Schwächere Brillenwerte bestimmen

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Schwächere Brillenwerte bestimmen

Beitragvon Athena » 04.12.2017 16:27

Hallo,

ich bin neu hier und freue mich, dass es Gleichgesinnte gibt, die Fehlsichtigkeit nicht allein als unabänderliche körperliche Fehlbildung betrachten. :)

Über die Seite "Brillenpanda" bin ich auf die Informationen gestoßen, dass man in der Nähe durchaus mit schwächeren Brillen arbeiten sollte. Der Ansatz überzeugt mich, zumal ich mit meiner aktuellen Brille tatsächlich in der Nähe oft angestrengt bin. Bei Müdigkeit geht da fast gar nichts mehr. Hinzu kommt, dass meine Augen mit Kontaktlinsen unterschiedlich eingestellt sind: eins auf Nähe, eins auf Ferne. Mir scheint, dass sich seitdem das auf Ferne eingestellte Auge in der Nähe stark verschlechtert hat. Im Moment nutze ich in der Wohnung, bei Bildschirmarbeit und beim Lesen meine alten Brillen, mit denen ich entspannter sehen kann. Die aktuelle Brille ist aber nicht überkorrigiert, sondern hier spielt wohl die sogenannte Altersweitsichtigkeit 'rein.

Nun möchte ich mir eine (oder evtl. zwei) neue Brillen anfertigen lassen. Aus Unlust und weil ich dafür immer mind. einen Tag linsenfrei sein muss, drücke ich mich um einen Sehtest beim Augenarzt oder Optiker. Ich möchte mir Gläser über einen Optiker einbauen lassen, der Internetvertrieb anbietet, bin aber unsicher, welche Werte ich nehmen soll. Eigentlich könnte ich ja nur 0,5 oder 1 dpt abziehen, so dass ich mir eine Brille mit ähnlichen Werten wie in den älteren Brillen machen lasse. Aber mein Zylinder hat sich geändert und ich habe keine Ahnung, was es da genau mit auf sich hat (vor allem verstehe ich nicht, warum die Achse jetzt anders ist). Wegen der unterschiedlichen Schwächen muss ich auch beachten, dass, wenn ich zuviel abziehe, das linke Auge beim Bildschirm versagt, wenn ich zu wenig abziehe, das rechte in der Nähe :?

Meine Brillenwerte (im Abstand von je ca. 10 J.) sind folgende:
Schwächste noch vorhandene Brille, mit der ich zuhause zurecht komme:
R -7,00 / -0,5 / 110°
L -7,5
Mittlere Brille:
R -7,25 / -0,5 / 110°
L -8,00
Stärkste Brille:
R -7,5 / -1 / 95°
L -8,5

Bei allen Brillen ist es so, dass ich links keine volle Sicht erreiche, aber das Auge stärkere Korrektur ablehnt bzw. stärkere Korrektur keine Gesamtsichtverbesserung bewirkt (lt. Augenarzt. Früher hat sich das Auge auch immer prompt verschlechtert, sobald ich stärkere Gläser bekam).
Da ich hier schon so viele gute Beiträge gelesen habe, hoffe ich, dass mir jemand von euch einen Tipp geben kann. Die höherbrechenden Gläser sind leider zu teuer, um einfach unbekümmert rumzuprobieren.

Und, ach ja... Augentraining mache ich sporadisch. Aber ich habe gute Erfahrungen damit gemacht und sehe danach i.d.R. besser. MIr fehlt aber die Zeit und Disziplin.

Danke schonmal für eure Hilfe.
Athena
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Re: Schwächere Brillenwerte bestimmen

Beitragvon Athena » 10.12.2017 17:41

Hm... schade, dass niemand antwortet. Ich hatte gedacht, dass hier User unterwegs sind, die Erfahrung mit der "Selbstanpassung" von Glasstärken haben. Muss ich wohl doch zum Arzt u./o. Optiker. :?
Athena
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Re: Schwächere Brillenwerte bestimmen

Beitragvon supamario » 13.12.2017 17:41

Willkommen im Forum!

Athena hat geschrieben:Hallo,

ich bin neu hier und freue mich, dass es Gleichgesinnte gibt, die Fehlsichtigkeit nicht allein als unabänderliche körperliche Fehlbildung betrachten. :)


Ich freue mich auch, allerdings sieht man ja, dass das Forum leider ausstirbt. Geh ja nicht weg, mittlerweile ist jeder User wichtig, um das Forum am Leben zu erhalten!!

Athena hat geschrieben:Über die Seite "Brillenpanda" bin ich auf die Informationen gestoßen, dass man in der Nähe durchaus mit schwächeren Brillen arbeiten sollte. Der Ansatz überzeugt mich, zumal ich mit meiner aktuellen Brille tatsächlich in der Nähe oft angestrengt bin. Bei Müdigkeit geht da fast gar nichts mehr. Hinzu kommt, dass meine Augen mit Kontaktlinsen unterschiedlich eingestellt sind: eins auf Nähe, eins auf Ferne. Mir scheint, dass sich seitdem das auf Ferne eingestellte Auge in der Nähe stark verschlechtert hat. Im Moment nutze ich in der Wohnung, bei Bildschirmarbeit und beim Lesen meine alten Brillen, mit denen ich entspannter sehen kann. Die aktuelle Brille ist aber nicht überkorrigiert, sondern hier spielt wohl die sogenannte Altersweitsichtigkeit 'rein.


Dass da die Altersweitsichtigkeit mitspielt, kann ich mir gut vorstellen. Gut, dass du dich so informierst.

Athena hat geschrieben:Nun möchte ich mir eine (oder evtl. zwei) neue Brillen anfertigen lassen. Aus Unlust und weil ich dafür immer mind. einen Tag linsenfrei sein muss, drücke ich mich um einen Sehtest beim Augenarzt oder Optiker. Ich möchte mir Gläser über einen Optiker einbauen lassen, der Internetvertrieb anbietet, bin aber unsicher, welche Werte ich nehmen soll. Eigentlich könnte ich ja nur 0,5 oder 1 dpt abziehen, so dass ich mir eine Brille mit ähnlichen Werten wie in den älteren Brillen machen lasse. Aber mein Zylinder hat sich geändert und ich habe keine Ahnung, was es da genau mit auf sich hat (vor allem verstehe ich nicht, warum die Achse jetzt anders ist). Wegen der unterschiedlichen Schwächen muss ich auch beachten, dass, wenn ich zuviel abziehe, das linke Auge beim Bildschirm versagt, wenn ich zu wenig abziehe, das rechte in der Nähe :?


Aufgrund der sich verändernden Zylinderkorrektur empfehle ich dir, den Zylinder vielleicht ganz wegzulassen. Danach kannst du unter Umständen ja noch ein wenig Dioptrien abziehen, einfach so, dass du in der Ferne noch gut genug siehst. Deine mittlere Brille scheint mir eigentlich sehr alltagstauglich zu sein, je nach dem vielleicht sogar die schwächste. Es ist eine Sache der Gewöhnung, ausser dein Alltag verbietet dir eine zu hohe Unterkorrektur. Dann hast du aber noch ein Problem: In der Nähe ist die Korrektur zu stark, um die Brille ganz wegzulassen, aber die nur leicht unterkorrigierte Brille ist noch zu stark. Entweder du liest mit der zu starken Brille in der Nähe, was deinen Augen schadet und dich noch mehr kurzsichtig macht, du mach noch eine neue Brille mit noch stärkerer Unterkorrektur oder du schiebst deine Naharbeit sehr weit von dir weg.
Ausserdem ist das mit den verschiedenen Augen nicht so schlimm, du kannst da die Brillengläser unabhängig voneinander anfertigen lassen.

Athena hat geschrieben:Und, ach ja... Augentraining mache ich sporadisch. Aber ich habe gute Erfahrungen damit gemacht und sehe danach i.d.R. besser. MIr fehlt aber die Zeit und Disziplin.


Sofern du IRGENDETWAS machst, was deine Augen verbessert, ist ja gut. Es muss nicht unbedingt ein aktives Training sein, auch wenn das sicher gut wäre (bin auch zu undiszipliniert dafür :( ).


Athena hat geschrieben:Danke schonmal für eure Hilfe.


Bitte gern geschehen, falls es überhaupt eine Hilfe war.

Viel Glück!
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Re: Schwächere Brillenwerte bestimmen

Beitragvon Athena » 15.12.2017 19:54

Danke für die Antwort, Supamario.
Ja, schade, dass das Forum schwächelt. :?

Das hier verstehe ich nicht. Magst Du es verdeutlichen?
In der Nähe ist die Korrektur zu stark, um die Brille ganz wegzulassen, aber die nur leicht unterkorrigierte Brille ist noch zu stark.
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Re: Schwächere Brillenwerte bestimmen

Beitragvon supamario » 15.12.2017 20:20

Hallo Athena

Wenn du ganz ohne Brille Naharbeit verrichtest, musst du ja etwa 12 Zentimeter rangehen (Dioptrien rechnet man aus, indem man 1 geteilt durch den Fernpunkt in Metern rechnet (Fernpunkt=Fernster Punkt, den man noch scharf sehen kann). Geht zwar eigentlich noch, aber die Leute glubschen dich komisch an und du verkrampfst du dich vielleicht. Solltest du aber eine Brille in der Nähe tragen, welche nur etwa eine Diopterie zu schwach ist, musst du folglich die Naharbeit etwa einen Meter, besser ein bisschen mehr für die myope Defokussierung (http://www.brillenpanda.de/myope-vs-hyp ... ussierung/) wegschürgen. Sorry, ich weiss nicht, wie viel Vorwissen du hast. Wenn wenig, sollte ein bisschen Brillenpanda-Lektüre dies rasch aufholen können.

Viel Glück!
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Re: Schwächere Brillenwerte bestimmen

Beitragvon Athena » 15.12.2017 20:58

Danke für Deine Erläuterung. Ja, Brillenpanda habe ich schon "studiert", habe mich jetzt auch für den E-Mail-Kurs angemeldet. Was ich mich nur frage ist, wenn ich jetzt die Augen in der Nähe entspanne, indem ich weniger Dioptrien trage, ob dann nicht die Akkomodation schneller nachlässt. Die Augen müssen sich dann ja nicht mehr auf Nähe einstellen. Wenn ich lese und den Text hochhalten kann, lese ich tatsächlich seit über einem Jahr schon öfter ohne Brille. Interessanterweise kommt das Thema "ohne Brille lesen" und Augentraining bei mir immer im Winter auf, wohl weil ich dann mangels Licht (und vielleicht auch wegen temperaturbedingter Verspannung) noch schlechter sehe und außerdem mehr lese. Das mit der schlechteren Nahsicht ist auf einem Auge übrigens deutlich schlechter geworden, seitdem das Auge mit Linsen auf Ferne eingestellt wurde. Ich denke schon, dass das damit zu tun hat. Fragt sich, ob ich was dran ändern kann, außer Linsen weglassen.

Was mich beim Selbstbestimmen der Dioptrien noch irritiert: Beim Augenarzt wurde die Kombination der Korrektur von linkem und rechtem Auge berücksichtigt, d.h. ich erreiche links bei weitem nicht 100%, aber das Auge nimmt das in Kombination mit der (fast) Vollkorrektur rechts wohl am besten an, so dass ich dann genug in die Ferne und in der Nähe noch gucken kann. (MIr ist es eigentlich sogar so noch zu viel.) Wenn ich jetzt aber selber rumprobiere und z.B. von den stärksten Brillenwerten z.B. links 0,25 abziehe, rechts aber z.B. 0,5-1,0 (und evtl. noch 0,5 vom Zylinder), könnte es dann nicht sein, dass die Augen in Kombination nicht mehr gut zusammen funktionieren? Oder bin ich da einfach nur von der Optikerfraktion verrückt gemacht worden, die einerseits behaupten, alles müsse perfekt ausgemessen werden, andererseits aber auch rumjonglieren mit den Werten (und sowieso immer eine Ratzfatz-Bestimmung völlig unabhängig von der Tagesform machen).
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Re: Schwächere Brillenwerte bestimmen

Beitragvon supamario » 16.12.2017 10:19

Hallo Athena

Ich denke, es ist eigentlich heikel, wenn ein Auge vollkorrigiert ist und das andere nicht, weil dann ja das schlechtere Auge sich halb ausschaltet weil es nicht mehr arbeiten muss und immer schlechter wird. Aber ein Optiker bin ich ja nicht. Vielleicht kannst du ja einfach einem Optiker sagen, dass du die Brille für das Augentraining schwächer machen willst und wie das am besten geht. Die meisten werden dich zwar komisch angucken und sagen, dass das nicht ginge, aber manchmal gibt es auch solche, die sich dafür interessieren. Ansonsten würde ich einfach bei beiden Augen gleich viel abziehen, sodass du mit beiden gleich unscharf siehst.
Und das Selbstbestimmen der Diopterien ist mit dem Astigmatismus schwierig, weil der nämlich auch noch mitzählt.
Und ach ja, wenn du eine sehr schwache Brille trägst in der Nähe, wird die Akkomodation schwächer, denke ich zumindest. Meine ist relativ schwach geworden, aber mich störts ja nicht, weil ich noch keine Anzeichen von Altersweitsichtigkeit habe. Aber bei dir könnte es vielleicht die Altersweitsichtigkeit verschlechtern während es die Kurzsichtigkeit verbessert. Ich empfehle dir, dazu einfach noch extra Übungen für die Akkomodation einzubauen, wie z.B. abwechselnd auf den nahen Finger und dann aus dem Fenster zu schauen. So sollte sich eigentlich beides verbessern.

Viel Glück deiner!
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Re: Schwächere Brillenwerte bestimmen

Beitragvon Athena » 16.12.2017 12:13

Hallo Supamario,
danke für die Antwort. Das mit dem Trainieren der Akkomodation werde ich mal im Blick behalten. Das habe ich viele Jahre bei Schreibtischarbeit total vernachlässigt. Bevor die Nahsichteinschränkung dazukam, hatte ich Probleme bei der Akkomodation in die Ferne. Wenn ich dann z.B. von einem Buch hochgeschaut habe, konnte ich auf dem Fernseher weniger erkennen. Das hat sich dann wieder gelegt, als ich weniger Naharbeit gemacht habe.
Wenn Du jetzt noch keine Akkomodationsprobleme in die Nähe hast, kann es aber trotzdem sein, dass das Tragen schwächerer Gläser die beschleunigt. Die Nahsichtschärfe verringert sich ja kontinuierlich ab der Jugend, man merkt es eben erst, wenn der Punkt des scharfen Sehens dann irgendwann immer weiter vor die Augen gelagert ist.
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