Das Tibetische Rad gegen Kurzsichtigkeit

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Das Tibetische Rad gegen Kurzsichtigkeit

Beitragvon K11 » 31.03.2008 13:16

Hallo,
per Zufall habe ich gestern herausgefunden, dass das Tibetische Rad auch gegen Kurzsichtigkeit hilfreich sein kann. Hat bei mir grade sehr geholfen ;) Das ist eine etwas längere Übung,

1) Das Tibetische Rad soweit von dir weghalten bzw. wegstellen, dass du den inneren weissen Kreis ganz leicht verschwommen siehst (d.h. nicht gestochen scharf, 2-3cm über dem Fernpunkt).

2) Den Blick ganz langsam nach oben bewegen, und beim ruhigen Einatmen den linken Stufen nach oben bis zur Kugel folgen. Den Blick max. 1s auf dem Kreis ruhen lassen, und dann ganz langsam ausatmen und den Blick über die rechten Stufen zurückwandern lassen, bis der weisse Punkt zu erkennen ist. Den Blick sanft ungefähr 2s auf dem weissen Punkt verharren lassen, keine absolute Schärfe erzwingen!

3) Die Augen schliessen und mit dem inneren Auge erneut die gleiche Bewegung durchführen wie bei 2). Man kann auch mit geschlossenen Augen die Augen nach oben und wieder zurückbewegen. Wichtig ist hier, dass man sich vorstellen kann, wie die Augen langsam über die Stufen hin- und auf der anderen Seite wieder zurückgleiten.

4) Wenn man wieder mit geschlossenen Augen beim weissen Punkt in der Mitte angekommen ist, die Augen öffnen. Und? Schon ein Unterschied feststellbar? Ist vielleicht der mittlere Punkt oder das Rad schärfer geworden? Wenn ja, das Buch 2-3cm weiter weghalten und mit 2) fortfahren. Wenn nichts passiert ist, Schritt 2) mit den Stufen rechts-oben, rechts-unten, unten, links-unten und links-oben ausführen, bis irgendetwas schärfer wird.

5) Am Ende der Übung in die Ferne sehen und danach palmieren.

Meldet euch doch bitte, wenn euch die Übung auch etwas hilft :wink:

Kai
Zuletzt geändert von K11 am 01.04.2008 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon peddy » 01.04.2008 11:48

Hallo,

ich habe die Übung früher auch ganz gern gemacht, aber ich kenne sie anders. Ich habe das Rad etwa 2 cm von der Nase weg gehalten, du machst es ja am Fernpunkt. Der Teil mit den geschlossenen Augen ist mir auch neu.

Wo hast du diese Variante den her?
Liebe Grüße
Patrick
peddy
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Beitragvon Nicole » 01.04.2008 12:07

Hallo K11,

ich habe so eine ähnliche Übung, nenne sie die "5-Punkte-Übung":

Quadratisches Blatt Papier (Format DIN A 4 - Breite)
In die Mitte und in jede Ecke einen dicken schwarzen Punkt (also 5
Punkte), nicht größer als 2cm Durchmesser.
Hängt bei mir im Badezimmer gegenüber der Toilette. In ca. 1m
Entfernung.
Dort übe ich für jeweils 60 Sekunden, den Blick nur mit den Augen von
Punkt zu Punkt in unregelmäßiger Abfolge springen zu lassen. Mach ich
ca. 2-3x tgl. - also immer, wenn ich mal grad auf der Toilette
sitze. ;-)
Danach Palmieren.


Im Laufe der Übung wurden die Punkte bei mir immer schärfer.

Dann habe ich noch einen kleinen Zeitungsausschnitt (eine Annonce mit verschiedenen Schriftgrößen) darunter hängen.
Konnte ich früher die Schrift dort nicht lesen, ging es nach der Übung immer besser.

lg
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Beitragvon K11 » 01.04.2008 13:35

peddy hat geschrieben:Hallo,

ich habe die Übung früher auch ganz gern gemacht, aber ich kenne sie anders. Ich habe das Rad etwa 2 cm von der Nase weg gehalten, du machst es ja am Fernpunkt. Der Teil mit den geschlossenen Augen ist mir auch neu.

Wo hast du diese Variante den her?

Ja, ich weiss, die "offizielle" Übung mit dem Rad geht auch so, das ist sozusagen meine eigene Kreation, sehe dabei das Rad bzw. den inneren Punkt jedes Mal schärfer.
Wie gesagt, habe die Übung selber entdeckt, ist aber eigentlich nichts anderes als seine eigene Fähigkeit zum Visualisieren zu verbessern :wink:

Kai
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Beitragvon peddy » 01.04.2008 15:06

K11 hat geschrieben:
peddy hat geschrieben:Hallo,

ich habe die Übung früher auch ganz gern gemacht, aber ich kenne sie anders. Ich habe das Rad etwa 2 cm von der Nase weg gehalten, du machst es ja am Fernpunkt. Der Teil mit den geschlossenen Augen ist mir auch neu.

Wo hast du diese Variante den her?

Ja, ich weiss, die "offizielle" Übung mit dem Rad geht auch so, das ist sozusagen meine eigene Kreation, sehe dabei das Rad bzw. den inneren Punkt jedes Mal schärfer.
Wie gesagt, habe die Übung selber entdeckt, ist aber eigentlich nichts anderes als seine eigene Fähigkeit zum Visualisieren zu verbessern :wink:

Kai
Eigene Ideen umzusetzten finde ich sehr gut. Der Erfolg gibt dir schließlich recht. :D
Liebe Grüße
Patrick
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Beitragvon Seh-Teufel » 06.04.2008 16:30

2-3 Zentimeter hinter dem fernpunkt wird schwierig. :wink:

Das das Tibetische Rad gegen kurzsichtigkeit hilft ist mir auch schon aufgefallen.
Ab und zu trainier ich damit - allerdings ganz normal und nicht in deiner speziellen variante
Da mein Fernpunkt (inzwischen) hinter armeslänge liegt wäre das etwas schwierig.
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Beitragvon Hasenfreak » 21.01.2009 14:24

Ich habe es schon 3 Tage lang versucht selber rauszufinden aber ich verstehe immernoch nicht das tibetische Rad!

Der Punkt 2) ist einfach zu schlecht erklärt.
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Beitragvon TriBri » 21.01.2009 19:37

Hallo Hasenfreak,

irgendwie finde ich den Übungsablauf ganz einfach. Ich versuch also mal eine Variante zu erklären:
- das Blatt mit dem tibetischen Rad mit ein paar cm Abstand vors Gesicht halten, der Kreis in der Mitte ist zwischen den Augen, oder knapp über der Nasenspitze. Das Blatt bewegt man nicht, den Kopf auch nicht, nur die Augen.
- der Blick geht zunächst auf den mittleren Kreis (von dem strahlenförmig die zackigen Linien in 6 Richtungen gehen)
- dann bewegt sich der Blick nach oben, aber nicht auf direktem Weg, sondern den Stufen auf der linken Seite auf dem Strahl folgend. Dabei einatmen, bis man am Kreis oben erreicht hat.
- dann bewegt sich der Blick beim Ausatmen auf der rechten Seite des Strahls wieder in Richtung Mitte des Blattes
- das gleiche mit dem nächsten Strahl, beim einatmen links hoch, kurze Pause, beim ausatmen rechts runter.
- wenn man einmal rum ist, kann man es auch gleich noch in die andere Richtung machen
- palmieren ist danach ganz angenehm

Eigentlich weiss ich nicht, was an meiner Erklärung jetzt anders ist :o aber vielleicht hilft es ja.

Viel Spass :D
TriBri
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Beitragvon evamaria » 22.01.2009 07:26

Hallo,

ich habe gestern ein Bild gemacht, welches 2.) veranschaulicht, aber kämpfe wieder mal mit dem Attachment einfügen :wink: .
Vielleicht krieg ichs ja noch hin.

LG Evamaria
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Beitragvon Hasenfreak » 24.01.2009 01:43

Danke TriBri!
Ich dachte mal sollte das Blatt ca. 1 meter weghalten... :(
Also doch ganz nah.
Ich versteh jetzt was zu tun ist.

Aber diese nähe soll dann die Sehstärke verbessern? :shock:

Kann mir jemand erklären warum das gut für die Augen ist?


edit: Was genau ist der Fernpunkt?
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Beitragvon evamaria » 24.01.2009 07:26

Normalerweise hängt der Abstand des Rades mit der Kurzsichtigkeit zusammen. Eben ein bisschen über dem Fernpunkt. Das heißt, wie Kai schon beschrieben hat, einfach so weit weg, dass du den inneren weißen Kreis nicht mehr ganz scharf siehst, sondern ein wenig verschwommen.
Auf dieser Ebene (also knapp "im Unscharfen") wird beim AT für Kurzs. viel gearbeitet. Von der Logik her ist "im Unscharfen" ja dumm ausgedrückt, aber man muss es eben so nehmen, mir fällt keine bessere Bezeichnung ein.

Ein bisschen über dem "Fernpunkt" klar hilft das. Da geht es schnell mal dass dus scharf siehst und mit der Zeit kannst du den "Fernpunkt" immer weiter wegrücken.

LG Evamaria
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Beitragvon William » 24.01.2009 17:13

Ich nehme an, dass dieses Tibetanische Rad die Beweglichkeit der Augen verbessern soll, also die Augen dazu animiert, sich ständig zu bewegen---ähnlich der Regel von Bates, alle Gegenstände mit den Augen zu umrahmen ---- einen anderen Sinn kann ich in dieser seltsamen Struktur nicht erkennen, aber vielleicht weiss hier in diesem Forum noch einer mehr !

Gruss William,

PS: Ich versuche das Umrahmen den ganzen Tag in meinen Sehgewohnheiten zu übernehmen--es gelingt mir aber besonders in Stressituationen kaum ! :roll: :roll: :roll: :roll:
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Beitragvon TriBri » 26.01.2009 06:30

Wie man sieht, gibt es verschiedene Übungen oder Varianten mit dem Tibetischen Rad.

Die Variante, die ich beschrieben habe (die auch Leo Angart so ähnlich beschreibt), soll die Augenmuskeln dehnen. Mit dem Blatt geht das etwas leichter, weil man die Richtung vorgegeben bekommt, und Objekte anvisieren kann. Wenn man einfach nur versucht weit nach oben, unten, rechts und links zu schauen, weiss man nie so recht wie weit. Wobei es auch da Hilfen gibt wie gedanklich zu versuchen die eigenen Ohren anzuschauen :lol:

Die andere Variante mit dem Blatt weiter entfernt, ähnelt eher der Arbeit mit Sehtafeln. Dafür ist das Rad meiner Meinung nach nicht so gut geeignet, aber warum nicht?

Am Besten ist es wohl vieles auszuprobieren. Man merkt dann schon, was einem gut tut...
TriBri
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