihre Kinder das Gymnasium besuchen!
Hinzu kommt, dass die Abiturientenreife heute für zahlreiche Berufe verlangt wird, die früher ohne diese ausgeübt werden konnten.
[...]
Nachweisbar kommen jedoch schon 3 bis 7% der Kinder kurzsichtig zur Schule.
[...]
Weiter lässt sich nachweisen, dass 35 bis 45% der Jugendlichen als Kurzsichtige das Gymnasium verlassen.


Und dann gibt es noch eine Studie aus China:

Pattern of myopia progression in Chinese medical students: a two-year follow-up study.
Lv L, Zhang Z.
Source

Medical Physics Department, Weifang Medical University, 7166 Baotong West Road, Weifang, Shandong, People's Republic of China, 261053.
Abstract
OBJECTIVE:

To estimate myopia progression during a 2-year period in a cohort of medical students in mainland China.
METHODS:

A 2-year longitudinal study was performed among 2,053 Chinese medical students (mean age 18.27 years, 1,057 females and 996 males) with their refraction measured at the start and the end of this study by autorefraction in cycloplegia. Information about the students' age, gender, home origin (urban or rural), and eye history was obtained through a questionnaire.
RESULTS:

The overall prevalence of myopia increased significantly from 78.5 % to 84.1 % (P < 0.001, right eye) and the mean refractive error increased significantly from -2.52 ± 2.13 D to -2.84 ± 2.16 D (P < 0.001, right eye) over the 2 years. The rural students had a significantly greater increase in prevalence of myopia and the refractive error towards myopia than the urban ones (P < 0.01 and 0.001 respectively). Females had a significantly faster myopic shift than males (P < 0.001). Participants with myopia initially showed the fastest myopic shift among the initial refractive groups. The relationship between the initial refractive error and the myopic shift remained significant after adjusting for sex and home origin (P < 0.05).
CONCLUSIONS:

Myopia progressed as increase in prevalence of myopia and change in refraction towards myopia in this study population. Participants who were more myopic at baseline were more likely to have myopia progression. Female and rural participants had a faster myopic shift compared to male and urban ones, respectively.

PMID:
22678717
[PubMed - as supplied by publisher]


Studenten aus ländlichen Bereichen in China wurden schneller/mehr kurzsichtig wenn sie ein Studium aufnahmen, als ihre Kommilitonen aus der Stadt.

Und nun sag einer, das alles hätte mit Naharbeit nichts zu tun.

Unsere Augen sind für das Sehen in die Ferne gemacht - nicht für die permanente Nähe. Und auch nicht für geschlossene Räume mit wenig Tageslicht/Sonne.
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Beitragvon Darem » 28.06.2012 11:07

Danke Nicole!

Aber sowas meine ich! Wer von euch beiden (Nicole, Flo) hat denn nun recht? Es ist absolut schwer zu entscheiden, was stimmt und was nicht, wie man sich verhält und was man unterlassen sollte (am PC) etc.






Ich poste mal hier diesen Link mit rein, auch wenn er nicht unbedingt was damit zu tun hat: http://www.uak.medizin.uni-tuebingen.de ... Myopie.pdf
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Beitragvon Flo » 28.06.2012 19:36

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Beitragvon Nicole » 28.06.2012 20:30

Im Sinne von:

Eher für ständig in die Ferne als ständig in die Nähe.

Man hat auch beobachtet, dass Haustiere, die ständig in Häusern oder Wohnungen leben, kurzsichtig werden.

D'accord ?
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Beitragvon Flo » 28.06.2012 20:39

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Beitragvon moobe » 02.07.2012 12:02

Hi,

dass man theoretisch genug Naharbeit machen kann und dies alles interessant sein muss, damit die Augen ihre Sehstärke beibehalten, leuchtet mir im Zusammenhang mit dem "mental strain" ein. Ich könnte tausende Buchseiten am Stück lesen, solange ich mich wohl fühle und dies als absolutes Optimum empfinde (so sieht die Sache aus, wenn man Bates richtig versteht/interpretiert). Bates selbst schreibt auch über eine, die ihre Bücher immer auf einmal durchgelesen hat und ein perfektes Gedächtnis hatte und ihre Augen super gut waren.


Doch PC ist nicht gleich Buch. Die elektromagnetischen Wellen, die wir beispielsweise von der Sonne kennen sind beispielsweise ganz andere als die, die "künstlich" auf dem Monitor erzeugt werden. Frequenzen sind ganz anders und ungewohnt, die Strahlung ist generell auch viel energiereicher und hat deutlich höhere Frequenzen als Sonnenlicht.

Daher denke ich, dass man das beides nicht miteinander vergleichen kann. Es kann sein, dass man es heute noch nicht weiß, dass aber diese Strahlung innerhalb des Auges beispielsweise nicht gut für die Netzhaut ist, da etwas kaputt macht. Denn unsere Sensoren für die ankommenden Photonen ( "Zäpfchen" und "Stäbchen" genannt) können genau die Art von Strahlung aufnehmen, bei der die von der Sonne kommenden Strahlung ihr Maximum hat. Für die Physiker:
Der von uns gesehene Teil des elektromagnetischen Spektrums reicht von etwa 380 nm bis 780 nm Wellenlänge. Dies entspricht Frequenzen von etwa 789 THz bis 385 THz.


Bei Fernsehern gibt es aber auch Unterschiede. LCD ist beispielsweise besser als Plasma (laut dieser Studie nicht, aber sie geht von falschen Grundannahmen aus):

http://www.hifi-regler.de/panasonic/pla ... ndlich.php



Wahrscheinlich gilt es noch so vieles zu entdecken und zu verstehen über den menschlichen Organismus. Leider gab/gibt es genug Pioniere, die schon lange, bevor gewisse Dinge bekannt waren, scheinbare Paradoxen aufgelöst haben, so wie es wohl unser Bates getan hat...

Was ich damit meine: Bis Hüllakkomodation durch technische Geräte festgestellt werden kann, wird noch viel Zeit vergehen, aber es gibt /gab bereits Menschen, die diese Theorie in sich schlüssig und ohne Widersprüche bereits bewiesen haben. Und dies gilt nicht nur für die Augen.



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Beitragvon 300er_Diesel » 07.07.2012 01:18

Man kann zuerst die Frage stellen, von wem solche Studien stammen. In diesen Fall wie fast immer - Schulmedezin. Da sollte mit Vorsicht ran gehen, weil sie gerne auf äußere Einflüsse die Schuld zuweisen und entsprechend wird von außen hin behandelt, wie Brille und Kontaktlinsen.

Augenärzte und Optiker die schulmedezinisch ausgebildet worden sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen, da sie mit falschen Wissen behaftet worden sind.

Eine Fehlansicht der Schulmedezin ist, dass sie das Auge wie ein Mechanismus angesehen wird und vom Körper abgetrennt ist. Es ist aber das Gegenteil der Fall.
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Beitragvon jurgen112 » 06.08.2012 19:25

Würde mich interessieren ob diese neuen LED Monitore auch schedlich sind? Wird meist berichtet das nicht, aber was wohl die Wahrheit ist?! :?:
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Beitragvon moobe » 07.08.2012 22:05

jurgen112 hat geschrieben:Würde mich interessieren ob diese neuen LED Monitore auch schedlich sind? Wird meist berichtet das nicht, aber was wohl die Wahrheit ist?! :?:


Schau dir nochmal diese komische Studie an (mein letzter Post in diesem Thema) und vergleiche die Studienergenisse mit den Zielen, die du beim Augentraining erreichen willst.


Und noch was: LCD und LED sind fast das gleiche / basieren auf der gleiche Technologie. Von daher würde ich sagen, dass die sich nichts schenken und auch hier kaum Unterschiede aufweisen ;)


LG Moobe


P.S: Ich habe oft bemerkt, dass mir Displays von der Marke "Samsung" viel mehr gefallen als die von "Sony". Ich bin mir sicher, dass das nicht nur so ein Gefühl von mir ist.
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Re: PC- Feind der Augen?

Beitragvon Nesli » 07.11.2016 17:37

Hallo zusammen,

ich stimme Nicole zu. Glaube auch, dass der Bildschrim sowohl weil er so nah ist als auch wegen der Helligkeit und weil man aus Konzrentrationsgründen erwiesenermaßen weniger blinzelt, wenn man am PC ist, sehr schlecht für die Augen sein kann. Meine persönliche Erfahrung bestätigt das auch. Am Ende eines Bürotages habe ich an schlechten Tagen nicht mal mehr Lust, meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Lesen nachzugehen, weil meine Augen so irritiert sind. Besonders, wenn ich meine Kontaktlinsen trage, ist das wirklich kaum auszuhalten. Ich arbeite jetzt eigentlich nur noch mit Brille, weil die stickige Büroluft in Kombination mit den Linsen und dem Bildschirm sonst leider unerträglich ist :(
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Re: PC- Feind der Augen?

Beitragvon Hanieye » 10.07.2017 11:45

Würde bestätigen, dass es die Weitsicht einschränkt. Ich arbeite sehr viel am Computer und Trocken werden sie auf jeden Fall. Ich hatte eigentlich immer sehr gute Augen aber in letzter Zeit bemerke ich dass ich weite Sachen nicht mehr gut erkennen kann und sich diesbezüglich schon einiges geändert hat. Einfach gut Karotten essen und seinen Augen auch mal eine Pause gönnen :) ...Wenns die Zeit zulässt.
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Re: PC- Feind der Augen?

Beitragvon Marinali » 12.07.2017 11:34

Weitsicht wird definitv eingeschränkt. Zudem sind meine Augen immer sehr trocken und brennen oft. Denke aber, dass ich nebenbei auch zuviel Salz konsumiere, was die Sache natürlich auch beeinflussen kann.
Marinali
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Re: PC- Feind der Augen?

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