Vorstellung und Gedanken zum Forum

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Vorstellung und Gedanken zum Forum

Beitragvon Michael M. » 26.01.2011 17:26

Hi Forum,

mein Name ist Michael, ich bin Anfang 50 (leide also schon an Altersweitsichtigkeit) und lese hier hin und wieder mit. Ich möchte einmal meine Gedanken zum Augentraining vorstellen, speziell bei Altersweitsichtigkeit. Verbessert mich bitte, wenn ich falsch liege.

Ich habe das Buch von Angart gelesen und war eher enttäuscht. Beispielsweise schreibt Angart (auch andere Autoren) in etwa, man soll die Augen immer ein wenig mehr anstrengen, dann wird das Sehen besser. Als meine Augen ab Mitte 40 schlechter wurden, HABE ich mich anfangs angestrengt, um eine Brille soweit wie möglich hinauszuzögern. Nach Angarts Theorie müßten meine Augen da schon besser geworden sein, sind sie aber nicht. Ein Widerspruch.

Auf Blödsinnigkeiten, wie die weißen Flächen auf ein kopfstehendes bedrucktes Blatt Papier betrachten, dann das Blatt umdrehen und plötzlich kleine Schrift lesen können, gehe ich hier gar nicht erst ein. Wenn das funktionieren würde, bräuchte niemand eine Brille.

Es heißt, Altersweitsichtigkeit kann mittels Laserbehandlung behoben werden. Ob das gut oder schlecht ist, soll hier keine Rolle spielen. Fakt ist aber, daß die Linse elastischer wird, wenn man sie mit dem Laser "anritzt".

Also liegt Altersweitsichtigkeit (AW) in der nicht elastischen Linse. Angart dagegen meint, man weiß heute noch nicht genau, wie AW entsteht und empfiehlt seine Augenübungen.

Wenn ich mir bei Augenübungen die Hand nach vor das Gesicht halte, wer sagt mir dann, daß die Linse sich mehr krümmt, als sie es sonst tut? Es scheint, als glaubt Ihr das einfach so. Durch den Wechsel von Nah-/Weitsehen sehe ICH keine unmittelbare Änderung der Sehkraft. Wenn ich die Hand nah vor das Auge halte, müßte sich doch die Linse mehr anstrengen und irgendwann könnte ich die Hand deutlich sehen. Das hat aber schon als Kind nicht geklappt. Die Linse krümmt sich nicht unbegrenzt.

Und was bitteschön hat das Augenrollen mit der Sehkraft zu tun? Das ist ein Element des Yogas, das die Bücherschreiber einfach übernommen haben. Paßte wohl irgendwie ins Konzept. Jedenfalls krümmt sich die Linse nicht besser, wenn man die Augen hin und wieder rollt. Und Nah-/Weitsicht-Übungen macht jeder 100.000 Mal und mehr am Tag. Oder lauft Ihr den ganzen Tag mit einem Buch vor der Nase herum?

Leider geben sich viele Menschen bei Mißerfolgen selbst die Schuld. Sei es bei exotischen Diäten, bei schlecht programmierter Software, bei unverständlichen Handbüchern oder hier bei den Augenübungen. Immer wieder lese ich: "Ich habe die Augenübungen wohl nicht oft genug / zu unregelmäßig gemacht". Auf die Idee, daß die Autoren diverser Bücher falsch liegen, kommen sie nicht. Und wenn ich hier die Erfolgsgeschichten lese, wird mir eins klar: Einen schnellen und dauerhaften Erfolg mit Augenübungen haben nur die Leute, die sich mit Büchern und Seminaren eine goldene Nase verdienen. Wenn es doch etwas bringen sollte, warum quellen hier im Forum die Erfolgsmeldungen nicht über?

Wenn man älter wird, lassen die Funktionen des Körpers nach. Das geht so weit, bis gar nichts mehr funktioniert und man stirbt. Bei einem Auto, dessen Motor die 150.000 km überschritten hat, nützt auch das hochwertigste Öl nichts, um es wieder flott zu machen. Von daher halte ich Angarts Buch, speziell das Buch gegen die Altersweitsichtigkeit, für blödsinnig.

Bücher über Augenübungen stelle ich heute mit Büchern wie "Mit gesunder Ernährung den Krebs besiegen", "Schnell und dauerhaft Nichtraucher werden" oder "Immer mehr essen und dabei schlank werden" auf eine Stufe. Einige Leute suchen nach Auswegen, und es gibt Leute, die bieten ihnen etwas an. Oft genug stellt sich allerdings heraus, daß alles Lug und Trug ist. Leider darf heute jeder schreiben, was er will.

Ich wiederhole: Berichtigt mich, wenn ich falsch liege!

Michael
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Beitragvon sven » 26.01.2011 17:47

Hallo Michael,

Mensch != Auto

das der Mensch einfach nur eine Maschine ist, die sich auch wie eine Maschine abnutzt ist ein Irrtum unserer Gesellschaft.

Ich musste es am eigenen Leib erkennen.

Ich bin ja auch nur darauf gekommen, weil die Meinung "Mensch = Auto" unserer Gesellschaft und vor allem der Medizin zu persönlichen Problemen im Bereich der Augen und auch der gesamten Gesundheit führen muss!

LG

Sven

ps: Falls es dich die Grundlage dieses Trainings interessiert schau bei Bates nach:

http://www.iblindness.org/books/bates/
Schoene Gruesse

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Beitragvon Martin/T. » 26.01.2011 19:04

WOLLEN Sie denn berichtigt werden, Michael?

Vielleicht schaffe ich es ja in dem einen oder anderen Punkt. Aber ich würde schon gern wissen, ob Sie (oder sollen wir Du sagen?) aus Interesse hier sind oder um einer Enttäuschung Luft zu machen.

Der Schlüsselfehler ist m.E. Ihre Gleichsetzung von Prävention bzw. Therapie mit "Anstrengung". Aber ich kann mich auch irren, das sage ich offen.

Jedenfalls, dass hier die ein oder andere heilige Kuh (Personen wie Ideen) des Augentrainings mal angekratzt wird, das ist Ihr gutes Recht. Das tun aber auch andere hier und nimmt Ihnen nicht jeder übel.

Netten Gruß, :wink:
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Beitragvon Michael M. » 27.01.2011 13:29

Hallo,

enttäuscht bin ich nur in einer Hinsicht, das Buch von Angart gelesen zu haben, das war Zeitverschwendung. Na gut, um ehrlich zu sein war es nur eine PDF-Datei, und bezahlt habe ich das Buch auch nicht. Ich würde es allerdings nicht weiter empfehlen.

@ Martin: Wir können gern auf das "Sie" verzichten.
@ Sven: Was waren denn das für Erfahrungen?

Michael
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Beitragvon Martin/T. » 27.01.2011 14:05

Michael M. hat geschrieben:@ Martin: Wir können gern auf das "Sie" verzichten.


Gern, klar, ich bin da manchmal etwas umständlich. Mein Kommentar war ja eher kritisch, und da wird das Du schnell irgendwie rüpelhaft, das wollte ich vermeiden. Aber es ist so üblich ...

Konkret: Warum liest Du in diesem Forum? Könntest Du Dir vorstellen, von einer Antwort von mir etwas dazuzulernen, obwohl ich noch nicht eigentlich mitreden kann (was Alterssichtigkeit betrifft, bin Ende 30)? Wenn ja, will ich gern auf einiges eingehen, wenn nein, wenn es eher um so was wie - ich will mal sagen - Rechthabergefechte geht, ist mir meine Zeit zu schade.

Und ich sage nochmal vorab: Alles, was ich weiß, sind Mutmaßungen. Ich halte sie aber für nicht ganz unbegründet, andere mögen anders denken. Ich will weder Dir die Botschaft geben, du habest dich eben "nicht genug angestrengt", noch umgekehrt von dir den Eindruck vermittelt bekommen, ich wäre ein Träumer.

Wenn es ganz nach mir ginge, würde ich lieber mein eigenes "Real-Life-Experiment" über die nächsten anderthalb Jahrzehnte abwarten und dann mich zu dem Thema äußern. - Was ich übrigens auch täte, wenn es negativ ausgeht. - Jedenfalls, wenn ich mich schon heute äußern soll, muss mir jemand authentisches Interesse glaubhaft machen.

Ich darf mal so anspruchsvoll sein. ...

:wink:
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Re: Vorstellung und Gedanken zum Forum

Beitragvon Nicole » 28.01.2011 11:04

Hallo Michael,

herzlich willkommen hier. :D

Ich stimme dir zu, dass man die diversen Bücher nicht als das Non-Plus-Ultra nehmen kann.
So einfach, wie in den Büchern beschrieben, ist das nicht.
Und ich habe fast jedes Buch über Augentraining (auch die vergriffenen) hier stehen und gelesen. :wink:

Michael M. hat geschrieben:Ich möchte einmal meine Gedanken zum Augentraining vorstellen, speziell bei Altersweitsichtigkeit. Verbessert mich bitte, wenn ich falsch liege.

Als meine Augen ab Mitte 40 schlechter wurden, HABE ich mich anfangs angestrengt, um eine Brille soweit wie möglich hinauszuzögern. Nach Angarts Theorie müßten meine Augen da schon besser geworden sein, sind sie aber nicht. Ein Widerspruch.

Also liegt Altersweitsichtigkeit (AW) in der nicht elastischen Linse.


Ich habe es letztes Jahr schon deutlich gemerkt, dass mir der Nahpunkt wegrücken will.
Inzwischen (mit gut 41 Jahren) muss ich wirklich in Abständen (alle 2-3 Wochen) gezielt üben, wieder nah zu sehen. Mit nah meine ich, so um die 12-15 cm vom Auge entfernt.

Und da setzt meine Überlegung an:
WER guckt schon im Alltag SO nah?

Auf ein anderes Beispiel übertragen:
Mit 60 Jahren kann kaum jemand einen Spagat machen, Kniebeugen gehen aber noch.
Jemand, der regelmäßig seit jungen Jahren Spagat übt, hat auch mit 60 keine Probleme damit.

Theorie: Die Linse "verschlackt" im Laufe des Lebens und verhärtet dadurch.

Meine Überlegung:
Kann man durch regelmäßiges Nahsehen-Üben schon in Jahren bevor die Alterssichtigkeit sich bemerkbar macht, die Linse elastischer halten, weil durch die ständige Krümmung und Abflachung die Linse bewegt wird und "Schlacken" abtransportiert werden?

Michael, die Linse nimmt wirklich beim Nahsehen eine Kugelform an und flacht ab beim in die Ferne sehen.
Das kann man von der Seite mit entsprechenden Geräten sehen.

So, nochmal zurück zum Spagat:
Wer ihn mit 60 nicht kann, wird es vielleicht mit viel Übung schaffen. Das dauert seine Zeit, weil es eine Dehnarbeit ist. Vielleicht schafft dieser jemand es aber auch nach täglich mehrmals üben in mehreren Jahren nicht, sondern bleibt immer ein Stück über dem Boden, wo es dann nicht mehr weitergeht.
Aber selbst da ist ein Erfolg.

Übertragen auf die Altersweitsicht heisst das: Selbst kleine Erfolge erleichtern den Alltag ohne Sehhilfe.
Man kann zwar nicht unbedingt das Kleingedruckte auf Lebensmittelverpackungen lesen, aber für die Zeitung oder die Speisekarte reicht es ohne Lesebrille.

lieben Gruß
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Re: Vorstellung und Gedanken zum Forum

Beitragvon Martin/T. » 28.01.2011 13:47

Meine Gedanken und Vorgehensweise gehen in eine ganz ähnliche Richtung wie Nicoles. Allerdings gehe ich dann noch ein Stück weiter als sie. (...)

Schön finde ich ihren einen Absatz ...

Nicole hat geschrieben:Kann man durch regelmäßiges Nahsehen-Üben schon in Jahren bevor die Alterssichtigkeit sich bemerkbar macht, die Linse elastischer halten, weil durch die ständige Krümmung und Abflachung die Linse bewegt wird und "Schlacken" abtransportiert werden?


:idea:

Ich bin fest davon überzeugt, dass bei der Alterssichtigkeit aus einem natürlichen aber individuell verlaufenden Prozess zuviel Schicksal und Naturgesetz gemacht wird. (wie gesagt, alles bis ich irrig überführt werde)

Ein Vergleich mit dem Gehör liegt nahe. Es ist normal und unvermeidlich, dass die höchsten hörbaren Frequenzen mit dem Alter tiefer werden. Es ist aber nicht normal, dass dadurch jemals eine funktionelle Behinderung im für Sprache oder Musik relevanten Bereich entstehen muss. Das Klangerlebnis sinkt zwar durch Fehlen/Dämpfung von Obertönen, aber wie sich das praktisch auswirkt, fällt in einen Bereich, wo individuelles körperliches Geschick erst mit der bisherigen Lebensführung (also Training und Sinnesgebrauch) zusammen das Ergebnis produziert.

Eine ganze Reihe von (bestätigenden, aber noch nicht ganz ausgereiften) Seitengedanken hätte ich anzufügen bzw. (kontrovers) zu diskutieren. Sowie meine eigenen allerersten Fortschritte am Nahpunkt. Mehr dazu bei Interesse oder im Laufe der nächsten Monate (wenn die Erfahrungen reifer werden, trainiere nah erst seit 3 Monaten aktiv und regelmäßig).

:wink:
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Kurze Notiz

Beitragvon Martin/T. » 28.01.2011 16:08

Michael M. hat geschrieben:Es heißt, Altersweitsichtigkeit kann mittels Laserbehandlung behoben werden. Ob das gut oder schlecht ist, soll hier keine Rolle spielen. Fakt ist aber, daß die Linse elastischer wird, wenn man sie mit dem Laser "anritzt".


Interessant, ich war erst vor kurzem selbst über den Hinweis gestolpert; - Quelle (klick) - davor hatte ich noch nie was von dieser Technik gehört. Sie ist auch noch ganz jung; das gibt bestimmt noch spannende Diskussionen.

In dem Artikel schreiben sie übrigens auch, dass Alterssichtigkeit" die meisten Menschen" betrifft. Sonst liest man ja fast immer: "alle".

:grübel:
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Beitragvon Michael M. » 29.01.2011 10:20

Martin/T. hat geschrieben:Mein Kommentar war ja eher kritisch, und da wird das Du schnell irgendwie rüpelhaft, das wollte ich vermeiden. Aber es ist so üblich ...

Ja, diskutiert man im Internet, kann schnell etwas falsch verstanden werden.
Konkret: Warum liest Du in diesem Forum?

Weil ich die Erfahrungen anderer kennenlernen wollte.
Könntest Du Dir vorstellen, von einer Antwort von mir etwas dazuzulernen, obwohl ich noch nicht eigentlich mitreden kann (was Alterssichtigkeit betrifft, bin Ende 30)? Wenn ja, will ich gern auf einiges eingehen, wenn nein, wenn es eher um so was wie - ich will mal sagen - Rechthabergefechte geht, ist mir meine Zeit zu schade.

Schieß ruhig los, auch ich kann mich irren. Andere Meinungen interessieren mich daher sehr.
Und ich sage nochmal vorab: Alles, was ich weiß, sind Mutmaßungen.

Klar, ich bin auch kein Augenarzt. Trotzdem sind Mutmaßungen nicht grundsätzlich falsch, denn von Ärzten wird man leider nicht immer gut und richtig beraten (sieh unten).

Michael
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Re: Vorstellung und Gedanken zum Forum

Beitragvon Michael M. » 29.01.2011 10:20

Nicole hat geschrieben:Hallo Michael, herzlich willkommen hier. :D

Danke!
Theorie: Die Linse "verschlackt" im Laufe des Lebens und verhärtet dadurch.

Sehe ich auch so.
Meine Überlegung:
Kann man durch regelmäßiges Nahsehen-Üben schon in Jahren bevor die Alterssichtigkeit sich bemerkbar macht, die Linse elastischer halten, weil durch die ständige Krümmung und Abflachung die Linse bewegt wird und "Schlacken" abtransportiert werden?

Eine interessante Überlegung. Da könnte durchaus was dran sein.
Michael, die Linse nimmt wirklich beim Nahsehen eine Kugelform an und flacht ab beim in die Ferne sehen.
Das kann man von der Seite mit entsprechenden Geräten sehen.

Ja, aber wer weiß, ob sie sich weiter krümmt (als sie es im Normalfall tut), wenn man die Hand dicht vor den Augen hält. Kann ja sein, daß sich die Linse dann nicht mehr krümmt, als wenn ich versuche, ein Buch zu lesen (also weitere Entfernung).
Übertragen auf die Altersweitsicht heisst das: Selbst kleine Erfolge erleichtern den Alltag ohne Sehhilfe.
Man kann zwar nicht unbedingt das Kleingedruckte auf Lebensmittelverpackungen lesen, aber für die Zeitung oder die Speisekarte reicht es ohne Lesebrille.

Einige Dinge, die hier diskutiert worden sind, halte ich durchaus für richtig. Zum Beispiel so oft wie möglich ohne Brille herumlaufen, die Brille also nur nutzen, wenn es wirklich nötig ist. Leider hat mir mein Augenarzt mit Mitte 40 sofort eine Brille mit Stärke 1,5 verschrieben. Klar, anfangs fand ich das toll, ich konnte alles überdeutlich sehen. Erst später war mir klar, daß er mir damit keinen guten Dienst erwiesen hat.

Ein Freund von mir, er ist 62 Jahre alt, also 10 Jahre älter, nahm bisher nur Lesebrillen für 10 Euro. Meine Brillen haben einige hundert Euro gekostet. Nach ca. 6 Jahren habe ich, was die Brillenstärke betrifft, meinen Freund um Längen überholt (liege jetzt bei 3,0, er bei 2,0). Ich bin darüber ziemlich verärgert (über mich selbst) und überlege, meine Brille in die Tonne zu hauen (meine beiden Augen sind ohnehin auf beiden Seiten gleich schlecht, also reicht eine Lesebrille) und auf die Ratschläge von Optikern und Augenärzten zu verzichten.

Ich habe kürzlich mal eine Lesebrille mit Stärke 1,5 ausprobiert. Ich kann damit eigentlich gut sehen, nur bei kleiner Schrift muß ich mich anstrengen. Ich denke, ich steige um auf diese Billigdinger.

Michael

P.S. Wir sind auf Wohnungssuche. Sorry, wenn meine Antworten immer etwas dauern.
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Beitragvon sven » 31.01.2011 08:07

Michael M. hat geschrieben:@ Sven: Was waren denn das für Erfahrungen?

Michael


Hallo Michael,

das waren Erfahrungen in vielen Gebieten.

Ich mache viel Sport und habe daher viel Erfahrungen im Bewegungsapperat gesammelt. Diese ganze Gelenkverschleiss Angst ist zB völliger Blödsinn. Laufen in speziellen Laufschuhen deswegen ist totaler Blödsinn.

An sich ist es immer nur Faulheit. Beim Laufen zB setzt das Laufen ohne spezielle Schuhe sehr sehr starke Schmerzen in gang. Aus meiner Beobachtung heraus, baut der Körper sich damit um. 99% der Menschen sehen das als eine Fehlfunktion des Körpers und weigern sich weiter zu machen. Irgendwann hat sich der Körper aber darauf eingestellt und die Schmerzen sind gegessen.

Das wichtigste ist, daß man sich selbst beobachtet und Experte in seinen Gefühlen wird.

Aus meiner Erfahrung mit den Augen würde ich sagen, das die Augenmuskeln, die nach Ansicht der klassischen Medizin das Auge nur bewegen, entscheident zur Scharfstellung beitragen. Daher auch die Übungen der Autoren mit dem Augenrollen usw.. Ich stehe allerdings weniger auf die Bücher und mache lieber mein eigenes Ding.

Den Bates den ich dir gelinkt habe kann ich sehr empfehlen, da er in erster Linie Wissenschaftler war. Mir gelang es allerdings nicht, durch das Lesen seines Buches, eine Heilmethode zu verstehen, allerdings ist sein Buch sehr interessant (allerdings in Englisch).

LG

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Beitragvon Martin/T. » 05.02.2011 09:41

Michael M. hat geschrieben:Schieß ruhig los, auch ich kann mich irren. Andere Meinungen interessieren mich daher sehr.


Oh sorry, hab deinen Beitrag eben erst gesehen. War grade eingeloggt, um eine halb-schnippische Nachfrage einzutippen; das Internet ist wirklich gefährlich.

Dem "militärischen" Befehl wird demnächst Folge geleistet. Hast du derweil schon die Erfahrungen in meinem persönlichen Thread ("Kurzsichtigkeit ... Einstellung") entdeckt? Die Angaben werden demnächst upgedatet; manches ist jetzt im Rückblick zu enthusiastisch; die Tendenz zur Besserung ist aber da. Eindeutig.

Das Wiedergewinnen verlorenen gesundheitlichen Terrains ist leider sehr viel schwieriger als frühe Prävention. Was sich da ausgehend vom Endzustand von quasi Null-Akkommodation wieder einrenken lässt, in den uns Ärzte und Optiker regelrecht hineinkomplimentieren, bleibt jetzt leider dir herauszufinden.

Demnächst mehr, dann geh ich auf eins, zwei Argumente ein.

:)
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Re: Vorstellung und Gedanken zum Forum

Beitragvon Martin/T. » 10.02.2011 15:25

Michael M. hat geschrieben:P.S. Wir sind auf Wohnungssuche. Sorry, wenn meine Antworten immer etwas dauern.


Okay, registriert.
Ich bin zwar nicht auf Wohnungssuche, will aber hier auch generell nur in lockerem Rhythmus schreiben. Also bitte nicht voreilig die Sache für beendet halten, wenn's mal längere Zeit funkstill bleibt.

Generell bin ich mit meiner Aufmerksamkeit immer noch in erster Linie bei meiner Fernsicht-Problematik, plus transitorische Binokularbeschwerden als Folge mancher Übungspraktiken. Erst wenn das über den letzten Hügel ist, schwenk ich um auf das für mich interessant bleibende bzw. immer mehr werdende Thema Alterssichtigkeit und Akkommodationerhaltung.

Wahrscheinlich werd ich irgendwann im Frühling oder Sommer auch einen neues Thema dazu aufmachen. Hier die Antwort aber voraussichtlich schon früher. Also immer mal vorbei verschiedentlich schauen und

:käffela:

Schöne Grüße
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Re: Vorstellung und Gedanken zum Forum

Beitragvon Martin/T. » 18.04.2011 09:27

So, ich finde, es ist Zeit, diesen Thread mal wieder nach oben zu holen und ein Versprechen wahr zu machen.

Ich will dann sehr bald meinen eigenen Themenpfad zu Alterssichtigkeit eröffnen, aber hier nun schon zwei Punkte direkt als Erwiderung:

Erst mal dieses: Genau wie Nicole möchte ich auch noch (oder tat ich das bereits, ... egal) bestätigen, dass auch ich mich von diesen Büchern fast schon angemacht gefühlt habe. Augenrollen gegen Brechungsfehler wird auch zum Beispiel in Form des "Tibetischen Rades" gegen Astigmatismus empfohlen; ich habe keinen Zugang dazu gefunden. Und alle fast mehr auf Visualisierung und Autosuggestion beruhenden "Methoden", wie man einen Sehfehler besiegt, indem man quasi schon mal so tut, als wäre er nicht da, kann ich für mein Teil auch nicht erst nehmen. Bei anderen mag das anders sein (die Menschen sind tückisch verschieden); trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass manche Autoren und Gurus es sich wirklich zu einfach machen.

Aber Schluss damit; ich denke, das Thema können jetzt beiseite lassen.

:gutenacht:

Jetzt zur ersten Schlüsselstelle:

Michael M. hat geschrieben:Wenn ich mir bei Augenübungen die Hand nach vor das Gesicht halte, wer sagt mir dann, daß die Linse sich mehr krümmt, als sie es sonst tut? Es scheint, als glaubt Ihr das einfach so. Durch den Wechsel von Nah-/Weitsehen sehe ICH keine unmittelbare Änderung der Sehkraft. Wenn ich die Hand nah vor das Auge halte, müßte sich doch die Linse mehr anstrengen und irgendwann könnte ich die Hand deutlich sehen. Das hat aber schon als Kind nicht geklappt. Die Linse krümmt sich nicht unbegrenzt.


Die Autoren der Bücher würden vermutlich antworten, dass Du vielleicht die Übung nicht ernsthaft genug gemacht hast bzw., dass Du den "Versuchsaufbau" mit dem eigentlichen Experiment verwechselt hast. Denn selbstverständlich ist das Nahsehen (wie übrigens auch dieses Konzentrieren auf weiße Flächen zwischen Buchstaben o.ä.) nur die Stimulierung, die eigentliche Arbeit erfolgt in Auge und Hirn, und sie ist halb unbewusst. Aber eben nicht losgelöst vom Bewusstsein. Das ist wohl auch der Grund, warum so viele in der Augentrainingsszene mit Entspannungsübungen, "Esoterik", Yoga, TM etc. weiterzukommen suchen. Es ist deren Weg, dieses Grenzfeld zu beackern (zu versuchen). Ich - mehr ein Kopfmensch - gehe einen anderen Weg; dazu mehr im neuen Thread. Die erste Hürde, die genommen werden muss, damit die Übung erfolgreich getan wird, ist nämlich (selbstverständlich), dass man die Sensibilität so weit erhöht, dass auch anfangs minimale Bildveränderungen wahrgenommen werden können.

Hierfür sehe ich die Sache (wohl) genau wie Du, dass gerade die natürliche Nahsicht (dieses Handporenzählen in jungen Jahren, bzw. der schon mit praktischen Sehstress verbundene Versuch, die Lesebrille hinauszuzögern, wenn das Leiden schon "zuschlägt") denkbar ungeeignet ist, um zu einem ruhigen, aber effektiven Zugang zu der Problematik (und zu einem Hebel, sie zu verändern) zu kommen. Deswegen plädiere ich auch für den frühzeitigen (gelegentlichen!) Einsatz von starken Minusbrillen.

Mehr dazu im neuen Thread und noch in den späten Beiträgen unter "Kurzsichtichgkeit - Einstellung".

:)

Zweite Schlüsselstelle:

Michael M. hat geschrieben:Wenn man älter wird, lassen die Funktionen des Körpers nach. Das geht so weit, bis gar nichts mehr funktioniert und man stirbt. Bei einem Auto, dessen Motor die 150.000 km überschritten hat, nützt auch das hochwertigste Öl nichts, um es wieder flott zu machen. Von daher halte ich Angarts Buch, speziell das Buch gegen die Altersweitsichtigkeit, für blödsinnig.


Ich bin hier zwischen Sven und Dir. Ich gehe von der These (Vermutung) aus: Alterssichtigkeit ist weder nur Schicksal und vorgezeichneter Weg noch allein selbsterfüllende Prophezeiung und defätistisch hingenommenes Übel.

Ohne die Sache unnötig in die Länge zu ziehen zwei Gedanken dagegen: Auch ein Auto bleibt nicht bei 150.000 km zielsicher stehen. Nicht mit der Genauigkeit, ja Fahrplanmäßigkeit, die angeblich der Alterssichtigkeit eignet (LINK). Manche geben schon bei 100.000 den Geist auf, manche noch früher, ganz gute vielleicht auch später. Ebenso Menschen: Manche sind bei 100 erst da, wo andere bei 60 sind. (...)

Noch wichtiger ist aber der zweite Punkt: Deine Parallele geht nicht auf, weil sogar das Auto irgendwann an einzelnen Macke ("Krankheit") "stirbt", die für sich gesehen "zufällig" ist, für die nur in der Gesamtheit die Wahrscheinlichkeit immer mehr steigt. Daneben gibt es einen allgemeinen Leistungsabfall, der aber eben nicht so weit geht, dass etwa irgendwann (vor dem absoluten Ende) einmal Grundfunktionen ausfielen, dass man etwa nicht mehr bergauf ohne Hilfsmotor, nicht mehr außerorts oder nicht mehr vierten Gang fahren könnte.

Das ist aber das, was uns in der Parallele beim Thema Alterssichtigkeit gesagt und wogegen Widerstand für zwecklos erklärt wird. Für lebende Organe wird also mehr Determinismus beansprucht als für eine Maschine. ( :evil: ) Ich bin dagegen -- bis zum Erweis des Gegenteils. (der ruhig ausbleiben darf)

:wink:
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Beitragvon Michael M. » 19.04.2011 08:34

Stimmt, der Thread ist irgendwie eingeschlafen. Danke für die Wiederbelebung.

Zitate lasse ich mal weg. Ich antworte einfach mal so. In der Zwischenzeit habe ich wieder einiges gelesen. Natürlich wieder Widersprüchliches. Diesmal von ganz offizieller Seite.

Zum einen heißt es, eine Brille (ich meine hier grundsätzlich die Altersweitsichtigkeit, bei anderen Sachen kenne ich mich nicht aus) verschlechtere NICHT die Augen, sondern man merkt eher, daß man früher ohne Brille nur sehr schlecht sehen konnte. Im Gegensatz dazu heißt es (auch von Augenärzten), die Augen gewöhnen sich schnell an die Brille, deswegen soll man versuchen, den Beginn des Brilletragens hinauszuzögern. Beides widerspricht sich meiner Meinung nach.

Meine Oma sagte immer zu mir, als ich Kind war: "Nimm meine Brille wieder ab, du verdirbst dir die Augen!". Ich denke, da ist etwas Wahres dran. Denn viele sagen, daß ihre Sehfähigkeit ohne Brille noch schlechter geworden ist, seit sie eine Brille tragen. Bei mir nicht anders.

In der meistgehaßten Zeitung Deutschlands war ein Bericht über einen 101 Jahre alten Mann, der "noch nie krank [war...], auch noch nie Medikamente eingenommen [hat]." - "Er trägt keine Brille, hat gesunde Zähne und „genug Energie für weitere 50 Jahre“". (Auf Wunsch poste ich gerne den Link.)

Also stimmt Deine Vermutung mit den Autos. Wir werden etwa 80 Jahre alt. So gesehen ist es komisch, daß die Augen schon ab 45 Jahren Alterserscheinungen aufweisen. Paßt irgendwie nicht. Ich meine, die Natur ist ja auch nicht blöd. Warum sollte sie bei den Augen (als sehr wichtiges Organ) einen so groben Patzer machen?

Ich spiele klassische Gitarre. Weil da der Kopf streckenweise sehr nah am Griffbrett ist und dann alles verschwimmt (auch einen Brille hilft da nur bedingt), nervt mich die Altersweitsichtigkeit ganz besonders. Wenn ich jedoch meine "großen Helden" bei YouTube sehe, die teilweise bedeutend älter sind als ich, dann frage ich mich, warum die Finger bis ins hohe Alter Höchstleistungen vollbringen können (von Krankheiten mal abgesehen), während die Augen ab der Hälfte der Lebenserwartung schon das Handtuch werfen. Wie paßt das zusammen?! Zumal - von der Natur aus gesehen - zum Überleben die Augen wichtiger sind als die Finger.

Gut, wie dem auch sei. Überzeugt von Augenübungen bin ich derzeit nicht. Denn (ich wiederhole): Kurz bevor man eine Brille braucht, strengt man ja die Augen mehr an - macht also "Augenübungen". Trotzdem wird es nicht besser. Würden Augenübungen etwas bringen, wäre das Forum hier voll von Erfolgsmeldungen. Ich denke aber, daß es sicher einen Weg gibt, die Augen zu verbessern, nur kennen wir ihn nicht.

Ich werde mir jetzt mal Deinen Link angucken.

Grüßle
Michael
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