Sport und Fehlsichtigkeit, Tipps fürs Schwimmen

Akkomodieren, Fusionieren, Lichtbaden, Lichtblitzen, Palmieren, Visualisieren u.a.

Sport und Fehlsichtigkeit, Tipps fürs Schwimmen

Beitragvon merukando » 08.03.2013 15:00

Hallo liebe Mitstreiter,

es wäre doch einmal interessant zu diskutieren, inwieweit Sport die Fehlsichtigkeit beeinflussen kann.

Für mich galt immer "Sport ist Mord". Ich habe Sport gehasst wie die Pest. Ich hatte keine Kondition (wie auch, wenn ich meistens nur drinnen war und vor der Glotze hing) und hatte immer Angst vor dem Ball (heute klar durch das Schielen, aber damals unglaublich schlimm for mich). Ich war immer die letzte die bei der Bildung von Mannschaften gewählt wurde... *seufz*. Also Sport und ich, das war von Anfang an schwierig. Abgesehen von dem von mir so gehassten Schulsport habe ich ganz kurz mal Ballet getanzt, war beim Kindertanz und mochte eine Zeit lang Hula Hoop total gerne. Ich konnte hoola hoopen und bin durch den ganzen Garten gelaufen. :D. Mh, ab und zu noch Seilspringen und 'ne Zeit lang Inline-Skaten (hatte dann aber das Handgelenk ausgekugelt und bin danach nie wieder gefahren ;-)). Bei allem, was mit Sport zu tun hatte fehlte es mir immer an der Koordination. Ich konnte nicht so weit wie die anderen werfen, ich konnte nicht so weit springen (bin beim Weitsprung auch oft übergetreten), ich konnte nicht galant ins Wasser springen, auch beim Kindertanz fiel es mir z.B schwer, mir die Abfolge der Schritte zu merken und ich war eher tollpatschig.

Nach der Schule habe ich durch eine Freundin angefangen zu schwimmen, aber war dadurch auch von ihr abhängig. Wenn sie mal keine Zeit hatte, bin ich auch nicht gegangen und so habe ich dann auch wieder damit aufgehört.

Mein Freund hat mich im November vergangen Jahres fast schon gezwungen *g* mal wieder schwimmen zu gehen. Am Anfang ging ich widerwillig, ich konnte ja kaum 'ne Bahn schwimmen, aber nach 2-3 Mal machte es langsam Spaß und ich merkte, dass ich nach dem Schwimmen mehr Energie hatte. Es war nicht leicht. Ich hab unheimlich viel Wasser gespuckt und meine Kondition und Technik war erbärmlich. Aber durch die Affirmationen und mein langsam sich ausbauendes Selbstwertgefühl dachte ich "ich kann alles (lernen)" und "Übung macht den Meister". Ich hab mir YouTube-Videos zur Schwimmtechnik angeschaut und die Technik anderer Schwimmer über und unter Wasser beobachtet. So ging ich dann regelmäßig mehrmals die Woche schwimmen bis ich Ende Dezember einen Unfall hatte, bei dem ich mir meine Bänder überdeht habe. :( Seit ein paar Tagen nun gehe ich wieder schwimmen und war erstaunt, wie viel Kondition noch vorhanden war. Gestern war ich zu ersten Mal mit meiner 2.5 dpt unterkorrigierenden Schwimmbrille unterwegs. Erst sah ich nicht viel, aber ich hatte das Gefühl, dass ich, umso länger ich schwamm, immer besser sehen konnte. Heute war ich gleich wieder schwimmen und es war sogar noch besser als gestern. Nach dem Duschen waren unzählige kleine Wassertröpfchen auf meiner normalen Brille und die haben mich gar nicht gestört oder beeinträchtigt, ich hab genug gesehen. :D. Erst beim Haaretrocknen habe ich dann auch meine Brille geputzt. Das fand ich, als ehemalige fanatische Brillenputzerin, schon sehr beeindruckend.


Mögliche Zusammenhänge zwischen Sehen und Sport:

Sport baut Stress ab, man fühlt sich entspannt und kann dadurch besser sehen.

Ich achte nun sehr auf meinen Nacken (hängt ja alles auch mit den Augen zusammen) und habe nach einem netten Gespräch mit dem Bademeister (was ich mich früher niemals getraut hätte) meinen Schwimmstil verändert.

Was man beim Schwimmen beachten sollte

Ich hole jetzt beim Kraulen nur noch bei jedem dritten Armschlag Luft, und das dann abwechselnd links und rechts, viel besser für den Nacken. (früher bei jedem zweiten Mal und immer rechts).

Während des Kraulens hab ich ab und zu meinen Kiefer trainiert. Ja, das mag komisch ausgesehen haben, aber die anderen sind ja nicht (mehr) relevant, also egal. ;-)

Beim Brustschwimmen den Nacken als Verlängerung des Rückes sehen und nicht zu sehr beim Luftholen nach oben beugen, quasi den Rücken beim Luftholen nach oben beugen und nicht nur den Nacken.

Und nächste Woche gönne ich mir jetzt auch mal eine professionelle Nackenmassage. :D

Habt ihr in eurer Kindheit gerne Sport getrieben oder wart ihr wie ich eher ein Sportmuffel?


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende

liebe Grüße

merukando

________________________________________________________

Besser auf neuen Pfaden etwas stolpern, als auf alten Pfaden auf der Stelle getreten.


Es gibt keine Wahrheit.
Nur ich allein entscheide, was wahr ist oder nicht.
Selbst wenn es wahr ist, entscheide nur ich allein, ob ich der Information/Situation eine Relevanz gebe oder sie einfach ignoriere und ihr keinerlei Beachtung schenke.
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Sport und sehen

Beitragvon Adlerauge1996 » 27.04.2013 19:05

Da fällt mir gerade auf, dass meine Augen in der Zeit schlecht wurden, als ich wegen meiner Phobie zum Stubenhocker wurde :D
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Beitragvon NinaBerger » 28.04.2013 13:53

Schulsport hieß bei uns in der Regel Ballspiel (da bequemer für den Lehrer).
Ein kleiner kurzsichtiger Mensch hat da keine guten Chancen. Und es macht gar keine Freude, jahrelang als letzter in die Mannschaft gewählt zu werden. Glücklicherweise hatte ich im Turnverein viel Freude (und auch Erfolg) im Geräteturnen, und Radfahren und Rollschuhlaufen tat ich gerne jeden Tag.

Nach etwa 2 Jahren hatte ich mich soweit vom Schulsporttrauma erholt, dass ich mit Langlauf anfing und später 19 km, 20 km und Marathon lief. Nach dem Kauf eines wirklich guten Fahrrades bin ich auch Radrennen gefahren (RTF, so etwa 100-150 km, also auch Langstrecke) und Marathon geskatet.

Mittlerweile starten meine Huskyhündin und ich im Canicross und in der Rollerklasse auf Hundeschlittenrennen (off-snow).

Ich hätte sicherlich viel lieber und eher Sport getrieben, wenn man mich nicht zu diesem fürchterlichen Schulsport getrieben hätte (meine Tochter hat jetzt das gleiche Problem: ein Ass im Judo und im Schwimmen, aber kein Talent für Ballspiele oder Leichtathlethik). Ich finde, man sollte Schulsport denjenigen erlassen, die sowieso schon genug für ihren Körper tun. Meine Tochter hatte vorgeschlagen, dem entsprechenden Ministerpräsidenten zu schreiben, ihre beiden Schulsportstunden könne gerne ein übergewichtiges bedürftiges Kind "erben", sie sei ja sporttechnisch versorgt.

Ich kann jeden verstehen, der nach solchen Erfahrungen "Sport - nie wieder" sagt. Selbst dann, wenn er sich damit keinen Gefallen tut.

Grüße Nina
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Beitragvon Mrs.Robinson » 28.04.2013 20:02

Zusammenhäne zwischen Sport und Sehkraft/Augen sehe ich in Folgendem:

- bessere Durchblutung und Sauerstoffversorgung / Kreislauf kommt in Schwung
- Abbau von Stress

Seit ich regelmäßig jogge, geht es mir allgemein viel besser, deswegen ist es immer eine gute Basis, wenn man an seiner Sehkraft arbeiten will.
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Beitragvon sven » 29.04.2013 17:36

Ich sehe zwischen Sport und Sehen keinen Zusammenhang.

Ich mache sehr viel Sport bzw hab ihn jetzt wieder etwas heruntergefahren wegen Familienzuwachs.

Ich denke Sehen braucht in jedem Fall Aufmerksamkeit. Wenn ich voll am trainieren bin, liegt meine Aufmerksamkeit voll auf dem Sport und wenn dazu sehen nicht wirklich nötig ist bringt es mir auch nix.

Wenn ich bei einer Rad Touristik (RTF-> Wiki) ohne Brille nach den Wegweisern suche bringt mir das einiges.
Wenn ich einfach jogge bringt es mir nix.


Bin am Sonntag Düsseldorf Marathon in persönlicher Bestzeit gelaufen. Da hab ich voll den Tunnelblick und sehe praktisch nix.

Allerdings hat mir der intensive Sport ein genaues Verständnis des Körpers gebracht das mir bei Seh Training hilft. Bei den Diskussionen im Forum stoßen meine sportlichen Erfahrungen, die auch auf das Sehtraining übertrage allerdings immer auf Unverständnis.

SG

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Beitragvon merukando » 29.04.2013 17:57

sven hat geschrieben:

Wenn ich einfach jogge bringt es mir nix.


Sven


Lieber Sven,

ich denke es kommt darauf an, WIE man joggt. Wenn einem die Schnelligkeit das Wichtigste ist, hat man eher wenig übrig für die Umgebung, aber wenn man gemächlich durch den Wald joggt und links und rechts die Bäume, Äste und Blätter begutachtet, kann dies durchaus förderlich für die Augen und deren Genesungsprozess sein.

Bin am Sonntag Düsseldorf Marathon in persönlicher Bestzeit gelaufen.


herzlichen Glückwunsch :) Ich finde es auch immer schön, wenn ich mich beim Schwimmen steigern kann.

liebe Grüße

merukando
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Beitragvon Flo » 29.04.2013 19:15

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Beitragvon sven » 30.04.2013 08:44

merukando hat geschrieben:Lieber Sven,

ich denke es kommt darauf an, WIE man joggt. Wenn einem die Schnelligkeit das Wichtigste ist, hat man eher wenig übrig für die Umgebung, aber wenn man gemächlich durch den Wald joggt und links und rechts die Bäume, Äste und Blätter begutachtet, kann dies durchaus förderlich für die Augen und deren Genesungsprozess sein.


Das ist allerdings auch nicht mehr wirklich Sport. Da kannst Du dann beim Spazierengehen noch mehr schauen.
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Beitragvon Flo » 02.05.2013 11:45

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Beitragvon Mrs.Robinson » 02.05.2013 15:32

sven hat geschrieben:Das ist allerdings auch nicht mehr wirklich Sport. Da kannst Du dann beim Spazierengehen noch mehr schauen.


Mein erster Gedanke war nur: "LOL". Aber nicht bös gemeint :-)

Sport muss nicht immer extrem sein. Wenn ich im Wald joggen gehe, dann bin weder unter- noch überfordert, sondern halte "mein Level", mit dem ich stundenlang durchlaufen kann. Da bleibt definitiv genug Energie zum Sehen. Je nachdem, was man eben unter dem Begriff Sehen versteht.


Grüße

Mrs.Robinson
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