Plusbrillen-Experiment

Akkomodieren, Fusionieren, Lichtbaden, Lichtblitzen, Palmieren, Visualisieren u.a.

Beitragvon Aniram » 19.08.2011 09:34

sven hat geschrieben:Du kannst bewusst keine Sakkaden steuern (also nicht die einzelnen Bewegungen meine ich). Das macht das Auge von selbst.


Ja, den Eindruck habe ich auch.
Das hat mich an J Goodrichs Ratschlägen (und vielen anderen Tipps im Internet) - durch gezielte Augebewegungen vermehrte Sakkaden zu 'produzieren' - irritiert; ich hatte das Gefühl, irgendwie funktioniert das nicht.

Einfach weiter die Muskelspannungg erhöhen.


Wie ich oben geschrieben habe, ergibt sich bei mir ein sehr klares Bild, wenn ich es schaffe, die Augen sehr weit zu entspannen - dann merke ich deutlich, welche Muskeln die Augen beim Scharstellen von selbst anspannen und kann diese bewusst noch etwas weiter anspannen.
Dabei wird der scharf gesehene Bereich um so grösser, je entspannter die Augen sind.
Das kann eigentlich nur bedeuten, dass durch vermehrte Sakkadenbewegungen (endlich) ein zusammenhängendes scharfes Bild entsteht.
Ansonsten bekomme ich immer stärker ausgeprägte Doppelbilder; das eine davon wird zwar immer schärfer, aber die Gesamtsicht leidet doch sehr...

Ich denke, ich werde mich mehr auf diese Richtung konzenrieren.
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Beitragvon süsserZahn » 19.08.2011 10:55

gibts denn einen direkten zusammenhang zwischen Sakkadenbewegung und doppelbildern?
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Beitragvon Aniram » 19.08.2011 13:42

Vermutlich nicht in jedem Fall; durch Astigmatismus hervorgerufene Doppelbilder sollen so:

http://www.eorama.com/3pu_10.html

aussehen.

'Meine' Doppelbilder setzen sich (wie schon öfter bescrieben) aus einem klaren Bild ( das mit zunehmendem Augentraining immer schärfer wird) und einem sehr unscharfen Bild zusammen.
Diese beiden Bilder liegen weit auseinander, je weiter der gesehene Gegenstand entfernt ist, überlagern sich in einer gewissen Entfernung und verschmelzen dann in der Nähe irgendwann.
So kann ich bsw beim Radfahren weiter (etwa 50m oder etwas mehr) entfernte Strassenschilder klar erkennen. Wenn ich näher ran komme, schiebt sich von unten her das unscharfe Doppelbild - zB die rote Umrandung - langsam ïmmer weiter über das klare Bild und ich kann immer weniger davon erkennen, bis es in der Nähe wieder klar wird (durch Verschmelzung).

Ich gehe davon aus, dass das unscharfe Doppelbild das periphere Sehen ist, das normalerweise nur den Hintergrund zum zentralen scharfen Sehen in der Makula ist.
Dass beim Normalsichtigen ein einheitlich scharfes Bild entsteht, wird durch die Sakkaden erreicht; indem die Augen so schnell so viele scharfe Einzeleindrücke liefern, dass das Gehirn daraus ein homogenes Bild 'konstruieren' kann.

Jetzt sind beim Kurzsichtigen die Sakkaden stark verringert und zugleich die Augen mehr aufs periphere Sehen fixiert - durch Naharbeit gefôrdert und durch jahrelanges Sehhilfetragen fest eingeübt.
Dies muss nun irgendwie wieder 'umtrainiert' werden...
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Beitragvon sven » 19.08.2011 16:01

Mein Gefühl ist das es nichts mit dem Asti zu tun hat sondern mit dem Sehen an sich. Ich denke die Doppelbilder kommen, wenn er bei den Sakkaden zu schwach für eine "große" Bewegung ist und es verpeilt.

Die kleinen Bewegungen bekommt er vielleicht hin, vertut sich aber in einer großen und die Bilder liegen einfach nicht übereinander.

Ich denke das Auge setzt das Bild durch die Sakkaden aus Einzelbildern zusammen. Wenn es schwach ist liegen die halt nicht genau übereinandern und man sieht unscharf, Doppelbilder.

Wenn ihr genau hinseht, könnt ihr nämlich sehen, dass es nicht immer nur 2 Bilder sondern auch mal 3, 4, 5, 6 überlagerte Bilder sind. Ich hab das Gefühl das Unscharfe besteht nur aus einer verschobenen Überagerung der Einzelbilder (was rein physikalisch gesehen sowieso korrekt ist ;)).

LG

Sven

PS: @Aniram, ich denke du machst dasselbe wie ich. Ich halte den Tip von Goodrich auch für Quark.
Schoene Gruesse

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Beitragvon moobe » 19.08.2011 19:18

sven hat geschrieben:Mein Gefühl ist das es nichts mit dem Asti zu tun hat sondern mit dem Sehen an sich. Ich denke die Doppelbilder kommen, wenn er bei den Sakkaden zu schwach für eine "große" Bewegung ist und es verpeilt.

Die kleinen Bewegungen bekommt er vielleicht hin, vertut sich aber in einer großen und die Bilder liegen einfach nicht übereinander.

Ich denke das Auge setzt das Bild durch die Sakkaden aus Einzelbildern zusammen. Wenn es schwach ist liegen die halt nicht genau übereinandern und man sieht unscharf, Doppelbilder.

Wenn ihr genau hinseht, könnt ihr nämlich sehen, dass es nicht immer nur 2 Bilder sondern auch mal 3, 4, 5, 6 überlagerte Bilder sind. Ich hab das Gefühl das Unscharfe besteht nur aus einer verschobenen Überagerung der Einzelbilder (was rein physikalisch gesehen sowieso korrekt ist ;)).

LG

Sven

PS: @Aniram, ich denke du machst dasselbe wie ich. Ich halte den Tip von Goodrich auch für Quark.



GANZ TOLLER BEITRAG SVEN, DANKE!! Genau das ist mir auch schon aufgefallen! Asti-Bilder sieht man in alle Richtungen verschoben (nach oben, unten, links, rechts...), aber diese Doppelbilder nur in eine Richtung (bei mir fast immer nach oben). Diese Erkenntnis habe ich aber auch noch nicht so lange erworben, aber toll, dass man sich bei sowas IMMER einig ist :D




lg moobe
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Beitragvon süsserZahn » 22.08.2011 11:08

da muss ich nochmal genau aufpassen, wie meine Doppelbilder aussehn.
Bei Strassenschildern, Begrenzungpfosten etc. sehe ich eine Dopplung. links scharf und daneben etwas versetzt weniger scharf.
Aber ich meine auch, manchmes mal eine Vervielfachung wie auf dem von Aniram verlinkten Astigmusbild zu haben

Kann ich mir so erklären, dass ich zwischen meinen Augen hin- und herschalte. Das linke hat zwar nen starken Asti, sieht aber an sich besser, wie das rechte.
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Beitragvon Aniram » 22.09.2011 12:08

Nachdem ich in der zurückliegenden etwas stressigen Zeit die Auswirkungen der Plusbrille nicht so richtig einschätzen konnte, gibt es jetzt ein interessantes Ergebnis:
Mein schlechteres Auge hat eindeutig davon profitiert.

Der Unterschied zwischen beiden Augen beträgt - wie oben gesagt - 3,5 Dioptrien. Jetzt stelle ich fest, dass ich rechts durch das leere Gestell inzwischen besser sehe als links mit dem +3 Glas (obwohl die Sicht eigentlich 1/2 Dioptrie schlechter sein müsste).

Das Lesen finde ich mit dieser Brille inzwischen auch entspannender - wohl auch deshalb, weil ich durch diese Brille (und die damit verbundene schlechtere Sicht) ständig daran erinnert werde, dass ich ganz entspannt gucken muss, wenn ich die Buchstaben richtig erkennen will (ohne mit dem Text ganz nahe an die Nase zu gehen).
Lese ich mal etwas ohne Brille, neige ich nämlich dazu, damit immer näher ans Gesicht zu wandern, obwohl ich immer im leicht unscharfen Bereich starte.
Am Ende bin ich dann auch nicht weiter weg als mit Brille und meine Augen fühlen sich trotzdem angestrengt an.
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Beitragvon Aniram » 26.09.2011 15:55

Heute habe ich etwas gelesen, das mich doch sehr zu denken gibt; es ist ein Beitrag aus dem englischen Forum:

Plus lens therapy is a dangerous method. Close vision lenses cause fast vision impairment and cataracts. Doctors often 'up the strength' of close vision lenses when cataracts develop to get the cataracts to grow more so they can perform surgery. They did this to my Mom. She gained clear vision by stopping her sunglasses and close vision glasses.Her cataracts were then shrinking. Did not need distant glasses. The doctor and her husband (my step-father) got mad when they realized she could cure herself and then forced her to wear the close vision glasses and also distant lenses. Now her vision is impaired again.

You are better off reading fine print in the sunlight without glasses. That is the safe, healthy Bates Method way to improve both close and distant vision.



(http://www.iblindness.org/community/vie ... 0d3056b5c7)

Wenn das stimmt, sollte man wohl doch lieber davon Abstand nehmen...
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Beitragvon Nicole » 26.09.2011 17:56

Ganz ehrlich:
Ich habe mir den Thread dazu auf www.iblindness.org durchgelesen und vertstehe den Zusammenhang von deinem zitierten Text nicht. :roll:

Für mich hat der nichts mit den vorherigen Beiträgen zu tun.
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Beitragvon Aniram » 26.09.2011 19:44

Sie wollte wohl sagen, dass durch den Gebrauch von - stärker als benötigten - Plusgläsern der Graue Star gefördert wird.
Da man als Kurzsichtiger überhaupt keine Plusgläser bräuchte, sind sie also immer zu stark.
Aber es wird in dem Beitrag nicht klar, ob nur ein bereits bestehender Star verstärkt wird oder ob er durch Plusgläser auch hervorgerufen werden kann.
Den möchte ich mir natürlich nicht einhandeln... :roll:
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Beitragvon Aniram » 11.10.2011 09:48

Jetzt habe doch weitergemacht, weil ich merke, dass es mir etwas bringt, besonders für die Aktivierung des schwächeren Auges.

Nach einiger - laienhafter - Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass vermutlich ein grauer Star durch stärkere Plusbrillen deshalb schneller 'ausreift', weil dadurch das Auge viel weniger stark akkomodieren muss und so Ablagerungen in der Linse noch weniger abtransportiert werden können.

Um dem entgegenzuwirken, würde es demnach reichen, die Augen zwischendurch mal ohne Brille mit möglichst klein Gedrucktem zu konfrontieren oder eine Extremakkomodationsübung zu machen.
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