Veränderung meines Sehens bei starker Kurzsichtigkeit

Hier ist Platz für alle kleinen und grossen Erfolge auf dem Weg zur Verbesserung der Sehleistung. Ausserdem könnt ihr euch hier vorstellen.

Veränderung meines Sehens bei starker Kurzsichtigkeit

Beitragvon tana486 » 11.08.2009 21:44

Hallo zusammen,

Ich lese schon seit einigen Monaten immer wieder in diesem Forum.
Nun habe ich mich endlich entschlossen, einen eigenen Beitrag zu schreiben.

Grund dafür ist eine Veränderung meiner Sehkraft, die ich nicht mehr leugnen oder als "eingebildet" abtun kann.

Ich bin jetzt fast 25 Jahre alt.

Eine Brille trage ich seit dem 6. Lebensjahr, seitdem ich 16 bin habe ich -6,5dpt auf beiden Augen.

Vom Sehtraining habe ich von einer Freundin vor 8 Monaten gehört und gedacht, es kann ja nicht schaden, es auszuprobieren. In der Fülle der angebotenen Bücher habe ich mich mehr oder weniger zufällig für "Das Augenübungsbuch - Besser sehen ohne Brille" von Lisette Scholl entschieden.

Am Anfang war ich mit großer Energie bei den Übungen. Bald merkte ich jedoch, dass das mechanische Üben mir nicht lag, und mit "Emotionszentrierten Übungen" wie mit einem Tennisschläger auf mein Bett zu hauen, um angesammelte Aggressionen herauszulassen, konnte ich wenig anfangen. (Nichts dagegen, für manchen mags gut sein, aber ich benätigte das grade nicht.) Mein Enthusiasmus nahm wieder ab, andere Dinge kamen in den Vordergrund, so dass ich das regelmäßige trainieren wieder aufgab.
Ich machte es mir jedoch zur Angewohnheit, darauf zu achten, wie sich meine Augen anfühlen und bemerkte häufig, dass sie verspannt waren. Von Zeit zu Zeit lief ich außerdem ohne Brille herum.

Dann vor drei Wochen erschien mir plötzlich beim Joggen (meine Brille hatte ich zu Hause gelassen) eine Hausnummer (es war eine 9) in einiger Entfernung völlig klar. Ich war fasziniert von dem Phänomen und begann sogleich mit meinem Sehen zu experimentieren. Auch einige andere Schilder, die ich mit meiner starken Kurzsichtigkeit eigentlich nicht hätte erkennen dürfen, konnte ich plötzlich klar sehen.

Dann hatte ich Urlaub und so war es mir möglich, für 5 Tage komplett ohne Brille herumzulaufen - eine Herausforderung bei meiner Stärke.
Dabei machte ich einige interessante Erfahrungen mit meinem Sehen.

Ich stellte fest, dass das Bild, das ich sehe, keinesfalls so statisch ist, wie ich es gehalten habe. Vielmehr verändert es sich von Moment zu Moment und ich habe durch die Art meines Sehens und dadurch, wo ich meine Aufmerksamkeit drauf wende einen Einfluss darauf, wie es mir erscheint.

Ich hatte, falls ich Erfolg mit dem Sehtraining haben sollte, erwartet, dass meine Dioptrienzahl sich langsam verkleinern würde. Das war aber nicht der Fall. Viel mehr sah ich plötzlich einige Details in weiter Ferne völlig scharf, während mir die Nähe unverändert erschien. Es ist eher so, als ob hinter dem verschwommenen Bild ein klares auftaucht. Auch habe ich unterkorrigierte Kontaktlinsen, mit denen ich aber nicht besser sehen kann als zuvor.

Wenn ich etwas scharf sah, so waren es zu Anfang häufig gerade Linien, wie zum Beispiel der Horizont, Straßenlaternen, das Fensterbrett usw. Dieses ist jedoch fast immer begleitet von Doppel- oder Mehrfachbildern, die auch nicht bei einäugigem Sehen verschwinden.
Manchmal habe ich Personen aus 50 m Entfernung klargesehen, jedoch inmitten einer verschwommenen Wolke ihrer selbst (das sieht schon ganz schön ulkig aus!).
Auch Leuchtschrift konnte ich manchmal klar in einer hellen Wolke erkennen.

Zwischendurch habe ich im wahrsten Sinne der Worte meinen Augen nicht getraut.
Anfangs dachte ich, die Effekte könnten auf einem Zusammenkneifen der Augen oder an einem Tränentropfen über der Pupille liegen, da das klare sehen häufig mit tränenden Augen verbunden war. Als mir aber einmal ein Text in ca.40 cm Entfernung bei ganz entspanntem Sehen völlig klar vor Augen stand (ein Ding der Unmöglichkeit bei -6,5 dpt), konnte ich die Veränderung meines Sehens nicht mehr leugnen.

Ich habe viel einfach nur in der Gegend herumgeguckt. Dann war ich nach einigen Stunden immer fürchterlich müde und die klaren Momente wurden auch wieder weniger.

Jetzt muss ich meine Brille wieder häufiger tragen, lasse sie aber auch öfters weg. Dann sehe ich mal mehr oder weniger Dinge klar, vieles auf jeden Fall besser als vor einem Monat. Allerdings bin ich von konstantem guten Sehen (noch?) weit entfernt.

Soviel erstmal zu meinen Erfahrungen. Sollte jemand meinen kleinen Roman tatsächlich bis hierher gelesen haben, so würde ich mich freuen, zu hören, ob jemand ähnliche Erfahrungen macht oder gemacht hat. :)

Gute Nacht
Lydia
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Veränderung meines Sehens bei starker Kurzsichtigkeit

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Beitragvon sven » 11.08.2009 23:02

Hallo Lydia,

bei mir ist es exakt genauso wie du es beschrieben hast.

Schoene Gruesse

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Beitragvon Tine » 12.08.2009 09:58

Hallo Lydia,

genau so ist es bei mir auch! Vor allem bei Schildern oder Leuchtanzeigen ist das Phänomen interessant, weil sich die Schrift dann teilweise in eine klar lesbare Zeile und eine unscharfe aufteilt, als ob eine Hülle abgestreift wird, die dann noch neben dem eigentlich klaren Bild steht...

Viele Grüße

Tine
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Beitragvon Vision » 12.08.2009 10:14

Hallo Lydia,

sehr treffende Beschreibung, auch ich habe die selben Wahrnehmungen gemacht.

lg
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Entdeckung der Dreidimensionalität

Beitragvon tana486 » 12.08.2009 12:26

Hallo,

Danke für die Antworten. Schön zu hören, dass Ähnliches wahrnimmt.

In den Momenten, in denen ich bisher recht klar sah, nahm ich den Raum plötzlich mit einer unglaublichen Tiefe wahr. Der Unterschied zwischen dem Sehen mit und ohne Brille ist in etwa so, wie ein normaler Film im Gegensatz zu 3D-Kino.

Der Gedanke liegt also nahe, dass mit der Kurzsichtigkeit nicht nur die Fähigkeit zum scharfen Sehen verloren geht, sondern auch die Wahrnehmung der Dreidimensionalität. Das kann man sich leicht vorstellen, wenn man bedenkt, dass meine Augen mit Brille immer nur etwa in den ersten 15 cm vor dem Auge den Blick scharf stellen.

Wenn nun die Augen tatsächlich wieder lernen, in der Ferne zu fokussieren, gibt mir das ein ganz anderes Raumgefühl.

Lydia
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Beitragvon sven » 12.08.2009 15:19

Einer im Forum hat es mal so beschrieben: "Es ist als ob sich das Bild als eine Ueberlagerung von vielen vielen scharfen einzelnen Bildern ergibt."

Ich nehme an, das kommt daher, dass das Auge eine Art scanning durchfuehrt und dann das Bild im Gehirn zusammensetzt. Das Stichwort hierzu muessten die Sakkaden sein.

In jedem Fall sieht das Bild nicht so aus wie die unscharfen Bilder einer Kamera, die Nicole mal im Forum gepostet hat. Wenn du das schon bemerkt hast, bist du schon ein gutes Stueck weiter denke ich.
Schoene Gruesse

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Beitragvon Martin/T. » 12.08.2009 18:45

Tine hat geschrieben:Hallo Lydia,

genau so ist es bei mir auch! Vor allem bei Schildern oder Leuchtanzeigen ist das Phänomen interessant, weil sich die Schrift dann teilweise in eine klar lesbare Zeile und eine unscharfe aufteilt, als ob eine Hülle abgestreift wird, die dann noch neben dem eigentlich klaren Bild steht...

Viele Grüße

Tine


War bei mir am Anfang auch so. Bei Leuchtziffern sieht man die Dopplungen und Schattenwürfe einfacher, weil die Kontraste kraftvoller sind. Ein bis zwei Schatten, selbst wenn sie deutlicher schwächer sind, auf der gewöhnlichen Natur, und es erscheint ganz so wie normale Fehlrefraktion. Inzwischen, dank des Fortschritts, sind Schattenwurf/Dopplungen bei mir aber so klar und nicht mehr permanent ( :dance: ), dass ich es auch auf Gedrucktem und in der Natur erkenne. (vgl. frühere Erfahrung hier).

:wink:

Sven hat geschrieben:Einer im Forum hat es mal so beschrieben: "Es ist als ob sich das Bild als eine Ueberlagerung von vielen vielen scharfen einzelnen Bildern ergibt."


Das war hier (unter "Die psychische Komponente").

Sven hat geschrieben:In jedem Fall sieht das Bild nicht so aus wie die unscharfen Bilder einer Kamera, die Nicole mal im Forum gepostet hat. Wenn du das schon bemerkt hast, bist du schon ein gutes Stueck weiter denke ich.


Du meinst diese Stelle.

:wink:

Willkommen im Forum, Lydia, auch von mir. Viel Ausdauer und Erfolg!
:)
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Beitragvon sven » 14.08.2009 18:25

Hey Martin,

du bist ganz schoen fleissig ! :) Danke.

Schoene Gruesse

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"Gastwort" eines schwach (u. bald/fast Ex-)Kurzsic

Beitragvon Martin/T. » 16.08.2009 08:35

@Sven: :)

@Lydia:

tana486 hat geschrieben:Ich hatte, falls ich Erfolg mit dem Sehtraining haben sollte, erwartet, dass meine Dioptrienzahl sich langsam verkleinern würde. Das war aber nicht der Fall. Viel mehr sah ich plötzlich einige Details in weiter Ferne völlig scharf, während mir die Nähe unverändert erschien. Es ist eher so, als ob hinter dem verschwommenen Bild ein klares auftaucht. Auch habe ich unterkorrigierte Kontaktlinsen, mit denen ich aber nicht besser sehen kann als zuvor.


Mir ist zwar klar, dass ich in diesem Faden allerhöchstens "Gastrecht" voraussetzen kann, - "starke Kurzsichtigkeit" -, aber DAS tue ich. Denn ich gehe davon aus, dass der Unterschied zwischen starker, schwacher oder sehr schwacher Kurzsichtigkeit in erster Linie ein gradueller ist (mag man durchaus anders sehen, aber ich gehe davon aus).

:arrow:

Ich komme von einer - langjährigen, seit dem späten Jugendalter entstandenen - Kurzsichtigkeit von knapp -0,75 auf dem linken Auge aus (rechts fast normal); und trotz dieser - vergleichsweise extrem glücklichen - Lage hat mich das Manko immer sehr geärgert. Letzten Dezember bin ich dan eher zufällig auf dieses Thema und Forum gestoßen, und hatte dann den Entschluss gefasst, dass ich doch versuche, das gezielt wegzutrainieren.

Zur Vorgeschichte gehört eine Jugenderfahrung, wie ich den Beginn dieser Entwicklung quasi mit Willensenergie im Keim ersticken konnte (wider alle Kassandraprognosen der Ärzte/Optiker; und bis auf den Rest links, der geblieben ist) (vgl. Bericht hier), aber die Chancen, nach siebzehn Jahren stabilen Werten mehr oder weniger verfestigtem "einäugigem" Sehmuster diesen Fehler wegzuüben, standen doch alle gegen mich,- nach klassischer Auffassung betrachet.

:roll:

Inzwischen bin ich fast "durch". (vgl. jüngste Sehtests hier) Und - was ich eigentlich schreiben wollte - ich erlebe das ganz genauso wie Du es beschreibst, dass die Wiedergewinnung dieser "obersten" drei Vierteldioptrien in einem Zug, und nicht schrittweise erfolgt. Natürlich, beim Sehtest wurde dann schon irgendwo in der Mitte (nämlich bei -0,25) eine Grenze gezogen, aber der Optiker "misst" ja nur eigentlich, welche Brille er dir empfehlen würde, wenn du eine wolltest, er misst keinesfalls irgendeine objektive physikalische Realität. In schlechten Momenten sehe ich nach wie vor alles, was über Jahre verblockt war, so unscharf (manchmal noch unschärfer), als wie früher, wenn das Auge bei 1,33m (0.75dpt) "festgehangen" hat. In (den immer häufiger werdenden) guten Momenten ist alles klar bis Unendlich.

Wie sich das praktisch ausnimmt, habe ich hier ("Schlieren, Schattierungen, Dopplungen") beschrieben.

Ich glaube also schon, dass Sven und "Stärker" mit ihrer kleinen Theorie recht haben, aber nur für den Bereich, den das Auge bzw. Hirn sich gerade "vornehmen" abzubauen. (Nur) in meinem Fall waren waren das alle fehlenden Dreiviertel Dioptrien auf einmal. (...) -- Um den Prozess in Gang zu setzen, hatte ich anfangs übrigens kein bisschen mit Entspannung und mentaler Selbstbeeinflussung bzw. psychischer Gesundung gearbeitet (das kam später dazu), sondern eher schon mit "physischer Gewalt" (der Augenmuskeln natürlich, nichts äußeres). Man kann das nachlesen in meinem persönlichen Pfad ("Kurzsichtigkeit ist eine Einstellung" - ja der Pfadtitel ist teilweise ein Widerspruch zu dem, was ich jetzt schreibe, aber nicht ganz: es gilt einfach beides), speziell ab dem dritten Kommentar ("Woher kommen die klaren Momente") und dann über weite Räume der folgenden Diskussion.

Aber Erfahrungen und Erfolgsrezepte sind in diesem Metier (soll ich sagen: leider) so verschieden wie die persönlichen Geschmäcker. Selbst wenn es einige (für viele) übereinstimmende Züge dabei gibt. Wir würden uns freuen mehr von Deinem Weg zu lesen.

:wink:
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Beitragvon Vision » 19.08.2009 09:49

sven hat geschrieben:Einer im Forum hat es mal so beschrieben: "Es ist als ob sich das Bild als eine Ueberlagerung von vielen vielen scharfen einzelnen Bildern ergibt."

Ich nehme an, das kommt daher, dass das Auge eine Art scanning durchfuehrt und dann das Bild im Gehirn zusammensetzt. Das Stichwort hierzu muessten die Sakkaden sein.

....


Hi Sven,

eine Frage zu den Überlagerungen von Einzelbildern:

Diese Vielzahl würden wir alle gerne auf ein scharfes Bild reduzieren. Aber auf welche Weise? Wie kann ich mein Gehirn überzeugen, nur noch ein Bild anzuzeigen, das auch noch scharf sein soll?
Bewegen wir uns hier in einem Bereich, den Dr. Bates in den Kapiteln 13 und 14 (Memory/Imagination as an aid to vision) beschreibt?

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Beitragvon tana486 » 24.08.2009 14:42

Hallo zusammen!

Ich füge mal den anderen Blog hier der vollständigkeit halber ein, eigentlich sollte er auch hier landen...


Ich wache mitlerweile morgens auf und es dauert nur einige Momente, bis ich erste klare Linien und Details habe. Lesen kann ich mit einiger Anstrengung Texte in einer normalen Entfernung, allerdings inmitten einem verschwommenen Bild.

@Martin und Sven: Danke für Eure Schilderungen, ich finde mich in so einigem wieder.

Einfach nur mal eine Theorie von mir:

Unscharfes Sehen ist gar nicht so unscharf. Es sind einfach verschiedene Lagen von absolut klarem Sehen übereinander, die jede für sich etwas anders liegt vor dem inneren Auge. Wie eine Art Prisma, das das eindringende Licht unterschiedlich bricht und zerlegt.

Normalerweise ist es eine Lage (oder Ebene oderLichtstrahl), das klare Sehen, da sind die Farben kräftig und die Kontuern klar.

Und dann trennt sich das scharfe Sehen in diese verschiednen Ebenen.

Warum?
Ich denke, weil das innere Sehen, die innere Wahrnehmung nicht mehr weiß, was richtig ist im leben und für einen Selbst. Man verliert sich in seine Zweifel. und diese Zweifel drücken sich körperlich aus.

Ich glaube, dass das Sehen auch nur ein Aspekt davon ist. aber im eigentlichen tritt es generalisiert im ganzen Körper auf. Und die Augen sind ein bevorzugtes Organ bei manchen menschen.


(Hab noch nicht rausgefunden, wie das mit dem Zitieren funktioniert...)

So ähnlich könnte ich mir das auch vorstellen. Die Theorie hat mich auf jeden Fall erstmal arg berührt.

Es ist einfach der Hammer: Ich halte es einerseits nach wie vor für völlig unmölgich, was gerade passiert. (Zur Erklärung: Ich studiere Medizin und bis somit wahrscheinlich besonders "indoktriniert".) Andererseits sehe ich ja, was ich sehe!
Meine gesamte Sehwahrnehmung ändert sich, ich sehe plötzlich dreidimensional, Raum! Und klare Bilder das erste Mal seitdem ich mich bewusst erinnern kann. Und das wo ich 18 Jahre lang eine Brille oder Kontaktlinsen getragen habe.
Ich kenne niemanden persönlich, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat, obwohl es jede Menge Brillenträger und "alternativ-medizinisch-Interessierte" in meiner Umgebung gibt.

Vorgestern habe ich zum Fahrradfahren eine halbe Stunde meine Brille aufgesetzt und dann ist mir kotzübel geworden. Ich habe sie wieder abgesetzt und dann ging es wieder, ich musste schieben. Es fühlt sich so an, als wollten meine Augen die Brille einfach nicht mehr aufhaben. Auch jetzt muss ich sie zwischendurch immer wieder abnehmen.
Das Problem ist, dass ich ohne Brille (noch) nicht gut genug sehe. Gerade verändert sich mein Bild von Tag zu Tag. Überhaupt hat ja alles erst vor 4 Wochen begonnen.
Wie ich nächste Woche mein Praktikum beginnen werde, weiß ich noch nicht.

Auch ohne Brille ist mir manchmal übel, wenn ich so in den Raum hineinschaue. Heute besonders. Auf jeden Fall fühle ich mich komisch. Kennt das jemand von Euch?
Ich habe das Gefühl, mit der Veränderung schwer mitzukommen. Da ist es eben plötzlich nicht mehr nur eine theoretische Frage, sondern etwas, was ganz konkret mit mir passiert!

Lydia
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La la la, ich sehe immer besser!

Beitragvon tana486 » 24.08.2009 14:50

Jeden Tag sehe ich mehr und mehr klar und das Bild wird konstanter. Ich freu mich so! Die Welt sieht doch einfach schön aus! :D

Am Mittwoch treffe ich mich mit einer Augentrainerin, die klang am Telefon ganz erfahren und ich bin sehr gespannt auf das Gespräch.

So langsam bin ich nicht mehr so aufgeregt und gewöhne mich an die Veränderungen. AUch erzähle ich langsam Freunden davon, das hilft mir selber, es zu fassen.

Diese Woche hab ich mir erstmal frei genommen, dann habe ich Zeit, mich ganz damit zu beschäftigen, was mich sowieso gerade dauerhaft beschäftigt: dem Sehen. Und dann schauen wir mal weiter. :P

Habe mir noch das Buch "Eselsweisheit" von M. Norbekov gekauft und kann es soweit durchaus empfehlen. Jedenfall löst es bei mir gerade eine Welle von Aktivität aus, alles mögliche, was auf und unter meinem Schreibtisch oder sonstwo liegt, zu klären.

Schöne Grüße
Lydia
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Beitragvon sven » 24.08.2009 23:31

Vision hat geschrieben:
sven hat geschrieben:Einer im Forum hat es mal so beschrieben: "Es ist als ob sich das Bild als eine Ueberlagerung von vielen vielen scharfen einzelnen Bildern ergibt."

Ich nehme an, das kommt daher, dass das Auge eine Art scanning durchfuehrt und dann das Bild im Gehirn zusammensetzt. Das Stichwort hierzu muessten die Sakkaden sein.

....


Hi Sven,

eine Frage zu den Überlagerungen von Einzelbildern:

Diese Vielzahl würden wir alle gerne auf ein scharfes Bild reduzieren. Aber auf welche Weise? Wie kann ich mein Gehirn überzeugen, nur noch ein Bild anzuzeigen, das auch noch scharf sein soll?
Bewegen wir uns hier in einem Bereich, den Dr. Bates in den Kapiteln 13 und 14 (Memory/Imagination as an aid to vision) beschreibt?

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Sorry Vision, dass ich so schreibfaul bin, aber ich hab schon so viel zu dem Thema geschrieben.
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Beitragvon Vision » 25.08.2009 08:55

sven hat geschrieben:Sorry Vision, dass ich so schreibfaul bin, aber ich hab schon so viel zu dem Thema geschrieben.


Danke für die Antwort, Sven. Schade, dass ich zu faul zum Suchen bin... :D
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Beitragvon Vision » 25.08.2009 08:56

sven hat geschrieben:Sorry Vision, dass ich so schreibfaul bin, aber ich hab schon so viel zu dem Thema geschrieben.


Danke für die Antwort, Sven. Schade, dass ich zu faul zum Suchen bin... :D
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