Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

Hier ist Platz für alle kleinen und grossen Erfolge auf dem Weg zur Verbesserung der Sehleistung. Ausserdem könnt ihr euch hier vorstellen.

Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

Beitragvon Fainne » 25.05.2015 20:33

Hallo zusammen,

ich bin neu hier und möchte mich hiermit vorstellen.

Ich bin 23 Jahre halt und trage seit ich ca. 14 Jahre alt bin eine Brille. Seitdem verschlechtern sich die Werte rapide. Letztes Jahr habe ich mir eine neue Brille mit folgenden vom Optiker gemessenen Werten anfertigen lassen.

Brille 2014:
R: Sph. -5,00 cyl: -1,50 A: 8
L: Sph. -5,25 cyl: -1,00 A: 0

Allerdings trage ich diese Brille kaum, da ich von ihr immer starke Kopf- und Augenschmerzen bekomme. Einmal habe ich sie mehrere Stunden getragen, um bei einer Fortbildung alles gut sehen zu können, konnte mich aber aufgrund der Kopfschmerzen dann kaum noch konzentrieren. Ich sehe mit dieser Brille alles gestochen scharf, aber manche Dinge kommen mir teilweise etwas verzerrt vor. Möglicherweise liegt es an den geänderten Zylinderwerte, da die Werte bei den vorherigen Brillen niedriger waren. Vielleicht wurde der Wert doch falsch gemessen oder meine Augen müssten sich erst darauf einstellen? Da es bei mir aber grundsätzlich so war, dass ich bei einer neuen Brille nach einem Jahr schon wieder schlechtere Augen hatte, will ich mich gar nicht erst an die neue Brille gewöhnen.

Momentan verwende ich zwei Brillen mit unterschiedlichen Werten. Eine mit -4,75 Dioptrien auf beiden Augen, den Zylinderwert weiß ich allerdings nicht, da ich die Rechnung nicht mehr habe und nie einen Brillenpass erhalten habe. Aber er dürfte normalerweise den gleichen Wert haben wie bei den Kontaktlinsen, die ich mir zusammen mit dieser Brille geholt hatte. Da sind es links -0,75 (Achse: 180) und rechts - 1,25 (Achse: 180). Ist der neue Achsenwert beim rechten Auge eigentlich das gleiche wie der Wert von den Kontaktlinsen? Außerdem hat sich beim linken Auge der Achsenwert ja dann komplett getauscht oder? (Ich versteh das mit den Achsen nicht so recht :-D )

Hauptsächlich trage ich aber eine Brille mit, wenn ich mich richtig erinnere, auf beiden Augen -3,75 Dioptrien und den gleichen Zylinderwerten wie bei der mit -4,75 Dioptrien. Ich merke auch tatsächlich, dass ich manche Dinge/Buchstaben auf gewissen Entfernungen leicht verzerrt sehe, so ähnlich wie Schatten oberhalb oder unterhalb von Buchstaben. Ich denke das kommt daher, da der Astigmatismus nicht komplett korrigiert ist (?) Ich denke allerdings, dass diese Brille für den Anfang doch etwas zu stark unterkorrigiert ist, da es normalerweise ja nur -0,5 bis -1,0 Dioptrien sein sollen. Zuhause versuche ich auch immer öfter komplett auf die Brille zu verzichten. Aber während der Arbeit bzw. generell am PC kann ich ohne Brille nichts erkennen.

Ich mache jetzt seit etwa einer Woche täglich Augentraining. Allerdings kann ich dies eigentlich nur nach Feierabend oder am Wochenende machen, da es während der Arbeit doch schwierig ist mal irgendwelche Übungen einfließen zu lassen. Ich hatte auch mal vor Jahren Augentraining angefangen, aber es nicht wirklich durchgezogen und konnte mich auch nicht so wirklich zu den Übungen motivieren und hab es dann irgendwann komplett schleifen lassen.

Ich hoffe, dass ich durch das Anmelden hier mehr am Ball bleibe und hoffentlich Erfolge erziele. Dazu würde ich mir nun gerne bei einem Online-Optiker eine unterkorrigierte Brille anfertigen lassen. Allerdings weiß ich nicht so recht, wie ich sie unterkorrigieren soll. Nur die Sphäre unterkorrigieren und den Astigmatismus voll korrigieren? Oder erstmal nur den Astigmatismus unterkorrigieren bzw. weglassen und mich erstmal vorallem auf diesen konzentrieren? Oder eventuell beides unterkorrigieren?

So.. ich hab jetzt erstmal genug geschrieben für den Anfang.
Entschuldigt den Roman und danke schonmal fürs Durchlesen! :D

Liebe Grüße
Fainne
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Beitragvon Flo » 26.05.2015 14:57

Hallo und willkommen im Forum, Fainne. Bild

Ich bin neu hier und möchte mich hiermit vorstellen. // Ich bin 23 Jahre halt und trage seit ich ca. 14 Jahre alt bin eine Brille. Seitdem verschlechtern sich die Werte rapide. Letztes Jahr habe ich mir eine neue Brille mit folgenden vom Optiker gemessenen Werten anfertigen lassen. // Brille 2014: // R: Sph. -5,00 cyl: -1,50 A: 8° // L: Sph. -5,25 cyl: -1,00 A: 0° // Allerdings trage ich diese Brille kaum, da ich von ihr immer starke Kopf- und Augenschmerzen bekomme. Einmal habe ich sie mehrere Stunden getragen, um bei einer Fortbildung alles gut sehen zu können, konnte mich aber aufgrund der Kopfschmerzen dann kaum noch konzentrieren. Ich sehe mit dieser Brille alles gestochen scharf, aber manche Dinge kommen mir teilweise etwas verzerrt vor.

Ich denke Du kannst Deiner Wahrnehmung trauen: Wenn sie Dir verzerrt erscheinen, dann sind sie es auch. (Wenn Du ganz sicher gehen willst, betrachte einmal ganz kleine schwarze Buchstaben auf weißem Grund (oder andersherum) und schaue, ob Du sie gestochen scharf wahrnimmst oder ob Du Verzerrungen an ihnen siehst.)

Möglicherweise liegt es an den geänderten Zylinderwerte, da die Werte bei den vorherigen Brillen niedriger waren. Vielleicht wurde der Wert doch falsch gemessen oder meine Augen müssten sich erst darauf einstellen? Da es bei mir aber grundsätzlich so war, dass ich bei einer neuen Brille nach einem Jahr schon wieder schlechtere Augen hatte, will ich mich gar nicht erst an die neue Brille gewöhnen.

Brechungsfehler verändern sich... deshalb muss nicht unbedingt falsch gemessen worden sein. Vielleicht hat sich auch einfach Dein Brechungsfehler seit der Anpassung der Brille verändert. – Eine andere Erklärung: Brillen werden mit Brechkräften in 0.25-Dioptrien-Schritten angefertigt. Wenn Dein aktueller Brechungsfehler (sphärisch und/oder zylindrisch) nun zum Beispiel gerade mehr oder weniger genau zwischen zwei solche Werte fällt, bleibt natürlicherweise automatisch ein Rest-Brechungsfehler übrig. Und zum Beispiel 0.125 Dioptrien sorgen mitunter bereits für eine deutliche Visusminderung, wie Du in diesem Diagramm gut erkennen kannst. (Die äußerste gelbe Linie entspricht dabei einem Pupillendurchmesser von 1.5 Millimetern ("grelles Gegenlicht"), die äußerste rote entspricht 8 Millimetern Pupillendurchmesser ("dunkle Nacht") und die Zwischenlinien bezeichnen alle Zwischenwerte im Abstand von 0.5 Millimetern, also 2mm, 2.5mm, 3mm usw.) Bei durchschnittlichen Lichtverhältnissen kann man zum Beispiel an relativ kleinen Buchstaben die entsprechenden Abbildungsfehler dann bereits sehr deutlich erkennen.

Momentan verwende ich zwei Brillen mit unterschiedlichen Werten. Eine mit -4,75 Dioptrien auf beiden Augen, den Zylinderwert weiß ich allerdings nicht, da ich die Rechnung nicht mehr habe und nie einen Brillenpass erhalten habe. Aber er dürfte normalerweise den gleichen Wert haben wie bei den Kontaktlinsen, die ich mir zusammen mit dieser Brille geholt hatte. Da sind es links -0,75 (Achse: 180) und rechts - 1,25 (Achse: 180). Ist der neue Achsenwert beim rechten Auge eigentlich das gleiche wie der Wert von den Kontaktlinsen? Außerdem hat sich beim linken Auge der Achsenwert ja dann komplett getauscht oder? (Ich versteh das mit den Achsen nicht so recht :-D )

Eine Astigmatismus-Achse von 180° entspricht gerade genau einer Astigmatismus-Achse von 0°. Ebenso sind auch 1° und 181° optisch identisch und so weiter einmal ganz im Kreis.

Hauptsächlich trage ich aber eine Brille mit, wenn ich mich richtig erinnere, auf beiden Augen -3,75 Dioptrien und den gleichen Zylinderwerten wie bei der mit -4,75 Dioptrien. Ich merke auch tatsächlich, dass ich manche Dinge/Buchstaben auf gewissen Entfernungen leicht verzerrt sehe, so ähnlich wie Schatten oberhalb oder unterhalb von Buchstaben. Ich denke das kommt daher, da der Astigmatismus nicht komplett korrigiert ist (?)

Genau. (Siehe weiter oben.)

Ich denke allerdings, dass diese Brille für den Anfang doch etwas zu stark unterkorrigiert ist, da es normalerweise ja nur -0,5 bis -1,0 Dioptrien sein sollen. Zuhause versuche ich auch immer öfter komplett auf die Brille zu verzichten. Aber während der Arbeit bzw. generell am PC kann ich ohne Brille nichts erkennen. // Ich mache jetzt seit etwa einer Woche täglich Augentraining. Allerdings kann ich dies eigentlich nur nach Feierabend oder am Wochenende machen, da es während der Arbeit doch schwierig ist mal irgendwelche Übungen einfließen zu lassen. Ich hatte auch mal vor Jahren Augentraining angefangen, aber es nicht wirklich durchgezogen und konnte mich auch nicht so wirklich zu den Übungen motivieren und hab es dann irgendwann komplett schleifen lassen. // Ich hoffe, dass ich durch das Anmelden hier mehr am Ball bleibe und hoffentlich Erfolge erziele. Dazu würde ich mir nun gerne bei einem Online-Optiker eine unterkorrigierte Brille anfertigen lassen. Allerdings weiß ich nicht so recht, wie ich sie unterkorrigieren soll. Nur die Sphäre unterkorrigieren und den Astigmatismus voll korrigieren? Oder erstmal nur den Astigmatismus unterkorrigieren bzw. weglassen und mich erstmal vorallem auf diesen konzentrieren? Oder eventuell beides unterkorrigieren?

Das ist eine schwierige Frage und hängt auch davon ab, wie tauglich zum Einen die Übungen sind, die Du machst und zum Anderen wie "gut" Du sie durchführst. Bei sehr effektiven Übungen und gleichzeitig sehr "guter" Praxis von Deiner Seite kann unter Umständen eine unterkorrigierende Brille Deine Selbstheilung sogar verzögern, weil sie dem Auge bzw. Dir die Möglichkeit nimmt, die Akkommodation bzw. den gesamten Sehprozess im Verlaufe Deiner Übungszeit uneingeschränkt immer mehr bzw. immer öfter so geschehen so lassen, wie sie es ja eigentlich sollen.

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Re: Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

Beitragvon Fainne » 26.05.2015 16:52

Danke für deine ausführlichen Antworten Flo! :-)

Zum letzten Abschnitt hätte ich noch Fragen. Was meinst du genau damit, dass eventuell unterkorrigierte Brillen die Selbstheilungskräfte behindern könnten? Ich dachte es wäre gut wenn man anstatt einer vollkorrigierten Brille eine etwas unterkorrigierte trägt, außer da wo eine vollkorrigierte nötig ist, wie z. B. Autofahren. Während dem Üben benutze ich überhaupt keine Brille, nur während der Arbeit brauche ich auf jeden Fall eine. Da nutze ich momentan die mit -3,75, aber damit hat vorallem mein rechtes Auge im Laufe des Tages etwas Schwierigkeiten und fühlt sich sehr müde an. Ich glaube es hat da einfach mehr Schwierigkeiten damit die fehlende Korrektur vom Astigmatismus auszugleichen als die fehlenden Dioptrien.

Momentan mache ich Übungen aus dem Buch von Leo Angart "Vergiss deine Brille": Kommen-und Gehen, Tibetisches Rad und die Schnurübung. Die Schnurübung mache ich im Moment nur mit dem rechten Auge obwohl beide Augen so ziemlich den gleichen Fernpunkt haben. Allerdings hab ich das Gefühl, dass sich das rechte gerne etwas ausklinkt, deshalb konzentriere ich mich zumindest bei dieser Übung darauf. Würde es helfen manche Übungen abwechselnd zuerst mit dem einen dann mit dem anderen Auge zu machen, damit sich keins zu einem faulen Auge entwickelt? Hab momentan die Sorge, dass es einfach irgendwann von rechts auf links schwenkt.
Naja ansonsten versuche ich meinen Blick öfter mal in die Ferne schweifen zu lassen, beim Fernsehen den Bildschirm zu umwandern, beim lesen immer etwas im unscharfen zu lesen etc.
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Beitragvon Flo » 26.05.2015 18:35

Hallo nochmal.

Was meinst du genau damit, dass eventuell unterkorrigierte Brillen die [Selbstheilung] behindern könnten?

Wie geschrieben: Eine unterkorrigierende Brille (letztlich jede Brille) nimmt dem Auge bzw. Dir die Möglichkeit, die Akkommodation bzw. den gesamten Sehprozess uneingeschränkt so geschehen so lassen, wie es der Fall sein sollte, nämlich (speziell bezüglich der Akkommodation) entlang der vollen Akkommodations-Spannweite und (bezüglich des Sehprozesses allgemein) das gesamte Gesichtsfeld bei vorgegebener Kopfausrichtung in natürlicher Weise darbietend.

Würde es helfen, manche Übungen abwechselnd zuerst mit dem einen dann mit dem anderen Auge zu machen, damit sich keins zu einem faulen Auge entwickelt?

Sofern diese Übungen selbst sich bei Dir als wirksam erweisen und sofern Du das abwechselnde einäugige Üben als angenehm bzw. hilfreich empfindest: Ja.

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Re: Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

Beitragvon Fainne » 26.05.2015 18:56

Also wäre es aus dieser Sicht besser doch nur eine vollkorrigierte Brille zu nutzen oder verstehe ich das falsch? Also am besten gar keine aber wenn dann eine vollkorrigierte?

Entschuldige meine ganzen Verständnisfragen. Ich hoffe, ich nerve dich damit nicht. :-D

Danke, dass du bisher alles geduldig beantwortet hast! :-)
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Beitragvon Flo » 26.05.2015 19:23

Hallo nochmal.

Also wäre es aus dieser Sicht besser doch nur eine vollkorrigierte Brille zu nutzen oder verstehe ich das falsch? Also am besten gar keine aber wenn dann eine vollkorrigierte?

Ja und nein. (Wie geschrieben: Die Frage beinhaltet viele Faktoren, die sorgsam abgewogen sein wollen und die Antwort kann auch durchaus individuell unterschiedlich ausfallen.)

Ja, denn Fehlsichtigkeit ist eine funktionelle Störung und nach meiner Erfahrung und aus meiner Sicht letztlich durchgehend "vom gleichen Geschmacke", solange sie (noch) vorhanden ist, egal, wie stark die Brechungsfehler letztlich genau sind. Erst wenn die Sehstörung wirklich so weit ausgeheilt ist, dass sich Dir der Seheindruck ohne jede Sehhilfe vollständig scharf darbietet, ist das zugrundeliegende Problem wirklich behoben und eine spürbare Erleichterung tritt ein.

Nein, denn eine schrittweise Reduzierung der Brillenstärke mit jeweils nachfolgender (möglichst zeitnaher und erfolgreicher!) Gewöhnung Deines Sehens an diese reduzierte Brillenstärke ist immer noch besser als gar keine Besserung (die bei "Vollkorrektur" ja ausgeschlossen ist). Auch wenn es aufgrund der genannten Bedenken unter Umständen zu einer verzögerten Heilung führen mag.

Ideal ist es, wenn Du raschestmöglich Deine Fehlsichtigkeit so weit abbaust, bis Du ganz ohne Brille Deinen Sehalltag (außer natürlich Autofahren, Motorradfahren, Fliegen und Ähnliches) bewältigen kannst und dann auch die allerletzte feine Unschärfe möglichst zügig "ausschleifst", denn auch eine ganz leichte Unschärfe kann, wie Du ja auch schon festgestellt hast, durchaus "vollwertig nervig" sein... wie geschrieben: letztlich "vom gleichen Geschmacke" wie jeder andere Abbildungsfehler.

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Re: Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

Beitragvon Fainne » 27.05.2015 06:35

Danke, jetzt hab ich es verstanden :-D

Dann doch zumindest für den Anfang eine unterkorrigierte, da ich sonst einfach kaum was sehen kann und vorallem im Geschäft geht das gar nicht. :-D
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Re: Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

Beitragvon lukita » 27.05.2015 09:09

Fainne hat geschrieben:... da ich sonst einfach kaum was sehen kann ...


Jetzt klinke ich mich mal ein. Das gleiche dachte ich anfangs auch. Da ich ähnliche Ausgangswerte in meiner Brille hatte wie Du, dürfte meine Wahrnehmung ähnlich unscharf gewesen sein. An das erste Mal, als ich ohne Brille auf die Straße gegangen bin, kann ich mich noch gut erinnern. :-) Inzwischen gelingt mir bereits sehr viel ohne Brille. Und ich sehe immer mehr.

Wenn Du es Dir erlaubst, die Brille öfters mal ganz abzusetzen, wirst Du zudem irgendwann mit diesen scharfen Momenten belohnt. Bei mir sind sie zwar immer noch relativ schnell wieder vorbei. Aber es gibt sie. Und sie sind großartig!

Nur Mut!
1986 Erste Brille R sph -1.50 cyl -0.00, L sph -1.50 cyl -0.00
2008-10 Brille R sph -4.75 cyl -1.00, L sph -5.00 cyl -0.00
2013-04 Beginn Sehtraining
Seit 2013-09 Es gibt Augenblicke mit Visus > 0.7 ohne Brille.

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Beitragvon Flo » 27.05.2015 09:48

Hallo nochmal. Bild

[Fainne] Danke, jetzt hab ich es verstanden. :-D // Dann doch zumindest für den Anfang eine unterkorrigierte, da ich sonst einfach kaum was sehen kann und vor allem im Geschäft geht das gar nicht.

[lukita] Jetzt klinke ich mich mal ein. [...]

Und auch von mir noch rasch ein "Einklinker" (wenn auch ein kurzer): Gutes Gelingen. Bild
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Re: Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

Beitragvon Susa » 27.05.2015 11:23

Hallo Fainne,

ein herzliches Willkommen auch von mir.

lukita hat geschrieben:
Fainne hat geschrieben:... da ich sonst einfach kaum was sehen kann ...


Jetzt klinke ich mich mal ein. Das gleiche dachte ich anfangs auch. Da ich ähnliche Ausgangswerte in meiner Brille hatte wie Du, dürfte meine Wahrnehmung ähnlich unscharf gewesen sein. An das erste Mal, als ich ohne Brille auf die Straße gegangen bin, kann ich mich noch gut erinnern. :-) Inzwischen gelingt mir bereits sehr viel ohne Brille. Und ich sehe immer mehr.

Wenn Du es Dir erlaubst, die Brille öfters mal ganz abzusetzen, wirst Du zudem irgendwann mit diesen scharfen Momenten belohnt. Bei mir sind sie zwar immer noch relativ schnell wieder vorbei. Aber es gibt sie. Und sie sind großartig!

Nur Mut!


Ich schließe mich an. In meinem Entwicklungs-Thread ich-hab-s-geblickt-sehen-ist-ganzheitlich-t1598.html beschrieb ich Anfang März den aktuellen Stand meiner Sehentwicklung. Da erwähne ich drei Situationen, in denen ich nach wie vor die Brille nutze. Von denen sind inzwischen nur noch zwei übrig: das Autofahren und das Musizieren (vor allem Klavierspielen) mit Notenblatt. Bei Letzterem probiere ich natürlich immer mal wieder, ob es nicht schon ohne geht. Aber man muss einfach zu viele kleine Details in teilweise hohem Lesetempo erfassen, und das nimmt bei meinem derzeitigen Visus immer noch zuviel "Rechenkapazität" in Anspruch, die dann bei anderen Vorgängen (Bewegung der Finger, musikalische Umsetzung usw.) fehlt. Ich verspiele mich dann einfach viel öfter, und dann macht es weniger Spaß. :-)

Davon abgesehen bestreite ich den ganz normalen Alltag mit allem, was dazugehört (in meinem Fall: am PC arbeiten, einkaufen gehen, den Haushalt führen, im Wald wandern/spazierengehen, radfahren, zum Arzt gehen oder andere Erledigungen machen usw.) schon länger komplett ohne Brille. Meine Ausgangswerte lagen auch bei knapp drei bzw. über drei Dioptrien.

Die von Lukita angesprochenen scharfen Momente mehren sich mit fortlaufendem Fortschritt beim Bessersehen und halten auch länger an. Bis schließlich irgendwann aus sich häufenden und immer länger dauernden Scharfsehmomenten ein einziger Scharfsehzustand wird. Früher hätte ich diesen Satz ergänzt mit: "... und ich hoffe, dass ich da noch hinkommen werde." Ich bin da tatsächlich noch nicht, aber aus der Hoffnung ist längst ein Zutrauen geworden, dass das eines Tages der Fall wird.

Das Wichtigste ist dranzubleiben an der Sache und sich fortwährend zu fragen, ob das, was man zur Ausheilung der Fehlsichtigkeit jeweils gerade tut oder lässt, zielführend ist. Die Brille möglichst oft fortzulassen, gehört auf jeden Fall dazu.

Wünsche dir viel Erfolg!

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Re: Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

Beitragvon Fainne » 27.05.2015 20:32

Vielen Dank! :-) Euch auch viel Erfolg beim Erreichen eurer Ziele!

Ja, ich lasse schon viel öfter meine Brille Zuhause und auch unterwegs weg, aber da eigentlich bisher nur beim spazierengehen. Denn wenn ich zum Beispiel in die Stadt gehe oder so möchte ich doch gerne auch Leute erkennen die mir entgegen laufen. Froh bin ich wenn ich dann mal bequem am PC ohne Brille sitzen kann, dann kann ich nämlich schon einen Großteil des Tages auf die Brille verzichten. Vermutlich hilft es tatsächlich sich bei noch mehr Gelegenheiten bewusst zu werden dass es auch ohne Brille geht.

Obwohl ich erst seit kurzem mit dem Training begonnen habe, merke ich doch schon leichte Verbesserungen. Heute morgen habe ich mit meiner -3.75 Brille wesentlich mehr Details wahrgenommen als sonst und auch ohne Brille nehme ich immer wieder kurze Momente wahr in denen für mich kurz etwas lesbar ist was vorher nie ohne Brille möglich gewesen wäre. Und das obwohl ich es in dem Augenblick absolut nicht darauf anlege scharf zu sehen. :-)

Gestern hab ich mich dazu entschlossen es öfter mit Fantasiereisen zu versuchen, am besten in Verbindung mit Palmieren. Das sorgt für Entspannung und hilft mir eventuell meine Vorstellungskraft zu verbessern. Ich kann mir nämlich wirklich ganz schlecht Dinge bildlich vorstellen, ob es nun bekannte Orte oder Gesichter sind. Wer weiß ob es da nicht sogar eine Verbindung zur Fehlsichtigkeit gibt. Falls nicht, hilft es immer noch indirekt durch die Entspannung. Der erste Versuch gestern lief aber noch nicht so gut, weil es eben noch an der Vorstellung hapert. :-D Entspannend war es dennoch.
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Re: Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

Beitragvon Susa » 28.05.2015 10:05

Hallo Fainne, :-)

>Denn wenn ich zum Beispiel in die Stadt gehe oder so möchte ich doch gerne auch Leute erkennen die mir entgegen laufen. <

Das kenne ich gut. Deshalb eine Frage an dich: Ist es wirklich ein "Ich möchte doch so gerne"? Oder ist es eher ein "Ich habe Angst, die Leute nicht rechtzeitig zu erkennen", das du als Kontrollverlust erlebst? Bei mir war es definitiv Letzteres, und herausgefunden habe ich das ... genau ... durch Weglassen der Brille in Gegenden, in denen ich potenziell bekannten Menschen begegnen könnte. :-)

Ich rate dir deshalb, das Experiment mal zu machen. Frage dich vorab, was letztlich dabei schiefgehen kann. Wie der worst case aus deiner Sicht aussehen würde. Und wie du dann damit umgehen würdest.

Da unsere (Seh-)Welt aus unendlich viel mehr besteht als aus (vermeintlich) harmlosen "Spazierengeh-Szenerien", wie auch immer diese sich in deinem Fall darstellen mögen, ist es ratsam, sich möglichst zügig möglichst viele Bereiche - auch die "unkomfortablen" - brillenlos zu erschließen. Hier im Forum hat weiland jemand den Tipp gegeben, die Brille mit einer Kette/einem Bändel um den Hals vor der Brust baumeln zu lassen. Das habe ich sofort umgesetzt. Für die bei mir etliche Monate bis ein Jahr dauernde Übergangszeit war das hervorragend, denn es gab mir das Gefühl, bei anspruchsvollen oder eben noch nicht zu meisternden Sehszenarien nicht komplett aufgeschmissen zu sein. (Denk mal daran, wie du dich im Supermarkt fühlst, wenn du schlicht und ergreifend nicht erkennen kannst, was weiter oben in den Regalen steht, wo du nicht nah rankannst ...) Mit Brillenbändel kannst du die Brille bei Bedarf schnell auf die Nase setzen und bist wieder "fully in control". Das nimmt dir mentalen Stress - und den abzubauen, wo immer es geht, ist zum Wiedergutsehen enorm wichtig.

>Vermutlich hilft es tatsächlich sich bei noch mehr Gelegenheiten bewusst zu werden dass es auch ohne Brille geht.<

Genau. Mit der "Bändelmethode" kannst du jederzeit ganz frei experimentieren und die Brille auch mal in für dich noch ungewohnten Situationen zeitweise absetzen, um zu schauen, was du siehst (und was noch nicht). Und sie dann immer länger weglassen, je weniger unwohl du dich ohne fühlst.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Experimentieren!

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Re: Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

Beitragvon Fainne » 28.05.2015 11:48

Susa hat geschrieben:Hallo Fainne, :-)

>Denn wenn ich zum Beispiel in die Stadt gehe oder so möchte ich doch gerne auch Leute erkennen die mir entgegen laufen. <

Das kenne ich gut. Deshalb eine Frage an dich: Ist es wirklich ein "Ich möchte doch so gerne"? Oder ist es eher ein "Ich habe Angst, die Leute nicht rechtzeitig zu erkennen", das du als Kontrollverlust erlebst? Bei mir war es definitiv Letzteres, und herausgefunden habe ich das ... genau ... durch Weglassen der Brille in Gegenden, in denen ich potenziell bekannten Menschen begegnen könnte.

Susa


Es ist auch bei mir eher letzteres. Danke für deine Tipps, ich werde es versuchen und die Situationen mit Brille mehr und mehr abbauen. :)
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Re: Mein Traum: Scharfes Sehen ohne Brille

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