Ein Esel namens Jan

Hier ist Platz für alle kleinen und grossen Erfolge auf dem Weg zur Verbesserung der Sehleistung. Ausserdem könnt ihr euch hier vorstellen.

Beitragvon Sina » 16.06.2013 08:42

lukita hat geschrieben:Hallo Jan, der Esel auf Deinem Profilbild schaut aber traurig aus. Der ist bestimmt auch kurzsichtig...


Ja, wer so durchs Gitter auf die Welt schauen muss, kann wohl traurig sein. Vielleicht sollte er mal die Tür suchen. die steht bestimmt offen…

Sina :D
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Beitragvon samsara » 13.07.2013 13:09

Vielleicht sollte man den eingesperrten Esel als auch als Motivations-Bild verstehen, damit man die eigene "Eseligkeit" einfach über kurz oder lang hinter Gitter verbannen kann ;)
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Beitragvon Jan-San » 02.10.2013 10:17

Hallo Leute,

da bin ich mal wieder.

Ich fand der Esel mit Gitter passt irgendwie als Profilbild, den Kerl hatte ich vor 2 Jahren in einer Fasanerie fotografiert. Im übrigen befinden sich hinter ihm ein recht großes Gehege und seine Kumpels, er muß sich nur umdrehen und loslaufen. Den philosophischen Hintergrund zum Bild darf sich jeder selbst zurechtdenken. ;)

Nun zu meinen Augen. Die letzten Monate hatte ich das Gefühl, dass es überhaupt keine Fortschritte gab. Und dass, nachdem ich Bates gelesen und für logisch und gut befunden hatte ... Das war schon ein bißchen frustrierend, allerdings hatte es auch noch andere Gründe. Neue Freundin, neue Wohnung, neue Stadt, neue Arbeit(ssuche), die alte Heimat samt Freunden und Familie weit weg. Das ist für jemanden wie mich, der recht harmoniebedürftig und heimatverbunden ist, schon ein bissl viel und hat mich auch von meinen Augen abgelenkt.

Mittlerweile gewöhne ich mich aber langsam ein und habe festgestellt, dass die Verbesserungen durchaus da sind, mir nur nicht schnell genug gingen. Man gewöhnt sich ja an alles, in meinem Fall daran, dass mein rechtes Auge tagsüber prinzipiell voll "einsatzfähig" ist, sprich durchgehend gut bis bestens sieht. Und auch mein linkes "Problemauge" sieht insgesamt weit besser als früher und hat häufiger (fast)scharfe Momente. Das ist mir klar geworden, als ich eines Abends total erschöpft war und wieder so beschissen gesehen habe wie früher. Da hat sich doch schon einiges getan. Und das Beste war, dass ich dann durch bewußtes Beschäftigen damit, an diesem Abend noch die Sicht wieder ein deutliches Stück verbessern konnte.

Ich habe es mittlerweile auch drauf, meine Augen nach Gefühl zu schärfen (durch lockerlassen / gehen lassen). Zwar insbesonders nur das rechte und nur ein bißchen und meist nur am Tag, aber immerhin.

Außerdem habe ich mich wieder mit Bates und seinen Nachfolgern beschäftigt und vermute, dass es jetzt bei mir geklingelt hat. Ich habe - wie so oft - viel zu kompliziert gedacht und so wie es aussieht, ist alles ganz einfach. Für mich ist jetzt auch klar, warum Leute wie Angard/Norbekov/etc. funktionieren können, da alle aus dem selben Topf essen, nur mit unterschiedlichen Löffeln und manche indem sie dabei noch auf dem Kopf stehen und Liedchen singen. ;) Jetzt mache ich mich daran, meine kleine Erleuchtung umzusetzen. Ob es dann funktioniert hat, schreibe ich euch beim nächsten Mal.

Tut mir leid, wenn ich so geheimnisvoll tue, aber ich will hier nicht große Erklärungen herumposaunen, für denn Fall, dass ich doch auf dem Holzweg bin. Für alle neugierigen: Es steht alles bei Bates/Flo/David und indirekt auch bei (vermutlich) allen anderen.

Viel Erfolg beim schärfer Sehen und bis zum nächsten Mal,

Jan
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Beitragvon lukita » 02.10.2013 10:22

Hallo Jan,

Jan-San hat geschrieben:Tut mir leid, wenn ich so geheimnisvoll tue, aber ich will hier nicht große Erklärungen herumposaunen, für denn Fall, dass ich doch auf dem Holzweg bin.


Im Moment schaut der Esel ja noch durchs Gitter und nicht zu seinen Artgenossen, die sich an der Größe des Geheges erfreuen. :-)

Viel Erfolg!
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Beitragvon Jan-San » 12.12.2013 16:01

Hallo Leute!

Hier bin ich mal wieder zum großen "1 Jahr Augentraining"-Beitrag. :)

Was ich seit dem letzten Beitrag überwiegend gemacht habe, war, die Welt so anzusehen, wie es in Davids Methode beschrieben wird. Das bringt auch merkliche Fortschritte, vor allem ins linke Auge ist endlich richtig Bewegung gekommen.
Das tue ich mal beidäugig, mal mit einem alleine. Mal mit abdecken, mal mit kneifen.

Was in den letzten Tagen dazukommt und ein altes neues Sichtgefühl gibt, ist zu versuchen, bewußt mit beiden Augen gleichzeitig zu sehen. Bisher war es nämlich so, dass das linke Auge für die Nähe und das rechte für die Ferne "zuständig" war und das jeweils andere wenn nicht ausgeblendet so doch sehr zurückgenommen wurde. Wenn ich mich nun konzentriere, mit beiden gleich "stark" zu sehen, merke ich, wie sich alles ändert. Die Welt wird wieder dreidimensional, ich nehme alles viel lebendiger wahr und vor allem ist es für die Augen in gewisser Weise erholsam. Allerdings ist es noch schwer, weil das Linke vom scharf sehen meist sehrt weit entfernt ist und das Bild dann "matschig-3D" wird. Manchmal passt sich das Rechte dann auch an und ich sehe recht gleichmäig 3D, aber unscharf. Das macht aber alles Spaß und vor allem dann, wenn die Sicht sich bessert und ab und an schon richtig gut wird. Das ist bevorzugt bei Bewegung im Freien der Fall und, wie es schein, bei frostigem Wetter.

Nun zu den Augen im Einzelnen:

Das linke Auge war ja früher sehr kurzsichtig und hat sich kaum verbessert. Das ist seit einigen Wochen anders. Es ist zwar immer noch kurzsichtig, aber nur noch wenn ich erschöpft bin und es dunkel ist. Je besser ich drauf bin, je fitter ich bin und vor allem draußen bei Tag kommt mittlerweile richtig Bewegung rein. Verbesserte Sicht ist schon meist die Regel manchmal sogar sehr verbessert. Will heißen ich kann auch entferntes scharf sehen und lesen, wobei aber Schlieren und Doppelbilder mit im Programm sind.

Das rechte ist im hellen schon länger zuverlässig gut. Ich sehe meist scharf und hin und wieder sogar brilliant (Eichhörnchenhintern am Horizont ;). In den dunklen- und Erschöpfungsphasen sieht es zwar deutlich schlechter, aber auch hier wird es langfristig immer besser und ich sehe an manchen Abenden schon sehr ordentlich (kleine Küchen-Zeigeruhren auf mehrere Meter Entfernung ablesen können).
Ich habe aber auch festgestellt, dass das rechte Auge ein Weichei ist. Wenn beide Augen zusammen arbeiten sollen, driftet es gerne mal ab. Und auch so ist es schwer, damit einen zentralen Punkt zu fixieren (vor allem in der Nähe). Es ist dann regelrecht "nervös" oder zappelig. Das linke hingegen ist die Ruhe selbst.

Im Zusammenspiel der Augen ist es verdammt schwer, eine feste und gute Sicht zu haben, aber das muß ich halt erst wieder lernen. Ich fühle mich manchmal wieder wie ein Kind, weil ich wieder sehe, wie ich es als Kind getan habe (jedenfalls ansatzweise).

Noch dazu ist mir aufgefallen, dass ich wohl recht unterschiedliche Astigmatisem entwickelt habe.
Abends, wenn das rechte Auge schlecht sieht und ich mir Fugen an der Decke anschaue, dann sehe ich die vertikal (also von oben nach unten) laufenden sehr gut, die horizontal laufenden sind aber hübsch unscharf. Lege ich den Kopf schief, tauschen sie ihre Schärfe.
Mit dem linken Auge sehe ich dann manchmal die waagrechten sogar schärfer als mit dem rechten, wobei die senkrechten in der Regel nur ein Brei sind.

Zum Schluß noch ein Phänomen: Ich hatte es jetzt schon ein paar mal, dass ich im Halbschlaf oder bei Wachwerden oder Vor-mich-hin-dämmern, auf dem linken Auge plötzlich ein fotorealistisches Bild hatte. Es ist, als ob ein variables Fenster aufgeht, hinter dem irgendetwas in perfekter Schärfe und lebensechter Brillianz zu sehen ist. Mal waren es Brombeersträucher mit Brombeeren (hatte an dem Tag welche gepflückt), mal glaube ich Bäume, die anderen zwei drei male hab ich vergessen. Das ganze hält ein paar Sekunden an, dann verschwindet es wieder. Ich glaube, da entdeckt ein Teil in mir seine bildliche Vorstellungskraft wieder. :)

Ja, so sieht es nach einem Jahr Augentraining aus.
Ich habe viel probiert und nachgedacht und bin immer noch am Experimentieren. Doch mir ist klar, dass am Ende nur eines stehen wird: Prima Sicht auf beiden Augen, so gut wie jederzeit.
Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden und dass es geht, habe ich ja schon kurzfristig ab und an erleben dürfen.

In diesem Sinne fröhliches Schauen und bis zum nächsten Beitrag. :)
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Beitragvon Jan-San » 28.01.2014 11:40

Tach zusammen!

Heute will ich mal wieder ein bißchen von meinen Fortschritten berichten.

In den letzten Wochen habe ich zusätzlich zum "üblichen" bewußten Sehen noch ein bißchen experimentiert. Da habe ich eine Methode entdeckt, die mir manchmal die nervigen Doppelbilder verschwinden läßt.
Wenn ich z.B. eine Kante ansehe, dann sehe ich sie bisweilen zwar scharf, aber "nebendran" noch ein manchmal ebenso scharfes, schwächeres Abbild. Es können auch mal zwei Abbilder sein, oder links noch mehr.
Ab und zu kriege ich diese Doppelbilder sofort weg,7 indem ich folgendes tue: Ich konzentriere mich auf die Stelle zwischen den beiden Abbildern und versuche beide zu verschmelzen. Wenn es gut geht, dann verschwinden die Doppelbilder schnell und es wird scharf. Klappt aber leider nicht immer. Mein größter Erfolg war aber, in einer klaren Winternacht, den Doppelbild-Vollmond mit dem rechten Auge fast sauber zu beobachten. Und als Bonus hatte ich links gleich sieben oder acht scharfe Vollmonde übereinander. ;)

Weiterhin habe ich mich auf die Aussage "Die Augenmuskeln sind nur verspannt" konzentriert. Daher lege ich zur Zeit sehr viel mehr Wert auf Entspannung der Augen. Weniger durch palmieren als vielmehr während des Sehens. So nach dem Motto "Ich sorge dafür, dass die Augen entspannt sind und die Augen sehen dann von selbst scharf". Das klappt sehr gut und es kommt noch mehr Bewegung rein. Ich habe das Gefühl, dass es genau das Gegenteil vom "angestrengen Scharfsehen" ist, was mir wohl meine Augen einst verdorben hat.

Zum Überprüfen und auch Üben habe ich die Norbekov-Sehtafel wieder ausgepackt und nutze sie morgens und vor allem abends bei trübem Lampenlicht. Die Fortschritte sind manchmal bemerkenswert. Es geht echt voran.
Das habe ich gemerkt, als ich vor ein paar Tagen am späten Abend bei Lampenschein eine Entfernungsmessung gemacht habe. Ich habe dazu den kleinsten Norbekov-Satz "Verflixt und zugenäht..." verwendet.
Das ehemals <-4 Dioptrin-Auge kam dabei auf etwa 40 cm richtig scharf und 48 cm noch lesbar.

Die Krönung war aber heute. Momentan scheint die Sonne so schön und da wollte ich mal die Obergrenze austesten. Hab mir dann die Sehtafel auf die Stuhllehne in die Sonne gestellt, mich davorgekniet, entspannt und gemessen. Stück für Stück hab ich mich hochgearbeitet. Das Maximum für (kurzfristig) fastscharfe Sicht, die zum Lesen dieser kleinen Schrift ausgereicht hat, war tatsächlich 100 cm. Je weniger, desto länger konnte ich den scharfen Zustand beibehalten. Dauerhaft bei Sonnenschein wurde die Schrift bei um die 66 cm lesbar, scharf bei etwa 50.

So machts Spaß und so kanns gerne weitergehen.

Fröhliches Entspannen allerseits!
Ob ihr wirklich richtig seht, sehr ihr, wenn das Licht angeht. ;)
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon Jan-San » 27.05.2014 17:59

Einen schönen (regnerischen) Abend zusammen!

Es wird mal wieder Zeit für einen weiteren Bericht. In den letzten Monaten habe ich einiges ausprobiert und nette Ergebnisse erzielt, bin aber auch etwas frustiert.

Zuerst habe ich eher durch Zufall entdeckt, dass sich bei meinem schlechteren linken Auge abends bisweilen ein sehr scharfer Bereich inmitten des Matsches herausschält, wenn ich zwanglos auf einen Punkt vor mich hingucke. Diesen Effekt konnte ich noch verstärken, indem ich mir vorgestellt habe, dass alles herum unschärfer ist, als die Mitte. Leider blieb es aber auch bei der Entdeckung dieses Phänomens.

Dann hatte ich einige Zeit später bei Wald- und Wiesenspaziergang im Sonnenlich damit experimentiert, wieder bewußter mit beiden Augen gleichzeitig zu sehen, was sehr schwer ist, da sie sich mindestens 2 Dioptrin unterscheiden und das gut sehende rechte abdrifted, wenn ich mich zu stark auf das linke konzentriere. Ich habe es aber oft hingekriegt mit dem Manko, dass ich das rechte dann zeitweise schlecht stellen musste. Der Lohn war aber hin und wieder deutlich spürbare Entspannung, vor allem links, und ab und zu auch sehr- bis vollscharfes Bild. Ich konnte es aber nicht bewußt herstellen, sondern es blieb bei Zufall (bzw. ich habe die erfolgreiche Methode nicht identifizieren können).

Wiederum ein paar Wochen später habe ich eine Technik gefunden, die bahnbrechende Fortschritte erbracht hat:
Ich halte das gute Auge zu und sehe nur mit dem schlechten. Dann suche ich mir einen Punkt oder eine Kante und lasse den Blick sehr schnell über/unter oder links/rechts der Stelle hin- und her wandern. Dabei konzentriere ich mich aber bewußt auf die Zielstelle.
Das führte dazu, dass es im Auge zieht und zwickt, mir die Tränen kommen, ich blinzeln muss und - das schöne daran - die Sicht dramatisch schärfer wird. Ich kann bewußt das Auge schärfen, ohne Kneifen, Zwinkern etc! Und netterweise wird dann zusätzlich die Sicht auf dem anderen Auge auch noch regelrecht brilliant.
Zu Helfen scheint es auch, wenn ich gar das Auge sehr weit öffne (was bei dem einen oder anderen ja abgeraten wird). Mir scheint es das Auge zu entspannen.
Ach, ich fühle dann richtig, wie sich was lockert und löst und es ist toll, wenn dann plötzlich ordentlich bis ziemlich scharfe Sicht auf dem eigentlich matschig sehenden Auge erscheint.
Eine Alternativmethode, die zum gleichen Ergebnis führt ist, eine Stelle zu fixieren und sich dann nur vorzustellen(!), dass das Auge drumherumwandert.
Auch da kommt letztendelich Bewegung und markante Sichtverbesserung auf.
Die Knackpunkte sind, dass mir das Beschriebene noch nicht immer gelingt und dass es durchaus mal 20-60 Minuten dauern kann, bevor es richtig losgeht. Zudem hält es auch nicht dauerhaft vor (sonst wäre ich ja schon am Ende mit dem Augentraining) ;)
Aber es war bisher der größte Meilenstein und nun kann ich auch glauben, dass es manch ein Norbekovler in Rekordzeit zu Scharfsicht gebracht hat. Man muß nur den Dreh raushaben und ich kratze zumindest schon daran.

Im übrigen habe ich auch mit Sonnengucken angefangen und bin jetzt bei ca. 4 Minuten. Leider stagniert der Fortschritt bisweilen, da oft im Zeitfenster Wolken vorherrschen. Kann sein, dass auch daher die Fortschritte begründet sind.
Außerdem möchte ich bald eine dreimonatige Urkost-Probe durchführen, ich erzähle euch hinterher, ob es auch die Augen beeinflußt hat.

Warum bin ich dann frustriert, werdet ihr fragen? Ganz einfach: Praktischen Nutzen haben meine Fortschritte noch nicht und gerade wenns düster ist, ist an scharfe Sicht immer noch nicht zu denken (außer manchmal). Ich hatte so eine Freude, als diese rasenden Fortschritte aufkamen und dachte, ja, das ist jetzt der Durchbruch. Aber so schnell gehts dann leider doch nicht. Grmblfix.
Vielleicht täschtelt mir ja ein Leidensgenosse die Eselsohren. ;)

Fruchtbares Üben euch Allen!
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon lukita » 27.05.2014 18:33

Jan-San hat geschrieben:Vielleicht täschtelt mir ja ein Leidensgenosse die Eselsohren. ;)


Gerne. :-)

Das, was Du beschreibst, kommt mir bekannt vor. Auch ich habe immer wieder diesen scharfen Momente. Gerne auch damit verbunden, "dass es im Auge zieht und zwickt, mir die Tränen kommen".
Aber wie auch bei Dir sind es bei mir nur kurze Momente.

Also: Auch Dir weiterhin fruchtbares Üben!
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon sven » 28.05.2014 10:11

Hallo Jan,

ich hatte auch so oft das Gefühl: "Ja das war jetzt der Durchbruch!" :-)
Das von Dir beschriebene Phänomen kenne ich genau.

Ich kann es allerdings bewusst hervorrufen und auch im Alltag nutzen.
Ich beschreibe es bei mir so:
Ich reiße die Augen weit auf und fixiere gleichzeitig einen kleinen Punkt auf dem Objekt, was ich anschauen will.
Es fühlt sich an als würde ich die Augen innen kneifen und außen aufreißen. Es ist nicht einfach zu beschreiben.
Gleichzeitig machen die Augenmuskeln an der Nasenwurzel enormen Druck und
es wird richtig scharf.
Oft schließe ich dabei kurz die Augen, konzentriere mich auf das Spannungsgefühl an der Nase und versuche es zu intensivieren. Die Augen bewegen sich dabei wild unter den Liedern und wenn ich sie wieder öffne ist es noch schärfer.

LG

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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon lukita » 29.05.2014 22:47

sven hat geschrieben:Ich reiße die Augen weit auf und fixiere gleichzeitig einen kleinen Punkt auf dem Objekt, was ich anschauen will. Es fühlt sich an als würde ich die Augen innen kneifen und außen aufreißen. [...] Gleichzeitig machen die Augenmuskeln an der Nasenwurzel enormen Druck und es wird richtig scharf. Oft schließe ich dabei kurz die Augen, konzentriere mich auf das Spannungsgefühl an der Nase und versuche es zu intensivieren. Die Augen bewegen sich dabei wild unter den Liedern und wenn ich sie wieder öffne ist es noch schärfer.


Huh. Das klingt nach ganz schön viel Druck und Spannung. Die längsten Momente scharfen Sehens hatte ich plötzlich und im entspannten Zustand. Ansonsten kann ich inzwischen schon ganz gut einschätzen, was ich scharf bekommen kann. Dafür brauche ich dann allerdings Zeit und Geduld. Ich schaue auf das Objekt und versuche, mich so sehr zu entspannen, wie möglich. Als Lohn wird die Schrift dann meistens scharf. Bisher verschwindet die Schärfe nach einer gewissen Zeit aber auch wieder.
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon TMN » 01.06.2014 10:32

sven hat geschrieben: Ich reiße die Augen weit auf und fixiere gleichzeitig einen kleinen Punkt auf dem Objekt, was ich anschauen will.


Nach Norbekov wirken Muskelanspannungen auch nach innen auf die Psyche, wie z.B. gute Haltung, Gesichtsausdruck. Das Aufreissen der Augen ist sogar noch ein für jeden am besten nachvollziehbares Beispiel. Die Betätigung der Muskeln ist sehr gering, der dadurch ausgelöste psychische Effekt durch Erhöhung der Aufmerksamkeit hingegen groß. Und das völlig automatisch. Der Punkt auf dem Objekt ist ja nicht wirklich spannend. Zur Steigerung des Effekts kann man noch seinen Mund dazu öffnen und geistig vielleicht zu sich sagen "boh ey". Etwas Ähnliches passiert, wenn man mit lang ausgestrecktem Arm mit dem Zeigefinger auf ein Objekt/ Punkt zeigt. Auch dies ist eine Botschaft an die Psyche dahingehend, dass das Objekt irgendetwas Wichtiges sein muss. Entspannung und das dadurch ausgelöste erhöhte Bewusstsein (lukita) wirken aber auch aufmerksamkeitssteigernd. Die Verfahren schließen sich also nicht gegenseitig aus.
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon sven » 03.06.2014 14:16

lukita hat geschrieben:Huh. Das klingt nach ganz schön viel Druck und Spannung. Die längsten Momente scharfen Sehens hatte ich plötzlich und im entspannten Zustand. Ansonsten kann ich inzwischen schon ganz gut einschätzen, was ich scharf bekommen kann. Dafür brauche ich dann allerdings Zeit und Geduld. Ich schaue auf das Objekt und versuche, mich so sehr zu entspannen, wie möglich. Als Lohn wird die Schrift dann meistens scharf. Bisher verschwindet die Schärfe nach einer gewissen Zeit aber auch wieder.


Bei mir geht es schnell, braucht nicht viel Zeit und Geduld und ich kann es bewusst kontrollieren. Außerdem verschwindet die Schärfe auch nicht einfach wieder. Somit ist es für mich im täglichen Gebrauch einsetzbar.

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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon TMN » 04.06.2014 20:59

Nach nunmehr drei Tagen Intensivtest bzgl. des "große Augen machens" a la Klaus Kinski zu seinen besten Zeiten kann ich feststellen: Daumen hoch, es funktioniert sehr gut. Die Kombination mit dem Ansehen eines kleinen Punkts, wie von Sven praktiziert, ist nicht zwingend. Man kann die großen Augen auch sehr gut mit dem Augenyoga oder mit dem Gesichtsbodybuilding verbinden. Dort gehört diese Betätigung letztlich auch hin. Vorgestern und gestern bin ich jeweils rund eine Stunde Fahrrad gefahren, davon ca. 15 Minuten mit großen Augen. Das Ergebnis war, dass ich erstmals mit nahezu keinen Verspannungen in den Augen wieder nach Hause kam. Eine schöne Sache!!!
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon Jan-San » 10.06.2014 01:07

Estmal danke, Leute, für die informativen Antworten! Und das Ohren-Tätscheln, lukita. :)

Sven, wie scharf bekommst du denn die Augen mit deiner Methode und wie lange hält das an?
Bei mir kommt das auch im Allgemeinen über Ent- statt Spannung, dann fühlt sich nach der Zuck-und-Tränen-Orgie das Auge wie warmer Vanillepudding an.

Hui, TMN, ich werde glaube ich das Augenaufreissen in den nächsten Tagen auch mal bewußt intensivieren. Über den Klaus-Kinski habe ich jedenfalls herzlich gelacht. Ich hätte da noch Gowron von den Klingonen im Angebot. ;)

Noch drei kleine Phänomene der letzten Tage, in denen es wieder kleine Fortschritte gab:
Ich habe mich mal wieder auf die Augenmuskelngefühle konzentriert und festgestellt, dass es sich vor allem bei meinem linken Auge wie eine Hand anfühlt, die das Auge von hinten krampfig greift. Wenn ich mir geistig vorstelle, dass die Hand locker läßt, kommen diese wohltuenden Entspannungsgefühle auf und ich bilde mir ein, dass meine Sicht besser wird. Fühlt sich auf jeden Fall gut an.
Dann habe ich gestern Nacht ein bißchen mit dem Mond trainiert. Hab ihn zwar nicht Vollscharf ohne Doppelbilder hingekriegt, aber eine Verbesserung. Und heute konnte ich dann mit dem linken Auge merklich besser sehen.
Zu guter letzt ist mir vor ein paar Tagen was seltsames aufgefallen. Ich war mit Augenklappe (rechts) auf im Wald mit meiner Freundin spazieren. Sie lief vor mir und trug so ein schwarzes Oberteil mit weißen Punkten. Ich hab dann an ihr trainiert und dann konnte ich die Punkte deutlich scharf rausstechend erkennen, obwohl alles andere noch um einiges verschwommener oder matschiger war. Es sah ein bißchen wie reinmontiert oder aufgeklebt aus. Einen ähnlichen Effekt habe ich später mit scharfen Grassamenkörnern und -spitzen im Grün vor meinem Fenster erlebt. Sehr faszinierend und zeigt mal wieder wie komplex das Sehen doch ist.

So, jetzt aber ab ins Bett. :)
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Re: Ein Esel names Jan

Beitragvon sven » 12.06.2014 16:46

Jan-San hat geschrieben:Sven, wie scharf bekommst du denn die Augen mit deiner Methode und wie lange hält das an?


Schwer zu sagen wie scharf das wird. Nicht beliebig. Es hält so lange an wie ich mihc drauf konzentriere.

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Re: Ein Esel names Jan

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