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Das Ende des Tunnels ist in Sicht mit Bates [Sina]

BeitragVerfasst: 09.10.2012 23:50
von Sina
Hallo zusammen, :D

ich will auch mal wieder berichten, was sich bei mir jetzt tut.

Eseln hat mir bisher sehr geholfen zur Motivierung usw. wie ich ausgeführt hatte.

Ich merke, jetzt tut sich etwas entscheidend Neues.

Deine Übersetzung, Flo, :) (nochmal großen Dank dafür) von David´s Methode nach Bates hat meiner Augenentwicklung eine grundsätzlich neue Richtung gegeben.

Ich sehe jetzt also von Punkt zu Punkt. Noch muss ich mich immer wieder daran erinnern, von Punkt zu Punkt zu sehen, aber es fällt mir immer schneller wieder ein.

Auf diese Weise entdecke ich Kleinigkeiten, die ich nie zuvor wahrgenommen hatte, zu Hause, wie draußen. Nicht dass ich diese Kleinigkeiten besonders wichtig fände. Aber sie sind eben da, und so nehme ich sie wahr. Ich merke, dass mich das dazu auffordert, wertfrei zu schauen. D. h., unwichtig, ob ich das gut oder schlecht finde, was ich sehe. Es ist eben da und ich sehe es an.

Ich finde sogar, dass aufgeräumte Stellen langweiliger sind als chaotische, weil es dort mehr zu sehen gibt, das eben einfach da ist. Das überrascht mich, weil ich sonst oft geguckt habe, ob etwas aufzuräumen ist.

Die Gelenkeübungen von Norbekov habe ich reduziert auf 10 Minuten Kopf- Schulter- und Übungen die mir grade einfallen. Die Augenübungen mache ich nur noch, wenn sie mir einfallen, z. b. beim Lesen zwischendurch zur Entspannung oder beim Busfahren zur Selbstunterhaltung. Das tut mir gut. Es ist ein Stück zu mir zurückkehren.

Ansonsten merke ich, dass ich ein Bedürfnis habe, rauszugehen. Das ist neu. Zu Hause habe ich jetzt schon sehr viele Kleinigkeiten angesehen, das ist nicht mehr so aufregend. So habe ich jetzt Lust auf Spaziergänge, was etwas ganz Neues für mich ist: Spaziergänge fand ich sonst immer unglaublich langweilig.

Aber jetzt finde ich viel zum Schauen:

Baumrinden sind besonders spannend. Bei mir ist ja die Weitsichtigkeit aufzulösen – mir scheint, sonst sind hier fast nur Kurzsichtige (?).

So war es dann heute Morgen für mich, als ich nah an Bäumen stand, dass ich ca. 30/40 cm unter meinem Gesicht die Baumrinde klar sehen konnte, und ebenso ca. 30/40 cm über meinem Gesicht. Aber vor meinem Gesicht blieb sie verschwommen. So war es morgens.

Beim Spaziergang nach der Arbeit hatte ich den Eindruck, dass die Sicht vor mir klarer wurde: die Rinde, die Herbstblätter in Augenhöhe, die roten und orangenen kleinen Beeren der Heckensträucher.

Und später kam die Krönung: ich saß vor dem Eiscafé in der Sonne, die zwischen den Güssen der sturmgepeitschten Wolken immer wieder länger auftauchte, und las in meinem Roman, der relativ kleine Schrift hat.

Und ich las nach und nach 5 Seiten ganz klar!!!

Die Seiten ließ ich von der Spiegelung der Scheibe mit gespiegeltem Sonnenlicht beleuchten. Zwischendurch entspannte ich meine Augen mit Augenübungen und Herumgucken in der Ferne. Sie waren aber gar nicht angestrengt. Und ich hatte ganz normal geguckt, nicht durch die Wimpern, wie sonst oft, wenn ich kleine Schrift ohne Sehhilfe lesen will.

Es war wie ein Wunder.

Ich bin jetzt sehr zuversichtlich, dass ich bald ganz normal lesen kann wie früher. Einfach weiter von Punkt zu Punkt wandern: ich sehe dies an, ich sehe das an. Und weiter, entspannt, ob ich den Punkt nun klar sehen kann. oder ob er verschwommen bleibt.

Ich sehe ja auf dem Boden klar (Astlöcher der Dielenbretter, kleine Steine der Bodenplatten, Kiesel auf dem Weg) und in der Ferne (Bäume, Häuser, Menschen).

Verschwommen sind halt die nahen Teile: Nähe Augenhöhe. Aber anscheinend ist das egal. Das Wichtige ist, von Punkt zu Punkt zu wandern, und jedem Punkt eine kleine Aufmerksamkeit zu schenken.

So weiß ich dann, wie die Gesamtgestalt aussieht - vermutlich, denn ich habe ja nicht die Zeit das zu prüfen und bin auf die kleinen Punkte konzentriert - (z. b. Jacke, Tasche, Bauzaun) aber gucke nur auf 2 oder 3 Punkte davon, und gehe dann schon wieder zu neuen Gegenständen über, weil ich ja weiter gehe. Das scheint mir unvollständig, aber so habe ich den Artikel verstanden. und es scheint zu funktionieren.

Genug für heute
und glückliche Grüße von
Sina :D

PS: die Optikermessung brachte eine tendenzmäßige Verbesserung, aber (noch?) keine Hurra-Meldung. Die reduzierenden Bemerkungen des Optikers, um den Erfolg wegzureden, will ich mir hier sparen.

Re: Das Ende des Tunnels ist in Sicht mit Bates

BeitragVerfasst: 10.10.2012 08:37
von Susa
Hallo Sina,
das klingt ja richtig prima! Weiter so!
Hast du denn eine "normale" Weitsichtigkeit oder Altersweitsichtigkeit?
Ich frage, weil ich mir grade Gedanken dazu mache, ob sich nicht auch die (angebliche?) Altersweitsichtigkeit mit B/D/F auflösen ließe? Mein Mann kann nämlich seit ein paar Jahren nicht mehr ohne Lesebrille. Er bekommt mit, was ich hier die ganze Zeit treibe und ist streckenweise schon fasziniert von dem, was ich berichte.
Wir vermuten, dass er schon immer mindestens eine leichte Weitsichtigkeit hatte, die er nur gut kompensieren konnte. Unsere Tochter zeigt dieselben Tendenzen: Sie kann ohne Brille lesen, vermeldet aber, das sie es mit einer schwachen Lesebrille unanstrengender findet. Mein Mann war früher nie ein Leser und hat inzwischen den Verdacht, dass das unter anderem daran lag, dass er es eben aufgrund von Weitsichtigkeit als Kind anstrengend fand und es deshalb gemieden hat.
Viele Grüße
Susa

260

BeitragVerfasst: 10.10.2012 19:54
von Flo
(momentan entfernt /Flo)

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BeitragVerfasst: 10.10.2012 20:04
von Flo
(momentan entfernt /Flo)

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Die Sakkaden fangen an, sich zu regen

BeitragVerfasst: 17.10.2012 23:48
von Sina
Hallo zusammen, :D

ich will auch mal wieder erzählen, wie es bei mir weiter geht.
Ich taste mich also durch die Tage - so oft wie möglich erinnere ich mich daran, auf möglichst kleine Sehfeld-Ausschnitte zu schauen.
Da ich weitsichtig bin, erscheinen mir die meisten Punkte scharf genug. Etwa: Blätterstielenden, Blattspitzen, Zweigenden, Winzsteinchen auf dem Boden, Ecken von irgendwas.

Ich bin mir unsicher, ob es Sinn macht, so vielen entfernteren Dingen Aufmerksamkeit zu schenken, weil sie ja schon scharf aussehen. Aber vermutlich geht es ja einfach um das Einüben eines neuen Sehverhaltens, bzw. Ansehverhaltens.

Um unscharfe Dinge zu sehen, muss ich nah herangehen: z. B. Heckenblatteckchen, Baumrinden, Haare von Menschen in Augenhöhe vor mir.
Bei den unscharfen Dingen bleiben diese überwiegend unscharf. Aber davon lasse ich mich nicht mehr verunsichern.

Was ich bei mir beobachte:
- morgens, bei guter Tagesform und gutem Licht (ich habe mir jetzt eine Extralampe an meinen Frühstücksplatz gestellt) kann ich schon beim Frühstück etwas ohne Sehhilfe lesen, mit mehr oder weniger leichter Doppelsicht. Aber so, dass es nicht anstrengt.

- Beim Gehen merke ich, wie mein Blick öfter schon von selbst von hier nach da und dort springt.

- Ich muss mich aber immer wieder mal aufraffen, nicht in so einen „hängenden Glotzblick“ zu verfallen, sondern den Blick konzentriert zu bündeln, um genau auf jeden Sehfeld-Ausschnitt hinzusehen.

- Gelegentlich freue ich mich, dass ich etwas entdecke, was ich noch nie gesehen habe und mit dem ich auch nie gerechnet hätte – Kleinigkeiten, vielleicht eine Zierleiste oder ein kleines Bild an der Fassade. Die habe ich dann beim selbst aktivierten zufälligen Springen auf einen neuen Sehfeld-Ausschnitt entdeckt.

- Wenn ich eine Baumrinde betrachte, die mir direkt vor mir leicht unscharf erscheint, so fängt mein Blick von selbst an, in kleineren Schritten um den Stamm herum zu tasten: neben mir, mehr nach oben, mehr nach unten. Ich vermute, die Sakkaden fangen dann an, ihr eigentliches Werk zu tun.

- Ich frage mich aber, ob es reicht, das alles einfach zu sehen, oder ob ich es nicht geistig einordnen müsste, so dass ich womöglich hinterher erzählen könnte, was ich gesehen habe. Also ich habe den Eindruck, das ganze verschwindet dann auch schnell wieder aus meinem Kurzzeitgedächtnis. Andererseits ist aber auch nichts Außergewöhnliches dabei. Vielleicht würde ich das dann ausführlicher betrachten und im Gedächtnis behalten.

- Was deine Anmerkungen betrifft, Flo, so bin ich wohl noch mit Nr. 1 beschäftigt. Beim aktiven Mich-daran- erinnern neige ich dazu, den Blick in verschiedenste Richtungen zu schwenken, relativ weit auseinander. Da ich die Straßen, die Bäume, die Häuser kenne, mache ich mir um das Gesamtbild nicht viele Sorgen. Einerseits sehe ich die Peripherie nebenher, wie du in Davids Artikel beschreibst. Andererseits frage ich mich, ob ich bei unbekannteren Gegenständen nicht engmaschiger schauen würde.

Ja, so sieht es grade an meiner Klarsicht-Front aus. Ich mache unbeirrt weiter und lasse mich überraschen, was mein Körper daraus machen wird.
Übrigens ein erfreulicher Nebeneffekt: da ich so intensiv auf mein Sehen achte, ist mein Zeh ganz unbeachtet, was ihm gut zu tun scheint. Denn er tut das, wozu er da ist - und meldet sich nur, wenn ich in Stress gerate.


Hallo Susa: Meine Weitsichtigkeit ist seit ca. 6 Jahren deutlicher geworden. Davor weiß ich gar nicht. Ich hatte immer sehr gute Augen. Möglicherweise ist dieses „Alters-„ davor ist eine Erfindung der Brillenindustrie…
Ich glaube fest, dass es einfach eine Fehlsichtigkeit ist, ebenso wie die Kurzsichtigkeit, und Flo ( :) ) zeigt uns ja unermüdlich, wie dieses aufgelöst werden kann. Deine Tochter sollte vielleicht lieber Augenübungen machen und Zentrales Sehen lernen, anstatt sich erst an eine Brille zu gewöhnen.
Ich kenne eine Frau, der ihr Augenarzt mit Anfang 20 eben dieses geraten hat. Sie kommt heute gut im Alltag ohne Brille aus. Hat sie nur zum Autofahren sicherheitshalber dabei.

Entspannte Grüße
sendet
Sina :D

291

BeitragVerfasst: 18.10.2012 16:20
von Flo
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Re: 291

BeitragVerfasst: 19.10.2012 08:33
von Susa
Hallo Sina!
Das von Flo Gesagte ...

>Und währenddessen beim generellen Blickwechsel-Vollziehen auch wieder etwas langsamer werden... <

kann ich voll und ganz bestätigen. Ich habe es instinktiv immer wieder gemacht, wenn ich das Gefühl hatte, nirgendwo mehr richtig was zu erkennen. Du kannst dir das so vorstellen wie beim Erlernen einer anderen körperlich-mentalen Fertigkeit, ich nehme mal das Klavierspielen, weil ich das zumindest bis zu einem gewissen Grade kann: Immer wieder fängt man, angestachelt durch eine Selbstgewissheit ob des eigenen Könnens, bei bestimmten Pasagen das Schludern an. Dann heißt es einen Schritt zurückzugehen und wieder langsamer zu werden. Den Prozess analysieren und zu gucken, wo es hakelt, was genau zum schludrigen Klangbild führt. Dann das Tempo wieder hochfahren und prüfen, ob die Passage schluderfrei vonstatten geht.

Ich finde dieses Zurückfahren beim Blickpunktwechseln zwischendrin ganz angenehm. Es ist wie eine Art Kurzurlaub. Ist dann so wie einfache Stücke auf dem Klavier spielen. Die laufen dann gut und machen Freude.

Viel Erfolg weiterhin!
Susa


294

BeitragVerfasst: 19.10.2012 14:38
von Flo
(momentan entfernt /Flo)

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Re: 291

BeitragVerfasst: 19.10.2012 16:05
von sven
Flo hat geschrieben:[Zitat momentan entfernt. (29) /Flo]


Mir hilft es mich selbst anzutreiben. Außerdem gibt es auch Situationen wo ich das Detail einfach sehen muss., z.B. am Bahnhof, den Zuganzeiger (keine Brille dabei). Gut ich kann auch wie ein Blinder handeln und jemanden fragen, sehe ich aber als keine Lösung.

Ich ziehe dann einfach voll durch und merke auch das es mir hilft.

Schöne Grüße

Sven

295

BeitragVerfasst: 19.10.2012 16:19
von Flo
(momentan entfernt /Flo)

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Das Ende des Tunnels ist in Sicht mit Bates

BeitragVerfasst: 08.11.2012 23:47
von Sina
Hallo zusammen, :)

ich habe nun also fleißig weiter geübt nach der BDF-Methode, sooft ich mich daran erinnern konnte. Ob ich das Zentrale Sehen oft schon unwillkürlich mache, weiß ich nicht genau. Jedenfalls kommt es mir schon ganz natürlich vor, wenn ich es willkürlich mache.

Am interessantesten und einfachsten zum Schauen empfinde ich immer noch Natur: Baumstämme, Blätter, Zweige, „Sehobjekte mit Augen“, auch Häuser. Überhaupt genieße ich Perspektiven jetzt sehr, dass Gegenstände unterschiedlich weit weg sind. Bilder (draußen Werbung) empfinde ich als flach und unattraktiv, unabhängig von ihrer Aussageabsicht.

Ich gehe weiterhin gern spazieren und entdecke auch auf meinem Heimweg von der Arbeit immer wieder etwas Neues, Interessantes, obwohl das nur „graue Großstadt“ ist. Früher fand ich Spazierengehen endlos langweilig.

Mein ‚Seh-Zustand derzeit (weitsichtig) ist:

- ich habe im indirekten Sonnenlicht ohne Sehhilfe mein Buch zuende lesen können: leicht unscharf, aber die Wörter noch befriedigend genug erkennbar zum Verständnis des Inhaltes. Reclam, kleine Schrift.
(Ich las von Brecht: ¨Der gute Mensch von Sezuan“, ein klassisches, interessantes Thema zur Abgrenzungsnotwendigkeit. Ist ja auch beim Neu-lernen des Klarsehens wichtig. Mich abgrenzen gegen falschen Glauben, Entmutigung von innen und außen, unproduktive Seh- u. a. –Gewohnheiten u. ä.)

- ich übe die Zeile 11 bei Norbekov jeden 2. Tag, wobei sie unterschiedlich unscharf, aber noch erkennbar erscheint. Meist gegen Ende des Übungsdurchganges schärfer.

- Ich kann auf der Seh-Tafel die Zeile 20/20 tw. lesen, jedenfalls im äußeren Bereich. Der Mittelbereich bleibt etwas zu unentwirrbar

- Blätter oder der Mond haben einen kleinen Rand von ca. 1 mm Doppelsicht.

- ich kann mit Sehhilfe 1 Dpt. gut am Computer arbeiten, obwohl der Optiker 2,5 Dpt. gemessen hat.

Flo: Um nochmal auf deine Frage nach der Anmerkung 4 einzugehen, habe ich mich gefragt, warum ich noch nicht ganz klar sehe, und habe mir die Antwort gegeben, dass ich vielleicht insgeheim noch zu sehr wünsche, dass der Baumstamm nah vor mir ganz klar wird. Er bleibt etwas verschwommen.

Also noch gleichmütiger werden und dem Gehirn alle Zeit der Welt geben, sich in seiner eigenen Geschwindigkeit umzustellen.

Na ja, aber ich bin guten Muts, es ist nur eine Frage der Zeit, mein Kurs ist mir ganz vertraut geworden.

Entspannte Grüße
und ein erfreuliches WE von
Sina :)

Ganz neues 3-D-Sehen!

BeitragVerfasst: 06.12.2012 00:03
von Sina
Hallo zusammen, :D

ich will euch mal wieder berichten, wie es bei mir weitergeht. Heute habe ich einen wichtigen Etappensieg erreicht.

Schon seit einigen Wochen ist mir aufgefallen, dass ich auf einmal so ein intensives 3-D-Seh-Erlebnis hatte. Das war, als die letzten leuchtenden Blätter an den Bäumen hingen, und ich vom Fenster aus über die Bäume gucken konnte bis hinten zum Kirchturm, und wie jedes Laub eine andere grün-gelb-braune Färbung hatte.

Es war wie im Kino, wenn die 3-D-Bilder durch den Zuschauerraum schweben. Nur dass es erst bei den Bäumen anfing. Ich hatte aber deutlich das Gefühl, die unterschiedlichen Entfernungen der Laubwipfel und Äste sehen zu können.

Ich weiß gar nicht, wie ich vorher Perspektive gesehen habe. Vielleicht so, wie man Perspektive mit nur einem Auge sieht: man weiß, dass die Entfernungen unterschiedlich sind, aber sieht sie flächig.

Es war wie eine Offenbarung!

Seitdem genieße ich unterwegs, in die Baumwipfel zu gucken. Auch jetzt, wo sie kahl sind, ist es immer noch spannend zu sehen, wie die Äste und Zweige in alle Richtungen angelegt sind vom Stamm aus, zu sehen, welche vorn und hinten, welche vor welchen sind und wie die restlichen Blätter in ihnen tanzen gegen den blauen Himmel. Auch heute, mit dem ersten Schnee drauf, sah das besonders tiefenperspektivisch aus.

Ich hatte auch in der letzten Zeit das Gefühl, dass es am Computer mit der 1-Dioptien-Sehhilfe nicht mehr so richtig stimmt und beschloss, mir eine ½-Dptr.-Brille machen zu lassen. Sowas kriegt man ja sonst nirgends. Brillengestell 10,- €, einfachste Gläser 30,- €. Dauert 1 Woche.

Dabei hat die Optikerin nochmal nachgemessen. Ich hatte gar nichts Großes erwartet.
Aber über das Ergebnis war ich sehr glücklich:

Also heute:

re 0,25 -0,50 90 1,50 0
li 0,25 0,00 0 1,50 0

Dazu der Vergleich vom 09.06.11:

re 2,75 -0,50 75 0,00 0
li 2,50 -0,25 75 0,00 0

Ich habe re von 2,75 reduziert auf 1,75 Dptr. = eine volle Dptr. weniger
Und li von 2,50 auf 1,75 Dptr. = eine ¾ Dptr. weniger.
Und die Augen haben sich angeglichen. Nur re ist noch ein leichter Asti.

Ich bin begeistert. So viel hatte ich so schnell nicht erwartet.

Ich übe das Zentrale Sehen nun seit 9. Oktober. Und ich bin sicher, dass das die Ursache für diesen großen Erfolg ist.

Vielen Dank nochmal für die BDF-Methode an Flo :D und an euch alle, dass es euch gibt!

Herzliche Grüße von
Sina :D

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BeitragVerfasst: 06.12.2012 06:12
von Flo
(momentan entfernt /Flo)

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BeitragVerfasst: 08.12.2012 17:51
von dodo
Liebe Sina,

ich gratuliere dir auch ganz herzlich!!

Deine Beschreibung des 3-D-Sehens klingt fabelhaft!

Viele Grüße
dodo

Auch für dich einen Heldensmilie...
:held:
...den hast du dir echt verdient!

Sehgenuss - und Trübung

BeitragVerfasst: 09.12.2012 13:32
von Sina
Lieber Dodo, :D

danke für den Heldensmilie!
So eine Anerkennung tut doch immer wieder gut.

Ja, der Seh-Genuss nimmt ständig zu, egal was für Sehobjekte mir vors Auge kommen. Ob es das ist, zu sehen, wie die Schneekappen von den Balkonblumen schmelzen, oder die Schmelztropfen an den Zweigen glitzern oder auch die Möwen, die ums Haus schwirren auf der Suche nach etwas Nahrhaftem in der Schneewelt…

Außerdem ist es ja auch gut, Unerfreuliches besser zu sehen, wie z. B. die bräunlichen Fleckenmilben (ca. 2 mm im Durchmesser), die sich an die Lebensadern der Blüten meiner weißen Orchidee geklebt haben, und ihr den Saft wegsaugen, so dass die Blüten fleckig werden und erschlaffen. Sie gilt es abzukratzen und zu vernichten.

So, ich werde mal wieder einen Seh-Gang machen, ehe der Schnee ganz weggetaut ist.
Noch einen frischen Sonntag
wünscht
Sina :D