Weitsichtigkeit ,viele Fragen und Probleme!

Akkomodieren, Fusionieren, Lichtbaden, Lichtblitzen, Palmieren, Visualisieren u.a.

Nochmals kurze Rückfragen

Beitragvon Martin/T. » 01.05.2009 10:51

Eskimo hat geschrieben:Ok...
Also ,Brille trage ich eigentlich gar keine,sondern nur Kontaktlinsen!
[...]


:arrow: Du trägst also normalerweise über den Tag EINE Kontaktlinse, allein im linken Auge oder auch noch eine schwächere im rechten. :?:

:arrow: Du erreichst uneingetropft links +3,75. Das muss plausiblerweise schon die Summe (sph + cyl) sein, also gehst du mit der Kontaktlinse links schon so ziemlich an die Grenze dessen, was dort noch keine Sehbeeinträchtigung in der Ferne bringt. (Denn du scheinst normale Kontaktlinsen ohne Zylinderkorrektur zu nehmen. :?:) Ich weise nochmal auf die erste Frage (oben) zurück. :?:

:arrow: Deinem Augenarzt scheint es also egal zu sein, ob du unterkorrigierst. Zumindest in gewissen Grenzen. :?:

:arrow: Du bist noch recht jung und hast deswegen wahrscheinlich noch keine Probleme mit der Naheinstellung (Akkommodation, das meint er mit Anspannen :wink:). Trotzdem höre ich von Weitsichtigen oft Beschwerden beim LÄNGEREN und normalen (d.h. beidäugigen, also keine künstlichen Testsituationen) Nahsehen (Lesen). Ich selbst kann das auch bestätigen: Setze ich mir versuchsweise -3dpt beidseitig davor, mache mich also künstlich weitsichtig, sehe ich erst mal gar nichts mehr (obwohl ich noch knapp 8 dpt. Akkommodationsspielraum habe).

Hast Du Probleme beim Nahsehen, und wenn ja eher Richtung Kopfweh oder Richtung schlechter Visus (=Bildqualität u. -schärfe)? :?:

:grübel:

Soweit für's erste. Und bitte nicht enttäuscht sein, wenn ich am Ende nur einen ganz banalen Rat habe. Du siehst, mir ist hier vieles in der Diskussion zu wolkig. Man spricht sich gegenseitig Mut zu, beschwört einander irgendwelche geistigen Qualitäten, die man ganz aus der eigenen Erfahrung genommen hat, und hat dabei noch nicht mal die Situation des anderen so richtig verstanden. Also ich könnte das nicht, - obwohl ich's vielleicht selbst schon gemacht habe. Wie auch immer, es gefällt mir nicht. Man will doch wenigstens dieses Mindeste: am Ende ein bisschen was voneinander verstanden haben.

Ach, und wo wir schon beim "Tacheles" sind, befolgst Du eigentlich, z.B., Evamarias Rat von oben:

evamaria hat geschrieben:Na, dann gib die Hoffnung nicht auf, aber wärend dem Lesen hier im Forum - Brille runter und nicht starren! Mr. Green

Viel Erfolg!

LG Evamaria


Ich hoffe, dass Du's schaffst. :)
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Beitragvon Eskimo » 01.05.2009 12:57

1) Nein!
Links die Unterkorrigiert Linse und rechts die normale Linse!
meine Werte allgemein!UNTER ZYKLOPEDIE :

rechts SPH +1.50 CYL+1.50 90°
links SPH +3.25 CYL+1.50 97°

Das Problem ist da sich das rechte AUge NICHT Verbessern dafr-ich darf bei der Aero-Medizinischen Erstuntersuchung NICHT 2 Dioptrien Unterschied haben!...Das heist das rechte AUge muss so bleiben!

2) Das Augentraining und die Unterkorriegierte Linse geht von meinem Agenarzt aus,der sich sehr für das ganze einsetzt und wirklich sehr viel Zeit auch Privatzeit für mich opfert!...Das mit der Unterkorriegierten Linse gehört also zum Augentraining!

3) Nein habe mit dem Nahsehen eigentlich keine großartigen Probleme,und auch keine Beschwerden!
Ausser ich "klebe" mit den Augen schon am Buch oder Bildschirm dann wirds schwer,aber ich glaube da tud sich auch ein "gut "Sehender schwer!

mfg
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Beitragvon Martin/T. » 01.05.2009 15:14

Hallo Eskimo,

langsam fügt sich das Bild (und keine Sorge, ich denke über eine Antwort nach, aber es ist halt nicht ganz leicht, - und zu guter Letzt wollen wir ja auch anderen die Chance nicht verbauen, sich hier einzuklinken :wink: ).

Nur drei Fragen:

:arrow: Du erreichst Visus 90% bzw. 100% trotz unkorrigiertem Zylinder von 1,5 ? Trägst du die Linsen den ganzen Tag oder hast du auch Brillen? Oder ist dieser gute Visus nur bei der Testung? :?:

:arrow: Was machst du an Augenübungen oder was hast du an Auflagen vom Augenarzt im Rahmen seines Augentrainings? Hat der Arzt dir die unterkorrigierte Linse zur Förderung des Stereosehens empfohlen oder war das ein (hoffnungsarmer) Versuch von ihm, die Dioptrien dort herunterzubekommen? :?:

:arrow: Hast du schon irgendwelche Übungen hier im Forum oder woanders in der "alternativen" Augentrainingsgemeinde entdeckt, die du jetzt schon versuchst? :?:

(Fragen über Fragen, ich weiß :roll: )
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Beitragvon Eskimo » 01.05.2009 17:06

1) Den Visus links 90% und rechts 100% erreiche ich NUR im korrigierten Zustand! d.h mit Linsen!
UNKORRIGIERT ist es links 50% rechts 60%
komme aber trozdem OHNE Linsen oder Sehbehilfe prima zurecht,kleingedrucktes ist sehr schwer zu lesen aber ,sonst null probleme,mit der Zeit wird es hald anstrengend!
Doe Kontaktlinsen trage ich ich schnitt 12 Stunden so wie es sich gehört!(manchmal auch 13 oder 14 je nach Stress und Zeit)(Ich gebe sie mir erst immer sowas um 10 Uhr Vormittags rein ,vorher ab halb 6 Uhr früh,bin ich ohne Sehhilfe unterwegs!...Brille habe ich keine,will ich auch garkeine!
:!: :!:


2)Naja jetzt wirds kompliziert!
Also habe jeden Tag 5 Übungen zu machen,dauer einer übung ca 4-5 Minuten! Alle 2 Wochen habe ich andere Übungen zu machen!Insgesamt sind es 10 Staffeln!
Pro Staffel wird es schwieriger!
Es handelt sich großteil immer um eine Übung wo Akkomodation(Anspannen) un Loslassen betrieben wird,eine wo das Stereosehen trainiert,und eine Aufwärm/Entspannungsübung(Augenkreisen,Kugel rollen etc)
Zwei speziell fürs linke schwache Auge!
Das mit dem linken Augen,bzw mit der schwächeren Linse,war sicherlich Kein Hoffnungsarmerversuch,es hat sich ja schon einiges geändert!

Ich kann Stereosehen(konnte ich vorher nicht)
Auch MIT KORREKTUR hatte ich links nur 50% Sehleistung,jetzt ca 90%
und.....jetzt habe ich sogar im NICHT engetropften Zustand +3.75 (links)

3) Ja habe ich auch schon entdeckt,beinahe alle Übungen sind ähnlich ,nur sag ich jetzt mal werden sie anders "gespielt"!

:!:
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Beitragvon Martin/T. » 01.05.2009 18:57

Eskimo hat geschrieben:2)Naja jetzt wirds kompliziert!
Also habe jeden Tag 5 Übungen zu machen,dauer einer übung ca 4-5 Minuten! Alle 2 Wochen habe ich andere Übungen zu machen!Insgesamt sind es 10 Staffeln!
Pro Staffel wird es schwieriger!
Es handelt sich großteil immer um eine Übung wo Akkomodation(Anspannen) un Loslassen betrieben wird,eine wo das Stereosehen trainiert,und eine Aufwärm/Entspannungsübung(Augenkreisen,Kugel rollen etc)
Zwei speziell fürs linke schwache Auge!
Das mit dem linken Augen,bzw mit der schwächeren Linse,war sicherlich Kein Hoffnungsarmerversuch,es hat sich ja schon einiges geändert!

Ich kann Stereosehen(konnte ich vorher nicht)
Auch MIT KORREKTUR hatte ich links nur 50% Sehleistung,jetzt ca 90%
und.....jetzt habe ich sogar im NICHT engetropften Zustand +3.75 (links)


Donnerwetter, und Anerkennung an dich und deinen Arzt. Bei der wievielten Staffel bist du denn jetzt?

Das mit dem "hoffnungsarmen Versuch", das sollte gewiss niemanden angreifen, sondern bezog sich ganz speziell auf das Ziel, das Auge "strukturell kurzsichtiger" zu machen. Auf den es Dir ja ankommt. Wie lange hast du denn schon diese 3,75 uneingetropft?

Im Prinzip bräuchtest du ja "nur" so einen Effekt, wie ihn die durch Naharbeit kurzsichtigen Werdenden unfreiwillig haben. Eine dauernde Akkommodation "wandert" in "die Struktur". Aber wie kann man dem nachhelfen?

Um noch mal drauf zu kommen - es interessiert mich halt einfach: Du hast torische Linsen (mit Zylinderkorrektur), und nicht einfache, nehme ich an. Sag jetzt bloß nicht nein, sonst verstehe ich gar nichts mehr. :shock:

Hoffe dir demnächst irgendwas schreiben zu können. :wink:
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Beitragvon Eskimo » 07.05.2009 18:46

Ja ich habe torische Linsen!

Also,gehen wir mal kurz ins Detail:
Eigentlich macht man 20 Staffeln!
Die ersten 10 Staffeln ,macht man die Übungen JEDEN TAG
Danach wiederholt man die 10 Staffeln,da macht man aber nur mehr 3mal pro Woche die Übungen!
Ich bin jetzt bei der "20 Staffel" ,also fertig!
Man merkt alle 2 Wochen einen fortschritt diese +3.25 CAL +1.50 LINKS wurden vor 3 Wochen bzw..auch heute gemessen!

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Beitragvon Martin/T. » 08.05.2009 15:41

Okay, also endlich zu einer Antwort: (und immer daran denken; ich taste mich da nur ran!)

Du hast dich in ein Metier „verirrt“, wo der Grundgedanke ist, dass der Gebrauch (die Sehgewohnheiten) das Auge formt. Das ist der gemeinsame Ausgangspunkt wohl aller hier im Forum, egal ob man dann mehr geistig (Aufmerksamkeit), mental (Psychologie) oder körperlich (Übungen) ansetzt. Ich für mein Teil sehe das übrigens durchaus nicht ausschließlich; ich denke schon, dass es eine bedeutende konstitutionelle Komponente (Gene, aber auch Allgemeingesundheit) gibt. Aber ersteres können wir eh nicht beeinflussen, um letzteres sorgen wir uns sowieso, also tun wir beides jetzt hier am besten ignorieren.

:|

Auch von Schulmedizinern (die meist alles auf die Gene schieben; vgl. hier) wird aber selten geleugnet, dass es zumindest im Negativen Beeinflussungsmöglichkeiten gibt: Paradebeispiel hierfür: die Kurzsichtigkeit durch „exzessive“ Naharbeit. Ein bisschen von dieser Entwicklung ist genau das, was du brauchst; - und zwar (erst mal) nur für's linke Auge, ich hab verstanden. Aber das kommt eben nicht von selbst, sondern ich hab oben gefragt, wie kann man dem nachhelfen.

Das ist natürlich die Preisfrage ...

Dein Augenarzt hat mit der Unterkorrektur links für dieses Auge bereits schon mal die Akkommodation gegenüber der Vollkorrektion zusätzlich gefordert; d.h., er hat funktionelle Weitsichtigkeit generiert (du musst mehr akkommodieren als Normalsichtige). Damit scheint er erreicht zu haben, - nach dem, was du berichtest -, dass dein linkes Auge unterkorrigiert sozusagen „funktionell normalsichtig“ geworden ist; damit meine ich, mit der Teilkorrektion erreichst du von nah bis fern ein scharfes Bild (so gut es eben wird), aber zusätzliches Plus (d.h. in deinem Fall weniger Unterkorrektur) nimmst du nicht an, ohne in der Ferne wieder schlechter zu sehen, - außer im eingetgropften Zustand.

Warum wirst du nun (bisher) nicht unterkorrigiert strukturell normalsichtig? Ich denke, weil du ein Training brauchst, das dir unter anderem auch einen ausreichenden Gegenimpuls gibt, und nicht „nur“ passiv den Raum schafft für eine Myopisierung.

:!:

Auch wenn es bei Weitsichtigkeit meist umgekehrt ist als bei Kurzsichtigkeit (du bist als Kleinkind weitsichtig, - ist relativ normal - und bleibst aber dann beim Längenwachstum des Augapfels und der ihn umgebenden Muskeln zurück), bist du fehlsichtig geworden unter dem Einfluss deiner (unterbewussten) Sehgewohnheiten. Diese Sehgewohnheitsfehler laufen im Ergebnis darauf hinaus, dass dir die natürliche Welt, der natürliche Mix an Seh-Entfernungsangeboten, als Weitsichtiger „zu nah“ und als Kurzsichtiger „zu fern vorkommt“. Anders ausgedrückt, der Kurzsichtige fängt irgendwann an, typischerweise am Fernpunkt anzuspannen, d.h. refraktiv zu „verschlimmbessern“ (Bates: „strain to see“). Der Weitsichtige hingegen neigt zum selben Fehler am Nahpunkt, - zu dem bei stärkerer Weitsichtigkeit irgendwann übrigens auch der Blick in die Ferne gehört.

Als Weitsichtiger hast du eine mentale „Voreinstellung“ im Gehirn, dass die Dinge nicht so nah sein sollten, wie sie sind, und die zugehörige organische Realität (oder Konsequenz) ist die, dass du objektiv tatsächlich mehr anspannen (akkommodieren) musst als ein Normalsichtiger.

Dein Auge (Anatomie und Muskelkondition) ändert sich soweit (oder bleibt so fern der Normalsicht stehen), bis für dich Sehen an sich (in der Ferne ohne Hilfe, und in der Nähe erst recht) mental so selbstverständlich mit Anspannung verbunden ist, dass du Nahsicht nicht länger unterakkommodiert zu nehmen tendierst.

Vergleichbares beim Kurzsichtigen: Er wird so kurzsichtig, bis sein struktureller Fernpunkt so nah vor Augen liegt, dass damit mental nicht mehr die Vorstellung von Ferne, sondern nur noch von schwerigem Sehen verbunden wird.

So stell ich mir die Sache jedenfalls vor; und ich weiß, jetzt mach ich mich angreifbar von allen Seiten. Aber lassen wir die Sache erst mal so stehen: Ich denke, du wirst spätestens jetzt einwenden wollen: 'ich hab aber keine Probleme mit dem Nahsehen.' -- Ja, in der Tat, das MACHT mir auch Probleme, mich in die Lage von Weitsichtigen zu versetzen.

Einige Weitsichtige haben das, bevor sie sich vom Forum zurückgezogen haben, auch immer angedeutet: 'ihr Kurzsichtigen versteht gar nicht, worum es geht', 'bei euch ist Übung gleichbedeutend mit Schärfe gewinnen; wir sehen alles scharf, unsere Ziele sind schwerer zu greifen', o.ä. Tenor der Äußerungen.

Okay, ich verstehe das. Aber gerade deshalb mein Rat: Mach einmal wirklich echtes Nahpunkt-Training. Und mit Nahpunkt meine ich nicht 50cm oder Leseentfernung und dann noch mit Linsenkorrektur (wenn auch unterkorrigiert). Sondern ich meine sowas wie 8 Dioptrien akkommodiert. :!: In deinem Alter dürfte das an sich noch locker zumutbar sein. Wahrscheinlich gehen sogar zehn. Also Linse raus, bzw. der Einfachheit halber, Linse drinlassen, und besorg dir eine Minusbrille, -8 Dioptrien beim Online-Optiker für 35 Euro zu haben, setz die drüber und lies vor dem Monitor aus 1m Abstand (kommt noch mal 1 Dioptrie dazu). Rechtes Glas am besten abgeklebt, damit du speziell links trainierst und außerdem keine Probleme mit der beidäugigen Koordination, Glaszentrieren etc. bekommst, - und dann immer 15 Minuten lesen und wieder entspannen. Ich denke, wenn du dann Glasstärke, Schriftgröße, Abstand und Übungsdauer ein bisschen anpasst, bekommst auch du eine Herausforderung auch an Sehschärfe und Bildqualität, woran du dann feilen kannst, besonders da dein linkes Auge ja von einer Schwachsichtigkeitssituation herkommt.

Ich habe dasselbe, auch einäugig, am Fernpunkt gamacht, und dabei neben guten Erfolgen auch eine Menge Beobachtungen gemacht, die ich in meinem persönlichen Pfad („Hab ich's doch gewusst – Kurzsichtigkeit ist eine Einstellung“) dokumenitert.

Was verspreche ich mir davon in deinem Fall?

Dein linkes Auge hat, so verstehe ich es, jetzt erst kürzlich im Training mit dem Augenarzt, richtig sehen gelernt. Dabei sind die entspanntesten Zustände (etwa 1 Dioptrie) ohne Zykloplegie nicht ganz scharf. Sie sind aber strukturell vorhanden. Das ist nicht unähnlich meiner eigenen Situation, derzeit im Übergang aus einer Kurzsichtigkeit. Die obersten ca. 0.5-0.75 Dioptrien sind inzwischen nachgewiesenermaßen existent (das waren sie vor einem halben Jahr noch nicht, die hab ich inzwischen durch Training „strukturell freigelegt“), aber sie sind qualitativ noch schlecht und vor allem unsicher einzustellen; sie kommen noch nicht von selbst. Bei dir ist die Lage vergleichbar, aber umgekehrt bewertet: sie sind noch vorhanden (wenn auch gut nur unter Tropfung) und du möchtest die strukturell wegbekommen.

Daher mein Tipp: mach's umgekehrt wie ich. d.h. wie ein Kurzsichtig(er)-Werdender und spezialisiere dich (vorübergehend) auf den Nahgebrauch des Auges. Dafür musst du das alltägliche Sehangebot künstlich Richtung Minusrefraktion (Nähe) verschieben. Es ist halt ein Unterschied, ob du nur die obersten Dioptrien deines Akkommodationsspeilraums nie nutzt (wie duch die Unterkorrektion) oder ob du gezielt den unteren Bereich dieses Spielraums bewusst trainierst.

Sobald in den Übungspausen merkst, wie dein Blick für die Ferne anfängt, nur zögerlich frei zu werden (weggleiten zur Nahrefraktion), hast du m.E. die Entwicklungsimpulse, die die Weitsichtigkeit strukturell abbauen. In den Moment kannst du dann auch darüber nachdenken, stärker unterkorrigierte Linsen (links) zu nehmen.

Ein weiterer Gedanke könnte sein, um in diesen Übungspausen bei der Fernsicht nicht instinktiv zu sehr auf das rechte Auge zurückzugreifen, dieses (vorübegehend) überzukorrigieren. Der Vorschlag kommt speziell für dich infrage, weil du ja rechts gar nichts dagegen hast, eher noch weitsichtiger zu werden.

Ein nettes Nahziel könnte dann sein, rechts und links gleiche Stärken verwenden zu können und dann strukturell hineinzuwachsen.

:wink:

Soweit hier. Ich kann nicht viel vorschlagen und schon gar nichts versprechen. Aber ich kann Mut machen, es mal zu versuchen. Wichtig ist natürlich, dass man sich gefühlsmäßig bei der Sache auf sicherem Grund weiß und von dem Konzept ein bisschen überzeugt ist. Das kann ich dir natürlich nicht „geben“. Aber ich wüsste nicht, dass dir hier irgendjemand einen verheißungsvolleren Weg präsentiert hätte.

Ich wünsche Dir, wie auch immer Du's machst, alles Gute und viel Erfolg. Frag ruhig zurück, nur professioneller und übersichtlicher als hier werden meine Ausführungen nicht werden. Dafür fühl ich mich in der ganzen Materie auch ehrlich gesagt zu sehr genasführt und im Stich gelassen. Bates ist tot und seine Anhänger sind, von der Lehre her gesehen, in heilloser Konfusion. Das "Witzige" ist nur, dass so etwas ähnliches wie "sein Ansatz" bei mir tatsächlich funktioniert hat.

Mit diesem "Witz" wird das Leben wieder leichter. :)
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Beitragvon lovis20 » 13.05.2009 00:26

Hallo Eskimo,
hab lang nicht mehr reingeschaut.... ist etwas ermüdend.... denn als Weitsichtiger hat man definitiv andere Probleme als all die Kurzsichtigen hier und der Austausch ist eher schleppend.
Ich überleg grad, was du wirklich brauchst....
erst einmal zu deinem Astigmatismus:
Es gibt verschiedenen Schreibweisen. einmal eben, wie in deinen Werten, mit Plus, das ist so viel ich weiß eine ältere Form und dann die mit Minus, das ist die heute gängige, die zumindest in Westdeutschland üblich ist. Es ist kompliziert das umzurechnen, aber die Werte schauen dann anders aus. Vielleicht würde das ja schon mal helfen. Frag doch mal deinen Optiker nach der Umrechnungsformel!
Beim Weitsichtigen gibt es bei der Kontaktlinsenkorrektur den Ansatz, daß man man ( zumindest bei niedrigeren Zylindern) den Zylinder vom sphärischen Wert abzieht. Dann käme auch was niedrigeres raus!
Soviel zur Theorie.
Zur Praxis: wie Martin schon beschrieben hat bewirkt die Zykloplegie lediglich eine Lähmung des Ziliarmuskels also deiner Akkomodationsfähigkeit. Nicht betroffen davon sind die Hirnnerven (n. oculomotorius und n.abducens) die die Augenbewegungen auslösen. D.h., daß du wenig Chancen hast den Trainingseffekt der Akkomodationsfähigkeit getropft aufrecht zu erhalten, aber eine Kompensation des Zylinders bliebe bestehen.
Aufgrund meiner Geschichte habe ich recherchiert ob das Tropfen eine Hornhautverkrümmung sicher freilegt, und das tut es nicht. Wenn du also deinen Astigmatismus " wegtrainierst, dann ist auch der getropfte Wert niedriger.Da würde ich ansetzen.
Zu mir, ich bin weitsichtig ( noch nie getropft worden, 42 Jahre alt und habe letztes Jahr, nicht aufgrund von Sehproblemen, sondern anderen Körperlichen Problemen beschlossen, mir das Thema "Brille " einmal anzuschauen.Aber nach mehrstündigem Tragen der Brille wurde die Sicht in die Ferne immer schlechter. Ich bin ein halbes Jahr von Pontius zu Pilatus gelaufen und habe ne Menge über Fehlsichtigkeiten gelernt.
Also: Ich hab ne ziemlich starke Hornhautverkrümmung... laut Keratorefraktometer etwa -1,5 bei 180°, laut Hornhautabbildung mehr als -2 und refraktiniert oder auf der Netzhaut gemessen bei Null! Ich kann sie also vollständig kompensieren, nur wenn ich die Augen entspanne, eben meine Weitsichtigkeit korrigiere kommt sie so peu a peu raus.
Ich habe inzwischen gelernt, daß Achslagen von ca. 180° und 90° gut kompensierbar sind. ( also eventuell auch deine!) Ist halt anstrengender! Als Kind war ich augenauffällig.... viel zwinkern, immer müde Augen,Jucken in den Augen, Ticks wie Nase rümpfen ect.. Meine Mutter wollte mit mir zum Nervenarzt, da wollte ich nicht hin... hab mit den Ticks von heut auf morgen aufgehört, nur einen Augenarzt hab ich in meiner ganzen Kindheit nie gesehen. Hab ohne Brille immer gehabt und immernoch einen Visus von 160 und auch in die Nähe sehe ich noch perfekt . Ich denke ich hab das mit meinem Willen gemacht. Denn ich wollte keine Brille. Jetzt bin ich auf dem Weg herauszufinden, was mir gut tut. Bin seit 3 Monaten an ner Linsenanpassung dran und nach tausen torischen Linsen verschiedener Stärken und Achsen bin ich zurück zu ner sphärischen Linse mit geringerer +-Korrektur, mit der ich viel entspannter und besser sehe als mit jeder torischen. Sie muß nur dick genug sein. Dann geht das. Schlafe ich zu wenig, brauche ich mehr Zylinder oder esse ich etwas, was ich nicht vertrage dann sehe deutlich schlechter. Auch wenn ich zu wenig trinke. Außerdem wirken die Übungen rund um das Tibetische Rad und andere Umrandungen bei mir prompt. Kann ich dir empfehlen!
Hol dir mal Linsen mit niedrigerem - oder ohne Zylinder und schau wie du damit siehst... und trainiere damit die Augen. Ist zumindest einen Versuch wert! Ich hab jetzt echt alles durch! Trage ich rechts eine KL Pure Vision shärisch so sehe ich grotten schlecht...bräuchte nen Zylinder von -1,75. MIt Airoptix bräuchte ich -1,25, mit den Dailies Toric reicht -0,75 und mit der ExtremeH2o extra brauch ich gar keinen.
Ich hab mich inzwischen damit entspannt und spiele....
ZUr Weitsichtigkeit: Als Osteopathin bekomme ich inzwischen von der Sehlehrerin mit der ich mein eigenes Problem bearbeite relativ viele Patienten mit Sehproblemen. Das vervollkommnet meine persönlichen Erfahrungen. Der erste Schritt beim Training ist eine Verbesserung der Biodynamik, d.h. die Bereitschaft des Gewebes sich zu verändern erhöht sich durch den zielgerichteten Wunsch des Patienten. Der zweite Schritt ist die funktionelle Veränderung und damit eine Verbesserung der Motorik. Da wird da Sehen bereits besser, bzw die Muskeln die am Sehvorgang beteiligt sind haben eine positive Anpassung vollzogen. Das hast du alles bereits erreicht, wie du ja beschrieben hast. Leider ist eine strukturelle Überprüfung dann meist ein Tiefschlag, denn die Veränderung der Struktur, ganz speziell des Augapfels ist dann zwar induziert, braucht aber erheblich länger. Das sollte man erst nach ein paar Jahren überprüfen. Auch eine fortschreitende Kurzsichtigkeit manifestiert und fixiert sich erst über das jahrelange und konstante Korrigieren mit immer höheren Werten in der Struktur. Genauso kannst du das aber Schritt für Schritt rückgängig machen. Aber es brauch ne ganze Zeit!
Außerdem formt unsere Psyche über das Gehirn die Art und Weise wie wir sehen. Dieser Ansatz funktioniert erheblich schnelller! Es gibt Berichte über Multiple Persönlichkeiten, die je nachdem welche Persönlichkeit an der Oberfläche ist, verschiedene Brillen brauchen. Das würde heißen, änder deinen Einstellung zum Sehen oder besser gesagt deine Sicht der Welt und du veränderst deine Fehlsichtigkeit. Ein Bekannter von mir hatte eine Amblyopie und auf dem sehenden Auge +7 Dioptrin. Er war bei Osho und hat in Poona (Indien) im Ashram eine 14-tägige Therapie-Gruppe zur Auflösung von Kindheitstraumen gemacht. Dabei mußte er seine Brille abnehmen. Anschließend brauchte er sie nicht mehr. Der Augenarzt zu dem er ging weil er den Eintrag im Führerschein weg haben wollte war der Meinung die +7 Dioptr. wären ein Irrtum gewesen. Heute gibt er Sehtrainings! Sehr zu empfehlen!
Ich hoffe ich konnte dir ein bißchen Mut machen und dir ne Richtung geben.....
Obwohl ich heute mit 42 schon dankbar bin daß es Brillen und Linsen gibt. Denn obwohl ich auch heute noch perfekt "ohne" sehen kann und es auch zuweilen tue trage ich gerne ne Korrektur um mich zu entspannen.
Dann toi toi toi und bin gespannt wie´s bei dir weiter geht!
Liebe Grüße, Sabine
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Beitragvon lovis20 » 13.05.2009 22:30

Hallo, war heute mal wieder beim Optiker und hab grandios was dazu gelernt:
Die Astigmatismus Korrektur ist eine Minus-Korrektur und deshalb ist sie gegenläufig zur Weitsichtigkeit. D.h. setzt man den Zylinder hoch, so muß man auch die Sphäre, also das Plus erhöhen, obwohl man gar nicht stärker weitsichtig ist, aber weil die Wirkung sich aufhebt. Das würde heißen, wenn du den Zylinder runtersetzen kannst automatisch auch die Messung der Sphäre niedriger ausfallen müßte. Ich hoffe du kannst meiner Logik folgen! Damit wärest du schnell auf niedrigerne Gesamtwerten.
Liebe Grüße, Sabine
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Beitragvon Eskimo » 23.07.2009 19:30

Hallo!
War heute wieder beim Optiker,und habe da einen härben Rückschlag erlitten!!!!!
Weis aber nicht warum!!!!

Die Werte im April waren: rechts SPH +1.50 Cyl +1.50 90 grad
links SPH + 2.25 Cyl +1.50 100 grad




HEUTE war ich beim Augenarzt ,folgender Wert!

rechts: SPh +2.0 Cyl - 1.0 0 grad
links Sph + 3.25 Cyl -1.0 8 grad

Totale Verschlechterung der SPH plötzlich CYL im - Bereich...grade??

Was ist da passiert,hat sich die Ärztin vermessen???
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Beitragvon Nicole » 23.07.2009 21:20

Guck dir mal die Schreibweisen an:
Einmal Pluszylinder und einmal Minuszylinder.

Bei Plus für die Ferne ist es ohne Zykloplegie (Tropfen in die Augen) auch tagesformabhängig.
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Beitragvon Eskimo » 23.07.2009 21:39

Ja, aber wie kommt das ,dass ich plötzlich von +1.50 auf - 1.0 rutsche??

Und bei der SPH links gleich +1.0 Dioptrie mehr???
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Beitragvon Nicole » 24.07.2009 12:34

Nicole hat geschrieben:Guck dir mal die Schreibweisen an:
Einmal Pluszylinder und einmal Minuszylinder.
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Beitragvon Eskimo » 24.07.2009 15:25

Ich verstehe nicht ganz bitte kläre mich auf!!!! :? :wink: :wink:
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Beitragvon Nicole » 24.07.2009 17:46

Die Werte im April waren: rechts SPH +1.50 Cyl +1.50 90 grad
links SPH + 2.25 Cyl +1.50 100 grad

HEUTE war ich beim Augenarzt ,folgender Wert!

rechts: SPh +2.0 Cyl - 1.0 0 grad
links Sph + 3.25 Cyl -1.0 8 grad


Werte vom Augenarzt mit Pluszylinder geschrieben:

rechts: Sph +1,0 cyl +1,0 90°
links: Sph +2,25 cyl +1,0 98°

Also ist der Unterschied zu der Messung im April eine halbe Dioptrie rechts weniger in die Ferne und beim Zylinder. Links ist der Zylinder eine halbe Dioptrie weniger.

Also eine VERBESSERUNG zu den Werten im April!
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