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 | Wissenschaftliche Untersuchungen? |  |
Verfasst am: Sa 26. Jul 2008 10:02 |
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| unam |
| Grünschnabel |

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Unter augeninfo. de findet sich untenstehender Text. Darin wird u.a behauptet, daß "die Entspannung des Ringmuskels ebenso wenig die Kurzsichtigkeit verändert wie alle anderen Augenmuskeln, muß allein schon durch die Untersuchungsmethode einleuchten, die Augenärzte anwenden, wenn ein Verdacht auf Myopie besteht. Dabei wird nämlich auf medikamentösem Weg eine vollständige Entspannung des inneren Ringmuskels bewirkt, weil sich so zuverlässig feststellen läßt, ob eine Kurzsichtigkeit vorliegt. Hätte Bates recht, müßte bei der augenärztlichen Untersuchung - so lange die muskelentspannende Medikamentenwirkung anhält - die Myopie also verschwunden sein."
Meine Frage in das Forum: Gibt es Untersuchungsergebnisse von Menschen, die Ihre Sehschärfe stark verbessert haben und deren Augenmuskulatur nachweislich entspannter ist und somit auch die Linse wieder in ihre natürliche Form gelangt ist?
Das wäre ja dann ein Beweis auf der physischen Ebene - gleichwohl ich diesen nicht für wesentlich halte, ist es aber aus wissenschaftlicher Sicht interessant, die physischen Gegebenheiten zu untersuchen, daß es möglich ist, eine einst verformte Linse wieder in ihre unverformte Form zu bringen. Gibt es dazu irgendwo etwas nachzulesen?
Danke für Antworten!
Manuela
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Myopie läßt sich nicht wegtrainieren!
Das Auge wird von sechs außen ansetzenden Muskeln bewegt. Sie sind dauernd in Aktion - auch unwillkürlich, sogar während wir schlafen - und infolge des ständigen Wechsels zwischen Anspannung und Entspannung befinden sie sich ohne jede zusätzliche Übung in bestem Trainingszustand.
Um die Myopie zu beeinflussen, müßten diese Muskeln durch gleichzeitigen seitlichen Zug nach außen (zum Ohr und zur Nase) den in die Länge gewachsenen Augapfel verkürzen. Das ist nicht allein anatomisch unmöglich. Selbst wenn sie - wie es durch bestimmte Krankheiten geschehen kann - unter viel zu hohe Spannung geraten, etwa bei der Basedow'schen Krankheit, bei der die Augen stark nach vorne verdrängt werden, ändert sich an der Augapfelform und damit an der Kurz- oder Weitsichtigkeit nicht das geringste. Diese Behauptung von Bates, die äußeren Augenmuskeln könnten einen Einfluß auf die Myopie haben, ist also eine reine Irrlehre.
Manche Verfechter der Bates'schen Übungen wollen Kurzsichtigkeit durch Entspannung des Ringmuskels beheben. Der aber steuert ausschließlich die Akkommodation, also die Naheinstellung. Ein normalsichtiges Auge ist auf die Ferne eingestellt, wenn es entspannt ist und sieht ein klares Bild. Das kurzsichtige (zu lang geratene) Auge sieht alles, was es nicht nah vor Augen hat, immer unscharf, ganz einfach weil das Bild nicht auf sondern vor der Netzhaut ankommt. Daß die Entspannung des Ringmuskels ebenso wenig die Kurzsichtigkeit verändert wie alle anderen Augenmuskeln, muß allein schon durch die Untersuchungsmethode einleuchten, die Augenärzte anwenden, wenn ein Verdacht auf Myopie besteht. Dabei wird nämlich auf medikamentösem Weg eine vollständige Entspannung des inneren Ringmuskels bewirkt, weil sich so zuverlässig feststellen läßt, ob eine Kurzsichtigkeit vorliegt. Hätte Bates recht, müßte bei der augenärztlichen Untersuchung - so lange die muskelentspannende Medikamentenwirkung anhält - die Myopie also verschwunden sein.
"Entspannungsübungen" und "Augenmuskeltraining" können an einer Kurzsichtigkeit nichts ändern - das wurde auch von jenen Augenärzten, die trotz aller theoretischer Bedenken diese Übungsmethode versuchsweise bei ihren Patienten anwandten, eindeutig festgestellt. Sind die Versprechungen der Verfechter der Bates'schen Lehre "nur" Betrug, so werden sie zu kriminellen Handlungen, wenn Kurzsichtige in der Meinung, nach den "Übungen" besser zu sehen, ohne Brille Auto fahren. Sie sollten besser an ihre Verantwortung anderen Menschen gegenüber denken, im Straßenverkehr wie auch am Arbeitsplatz! |
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Verfasst am: Sa 26. Jul 2008 11:04 |
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| Nicole |
| Administrator |

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Hallo Manuela,
ich schaue heute Nachmittag oder heute Abend mal bei Bates (amerikanischer Augenarzt) nach. Er schrieb etwas zu den akkomodationslähmenden Tropfen. Und er schrieb auch etwas über Leute, die nach einer Staroperation (Linse wurde entfernt) OHNE Brille dich vor dem Auge lesen können, was angeblich ohne Linse nicht geht.
Hatte Nachtdienst und muss nun schlafen.
Ansonsten findest du hier im Forum den Link zu Bates online (auf englisch). Dort ganz interessant: Emily's Geschichte.
Hier ist der Link:*klick*
lg
Nicole |
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Verfasst am: Sa 26. Jul 2008 11:26 |
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| peddy |
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Ich kann nicht sagen, wie ein besseres Sehen zustande kommt, ich weiß nur aus eigener Erfahrung das es geht.
Ich habe inzwischen rund 2,5 dpt abgebaut und normalerweise spüre ich im Alltag keine Muskeln. Wenn ich jedoch Momente habe in denen die Sicht minutenlang noch besser wird spüre ich ein ziehen an den Inneren Muskeln und die äußeren scheinen zu entspannen. Es fühlt sich dann etwa so an, als würde ich nach innen schielen. |
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_________________ Liebe Grüße
Patrick |
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Verfasst am: Sa 26. Jul 2008 14:34 |
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| Seh-Teufel |
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Man könnte doch auch behaupten das es eine dauerhafte Verhärtung des Muskels ist und keine kurzzeitige verkrampfung
Das würde erklären warum es so langsam geht und warum die Tropen nichts bringen |
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 | Re: Wissenschaftliche Untersuchungen? |  |
Verfasst am: Sa 26. Jul 2008 18:57 |
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| Nicole |
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| Zitat: |
Myopie läßt sich nicht wegtrainieren!
Manche Verfechter der Bates'schen Übungen wollen Kurzsichtigkeit durch Entspannung des Ringmuskels beheben. Der aber steuert ausschließlich die Akkommodation, also die Naheinstellung. Ein normalsichtiges Auge ist auf die Ferne eingestellt, wenn es entspannt ist und sieht ein klares Bild. Das kurzsichtige (zu lang geratene) Auge sieht alles, was es nicht nah vor Augen hat, immer unscharf, ganz einfach weil das Bild nicht auf sondern vor der Netzhaut ankommt. Daß die Entspannung des Ringmuskels ebenso wenig die Kurzsichtigkeit verändert wie alle anderen Augenmuskeln, muß allein schon durch die Untersuchungsmethode einleuchten, die Augenärzte anwenden, wenn ein Verdacht auf Myopie besteht. Dabei wird nämlich auf medikamentösem Weg eine vollständige Entspannung des inneren Ringmuskels bewirkt, weil sich so zuverlässig feststellen läßt, ob eine Kurzsichtigkeit vorliegt. Hätte Bates recht, müßte bei der augenärztlichen Untersuchung - so lange die muskelentspannende Medikamentenwirkung anhält - die Myopie also verschwunden sein.
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eben nicht:
In meiner Ausgabe steht in dem Bates-Buch auf Seite 38:
"Während der Akkomodation zeigte das Opthalmometer, dass die Krümmung der Hornhaut sich veränderte und dass sie sich etwas stärker nach vorn wölbte. Unter Scopolamin, einem Medikament, das oft anstatt Atropin gebraucht wird, um den Ziliarmuskel zu lähmen, zeigten sich diese Veränderungen nach wie vor, auch bei Hochhebung der Lider. Da somit eine mögliche Beeinflussung durch Liddruck und Mitbeteiligung des Ziliarmuskels ausgeschaltet war, stand es für Davis fest, dass diese Vorgänge durch die äußeren Augenmuskeln hervorgebracht wurden. Unter Scopolamin zeigte sich die Akkomodatinsfähigkeit nur wenig beeinträchtigt."
Es geht hier wie schon gesagt, um Patienten, denen die Augenlinse entfernt wurde.
Gängige Lehrmeinung ist, dass alleine die Augenlinse für die Akkomodation (das Sehen in der Nähe) verantwortlich ist.
Es gibt zwei mögliche "Ursachen" für eine Kurzsichtigkeit:
1. ein zu langer Augapfel (Achsenmyopie)
2. eine zu stark gewölbte Hornhaut (Brechungsmyopie)
Wenn nun Atropin und Abkömmlinge die Akkomodation NICHT völlig ausschalten, ist klar, dass Kurzsichtige weiter akkomodieren, heisst ihre Augen auf Nähe eingestellt sind. Ergo ist dann alles unscharf, was weiter weg ist.
Ich schau mal, was Bates noch zu Atropin schreibt. *such*
lg
Nicole |
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Verfasst am: Sa 26. Jul 2008 20:43 |
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| Nicole |
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Bates schreibt dann noch ziemlich viel über veränderbare Brechkraft und lange Anwendungen von Atropin in Kapitel 6 und 7.
Sein Fazit:
Nicht der Ziliarmuskel und die Augenlinse sind verantwortlich, sondern die äußeren schrägen Augenmuskeln.
Dies hat er auch an Tierversuchen festgestellt.
Nur wenn man Atropin per Spritze in diese äußeren schrägen Augenmuskeln injiziert hat, war die Akkomodation völlig ausgeschaltet.
Dies in Kurzform dazu.
| unam hat Folgendes geschrieben: |
Unter augeninfo. de findet sich untenstehender Text. Darin wird u.a behauptet, daß "die Entspannung des Ringmuskels ebenso wenig die Kurzsichtigkeit verändert wie alle anderen Augenmuskeln, muß allein schon durch die Untersuchungsmethode einleuchten, die Augenärzte anwenden, wenn ein Verdacht auf Myopie besteht. Dabei wird nämlich auf medikamentösem Weg eine vollständige Entspannung des inneren Ringmuskels bewirkt, weil sich so zuverlässig feststellen läßt, ob eine Kurzsichtigkeit vorliegt. Hätte Bates recht, müßte bei der augenärztlichen Untersuchung - so lange die muskelentspannende Medikamentenwirkung anhält - die Myopie also verschwunden sein."
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Es ist eben NICHT der Ringmuskel, sondern ein anderer Muskel, den man mit Tropfen NICHT lähmen kann.
lg
Nicole |
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Verfasst am: Mo 28. Jul 2008 12:51 |
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| sven |
| Moderator |

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Es sind die aeusseren Augenmuskeln, die das Auge auch in Position bringen, also rotieren und in alle Richtungen schwenken, die auch die Form des Auges ausmachen.
Das fuehlt man, wenn man Augenschmerzen bekommt auch ganz deutlich.
Es ist aber eigentlich egal.
Schoene Gruesse
Sven |
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_________________ Schoene Gruesse
Sven |
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Verfasst am: Mi 30. Jul 2008 16:05 |
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| anja |
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| Zitat: |
| Darin wird u.a behauptet, daß "die Entspannung des Ringmuskels ebenso wenig die Kurzsichtigkeit verändert wie alle anderen Augenmuskeln, muß allein schon durch die Untersuchungsmethode einleuchten, die Augenärzte anwenden, wenn ein Verdacht auf Myopie besteht. Dabei wird nämlich auf medikamentösem Weg eine vollständige Entspannung des inneren Ringmuskels bewirkt, weil sich so zuverlässig feststellen läßt, ob eine Kurzsichtigkeit vorliegt. |
Bei keiner einzigen Untersuchung wurden mir Medikamente verabreicht. Bin ich dann vielleicht gar nicht Kurzsichtig ? |
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Verfasst am: Do 31. Jul 2008 09:33 |
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| Tine |
| Junior Mitglied |

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| Zitat: |
| Bei keiner einzigen Untersuchung wurden mir Medikamente verabreicht. Bin ich dann vielleicht gar nicht Kurzsichtig? |
Stimmt - bei mir auch nicht Oh mein Gott, dann bin ich ja vielleicht auch gar nicht kurzsichtig und es ist mir nur noch nicht aufgefallen  |
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