Schaden durch Sehtraining?

Akkomodieren, Fusionieren, Lichtbaden, Lichtblitzen, Palmieren, Visualisieren u.a.

Beitragvon Martin/T. » 15.09.2009 13:17

Reini hat geschrieben:Ist das nicht ein Paradoxon? Wie kann denn ein Auge "in die Kürze wachsen"?


Ein Auge ist ein lebendes, eng mit Muskeln verbundenes Organ, das eine - äußerst wichtige - Funktion erfüllt; mir bereitet es keine Schwierigkeiten, mir vorzustellen, dass es (in gewissen Grenzen natürlich und ohne den Aspekt Veranlagung völlig auszuschließen) mit seinem Gebrauch wächst.

Dass Du diese Zweifel hast, Reini, kann ich gut verstehen. Die werden ja auch gezielt gestreut. Zu allem Überfluss :evil: - als ob sie nicht an sich schon naheliegend genug wären :!: , so geduldstrapazierend, wie Augentraining ja ist. Dennoch hast Du zumindest von Nicoles Erfolgen ja schon gehört.

Also bevor ich hier noch mehr schreibe, möchte ich doch erst mal zurückfragen: hast du ernsthaft Schwierigkeiten, dir das vorzustellen, oder suchst Du nur einfach etwas Aufmunterung?

:)
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Beitragvon Nicole » 15.09.2009 13:50

Martin/T. hat geschrieben:Dass Du diese Zweifel hast, Reini, kann ich gut verstehen. Die werden ja auch gezielt gestreut.


Ja.
Was für eine wunderbare Erfahrung ist es dann, wenn auf einmal die klaren Momente kommen - ohne Sehhilfe, ohne die Augen zusammenzukneifen, usw.

Das zeigt: Unsere Augen KÖNNEN ES! :D
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Beitragvon Martin/T. » 15.09.2009 14:13

Nicole hat geschrieben:Das zeigt: Unsere Augen KÖNNEN ES! :D


Eben. Zumindest kurzfristig.

Und ich rechne damit, dass diese kurzfristig vorhandenen (mechanischen) otentiale verbunden mit den bei richtiger (=optimistischer) Geisteshaltung "ausströmenden" "Bewusstseinsenergie" Wachstumsimpulse geben können an ein lebendiges, auch nach Meinung der Optiker stark mit dem Psychischen verwobenes, eng mit Muskeln umgebendes (und deswegen keinesfalls mit dem Knochengerüst, das die Körpergröße bestimmt, vergleichbares) Organ.

Es wird oft argumentiert, dass die Muskeln nicht das Potential hätten, nennenswerte Formveränderungen am Augapfel zu erzwingen.

Vgl. etwa diese "Aufklärungsschrift":

Myopie läßt sich nicht wegtrainieren!

Das Auge wird von sechs außen ansetzenden Muskeln bewegt. Sie sind dauernd in Aktion - auch unwillkürlich, sogar während wir schlafen - und infolge des ständigen Wechsels zwischen Anspannung und Entspannung befinden sie sich ohne jede zusätzliche Übung in bestem Trainingszustand.

Um die Myopie zu beeinflussen, müßten diese Muskeln durch gleichzeitigen seitlichen Zug nach außen (zum Ohr und zur Nase) den in die Länge gewachsenen Augapfel verkürzen. Das ist nicht allein anatomisch unmöglich. Selbst wenn sie - wie es durch bestimmte Krankheiten geschehen kann - unter viel zu hohe Spannung geraten, etwa bei der Basedow'schen Krankheit, bei der die Augen stark nach vorne verdrängt werden, ändert sich an der Augapfelform und damit an der Kurz- oder Weitsichtigkeit nicht das geringste. Diese Behauptung von Bates, die äußeren Augenmuskeln könnten einen Einfluß auf die Myopie haben, ist also eine reine Irrlehre.


[meine Hervorhebung]

Einmal abgesehen davon, dass Bates das Gegenteil behauptet (und nicht nur behauptet, sondern behauptet, nachgewiesen zu haben :!:) - und ich mich von allen Seiten zu diesem Anspruch nicht sonderlich gut informiert fühle (und deswegen zu der Meinung gelangt bin, dass auch die Wissenschaft wahrscheinlich gar nicht so eindeutig ist); ... nehmen wir an, dass es stimmt: was sagt uns das über die denkbare Fähigkeit der Muskeln, eine langfristige "Leitsteuerung" vorzunehmen? :?:

Steter Tropfen höhlt den Stein, und eine Pflanze bricht nicht deshalb durch den Asphalt, weil sie stärkere Kräfte hätte als ein Presslufthammer, sondern weil sie die natürlichen Kräfte von Frost und Hitze sich zunutze macht, indem kleine, aber gerichtete Formveränderungen einbringt.

Nebenbei bemerkt: das, was diese Ärzte da als so absolut unmöglich beschreiben, kommt mir - vom subjektiven Gefühl her - ganz so vor, als sei es mein erster (und funktionierender! wenn auch nur kurzfristiger und behelfsmäßiger) Trick gewesen, um klare Momente zu erzwingen. Vgl. hier.

Ich verdächtige den Pessimismus solcher Schriften, eine Art Betriebsblindheit zu sein, die die Grenze zum Vorsatz zumindest streift. Ich wünsch(t)e mir Seriosität, die sich anders als in Defätismus "beweist". :roll: Oder soll ich etwa annehmen, dass aus reinem Zufall meine Augen immer dann besser wurden, wenn ich natürliche Sehkraft mental für mein "natürliches Geburtsrecht" gehalten habe?!

:)
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Beitragvon sowiedubist » 23.02.2010 17:50

Kann mir mal jemand kurz erklären, warum ich mit PLUSbrillen eine HÖHERE Kurzsichtigkeit erzeuge? Für mich klingt das eher andersrum logisch, da - wenn ich z.B. wie ich -10 Dioptr. habe - Plus 1 draufsetze, dann müssten es doch -9 sein und nicht -11, oder? Mein Optiker hat mir das auch so erklärt, daß es WENIGER wird mit Plusbrillen und nicht mehr.

Ich versteh das nicht :roll:

Gilt das mit den Plusbrillen nur für schwach Kurzsichtige? Ich bin ja eh kurzsichtig genug, um unscharf zu lesen, oder wie versteht man das genau?

lg Michaela
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Beitragvon Nicole » 23.02.2010 18:02

Hallo Michaela,

sowiedubist hat geschrieben:Mein Optiker hat mir das auch so erklärt, daß es WENIGER wird mit Plusbrillen und nicht mehr.


Dann frage doch deinen Optiker mal, warum Lesebrillen für ältere Menschen, die in die Ferne normal sehen können, Plusgläser haben.
Und warum man mit einer Lesebrille nicht in die Ferne sehen kann.

Minuslinsen machen das Auge quasi weitsichtig.
Wenn ich mit normal -1,25 dpt in meiner Fernbrille eine zu starke Brille aufsetze mit meinetwegen -5 dpt (wie z.B. mit der Brille einer Freundin getestet), kann ich mit Anstrengung in die Ferne scharf sehen.

Es geht mir dann wie jemandem, der weitsichtig mit gut 3 Dioptrien ist. Nah lesen kann ich mit so einer starken Minusbrille allerdings nicht mehr.
Nach einigen Minuten bekomme ich mit der sehr starken Brille Kopfschmerzen.

Plusbrillen funktionieren genau andersherum.
Habe ich Kontaktlinsen im Auge (bin damit also normalsichtig) und setze eine Lesebrille mit +2 dpt auf, kann ich nur noch bis 50cm vor den Augen scharf lesen.
Ich bin mit der Plusbrille auf der Nase dann kurzsichtig.

Zu deinem Optiker:
Beim Sehtest kann man plus vorschalten, wenn vorher zu viel minus gegeben wurde.
Beispiel:
Ein Optiker misst bei mir und ist bei -1,5. Dann gibt er noch mal -0,25 dazu und ich sage, es ist dunkler, aber nicht schärfer. Das ist das Zeichen, dass es zu viel minus war. Dann kann er 0,25 plus dazugeben und ist wieder bei -1,5. Da heben sich die beiden Linsen dann gegeneinander auf.
Ansonsten wüsste ich nicht, wie dein Optiker das meint.
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Beitragvon Tine » 25.02.2010 15:03

Gilt das mit den Plusbrillen nur für schwach Kurzsichtige? Ich bin ja eh kurzsichtig genug, um unscharf zu lesen, oder wie versteht man das genau?


Genau, das ist eher was für schwach Kurzsichtige als zusätzlicher Trainingseffekt beim Lesen. Wenn wir uns noch kurzsichtiger machen, ist das wenig sinnvoll, weil bei unseren Dioptrien scharf lesen ohnehin nicht möglich ist (bei normalem Leseabstand).

Also das Projekt "Plusbrille" verschieben wir lieber noch etwas :lol:

LG Tine
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