süsserZahn trainiert die Augen

Hier ist Platz für alle kleinen und grossen Erfolge auf dem Weg zur Verbesserung der Sehleistung. Ausserdem könnt ihr euch hier vorstellen.

Beitragvon moobe » 05.07.2011 19:07

süsserZahn hat geschrieben:Mit Brille kommt mir das irgendwie "künstlich" vor.


Süßer Zahn, genau den Satz sage ich immer wieder zu meinen Freunden, wenn sie mich fragen, warum ich die Brille nie trage! Meine Freunde haben sich das mal angeguckt, ob meine Brille vllt so ne Schicht hat (hab den Namen vergessen) also dass dann da sone Farbe ist oder dass sie alles dunkler/heller macht, aber nein, es ist eine ganz gewöhnliche. Es wirkt auch so, als könnte ich mit der Brille nicht 3dimensional schaun, ich weiß, ich bilde es mir vielleicht nur ein, aber mir ist das egal was andere denken. Wenn ich kurze scharfe Momente beim Training habe kommt es mir nicht so vor.



Und du hast recht, die Welt ist unheimlich scharf!! Wenn ich die Brille tagelang net aufsetze, frage ich meinen Bruder manchmal wie er die Welt denn so "erlebt". Er ist aber jedes mal genervt und sagt mir, dass "dieses Augentraining" nervt und ich ihn darauf nicht immer ansprechen soll (er mag es nicht und meint immer, dass meine Augen immer schlechter werden, wenn ich keine Brille trage).


Zum Punkt mit dem scharf sehen: die einen sagens so, die anderen so. Meine Meinung:
Man muss zufrieden sein und sich sagen, dass man genug sehen kann (und ich meine das wirklich, auch wenn ich weiß, dass es mit fast -4 einfach lächerlich ist). Man darf aber nie in dieses flächenmäßige Sehen hineingeraten. Das "Dinge umranden" und "auf Bewegungen achten" "blinzeln" etc. kommt dann von selbst. Dies habe ich mal gelernt, als ich fast ne Minute lang ganz ganz scharf sehen konnte. Man macht es plötzlich automatisch und kann nichts dagegen machen. Ich habe es fast nicht mal gewollt und meine Augen haben einfach versucht alles, was in meinem Blickfeld ist, zu erfassen. Diesen Tag vergesse ich wohl nie^^ Er ist glaub ich jetzt 1 Woche her. Naja, jedenfalls ist dies unser einziger Fehler, dass wir nicht fokussieren und versuchen, Details zu finden/sehen. Das ist das einzig wichtige!

Ich muss sagen, dass wenn ich Sport mache, dies mir ganz ganz ganz schwer fällt und meine Augen automatisch in diesen "Modus" zurückfallen. Schwimmen ist der einzige Sport, bei dem dies nicht so ist, wahrscheinlich, weil man ständig nach ein paar Bahnen Pausen macht. Sonst, wenn ich dann aufhör mit dem Sport und auf meine Umwelt achte, merke ich, dass ich wieder in diesem anderen Modus (ich nenns jetzt einfach so) wechsle und flächenmäßig sehe. Gleichzeitig sind meine Augen ganz schlecht, obwohl ich doch keine Brille getragen habe... Aber auch schon bei leichter Anstrengung wie beim Fahrradfahren, wenns mal anstrengender wird wie z.b. wenn man nen Berg hochfährt. Ich hatte meinen Bruder mal darauf angesprochen, dass meine Augen dann immer in so ne Art "Sparmodus" wechseln, da sagte er mir (was selten ist, sonst sagt er immer, ich soll aufhörn, ihn mit solchen sinnlosen Fragen zu nerven^^), dass auch wenn er extrem müde ist und überhaupt nicht mehr kann, er lieber etwas langsamer fährt und dafür weiter "richtig" guckt.

Das hat mich zu viel denken gebracht und ob das wohl alle Menschen machen. ich denke ja, aber es ist ihnen unbewusst.


Versucht es alle mal selbst. Geht mal 2 oder 3 km joggen (auch wirklich durchziehen!!!), irgendwann wechseln die Augen in den Sparmodus. Und nachher, nach dem Sport, könnt ihr schlechter sehen als sonst -.-




Schönen Abend noch ;)
lg moobe


P.S: Mein Bruder hat nen Visus von 1,5! Aber ich gönns ihm aus ganzem Herzen und hoffe, dass ich auch mal so weit kommen werde :D
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Beitragvon Nicole » 05.07.2011 22:16

moobe hat geschrieben:Man muss zufrieden sein und sich sagen, dass man genug sehen kann (und ich meine das wirklich, auch wenn ich weiß, dass es mit fast -4 einfach lächerlich ist).

P.S: Mein Bruder hat nen Visus von 1,5! Aber ich gönns ihm aus ganzem Herzen und hoffe, dass ich auch mal so weit kommen werde :D


Ich hatte zu Höchstzeiten -3,0 und -3,5 und noch einen Zylinder von -1,0. Also fast deine Werte.
Im Vergleich zu jetzt habe ich da echt "wenig" ohne Brille gesehen, trug die Brille/Kontaktlinsen aber nur ausser Haus. :wink:

Einen Visus von 1,5 hatte ich mit den Nachtlinsen und es ist ein ganz anderes Sehen/Empfinden, als mit einer Brille.

Wobei mich der andere Seheindruck weniger stört, weil ich gerne gestochen scharf sehe. Visusfanatiker nennt man das. :lol:
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Beitragvon süsserZahn » 06.07.2011 10:13

wie meinst Du das mit dem flächenmässigen sehen, moobe?
Meinst Du dass man als kurzsichtiger zu viele Details auf einmal aufnehmen möchte - wie das auch in den Sehbüchern steht?

"Augen 1 Minute lang alles scharf gesehen". Erzähl mal mehr darüber. Wie war das? Wie kam das?

Das mit dem Modus hab ich auch nicht ganz verstanden.

Ich glaube, dass wir inzwischen merken - und das fällt vermutlich mit jeder Dioptrie die man hat noch mehr auf (ich bin ja irgendwo bei -5) - dass die Brille die Augen zu unnatürlicher Arbeit zwingt.
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Beitragvon moobe » 07.07.2011 16:04

süsserZahn hat geschrieben:wie meinst Du das mit dem flächenmässigen sehen, moobe?
Meinst Du dass man als kurzsichtiger zu viele Details auf einmal aufnehmen möchte - wie das auch in den Sehbüchern steht?

"Augen 1 Minute lang alles scharf gesehen". Erzähl mal mehr darüber. Wie war das? Wie kam das?

Das mit dem Modus hab ich auch nicht ganz verstanden.

Ich glaube, dass wir inzwischen merken - und das fällt vermutlich mit jeder Dioptrie die man hat noch mehr auf (ich bin ja irgendwo bei -5) - dass die Brille die Augen zu unnatürlicher Arbeit zwingt.


Hmmm, ich dachte immer, dass ihr das ähnlich wie ich empfindet. Sorry, was in den Lehrbüchern steht, weiß ich leider nicht, aber ich dachte, dass es allen so ginge. Wenn ich die Brille lange Zeit aufhabe und dann abnehme oder ich weiß auch nicht genau wann, eben wenn ich mich nicht mehr auf meine Augen konzentriere, weil ich längere Zeit im Haus war oder wenn ich mich auf etwas anderes konzentriere (wie gesagt, am meisten oder auch fast immer passiert es beim Sport) dann schaue ich flächenmäßig. Ka, wie ich das beschreiben soll, ich fixiere keinen Punkt mehr, sondern starre einfach nur noch auf alles.

Wenn ich mir einen Baum anschaue, versuche ich den Baum überall gleichscharf zu sehen. Ich fixiere ihn nicht mehr richtig. Tut mir leid, ich weiß nicht, wie ich das erklären soll, einbilden tu ichs mir aber bestimmt nicht^^ Das ist ja das schlimme, ich merke es ja auch noch :P


@Nicole: Kann ja auch dran liegen, dass du Kontaktlinsen trägst, weil ich noch nie eine getragen habe (muss ehrlich gesagt auch nicht sein ;)), aber wenns dich nicht stört.
Was mich aber interessiert ist, dass diese Nachtlinsen wirklich funktionieren! Das hätte ich wirklich nicht gedacht! Aber warum verliert man die alte Sehstärke denn sofort wieder? Das finde ich nämlich schade :D

zum 1 Minute lang scharf sehen (können auch 40-50 sec gewesen sein, ich weiß es nicht^^): Ich weiß nicht mehr, wie es kam. Ich war den ganzen Tag schon auf dem Bau (Vater helfen, sind ja schließlich Ferien), und plötzlich kams einfach, ich hab zwar vorher den ganzen Tag, weil ich ja draußen war, Übungen gemacht, aber das kam einfach so. War keine bestimmte Übung oder so (was ich schade finde, sonst würd ich die die ganze zeit wiederholen..), naja jedenfalls kam ich mir wie ein kleines Kind vor, das versucht, überall hinzugucken, aber nicht wirklich verspannt, sondern einfach so. Was ich meine ist, dass ich die Augen nicht die ganze zeit schweifen gelassen hab, sondern immer so über "Mini-Hopser" bewegt hab. Konnte sie irgendwie nicht still halten, keine Ahnung^^ Vielleicht weil sie da mal nicht so verkrampft waren ich weiß es nicht, ist mir komischerweise auch egal, weil ich nur das Gefühl toll fand am Anfang. Am Ende habe ich dann extra versucht, lange nicht zu blinzeln, aber das war wohl ein Fehler, denn genau dann wurde alles erst nach und nach und dann nach einmal blinzeln sofort schlechter >.>


Dass uns die Brille zu unnatürlichen Sachen zwingt ist logisch, weil deine Augen die ganze Zeit verspannt sind, als würdest du irgendwas in deiner Nähe fokussieren. Doch dass unsere "Angewohnheiten" da sind, glaube ich schon. Versucht mal das (habe ich selbst rausgefunden, ist nicht aus einem Buch):

ihr kennt alle die 2/3-Punkte Übung. Jetzt einfach Augen schließen und dann einen teil (nicht den ganzen) von einem Baum angucken. Versucht mal, den Baum nicht zu umranden oder auch nicht ein einzelnes Blatt anzuschaun, sondern wirklich 5-10 Blätter auf einmal. Versucht mal, da richtig drauf zu STARREN. Na, wie lange schafft ihr das bei den ersten Versuchen bis die Tränen kommen? 5-10sec? Tja, mein Bruder schafft ca 30-40sec, seine Augen werden müde, aber sie tränen noch nicht mal. Versucht das ein paar mal zu üben, aber nicht verkrampft. SCHAUT SO LOCKER IHR KÖNNT DRAUF, ES GEHT NICHT DARUM, DEN BAUM SCHARF ZU Sehen!!! Einfach mit eurer "schlechten" Sehkraft draufstarren, aber so locker es möglich ist, nicht mal richtig probieren, zu fokussieren sollt ihr (nagut, wenn man die Übung mit einem Blatt machen würde, dann wären die Augen "leicht" verkrampft). Wenn ihr es nach ein paar Versuchen (kommt drauf an, wie entspannt eure Augen sind, desto weniger Versuche braucht ihr) schafft, ca 15-20 sec ganz ganz locker draufzuschauen, werdet ihr merken, dass eure Augen (manchmal auch sehr sehr minimal) versuchen, sich automatisch zu bewegen. Wenn ihr leicht verspannt seid, versuchen sie mindestens, sich "mit dem Sehen abzuwechseln" sodass man aber wieder eine minimale Bewegung merkt.


Lange Rede, kurzer Sinn: Wir alle haben es in uns, aber wenn man erstmal wie auch immer (ist mir auch egal, liegt aber wohl am flächenmäßigen und falschen Sehen) eine schlechtere Sehstärke bekommt, dann gewöhnt man sich Falsches an, was aber mit voller Sehstärke wahrscheinlich irgendwann wiederkommt (wenn man durch Training nachhilft). Die Brille ist meiner Meinung nach eine Krücke, die nicht zulässt, dass der Fuß überhaupt eine Chance hat, sich auszuruhen, und dadurch muss der Arm mehr ausgelastet werden und evtl. passiert dann was mit diesem (und dann was mit dem Rücken...). Wenn der Fuß wieder heil wäre, würde der Rücken bestimmt wieder gerade werden und der Arm auch wieder entspannt.


Schönen Abend noch :D
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Beitragvon sven » 07.07.2011 20:03

Hallo moobe.

Ich hab das mit dem Sparmodus auch schon beobachtet. Ich denke es ist sehr einfach.

Wenn das Sehen beim Menschen mit einem modernen Computersystem vergleicht, dann heisst mehr Sehschärfe mehr Daten, das heisst mehr Megapixel.

Mehr Daten erfordern aber zur Verarbeitung auch mehr CPU Power. Auf den Menschen übersetzt heisst das, dass mehr Schärfe mehr Aufmerksamkeit erfordert.

Allgemein gesagt kann ich beobachten, daß es bei jeder Fähigkeit so ist.

Also schneller Radfahren -> braucht mehr Aufmerksamkeit.
Also schneller Laufen -> braucht mehr Aufmerksamkeit.
Kopfrechnen -> braucht mehr Aufmerksamkeit.

Die Aufmerksamkeit wird aufgeteilt. Wenn man dann Probleme hat und die im Hintergrund bearbeitet ziehen die automatisch Aufmerksamkeit und man sieht schlechter.

Es ist nicht die Naharbeit in der Schule/Uni, die die Augen verschlechtert, sondern die dauernde hochkonzentrierte Kopfarbeit. Die Kopfarbeit verschlechtert im übringen auch alle anderen körperlichen Fähigkeiten, da sie beim Kopfarbeiten ungenutzt sind.

Das sind meine persönlichen Beobachtungen und Erfahrungen.

Ich bin im übrigen auch Kopfarbeiter und versuche eine Balance zwischen Kopfleistung und Augenleistung hinzubekommen.

LG

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Beitragvon Mrs.Robinson » 08.07.2011 07:15

[quote="moobe"
Hmmm, ich dachte immer, dass ihr das ähnlich wie ich empfindet. Sorry, was in den Lehrbüchern steht, weiß ich leider nicht, aber ich dachte, dass es allen so ginge. Wenn ich die Brille lange Zeit aufhabe und dann abnehme oder ich weiß auch nicht genau wann, eben wenn ich mich nicht mehr auf meine Augen konzentriere, weil ich längere Zeit im Haus war oder wenn ich mich auf etwas anderes konzentriere (wie gesagt, am meisten oder auch fast immer passiert es beim Sport) dann schaue ich flächenmäßig. Ka, wie ich das beschreiben soll, ich fixiere keinen Punkt mehr, sondern starre einfach nur noch auf alles.
[/quote]

Hallo,

ich nehme an du wirst Bates kennen. Er beschreibt genau das gleiche. Fehlsichtige betrachten oftmals eine Fläche. Wir sollen uns bewusst werden, dass alles aus kleinen Pixeln besteht. Und dass kleine Pixel aus noch kleineren Pixeln bestehen, usw.

Wenn ich müde bin tritt das auf. Meistens gegen nachmittag, wenn ich von der Arbeit "aufgebraucht" bin. Morgens nach dem Kaffee fällt es mir leichter Punkte zu fixieren; oder auch abends wenn ich mich ausruhe.

Viele Grüße! :)
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Beitragvon süsserZahn » 08.07.2011 08:45

ich glaub ich weiß jetzt auch, was Du meinst.Das ist schon das "starren". Mir geht das so, dass ich auf einen Ausschnitt meiner Umgebung gucke, mein Blick Richtung Zentrum dieses Ausschnitts geht. Ich sehe dann zwar den ganzen ausschnitt, aber keinen Bereich davon würde ich als "richtig gesehen" bezeichnen. Es ist mehr ein grob drüberhuschen.

Und ganz komisch - ich merke das bei mir auch. Ich hab fast das Gefühl, die Augen schalten "aus". SEit dem Sehtraining merk ich das. Wenn ich die Brille abnehme fang ich automatisch an, mich auf kleiner Ausschnitte zu konzentrieren. Zu umwandern. Klar - ich habe gelernt, dass ich den kleinen Ausschnitt scharf stellen kann und warte darauf.

Das mit den blättern am Baum hab ich grad mit meiner Zimmerpflanze versucht. Beim ersten Mal hab ich das deutlich gemerkt, dass die Augen von selbst umrunden und hin und herspringen. Jetzt muß ich blinzeln. Funktioniert aber auch mit Brille.

Ich hab übr. früher auch viel Kontaktlinsen getragen. Aber für mich ist das unscharfe Sehen ohne Sehhilfe ok. Ich warte darauf, dass es besser wird. Und irgendwas tut sich ja auch. Immerhin schreib ich den Text grad mit einer -3er Brille und kleb nicht unmittelbar am Bildschirm.
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Beitragvon süsserZahn » 08.07.2011 08:54

übrigens, Nicole, mir ist gestern noch was zum Astigmatismus aufgefallen.
Leo Angart - S. 143 "Kreisübung" - "... kann zu Altersweitsichtigkeit und Astigmatismus führen" Er spricht da von mangelnder Fusion.
ich bringe das Bild auf der nächsten Seite bisher noch nicht zusammen - meine Augen sind also noch nicht fusioniert.
Das würde für mich erklären, warum das tibetische Rad bei mir überhaupt keine Veränderungen gebracht hat.
Kennst Du das von Dir auch?

Ich möchte die nächsten Wochen die Schwingübungen (Elefantenschwung + Spiegelschwung) zusammen mit dieser Kreisübung verstärkt angehen.
Elefantenschwung und Spiegelschwung soll man 3x am Tag machen - das ist vom aufwand her ok. Die Kreisübung mit der Konvergenztafel "häufig". Gut, hier merkt man auch, was sich verbessert und wann es gut ist.
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Beitragvon Mrs.Robinson » 08.07.2011 08:59

süsserZahn hat geschrieben:ich glaub ich weiß jetzt auch, was Du meinst.Das ist schon das "starren". Mir geht das so, dass ich auf einen Ausschnitt meiner Umgebung gucke, mein Blick Richtung Zentrum dieses Ausschnitts geht. Ich sehe dann zwar den ganzen ausschnitt, aber keinen Bereich davon würde ich als "richtig gesehen" bezeichnen. Es ist mehr ein grob drüberhuschen.

Und ganz komisch - ich merke das bei mir auch. Ich hab fast das Gefühl, die Augen schalten "aus". SEit dem Sehtraining merk ich das. Wenn ich die Brille abnehme fang ich automatisch an, mich auf kleiner Ausschnitte zu konzentrieren. Zu umwandern. Klar - ich habe gelernt, dass ich den kleinen Ausschnitt scharf stellen kann und warte darauf.

Das mit den blättern am Baum hab ich grad mit meiner Zimmerpflanze versucht. Beim ersten Mal hab ich das deutlich gemerkt, dass die Augen von selbst umrunden und hin und herspringen. Jetzt muß ich blinzeln. Funktioniert aber auch mit Brille.

Ich hab übr. früher auch viel Kontaktlinsen getragen. Aber für mich ist das unscharfe Sehen ohne Sehhilfe ok. Ich warte darauf, dass es besser wird. Und irgendwas tut sich ja auch. Immerhin schreib ich den Text grad mit einer -3er Brille und kleb nicht unmittelbar am Bildschirm.


Mir ist das anfangs gar nicht groß aufgefallen; ich dachte meine Sehschwäche hat rein gar nichts damit zu tun. Es ist für mich auch sehr schwierig meine Augen immer in Bewegung zu halten, was ja neben dem Fixieren auch sehr wichtig ist.

Ich trage meine Brille nur zum Autofahren. Glücklicherweise halten sich meine Werte relativ stabil seit 5 jahren (links -0,5; rechts -1,25), aber links ist es gefühlsmäßig ein wenig schlechter geworden... Ich vermute ich habe eine Art innere Blockade, die das verursacht. Denn wenn es an falschen Sehgewohnheiten liegen würde, müssten doch meine Augen kontinuierlich immer schlechter werden, oder was meinst du?
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Beitragvon Nicole » 08.07.2011 10:59

moobe hat geschrieben:@Nicole: Kann ja auch dran liegen, dass du Kontaktlinsen trägst, weil ich noch nie eine getragen habe (muss ehrlich gesagt auch nicht sein ;)), aber wenns dich nicht stört.
Was mich aber interessiert ist, dass diese Nachtlinsen wirklich funktionieren! Das hätte ich wirklich nicht gedacht! Aber warum verliert man die alte Sehstärke denn sofort wieder? Das finde ich nämlich schade :D


Hallo moobe,

Ich trage ja nicht immer Linsen, sondern auch Brille, wenn ich sie nur kurz brauche.
Was micht bei Brillen stört, ist der Rand/das eingeschränkte Gesichtsfeld. Abgesehen von Flecken und Fusseln auf den Gläsern. :(

Die Nachtlinsen flachen ja nur den vorderen Teil der Hornhaut etwas ab durch ihre Form.
Ähnlich wie man morgens manchmal Abdrücke vom Kopfkissen im Gesicht hat.
Ist der Druck weg, geht das Gewebe wieder in die ursprüngliche Form zurück.

sven hat geschrieben:Die Aufmerksamkeit wird aufgeteilt. Wenn man dann Probleme hat und die im Hintergrund bearbeitet ziehen die automatisch Aufmerksamkeit und man sieht schlechter.

Es ist nicht die Naharbeit in der Schule/Uni, die die Augen verschlechtert, sondern die dauernde hochkonzentrierte Kopfarbeit. Die Kopfarbeit verschlechtert im übringen auch alle anderen körperlichen Fähigkeiten, da sie beim Kopfarbeiten ungenutzt sind.


Libermann beschreibt da in seinem Buch "Natürliche Gesundheit für die Augen" ab Seite 262 Übungen, die er ohne und mit Trampolin durchführen sollte.

Er erkannte, dass die Lösung anstrengungsfrei heisst.
Kopfarbeit selbst ist nicht das Problem, sondern die Anstrengung dabei.
Bates war ja auch auf dem Weg mit dem mental strain.
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Beitragvon moobe » 08.07.2011 13:34

Hey Sven,

genau so stelle ich mir das auch vor. Mehr Dateien=mehr Traffic=> man braucht also mehr Aufmerksamkeit, bzw mehr Energie, um noch aufmerksam zu bleiben. Ich weiß, es ist meine persönliche Meinung, aber ich teile sie mit dir und freue mich auch ein wenig, dass es nicht nur mir so geht :D Das ist doch im Endeffekt auch der Grund, warum Menschen mit Stress schlechter sehen...

@süßer zahn:

Mir geht das so, dass ich auf einen Ausschnitt meiner Umgebung gucke, mein Blick Richtung Zentrum dieses Ausschnitts geht. Ich sehe dann zwar den ganzen ausschnitt, aber keinen Bereich davon würde ich als "richtig gesehen" bezeichnen. Es ist mehr ein grob drüberhuschen.


Siehst du, das ist es. Das Gehirn verarbeitet die "Dateien" nicht, das ist dieser "Sparmodus". Du musst bewusst draufschauen und sozusagen realisieren, was du da siehst, auch wenn es dich evtl. nicht interessiert.


Ich war vor 2 Wochen auf einer Party, und wisst ihr, was mir da aufgefallen ist? Ich kann einfach nicht von der Musik weghören, mein Gehirn verarbeitet diese "Dateien" einfach alle, obwohl sie mich "nicht interessieren" und die Musik zu großen Teilen nicht toll war.
Nun höre ich gerade Musik, während ich diesen text schreibe. Anders als bei meinen Augen kann ich meine Ohren nicht auf einen Sparmodus schalten und muss die ganze Zeit hinhören. Beachtet das mal, das ist sehr interessant!! Ihr könnt einfach, auch mitten in einer Diskussion, nicht "von der Musik weghören", was mit meinen Augen möglich ist. Wenn ich mit jemandem rede, ist es mir möglich, mit meinen Augen nur noch zu starren. Wenn ich mit meinem Bruder rede, der hat seine Augen nur am Blinzeln oder guckt immer andere teile von mir an, das mache ich nicht, außer in weite Entfernungen.

Das mit den blättern am Baum hab ich grad mit meiner Zimmerpflanze versucht. Beim ersten Mal hab ich das deutlich gemerkt, dass die Augen von selbst umrunden und hin und herspringen. Jetzt muß ich blinzeln. Funktioniert aber auch mit Brille.


:D Ich wusste es, weil es mir mein Bruder erzählt hat, das war nicht ich, der das erfunden hat :P Wollte nur sehen, ob es bei euch wirkt, das hat mir mal mein Bruder erzählt^^ Aber ihr dürft nicht tränen, kurz bevor das anfängt guckt ihr blinzelnd irgendwo anders hin und macht es nach ca 30sec palmieren nochmal :D
Das interessante ist an der Übung, dass die Augen nicht so "gezwungenes Umwandern/bewegen" machen, sondern immer ganz minimale Sprünge im fast schon Sekundentakt. Und das ist dann wohl das natürliche Nicht-Starren bei Menschen mit normalem Sehvermögen (meine Meinung... Ich glaube nämlich, dass Menschen mit normalem Sehvermögen auch Augentraining machen, wahrscheinlich mehr als wir...)


Es ist für mich auch sehr schwierig meine Augen immer in Bewegung zu halten, was ja neben dem Fixieren auch sehr wichtig ist.

Jo, wahrscheinlich ist das Geheimnis einfach ein Reflex, den man erst mit der 3PunkteÜbung oder die abgewandelte von meinem Bruder üben muss bis das Auge das sogar bei ganz ganz ganz kleinen Abständen macht (evtl beim Lesen von Schriften. Wenn ich etwas lese, dann lese ich "alles auf einmal", mein Bruder Buchstabe-für-Buchstabe..)


@Nicole: Ich glaube, dass Sven das aber meinte. Anstrengung ist doch die Folge von der Kopfarbeit oder von dem 3-Kilometer-Lauf.




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Beitragvon Nicole » 10.07.2011 07:56

moobe hat geschrieben:@Nicole: Ich glaube, dass Sven das aber meinte. Anstrengung ist doch die Folge von der Kopfarbeit oder von dem 3-Kilometer-Lauf.


Ich denke, man muss unterscheiden zwischen angestrengter Kopfarbeit und "anstrengungsfreier" Kopfarbeit.

Angestrengt ist z.B. die Sache mit dem Lügen bei Bates.

Mache ich etwas gerne, strengt es mich nicht an. Muss ich mich jedoch durch Matheaufgaben oder sonstwas quälen, was mich nicht interessiert, oder was ich nicht verstehe, strengt es an.
Und das beschreibt Libermann ganz gut, wie es ihm gelang, auch scheinbar unlösbare Denkaufgaben mühelos zu lösen und die gute Sicht dabei zu behalten.
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Beitragvon Aniram » 10.07.2011 09:33

Bei meinen Übungen mit den - in 1,90m (2,40m=100%) inzwischen doch sehr kleinen und schwer zu lesenden - Buchstaben, habe ich festgestellt, dass ich sie auf 2 verschiedene Arten scharf bekomme:
1) Durch Anstrengung beim Sehen.
Das fühlt sich zwar falsch an, bringt aber durchaus gute Resultate und deshalb verfalle ich immer wieder in diese falsche Art des Sehens.
Nach sehr kurzer Zeit werden die Augen müde und die Buchstaben verschwimmen oder verändern die Farbe: sie werden ganz blass oder der weisse Hintergrund färbt sich grau, zT sind die Buchstaben mit grauen Kästchen unterlegt.
Anschliessend sehe ich zwar meistens recht gut, aber die Doppelbilder nehmen stark zu.
2) Durch Entspannung.
Da dauert es etwas länger, bis die Buchstaben klar lesbar werden; aber es fühlt sich insgesamt viel besser und richtiger an. So kann ich viel länger üben und die Resultate werden je länger, um so besser.
Zwischendurch palmiere ich immer wieder oder mache einfach nur kurz die Augen zu - wenn ich sie dann wieder öffne, ist die Sicht für einen kurzen Moment ganz klar.
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Re: Anstrengung

Beitragvon moobe » 10.07.2011 19:00

Aniram hat geschrieben:Bei meinen Übungen mit den - in 1,90m (2,40m=100%) inzwischen doch sehr kleinen und schwer zu lesenden - Buchstaben, habe ich festgestellt, dass ich sie auf 2 verschiedene Arten scharf bekomme:
1) Durch Anstrengung beim Sehen.
Das fühlt sich zwar falsch an, bringt aber durchaus gute Resultate und deshalb verfalle ich immer wieder in diese falsche Art des Sehens.
Nach sehr kurzer Zeit werden die Augen müde und die Buchstaben verschwimmen oder verändern die Farbe: sie werden ganz blass oder der weisse Hintergrund färbt sich grau, zT sind die Buchstaben mit grauen Kästchen unterlegt.
Anschliessend sehe ich zwar meistens recht gut, aber die Doppelbilder nehmen stark zu.
2) Durch Entspannung.
Da dauert es etwas länger, bis die Buchstaben klar lesbar werden; aber es fühlt sich insgesamt viel besser und richtiger an. So kann ich viel länger üben und die Resultate werden je länger, um so besser.
Zwischendurch palmiere ich immer wieder oder mache einfach nur kurz die Augen zu - wenn ich sie dann wieder öffne, ist die Sicht für einen kurzen Moment ganz klar.


geht mir genau so. Das angestrengte bringt auch keine Langzeiterfolge und man kann es nach ca. 10min Training nicht mehr so wie am Anfang machen (also nicht mehr so gut scharf stellen). Außerdem blinzelt man dann immer so doll und kann die Augen nicht lockern >.>

Nicole hat geschrieben:Und das beschreibt Libermann ganz gut, wie es ihm gelang, auch scheinbar unlösbare Denkaufgaben mühelos zu lösen und die gute Sicht dabei zu behalten.



Kannst du uns da seinen Trick mal erzählen oder kurz erläutern, weil ich das echt interessant finde! Nach stundenlangem Üben von Latein sind meine Augen immer schlechter denn je und es dauert auch immer bis es besser wird. Ein paar Tricks wären da sehr nett, wenn du sie erzählen könntest.

LG moobe


P.S:es ist nicht so, dass ich Latein nicht mag, aber vor ner Arbeit muss man da schon manchmal 4h am Stück üben, Pause machen und dann weiter. Und ich weiß, dass es an meiner falschen Sehgewohnheit liegen muss! Auch nachdem ich Bücher generell gelesen habe sind meine Augen ganz steif. Dies trifft aber nicht auf Texte in Diamantschrift zu, ich weiß nicht, warum...
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Beitragvon süsserZahn » 11.07.2011 10:54

moobe, das mit den paar Blättern an nem Baum angucken klappt gut.
Mir scheint fast, es liegt daran, weil wir uns die Vorgabe geben - "4 Blätter" anzusehen. So als würde man automatisch immer wieder die VIER Blätter abzählen. Wahrscheinlich ist das der Schlüssel ... ???

Was mir noch als Gedanke gekommen ist, ist die Rolle, die der Fernseher bei der Kurzsichtigkeit spielt.
Beim Fernsehen hat man nur einen Ausschnitt je nach Größe des Fernsehers, den man betrachtet. Je nachdem wie weit man vom Fernseher entfernt sitzt, ist das Starren quasi vorprogrammiert.
Der Beitrag (welcher Art auch immer) ist so aufgezeichnet, dass der Mittelpunkt des Geschehens gleichzeitig im Mittelpunkt des Bildschirms ist.
Starren ist also quasi vorprogrammiert. Ausser man zwingt sich zum umwandern. Was aber beim Fernsehen eigentlich "unnatürlich" ist.
Ausserdem guakelt uns der Kasten zig Entfernungen vor, obwohl sich die Entfernung nicht ändert => unser Auge sieht auf 2-3 Metern eine angebliche Entfernung von +/- 0 bis +/- unendlich.

Versteht ihr, was ich meine?
Ich mußte daran denken, weil ich als Kind schon Märchenfilme geliebt habe und regelrecht an der Mattscheibe geklebt bin.

Aniram, ich kann nicht entspannt scharfstellen. Gibts da nen Trick?
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