Anfängerfragen zu Augentraining bei formstabilen CL

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Anfängerfragen zu Augentraining bei formstabilen CL

Beitragvon Traily » 22.01.2013 19:54

Hallo zusammen,
mit Interesse bin ich auf euer Forum gestoßen udn möchte beginnen meine Augen - passend meines Alltags - zu trainieren.
Ich weise eine hohe Fehlsichtigkeit mit -7 Dioptrinen inkl. Hornhautverkrümmung (Brillenwert) auf und trage seit 15 Jahren formstabile CL und freue mich über das hierdurch erreichte super Sehniveau. Die Brille trage ich lediglich ca. 1-2 Std. morgens und abends. Diese Zeit möchte ich auch nicht erweitern. Eine Unterkorrektur kann ich mir bis dato noch nicht in meinem Alltagsleben vorstellen.

Deswegen suche ich Übungen, die ich morgens und abends integrieren kann, um kleinere Verbesserungen zu erzielen (Entspannung, Befeuchtung, Kompensation Bildschirmarbeit) und im Optimalfall eine Reduktion der Myopie.

Über Tipps und hilfreiche Informationen bin ich sehr dankbar!
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Beitragvon Nicole » 22.01.2013 20:39

Hallo Traily,

das macht nicht viel Sinn, wenn du weiterhin deine formstabilen Linsen tragen willst.

Ich weiß, es ist ein gigantisch tolles Sehen damit.

Das wäre so, als würde man nur 1-2 Stunden am Tag den Gips am Bein ablegen, ihn aber ansonsten tragen und nach Übungen zur Stärkung der Beinmuskulatur fragen.

lg
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Beitragvon Traily » 22.01.2013 21:11

Wäre dann aber doch besser, als gar kein Training in den Alltag zu integrieren. Es geht mir aktuell daraum, meine Augen zu aktivieren, ohne mir die Seh- (und defacto Lebens-)qualität zu nehmen.
Ob dann in Zukunft eine Unterkorrektur mit z.B. weichen Linsen folgt, ist offen.

Mich würden eure Erfahrungen interessieren. Gibt es denn hier im Forum formstabile Linsenträger mit hohen Werten >5 Diptr.?
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Beitragvon Nicole » 22.01.2013 23:05


Du kannst dir ja beim nächsten Wechsel überlegen, ob du auf weiche Monatslinsen umsteigst, die du nach und nach abschwächen kannst.

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Beitragvon Aniram » 23.01.2013 10:12

HalloTraily
Meine Ursprungswerte kommen nicht ganz hin, mein besseres Auge hatte nur zusammen mit dem Astigmatismus -6 (-4,5 Asti -1,5), das schwächere nach Netzhautablösung -8.

Ich bin auch auf weiche Kontaktlinsen umgestiegen, habe sie aber täglich nur für 1-2 Std zum Radfahren getragen und konnte sie innerhalb kurzer Zeit mehrmals abschwächen (nachdem ich damit die 125% Zeile auf der Sehtafel lesen konnte). Dann bin ich auf unterkorrigierte Brillen umgestiegen, die ich schon nach kurzer Zeit nur noch 'sicherheitshalber' in der Tasche hatte - nach 'Zwischenstationen' auf der Nasenspitze und mit Brillenkette um den Hals.

Jetzt vermisse ich meine Sehhilfen überhaupt nicht mehr, nicht mal beim Fernsehen (war am Anfang eine ziemlich grosse Herausforderung, jetzt kann ich oft mehr Details ganz klar erkennen und kleinere eingeblendete Texte lesen als vorher mit Kontaktlinsen). Momentan arbeite ich vor allem daran, die noch schwankende Schärfe zu stabilisieren, so dass ich nicht nur dann gut sehe, wenn ich entspannt und gut drauf bin.

Aber ohne den Augen einen gewissen Spielraum für eine Verbesserungsmöglichkeit einzuräumen (dh ständig mit Vollkorrektur) kann sich da gar nichts tun. Damit der über so lange Zeit chronisch gewordene 'falsche Gebrauch' der Augen durch 'richtige Sehgewohnheiten' ersetzt werden kann und Du nach und nach ein Gefühl dafür entwickelst (bzw 'wiederentdeckst') und einübst, sind längere Phasen ganz ohne Sehhilfe am angenehmsten und entspannendsten (nach einer gewissen Umgewöhnungszeit).
Ich hatte ursprünglich geplant, meine unterkorrigierten Billen häufiger zu tragen, habe sie dann aber doch kaum aufgesetzt, weil bei der Frage, ob ich nun ein wenig besser oder viel angenehmer und entspannter sehen will, die Entscheidung grundsätzlich zugunsten des letzteren ausfiel und die Brille um den Hals oder in der Tasche blieb....
Also würde ich Dir raten keine zu grossen Geldbeträge in 'Überganssehhilfen' zu investieren - die liegen womöglich nachher nur unbenutzt rum (ich habe dann meinen Vorrat an Kontaktlinsenflüssigkeit und 'Tränenersatz' verschenkt).
Es gibt sogenannte 'Probepackungen' von weichen Monatslinsen, die kosten fast nichts (ich habe sogar noch eine Probeflasche Flüssigkeit dazu bekommen, daher mein grosser Vorrat). Unterkorrigierte Brillen gibts auch im Internet viel billiger und die reichen völlig aus, wenn man sie nur mal ab und zu kurz auf die Nase setzt.
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Beitragvon Traily » 31.01.2013 14:26

Ich bin grundsätzlich auch bereit, wenn sich erste Erfolge eingestellt haben, auch auf leicht unterkorrigierte Kontaktinsen und Brille umzusteigen. Kontaktlinsen vorwiegend deshalb, weil ich einen sehr sportiven Lebensstil habe, welcher klare Sicht verlangt und mich mit optischer Prothese auf der Nase nicht anfreunden kann.

Mein Plan ist momentan der, dass ich für mich passende Übungen in meinen Alltag integrieren will. Die Motivation, beispielsweise je morgens und abend 30-45 Minuten zu trainieren ist da. Bin aktuell dabei mir nach den gängigen Büchern ein Trainingsplan aufzustellen. Die Linsen trage ich ca. von 10-20 Uhr. Davor und danach wäre Augentrainingszeit. Sobald sich für mich eine Verbesserung einstellt, werde ich die Sehhlifenwerte runterfahren.

Was meint ihr dazu? Habt ihr Tipps?

@Aniram: Wie lange hat es bei dir gedauert, bis du erste Erfolge "sehen" konntest? Wie sind deine Werte jetzt? Ich findes es erstaunlich, dass du im Alltag fast völlig auf Korrektur verichtest. Für mich bedeutet scharfes Sehen auch Lebensqualität und kann mir nicht vorstellen, die schöne Welt massiv unterkorrigiert zu erleben.
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Beitragvon Aniram » 31.01.2013 15:03

Traily hat geschrieben:
@Aniram: Wie lange hat es bei dir gedauert, bis du erste Erfolge "sehen" konntest?


Hallo Traily

Am Anfang ging es sehr schnell mit der Verbesserung, Einzelheiten kannst Du hier nachlesen:

http://www.augen-training.com/erster-de ... t1276.html

Inzwischen hat sich meine Sicht sehr weit verbessert, ist aber noch nicht stabil.
Ich sehe teilweise besser als früher mit Kontaktlinsen (besonders in entspannten Situationen wie beim Fernsehen oder Radfahren; dann kann ich auch auf der Sehtafel die 100% Zeile gut lesen), aber besonders bei Stress treten sehr starke Schwankungen auf.


Traily hat geschrieben:Für mich bedeutet scharfes Sehen auch Lebensqualität und kann mir nicht vorstellen, die schöne Welt massiv unterkorrigiert zu erleben.


Für mich kann ich sagen: "Seit ich erlebt habe, wie sich entspanntes Scharfsehen ohne Brille oder Kontaktlinsen anfühlt, kommen für mich diese Augenfoltern nicht mehr in Frage, wenn ich es irgendwie vermeiden kann."
Ich bedauere immer wieder diese armen Lasikopfer, die sich mit so einem unumkehrbaren Eingriff ein solches Erlebnis für immer unmöglich gemacht haben, nachdem ihre Augen nun einmal in einem so verspannten Zustand fixiert worden sind - den sie nun immer einnehmen müssen, wenn die Sicht scharf sein soll.
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Beitragvon Brigitka » 01.02.2013 20:50

Hallo Traily,

ich habe auch harte Kl und rechts deine Werte, Links viel mehr plus grauer Star. Bei mir hat sich auch erst was getan, als ich wenigstens morgends ziemlich blind bei mir rumgelaufen bin.

Es ist anfangs sehr hart, aber dann kann sich auch ziemlich schnell was tun. Vielleicht kannst Du die Sache mal im Urlaub angehen?

VG, Brigitka
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